Google+ Hardboiled SCB: 2017

Montag, 22. Mai 2017

Furzkopf der Woche - das ewige Übersehen der schönen Kleinigkeiten

Ja, liebe Freunde - so ist es - vielleicht fällt es mir in meinem Zustand halt besonders auf - es sind die schönen Kleiunigkeiten, die das Leben so wunderschön machen. Meine Fahne ist leider immer noch auf Halbmast, aber die Tendenz zeigt klar nach oben!!! Das stellt mich auf! Aufgesetllt haben mich am Wochenede auch noch diverse anadere Vorkommnisse. Da war am Samstag ein feines Essen bei richtig guten Freunden - Emotionen pur, bei mir sowieso. Es tut so gut, wenn man aufrichtende Worte hört, es tut so gut, wenn die beiden mir sagen, "dass sie mir nichts anmerken" - Selbsvertrauen pur gibt das!!! Gestern dann stand Grillmeister Tuni selber im Einsatz, und es wurde sooooo fein, alles ist mir geglückt!! Auch positiv für die Laune. Dann natürlch das Wetter! Die güldene Dame am Himmel hebt die Stimmung viel viel mehr als die grauen Schwaden die dann noch regelmässig bislen!

Es sind viel so Kleinigkeiten, die einem neuen Schub grben, nur leider achtet man sich oft kaum mehr an diesen Sachen. Oder motz, weil es schon wieder etwaw zu warm wird. Einzige Rückschläge habe ich den ÖV einstecken müssen. Für alles gibt es einen separaten Türöffnungs-Knopf: Für Leute mit Kinderwagen, für Leute mit Geh-Hilfe, für Schwangere - wo bitte bleibt der "Depro-Knopf"?? Du drückst darauf, die Türe öffnet sich wie normal, aber es ertönt "Happy Hippo"-Sound, so würden auch Leue wie ich schunkelnd im Bus sitzen und Stimmung machen! Egal!

Der Kampf geht weiter, und ich werde immer besser darin!

Geniesst diese Sommerwoche in vollen Zügen! Liebe Grüsse von Tuni Hatdboiled!

Montag, 15. Mai 2017

Furzkopf der Woche - die wohl unromantischste Geschichte zum Muttertatg

Der Muttertag 2017 ist bereits wieder Geschichte. Ein herziger Tag, werden da doch alle Mütter dieser Erde gefeiert - das völlig zu Recht, den Mütter sind das Grosssartigste. was die Welt zu bieten hat! Ihre nie erlöschende Liebe zu ihren Kindern - die Geborgenheit die sie ausstrahlen - unvergleichlich. Man gewöhnt sich als Mann auch daran, dass man am Muttertag x-Mal die Geschichten erneut hört, wie es damals war, als sie Mütter geworden sind . "Ich hatte für die Ältere keine Milch mehr, ich konnte sie nicht stillen" ... "ich erhebe mich und sage "das kenn ich, ist ganz schön lästig, wenn ich am Morgen meinen Kafi rausgelassen habe und ihn aufhellen möchte und es aus der Küche dann heissst "haben keine Milch mehr". Ärgerlich sowas!

Die Geburt ist an diesem Tag ein zentrales Thema. Ich erkundigte mich bei der Freudin meines verlederten Nachbarns, ob sie mir nicht mal eine realistische Beschreibung der Schmerzen bei der Geburt geben könne. Sie machte es, und ich war beeinduckt. Sie sagte "stell Dir vor, Du gehst auf dieToilette". OK. Du setzt Dich hin und müsstest mun eine Wassermelone aus dem Arsch pressen - ungefähr so fühlt es sich an. Da wurde mir alles auf einen Schlag klar. So gewaltig ist das? Nun verstehe ich auch, warum die liebliche Mumu nach der Geburt aussieht, wie eine gsprerngte Dose Ravioli. Das muss extrem sein was dort für Kräfte wirken!!! En Wunder der Natur!

Trotz dieser sehr nüchternen Beschreibung des Mutterwerdens: Ein Dank an alle Mütter! Ihr seid gossartig. Auch wenn man NIE vergessen darf, dass dank dem gut btetternden Männern es erst möglich ist Mami zu werden. Prost!

Übrigens: woher weiss die Feundin meines Nachbars, wie es sich anfühlt, wenn man eine Melone aus dem Arsch pressen muss? Fragen über Fragen!

Geniesst die Woche!


Donnerstag, 11. Mai 2017

Auch der neue Sommerkatalog von IKEA hilft gegen meine Depression!

Keine Angst, ich will Euch jetzt nicht die ganze Zeit mit meiner Krankheitsgeschichte langweilen. Aber da ich sooo viele "gute Besserung und wie geht es Dir?" PN's erhalte, denke ich mir, dass es am Besten ist, wenn ich hier wie immer die volle Wahrheit hinschreibe - Hardboiled eben.

Also, die Medis zeigen die erhoffte Wirkung. Mir geht es bereits vieeeeeeeeeel besser. Ich fühle mich viel sicherer auf den Beinen. Und das hypersensible ist ebenfalls weg. Ich, bin doch sonst einer "der immer lacht" *sing* doch in letzter Zeit weinte ich ab so vielen Sachen, da reichten schon die selbergemachten, herrlich feinen Eierbrötchen der älteren Tochter. Nun bin ich mental fast wieder der Alte. Immerhin!

Dann blättere ich vorhin durch den neuen IKEA-Sommerkatalog und sehe auf Seite 1931 das Bild oben - ein Lächeln huscht über mein Gesicht.

Der Artikelbeschrieb ist ebenfalls interessant:

Modell Titellos-IKLÄ
Gewinnt ihr Verein nicht mal ein Bingo-Turnier? Dann ist dieses Modell genau das Richtige für Sie! Einfache Montage! Montage-Anleitung mit nur 4 Zeilen. Regale halten bereits durch ablecken! Fabienne F aus O und Marco C aus S. sind von diesem Modell angetan, da beide Gottèronistis sind, bleibt immer genügend Platz zum Nachlecken, wenn einem danach ist, da die Regale auf ewig leer bleiben werden!

Modell Bern-IKLÄ
Ist Ihr Verein sowas wie ein Serien-Meister, dann müssen sie dieses Modell haben! Jeder Meistertitel findet so seinen Platz. Die Montage-Anleitung umfassst 17031-Seiten. Jeder noch so geübte Heimwerker wird in Tränen ausbrechen. Nur für Profis geeignet! Als zusätzlich Montagehilfe braucht man nur einen Presslufthammer und 2 Liter flüssiges Eisen. Das Regal ist unzerstörbar und kann beim Zügeln einfach aus dem Fenster geschmissen werden. Danach ab in den Zügelwagen und in die neue Wohnung (Pokale vorher entfernen!).

IKEA steht hinter TUNI! Je suis Tuni! Danke Ihr Elchköpfe!


Montag, 8. Mai 2017

Furzkopf der Woche - Der unpünktliche Furzkopf

Ja, ich bin zu spät, ich gebe es zu. Sonntagabend ist schon lange vorbei. Ich erkläre es Euch gleich, warum das im Moment halt passieren kann.

Also, ich merkte, dass irgendetwas nicht mehr so ganz Hugo war bei mir. Ich hatte so ein "inneres" Zittern und meine Bewegungen wurden ungelenk. Alle diejenigen, die mich am Meisterumzug gesehen haben, können das bestätigem - ich hatte nicht zuviel getrunken!

Also bin ich zum Onkel Doktor gegangen, man will ja wissen, was da schief läuft. Er ist ein hervorragender Arzt, seine Doktorarbeit (Wenn die Mu-Mu müffelt hilft auch Zahnseide) ist immer noch legendär. Er untersuchte mich und kam zur Diagnoe: Ich bin in eine Depression gerutscht. Ich begriff die Welt nicht mehr ... ICH? Ja, es ist leider so. Es wird ein langer Weg zurükc, trotz Medis. Aber ich habe den Kampf angenommen und werde siegen! Es gab keinen Grund in meinem Leben, privat und beruflich geht es mir sehr gut, der SCB wurde Meister. Ich für mich habe so den Verdacht, dass ich mich übenommen habe in den Playofffs (Buch, Viele Auftritte etc.). Man findet den Grund oft nicht einfach so heraus, zudem kommt dieser Mist schleppend. Also, ich gebe im Moment einfach sehr dosiert Vollgas. Das wird schon wieder!

Ich wünsch Euch allen eine schöne Woche! Liebe Grüsse

Sonntag, 30. April 2017

Furzkopf der Woche - Fribourgs Beitrag zum SHIF-Werbefilm

videoJa, da müssen wir darüber reden. Viele von Euch haben vielleicht dieses Video schon gesehen - egal. Um was geht es? Nun, unser Eishockeyverband wollte von diversen Schweizer Städten einen kurzen Werbefilm - ihr wisst schon, damit sie mit dem Teil dann plöffen können wenn es um einen Vergabe der WM oder so geht. Fribourg wollte erst keinen Film drehen, sie wollten einfach einen Titel dazu liefern "Fribourg die Stadt - die keinen einzigen Titel hat" - das wurde abgelehnt, weil es zu depressiv tönte. Alle Städte haben sich Mühe gegeben (s. Video) und tolle Aufnahmen geliefert- man muss sich einfach fragen, was genau Luzern da zu suchen hat?? Antwort SIHF: Eigentlich wäre das für Biel reserviert gewesen. Aber die Aufnahmen aus Biel waren unbrauchbar, da es wieder mal Nebel hatte. "Es sah aus wie wenn man ein gebauchtes Hakle-feucht abgefilmt hätte. Geht nicht eintschieden die Chefs. Desshalb also Luzern.

Gottéron schien das Motto des Films etwas zu ernst genommen zu haben. Sind das Schauspieler, die da am Fluss sind? Nein, wehrt die Stadt ab! Man muss einfach bei uns an den Fluss gehen und sieht solche Szenen 7 x 24. OK. Könnte auch ein Grund sein, das kaum ein NHL-Boy in die verbotene Stadt wechseln will...


Sonntag, 23. April 2017

Furzkopf der Woche - Wenn man realisiert, dass die Saison nun endgültig zu Ende gegangen ist



Furzkopf der Woche - Wenn man realisiert, dass die Saison nun endgültig zu Ende gegangen ist
Wenn man sich an einem Samstag auf dem Bundesplatz trifft, dann ist es ein Zeichen, dass die Saison nun endgültig Geschichte ist. Auf eine Art macht das traurig, auf eine Art sammelt man sich schon wieder, um ab September den Angriff auf den dritten Titel in Serie zu starten.
Die Fuhre auf dem Bundesplatz war gut, es waren sehr viele Leute da, die unseren Jungs einen würdigen Abschied bereiteten. Was die Boys auf dem Eis geleistet haben, wird uns wohl erst so richtig im Sommer bewusst werden. Ich habe gestern lauter Helden auf der Bühne gesehen. Wir sind die verreckteste Playoff-Mannschaft aller Zeiten! Beweise? Nun, wir standen gegen Zug unter Druck nach 2 Niederlagen stand die Serie 2:2 - und was machen unsere Jungs? Sie gewinnen die 2 nächsten Spiele mit dem Torverhältnis von 11:2 - das braucht keine Worte mehr!
Ich vermisse das Kribbeln im Ranzen schon jetzt. Jetzt geniessen wir alle den Sommer, danach greifen wir wieder an in alter Stärke- abgemacht?

Montag, 17. April 2017

Playoff F 6: EV Zu - SC Bern 1:5 SCHWEIZERMEISTER GOPFERTRAMMINOMAU

Einfach nur stolz dürfen wir sein! Mit einer gnadenlos guten Leistung haben wir heute sämtlichen Zuger Schienen die Weichen auf Absturtz gestellt. Zum ersten Mal seit 2000 Jahren hat ein Verein den Titel verteidigt. Baumeister für diesen Triumph waren für mich Karl Neinonen, der das Team taktisch brilant kutschierte, dann Leo, dann Unti, dann eigenlich jeder in diesem Team. Ganz vorne auch die Trüffelnacht! Was für ein Playoffspieler! Etwas weinen musste ich bei Schlusssirene trotzdem, weil es doch das lezte Spiel der Legenden Schobä und Armert und Plüsch Ferdu war. Tut weh! Aber jetzt wollen wir anständig feiern! Gott wie geil ist das denn!!! Und wir wollen auch die Verlierer aus Zug nicht vergessen: man kann ihnen zu einer grossen Saison gratulieren. Fast hätte es diese Jahr gereicht, der schlimmse Satz komm jetzt: Zweiter werden ist ja auch geil. Uha. Gell EV Zug. Uha.

Also, wie genau holten wir unseren 15. Meistertitel?

Nun, im ersten Drittel hatten wir (auch ich) sehr viel Respekt vor dem EVZ. Die hatten uns ja einiges angedroht mit Tempo und so weiter. Doch wir standen ihnen von der ersten Sekunden an auf den Füssen herum. Einfach gut! Wir kämpften wirklich wie Bären. Das beinduckte scheinbar auch den Gegner. Denn der Lichtbild-Mann Diaz velor nervös vor dem eigenen Tor sie Scheibe sehr stümperhaft an unsere Trüffffelnacht, der in seiner typisch sympythischen Art hervorgrub und eiskalt zum 1:0 abschloss. Wir waren früh auf Meisterkurs! Noch viel mehr, als der Lasch das 2:0 schoss. Von hinter dem Tor erziehlt. Tobi die Ananas schaute wohl gerade "Sponegbob Keiskopf" im TV. Der Lasche sah, dass Steifan doof stand und lupfte ihm die Scheibe an die schwitzende Achsel, von dort fiel der Puck zum 2:0 über die Linie. Das Meisterbier schmecke schon viel viel besser. Die Reaktion der Zuger konntenn wir cool abfedern, so das wir mit einer 2:0-Führung in die Pause konnten. Was für ein geiles Drittel der Boys!!!

Die einheilige Meinung war nun: Zug kommt aber jetzt im 2. Drittel wie die Sau. Es ging so. Nach in paar Sekunden stocherte Moser der Du bist das 3:0 in die Kiste. Jubeln, Hüpfen, kompakt hüpfen! Dann kam die erste Strafe für Zug, es dauerte nur Sekunden, bis Uni abzog und Tobi die Ananas eneut daneben reckte wie ein ausgebildeter Danebenrecker. 4:0!! Zug und das gute Heimpublikum gaben jedoch NIE auf. So wursteten sie uns dann halt das 1:4 in den Kasten. So kindisch im Fall! Aber mit einem 1:4 nach 40 Minuten kann man ja leben, nicht? Uha.

Im letzten Drittel schaute man eigentlih fast nur noch auf die Uhr. Zum Glück das Team nicht. Die gaben weiterhin alles, ohne Pause und Bier. Und sie schossen nach einem wunderbaren Angriff durch das Ehebett die Entscheidung. 1:5 und Tränen in den Augen! Der Titel war da, das wusste man jetzt. Was für eine Party! Was für ein geiler Support der Berner Kurve! Ich bin heute unglaublich stolz , SC Berner zu sein!!! Das bin ich immer, aber das war heute wirklich von A-Z geil!!!!

Sonntag, 16. April 2017

Playoff F 5: SC Bern - EV Zug 6:1

Liebe Leser. Nein, nur ein Scherz, ich hatte mich heute souverän im Griff und kann noch scheiben, ist ja auch was! Der SCB hatte es ebenfalls im Griff. Merke: Scheinbar läuft es bei mir gleich wie bei den Buben auf dem Eis. Stürze ich fadengerade ab, stürzt auch der Verein ab. Also, die Leistung heue war souverän, wir fegten Zug dank einem geilen Startdrittel 6:1 aus der Halle und können also am Ostermontag in Zug Meister werden. Der Sieg heute war natürlich enorm wichtig - nun können wir mit dem nächsten Sieg den Sack aber so richtig zu machen. Achtung, das Spiel am Ostermontag findet erstaunlicherweise erst um 20.15 Uhr statt! Nicht dass ihr dann zu früh in diese furchtbare Stadt anreist, gelle?

Also, ich mag Playoffspiele, die bereits im ersten Drittel die Geschichte geschrieben haben - vorausgesetzt, WIR schreiben die Geschichte. Das ist heute passiert, und drum bin ich so glücklich! Wir rannten und kombinierten, hielten die Zuger in Schach und skorten endlich auch demensprechend. Die Trüffelnacht brachte uns früh im Powerplay in Führung. Ich habe so laut Tor geschriehen wie ein Wasserbüffel auf Drogen. 4 Minuten später knalle die Deckenfrau eine Scheibe aber sowas von geil in den Angel. Zug wirkte fahrig und arbeitete in der Defensive schlecht. Das nützten wir nochmals aus, als wir in der 10. Minute herrlich konterten, und die Müllere affengeil in den Angel traf. 3:0 und Party on! Das Stadion klatschte so heftig im Takt, dass sogar ich mitmachte, obschon mir mein Bier so natürlich leicht überschwappe. Egal. Was für ein geiles und dominantes Drittel von uns!

Zur Spielhälfte schoss die Trüffelnacht im Powerplay herrlich und ein Zuger lenkte die Scheibe an Tobi der Ananas vorbei und wir führten 4:0. Was für ein fröhliches Eierfärben! OK, Zug murkste dann bald einen rein zum Anschluss. Danach hatten die Innerschweizer kurz etwas Oberhand, bis dann Arco der Beller entwischte und herrlich zum 5:1 einschoss - 2 Minuen später. Nun war die Suppe geleckt. Man wusste es: das geben wir nicht mehr her. Gut war, dass wir am Drücker blieben, und nicht zuviel auf "Verwalter" machten. Am Schluss hatten wir eine Schussbilanz von 41:16 erreicht - wir waren aktiver! Geil so!

Im letzetn Drittel konne man ohne überheblich zu sein so richtig geil abfeiern. Unti knalle nochmals im Powerplay das 6:1 hin. Der Matchpuck war da. Aber eben, er ist erst da, holen müssen wir ihn noch. Das letzte Drittel schrieb keine Geschiche mehr.

Die grosse Hoffnung ist nun natürlich: Können wir diesen Schwung auch am Montag in Zug so dominant aufs Eis bringen?? Denn dann fetzten wir den EwouZätt aus der Halle und kommen mit dem Pott nach Bern!! Aber wir wissen es, das braucht eine Top-Leistung über 60 Minuten. Aber egal: Entweder triff tman sich zum Feiern oder dann zum Spiel 7 ... es gibt schlimmere Ausgangslagen. Ich mag kaum auf den Montag warten, es fehlt ein letzter grosser Schritt! Machen wir den doch einfach! Come on SCB!

Freitag, 14. April 2017

Playoff F 4: EV Zug - SC Bern 3:2 nV

Als erstes muss ich mich bei meiner Tochter bedanken, die zum zweiten Mal die Meldung "Pabba fühlt sich nicht so gut" gepostet hat. Jetzt, nach ein paar Stunden Schlaf bin ich wieder fit. Habe vorhin gerade einen Halbmarathon gemacht. Alles grün wieder. Uha. Nicht wirklich. Aber egal, Playoffs sind Playoffs. Manchmal gibt es dann halt auch Playouts, nur bei mir. Also, so wie wir gestern gespielt haben, werden wir in dieser Serie kaum noch ein Spiel gewinnen. Das war, ganz ehlich gesagt, ein bisschen Loser-Hockey. Das war sicher auch der Grund, dass der Weisswein so grob bei mir eingeschlagen hat. Ich  in sehr sensibel, wenn etwas nicht so ist, wie es sein müssse, dann reagaiert mein wunderschön geformtes Mägeli halt so trotzig.

Also, das Spiel beginnt, ich sitzte frisch geschminkt auf meinem Stammplatz. Klar kam mir die schwarze Scheibe etwas schnell vor. Was ich jedoch noch haargenau gesehen habe: Zug war wild und entschlossen. Die hatten dieses "ich hau jetzt mal einfach drauf"-Gen im Blutkreislauf, während wir meistens am Verhindern waren, kaum am Agieren. Wenn wir was reissen wolleten, war es dann wirklich fast so kompliziert wie ein Schnittmuster aus "Meyers Modeblatt". Eben, diese wilde Entschlossenheit, wo ist sie? Oder hat uns jetzt Zug so gut im Griff? Wir waren 2:0 in Rückstand, es drehte schon leich in meinem Schädel.

Doch noch einmal kriegten wir eine Chance im zweiten Drittel. Plüsch Ferdu wurstete die Scheibe so vor das Tor, dass die Zuger ihn selber reinlöffelten. Nun waren wir wieder dran. Aber nach wie vor reichte es nicht. Schlussendlich muss man nur auf die Schussstatistik gaffen. 42:33 für den EV Zug. Also sind die Fragen schon mit dem fast beantwortet. Klar, dieser unsägliche Pfosten hat in letzter Zeit massiv etwas gegen uns.

Im lezten Drittel konne Moser der Du bist tatsächlich noch ausgleichen. 2:2 und nun gopfertammmi hätte das Spiel einfach für uns kippen müssen. Das einzige was nun kippte war aber mein Magen.

Die Verlängerung kriegte ich nicht mehr mitt, weil ich seit Minuten die Schüssel anstarrte. Auch Kult, das gibt ganz neue Perspektiven, meine Bindung zum Klo ist nun sehr intensiv geworden. Ich höre den Fluch meiner Frau und wusste: "wir haben es erneut versammelt". Dem entscheidenden Tor der Zuger ging eine Fehlerkette von uns voran. Zug nützt im Moment alles sehr brutal aus, was wir halt falsch machen. Endlich konne ich dann mein Magen-Gefängnis verlassen. Die Laune war dahin. Logo, auch meine Bewegungskoordination. Im dritten Versuch plumpse ich endlich in mein Bett und nicht auf den Boden. Das ist eben noch Kampfgeist, nicht?

Also, wir bauchen nun dringend den "Reset-Knopf". So werden wir das Finale verlieren, ganz klar. Unbegreiflich, wie man nach einem sooo souveränen Heimauftritt und dem anschliessenden Break nun die Serie nicht mehr im Griff hat. Jä nu, es läuft nicht immer wie im Trickfilm. Verloren ist noch nichts, wir brauchen nur noch 2 Siege, aber wir müssten nun dringend mal einfach den ersten der Beiden holen.

Dann werde ich mich jetzz mal auf den Weg machen und das Altglas entsorgen gehen. Die Sauhund-Weissweinflaschen werde ich mit soviel Entschlossenheit in den Container hämmern, dass das ganze Quartier auf dem Bett stehen wird. Egal. Was weg muss, muss weg. Wir treffen uns morgen in der Allmend, was für ein wichtiges Spiel! Sehen wir wieder Playoff-Hockey made by SCB oder kurven wir weiterhin rum eine Skischule alben einen Hoger runterrutscht? Fragen über Fragen. Mann habe ich eine Scheisslaune! Bitte SCB, bing mich wieder auf die Höhe! Morgen! Keine Diskussion!

Mittwoch, 12. April 2017

Genonis Fanghandschuh wird rechtsmedizinisch untesucht

Da sieht man doch, dass der SCB die Niederlage gegen den EV "Tram im Schlamm" nicht einfach so hinnimmt. Da ich überall in der Stadt meine Spitzel habe, kriegte ich soeben die Info, dass der Fanghandschuh von Leonardo Genoni in die Gerichtsmedizin Bern überführt wurde. Die zuständigen Forensiker sollen dort prüfen, ob mit dem Teil wirklich alles in Ordnung gewesen sei. Ihr wisst ja noch, der Schuss von Liliput Matschbirni hätte Leo sonst eigentlich im Schlaf gefangen. Doch gestern rutschte im die Scheibe ins Tor.

Die ersten Befunde aus der Rechtsmedizin deuten dann auch auf Sabotage hin. Es wurde eine grosse Dosis Salatöl am Fänger gefunden. Das gleiche Salatöl, dass Matschbirni alben baucht, wenn er keine Schmerzen will, wenn der Josh ... aber lassen wir das, es lesen ja auch Kinder mit. Aber die Sache stinkt zum Himmel, also die mit dem Fanghandschuh, nicht das wo der Matschbirni sich sonst das Öl hinschmiert. Aber uns egal, wir leben mit dem und kommen nur noch stärker in die Serie.

Zug nutzt einfach jedes Mittel, um dran zubleiben. Mehr haben sie ja trotz dem Sieg gestern nicht erreicht. Auch bei Johann Morant hat der Seelenklempner Miller ganze Arbeit geleistet. Der Johann litt ja sehr darunter, dass ihn nicht mal die eigene Mutter mag, obschon sie ihn bis 21 gestillt hatte. Miller meldete Morant nun auf "Tinder" an, wer kennt sie nicht die Dating-App für Notgeile. Wochenlang gab es aber keinen "match" für Morant, so dass der Rüpel immer depressiver wurde. Doch gestern dann das Wunder: Morant hatte unmittelbar vor dem Spiel einen "match". Er schaute mit zittrigen Fingern nach ... und es stimmte! Jemand interessierte sich für Johann! Er weinte vor Freude! Er weinte noch viel mehr, als er sah, dass sich ein Heuballen für ihn interessierte. Wegen der gleichen Frisur und so. Morant schnallte, dass das nur ein Psychotrick von Miller war und haute ihm einen auf die Nuss, deshalb sah man die verwirrenden Bilder vom Psychologen gestern mit zerschlagener Brille.

Morant hat sich inzwischen beruhigt und hat nun eine Beziehung mit dem Heuballen. Beim Küssen fühle es sich an wie wenn er seine Tante küssen würde, es steche ähnlich.

Aber wir dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nichts ist gestern passiert, ausser das wir nicht gut gespielt haben. Die Psychospiele der Zuger werden bald zu Ende sein. Wir brauchen eine Steigerung, klar, vor allem der Sturm sollte mehr Gas geben können. Zug unter Druck ist wie Johann mit Magen/Darmgrippe: irgendwann hängen die Unterhosen bis in die Kniekehle.

Ich bin nun noch überzeugter, dass wir Meister werden. So ein Spiel wie gestern wäre für ein labiles Balettteam schwer zum Verdauen. Aber wir sind Berner Gopfertamminomau!!! Es gab schon viel bitterere Niederlagen in den Playoffs. Im schlimmsten Fall ist die Serie jetzt dann unentschieden, im besten Fall holen wir uns die ersten Meisterpucks. Wir haben (noch)  nichts zu verlieren, echt jetzt! Also geben wir alles und noch ein bisschen mehr! Und unsere Kurve muss sowas von kompakt hopsen, dann kommt es gut!!

Dienstag, 11. April 2017

Playoff F 3: SC Bern - EV Zug 1:2 nV

Nein, auch dieser Abend erschüttert mich nicht. Es sind meine 29igsten Playoffs, und glaubt mir, solche Spiele wie heute Abend habe ich schon viele erlebt. Eigentlich war alles parat für einen erneuten Sieg, doch dann löffelten wir uns selber in den Abgrund. Aber wenn wir es nüchtern betrachten, ein bisschen verdient war die Niederlage. Der EV Zug war weder gross und mächtig, auch wenn ihr das bald in den Online-Zeitungen lesen werdet. WIR WAREN HEUTE EINFACH NICHT GUT GENUG UND BASTA. Ihr kennt mich, in den Playoffs hasse ich jedes Gegentor wie Gift, Niederlagen schieben mir die gesamte Woche in den Arsch. Aber man muss es akzeptieren. Wir waren heute in der Offensive ein laues Lüftchen, auch wenn wir trotzdem das Spiel hätten holen müssen. Im letzten Dirttel versiebten wir 3 x das siegsichernde 2:0 ... und kriegten dann einen Ofen, über den ich nicht weiter diskutieren müssen. Aber, ehrlich jetzt, eigentlich ist nichts passiert heute. Wir haben das Break wieder abgegeben, das wir gar nicht brauchen. Nach wie vor haben wir es auf den Stöcken. Und wenn beim Gegner nun die Euphorie ausbricht, weil sie zum ersten Mal seit Christi Geburt ein Playoff-Finalspiel gewonnen haben, soll es uns nur recht sein. Wir sind die perfekte Euphorie-Bremse, das werden wir schon am Gründonnerstag beweisen.

Begonnen hat es eben viel zu zahm das Ganze. Die Leichtigkeit war nicht mehr da, wir mussten uns jeden Furzpuck in ihrem Drittel erknorzen wie ein Alpöhi, wenn er mit seiner Lieblingskuh schmusen will. Dann liessen wir Zug mit viel zu viel Tempo immer wieder in unser Drittel eindringen. Etwas war einfach anders als in den 2 Spielen zuvor. Zug foulte sich dann selber in die Scheisse, den verdienten 5-Minüter gegen sie nutzten wir dann durch unser Ehebett zur Führung. Das Stadion stand auf den Sitzen, aber wir hockten auf dem Eis herum ... da kam einfach zu wenig. In dieser Phase hätten wir normalerweise nachgedoppelt. Doch heute Abend sollte und wollte es nicht sein.

Das zweite Drittel besserte nicht gross. Zwar hatten wir irgendwann immer wieder sowas wie eine Chance, aber mir fehlte der wilde Blick um dieses 2:0 zu schiessen. Das war Wasser auf die Mühle der Zuger. Sie hielten sich mit dem knappen Resultat einfach zu lange am Leben. Ein ereignisloses Drittel aus unserer Sicht. Aber eben, für Zug war es wie Balsam auf Morants brüchige Haare.

Dann, im letzten Drittel, kam so eine Art vibrieren für Vibratoren ohne Batterie in die Halle. Grösssere Chancen zum 2:0 kann man ja fast nicht versieben. ... aber eben, wenn es nich läuft, dann läuft es einfach nicht. Krass war die Mosere. In Zug traf er aus 60 Meter ins leere Tor, heute traf er aus 60 cm nur den Pfosten. Was habe ich da geflucht. Und irgendwie ahnte man ja da schon fast, was kommen würde. 5 Minuten vor Schuss liess man Matschbirni zu lange laufen, sein Schüsschen fiel ins Tor, wuff, und ich war wieder nüchtern. Aber kein Vowurf an Leo, dass kann auch ihm passieren. So blieb es beim 1:1 und es ging in die Verlängerung.

Das passierte es dann halt bei uns, ein abgelenker Weitschuss bachte den Zugern den nicht unverdienten Sieg. So steht die Serie nur noch 2:1 für UNS. Noch 2 Heimsiege fehlen theoretisch, aber da müssen wir ganz anders auftreten als heute Abend! Egal, in jeder Serie darf man einen Gagel-Match einfahren, ich hoffe, der ist jetzt passiert. Egal, morgen keine Zeitung kaufen, keine Online-Berichte lesen, keine Fragen beantworten in den ÖV (was heisi gmacht gestern??). Normale Antwort wäre ja da: Friss Gift. Aber egal, die Chance zur Revanche kommt ja bald, ne?

Meine  Bitte an die Berner Kurve in Zug: Ihr müsste kompakt hopsen, das wird das Motto sein müssen! Kompakt hopsen! Weitersagen!!

Shit happens, aber wir sind gut im putzen und werden ganz sicher eine bessere, inspiriertere Leistung zeigen in Zug. Ich weiss es. Vertraut mir!

Montag, 10. April 2017

Beide Playoff-Finalisten-Trainer bei Tuni zu Besuch!

Wenn ich rufe, dann kommen sie. Gestern klingelte es an meiner Haustüre, da standen Harold Kreis und Karl Jalonen vor meiner Haustüre. Eine grosse Ehre, ich habe die beiden freundlich empfangen, aber einzeln ins Gespräch genommen, das war hochinteressant.

Zuerst redete ich mit Harold Kreis. Das Gespräch verlief eher schleppend. Ich wollte ihn etwas aus der Reserve locken und fragte ihn, wie er sich denn fühle. Hat doch die Stadt Zug einen Kreisvortritt offiziell in "Harold-Kreis-Vortritt" unbenannt. Erst zwei Mitgliedern des EV Zug kommt diese Ehre zuteil. Eben jetzt dem Harold, vor einem Monat wurde ein Feldweg, wo die meisten Zuger Einwohner ihre Hunde kacken lassen, in Johann-Morant-Allee getauft. Harold überlegte lange und hat mir bis heute keine Antwort gegeben. Dann fragte ich ihn, was er machen würde, wenn er in der Küche steht, und er bemerkt, dass ein Bier jetzt gleich auf den Küchenboden fallen wird. Er überlegte gut 3 Stunden und sagte dann "ich würde zu weinen beginnen". OK. Alles klar. Tschüss Harold! Er schlurfte ins Treppenhaus.

Karl war etwas spontaner. Ganz zuerst schnappte er sich mein Meisterwerk "111 Gründe, den SC Bern zu lieben" und signierte das Teil (s. Foto). Mal angenommen, der SCB wird Meister, wie wertvoll ist dieses Buch dann geworden? Karl war sehr spontan und beantwortete meine Fragen oft schon, bevor ich sie überhaupt gestellt hatte. Ich riskierte es und fragte ihn ebenfalls die hochstehende Frage mit der Küche und dem Bier, das runterfallen wird. Nun, Karl antwortete so, dass er sofort ein Kissen auf den Boden legen würde, daneben noch eins, damit die drohende Gefahr abgefedert wird. Und Ville die Tonne müsste daneben liegen und das springende Bier auffangen. OK. Geniale Taktik wie auf dem Eis! Und ich bohrte weiter, "was wenn die Flasche trotzdem kaputt ginge?". Karl schaute mich an und sagte "dann kaufe ich eine neue Wohnung!". So liebe ich es eben. Ich verabschiedete mich nun ebenfalls vom Finnen. Er ging gut gelaunt ins Treppenhaus, wo er noch den Harold überholte, der scheinbar seit einer Stunde mit einer Treppenstufe ein Gespräch führte.

Also keine Panik EV Zug, wenn der Harold heute im Training fehlt, er ist unterwegs und wird sicher im Verlauf dieser Woche in Zug eintreffen. Ich habe ihm zur Vorsicht noch einen Zettel auf den Rücken geklebt "Bitte in Zug abliefern". Falls er im Bahnhof Bern einschläft. Die SBB und der EV Zug haben das Heu ja nicht mehr auf der gleichen Bühne. Der EV Zug ist sauer auf die SCB. Erst lassen sie Züge entgleisen, nun singen die gegnerischen Fans natürlich immer dieses "Zug entgleist"-Lied. Dann sagt die SBB auch noch, dass sie neue Weiche brauchen, und bieten dafür Morant auf, weil er so weich sei. Egal, morgen geben wir wieder Vollgas!

Sonntag, 9. April 2017

Furzkopf der Woche - Die vewirrte Presse

Der Playoff-Final SC Bern - EV Zug hat offenbar dazu geführt, dass die schreibende und filmende Zunft einen totalen geistigen Halbrenner-Modus hervorgerufen hat. Was muss man da nicht alles für Schrott lesen. Sogar SRF blendet beim F1-Training die folgende Einblendung ein (s. Bild). Uha. Also, was ist dann an den Kommentaren, die wir überall lesen müssen: Primär ist es mal der blanke Neid, dass unser Verein auf gutem Weg ist. Alle hätten sich die Hände gerieben, wenn die Serie 2:0 für Zug stehen würde. Weil das nicht passiert ist, werden wir nun als "Langweiler" betitelt. Wir? Eigentlich meinen sie wohl den EV Zug, er in 2 Spielen noch sehr wenig gezeigt hat.

Also, Spiel 1, ein geiler und sackstarker SCB fegt die Zuger wie ein Bademantel aus dem Stadion. Dann Spiel 2, alle wussten: Zug wird reagiern und anders kommen. Das geschah dann auch. Dank Minigolf -Regeln gerieten wir oft in Unterzahl, und der Lichtbildprojektor Ferien-Diaz schoss den EVZ in Front. Was aber dann passierte, war Klasse. Das Konzept von Karl Neinonen passte wie die Faust aufs Auge. Zug wollte tanzen, aber wir standen ihnen so was auf den Füssen rum, so wie ich alben wenn ich Walzer tanzen sollte mit der Klara Pommelpo. Mit einem perfeketen Konzept erhudelten wir die Zuger in ihrem kurzen Mütchen und drehten das Spiel und führen 2:0 in der Serie!

Wir haben den stärksten Torhüter der Schweiz, wir haben Unti, der sowas von gut ist, allgemein die Abwehr: so verteidigt man einen Meisterkübel. Bidu Gerber hat mehr Schüsse geblockt als ich Bier gesoffen hatte. Das heisst dann was! Und im Sturm schiessen wir dann die Tore, wenn es sie braucht. Alles passt.

Langeweile im Finale? Ja, vielleicht weil der Gegner nicht ganz mithalten kann. Mit dem offensiven Wuschi-huschi-Hockey wird Lugagel ja seit 30 Jahren Serienmeister ... Also, wir ziehen es einfach weiter, immer weiter, eine Stadt, ein Team, eine Mission! HIER KOMMT BERN! Die Brust wird stolz ab diesen Phrasen!

Weiter so SCB, langweile die ganze Schweiz, mir geil egal, 17'031 sind regelmässig in Ekstase wegen Dir, das reicht, die Pressetribüne muss nicht mitklatschen. Wer im Finale steht und noch KEIN  Auswärtsspiel verloren hat (!) ist von einem anderen Stern! Der Zeit voraus! Go on SCB! Hard! Fast!


Samstag, 8. April 2017

Playoff F 2: EV Zug - SC Bern 2:4

Der Capo schreit: "Wozu sind wir bereit?". Dahinter, 800 Berner in schönen 8-er Reihen, im Chor: "Wir sind im immer bereit zu einem Break. Shake! Shake!". Dazu schütteln die Adonis-Fans des SCB ihre herrlichen Hintern. Yes Yes Yes, wir haben heute Abend das Break geschafft! Göttlich! Wir sind in den Playoffs 2016/17 auswärts noch unbesiegt. Sagenhaft. Das Break heute ist wichtig, weil Zug doch eine etwas andere Falle machte als am Donnerstag. Mann des Spiels für mich war heute der unter dem Sand lebt. Ein legendärer Ofen  und mindestens 31 Abschlüsse der Zuger in höchster Not verhindert. Der 2:4-Erfolg in der Rosshaar-Arena bringt uns in eine gute Position ... nicht mehr und nicht weniger. Besonders gefreut hat es mich heute, dass nach dem geilen Kurmann am Donnerstag heute endlich wieder nach Minigolf-Regeln gepfiffen wurde. So muss es sein! In Spiel 1 darf man fast alles, in Spiel 2 dann nichts mehr. Top. Und erneut hatten wir den besseren Goalie, denn Leo sah beim 2:2 nicht glücklich aus, die Scheibe wurde aber noch abgelenkt, aber der Tobi die Ananas Steiffan überbot sich dann wieder selber, als er das 3:2 selber in die Kiste stüpfte. Uha. Pech. Aber egal.

Also, Zugoslavia kam wirklich besser aufs Eis als am Donnerstag. Gut, das war ja auch nicht besonders schwer, einfach mehr bewegen als ein Bewusstloser hiess das. Wir waren unter Druck, ist auch klar wenn man fast das ganze Drittel in Unterzahl spielen muss. Zu spät hatten die Spieler erkannt, dass eben heute andere Regeln galten als am Donnerstag. Dumm haben wir gefoult. Mit zwei Mann weniger schoss dann die Fotokopie (so sagt man doch den Diaz aus den Ferien, nicht?) die Zuger in Front. Meine Laune senkte sich. Obschon ich wie das Team NIEMALS aufgebe. Wir hatten eine grosse Chance, als der Schweweh in Unterzahl meinen Puls hätte beruhigen können. Aber was soll, nach dem ersten Gegentor gegen Zug ging ich halt mal mit einem Rückstand in die Pause. Mit einer Scheisslaune.

Aber dann kam das zweite Drittel. Und ich hüpfte im Chor. Kann man das? Egal. Wir spielten Powerplay. Ein Laser-Angriff. Unti auf Rüfi, der hart auf unleashed Läsch, ein wunderschöner Ausgleich! Erneut im Powerplay kam dann der grosse Auftritt von Unit. Er lief über das ganze Feld und schoss geil ein. Der Puck war tatsächlich drin. Genoni hätte, wenn er im Zuger Tor gewesen wäre, wohl noch einen Schluck gesoffen und dann die Scheibe locker mit der Stockhand abgewehrt. Aber egal. Tobi die Ananas, ab Morgen überall dort, wo es gute Spiele gibt! Das 2:1 hielt aber nicht lange, da Zug in Überzahl sofort ausglich. Ein Schuss, ein Furz lenkte vor Leo ab, die Scheibe kullerte über die Linie. Egal, sah haltbar aus. War aber schwerer zum Halten, als es wir betrunkene Jungs warhaben wollen! 2:2 nach 40 Minuten, ich hatte bessere Laune, nicht mehr in Rückstand und so ...

Im letzten Drittel dann der Hiobs für Zug. Die prächtige Blume semmelte einen gefährlich vor das Tor, total unübersichtlich, erst in Zeitlupe sah man, dass Tobi die unglückliche Ananas Steiffan die Scheibe schlussendlich selber ins Tor gelöffelt hat. Uha uha uha. So geil. Aber keine Schadenfreude jetzt! Ich bitte Euch! Uha uha uha. Tooooooooor!!! Danach war Zug 4 mal sehr nahe am Ausglich, Meine Hoden schrumpften fast auf Kokosnuss-Grösse! Echt jetzt. Sekunden vor Schluss, Zug ohne Goalie, gewannen wir das wichtigste Bully des Abends, und die Mosere schoss aus 60 Metern in den leeren Knarst! Mein Torjubel war so penetrant, dass ich jetzt Rayonverbot in der Innerschweiz habe. Aber ist egal.

Also, Zug hat heute gezeigt, dass die Serie immer noch länger dauern könnte, als wir uns alle erhoffen. Sie waren viel besser als am Donnerstag und haben sich heute ein bisschen selber in die Scheisse gelöffelt. Bei uns ist die Gewissheit da. auch wenn es nicht ganz rund läuft, sind wir immer für einen Sieg gut. Und diese Gewissheit, ist unbezahlbar!

Man sieht sich Dienstag, die Halle muss beben, hudeln, vibrieren! Schlaft gut!

Donnerstag, 6. April 2017

Playoff F 1: SC Bern - EV Zug 5:0

Du, Onkel Maaaaaatin, warum kommt der Matchbericht denn eher spät heute? Bist Du wieder knüllebrülle voll? Nein Du Saubube, das liegt an der 20.15 Uhr Anspielzeit. Zudem hat es gleich vorhin noch an meiner Tür geklingelt. Da standen zwei Zuger. Tobi die Ananas Steiffan und Johnannes Morant gaben sich die Ehre. Ihr Goalie wollte noch Polonaise tanzen, Johann Morant liess sich die Haare brechen bei mir, er kann sie nicht schneiden weil sie so trocken sind. Aber egal. Was für ein Spiel vom SC Bern! Ihr wisst, in den Playoffs hasse ich Gegentore wie Gift, noch viel mehr eine Niederlage. Wie glücklich bin ich jetzt! Ihr könnt es erahnen! Der SCB war heute einfach nur sackstark, das ganze Team, logo stach der Maserati aller Alkbeller heute noch etwas mehr hinaus. 3 Tore in einem Finale, affentittengeil! Und hinten wieder ein Shotout für den Leo, ich klatsche immer noch! Wir waren heute "on fire", und nicht zu knapp. Zug wusste nicht recht, wie ihnen geschah, aber ist egal. Wir führen in der Serie nach einem Kantersieg. Geil.

Das erste Drittel war sowas von stark von uns. Es war auch Janlonens Taktik, die einfach wieder mal massgeschneidert auf den Gegner gepasst hat. Wir kamen schnörkellos, mit viel Tempo und bolzten im Bitz umher, als gäbe es kein morgen mehr. Klasse! Eine Traumkombination leiteten die Arcobello-Festspielel ein. Was für ein geiler Ofen! Danach rumorte es in der Halle, wir waren heiss und geil. Strafe gegen uns? Kein Problem, wenn man Plüsch Ferdu auch "on fire" auf dem Eis hat. Ganz grosse Klasse, wie er eine Scheibe nicht aufgab, sich vor das Tor murkste und den schwarzen Kobold dann noch reinhebelte. 2:0 und man war schon etwas beruhigt. Weil auch von Zug fast nichts kam. Kein Aufbäumen - oder sagen wir es so: wir liessen sie nicht aufbäumen, wir sassen ihnen im Genick. Überall störten wir sie und nervten sie, so wie ich es eben mag in den Playoffs.

Etwas nervös war ich vor dem zweiten Drittel trotzdem. Schon oft haben wir in diesem zweiten Drittel uns die Butter vom Brot lecken lassen. Nur leckte Zug heute wie ein alter Ackergaul. Wir hielten das Tempo hoch und überfoderten die Innerschweizer. Nach etwas mehr als einer Minute schlug Arco zum zweiten Mal zu. 3 Minuten später vollendete Justin Maradonna Messi Krüeger eiskalt zum 4:0 - nun war Party angesagt in der Allmend. Zug war geschlagen - nach 25 Minuten ... das hätte ich mir nicht träumen lassen. Aber Arco hatte noch nicht genug. Sein dritter Treffer liess das 5:0 auf der Anzeige aufleuchten.  Träumte ich? Nein, wir waren in absoluter Playoff-Laune!

Das letzte Drittel war dann noch ein Schaulaufen, Zug versuchte nun härter zu kommen, doch wir wichen dem relativ geschickt aus. Schade, dass wir die Powerplays nicht nutzen konnten. Aber ich will das abgebrochene Haar von Morant jetzt nicht in der Suppe suchen gehen. Es war eine eindrucksolle Leistung unserer Jungs. Wir führen in der Serie!

Aber am Samstag wird ganz sicher ein anderer EV Zug in der heimischen Spiess-Hegglin-Arena auf das Eis kommen. Allerdings werden wir auf alles vorbereitet sein, was sie zaubern wollen. "Hard work" wird angesagt sein. Heute konnten wir genug tanzen, nun ruft bald wieder die Arbeit. Ich hoffe, dass unser Steigerungslauf am Samstag erneut noch einen Level höher geschaltet werden kann.

Der SCB hat mir heute so eine Freude gemacht, ich bin mir echt am Überlegen, ob ich die Nacht gleich durchfeiern will. Das wäre aber viel zu früh, noch fehlen 3 Siege. Aber so kann es weitergehen! Tagelang! Nächtelang! Drittellang!

Mittwoch, 5. April 2017

Das finale Orakel ist da!

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Pünktlich bin ich wie immer. Auch wenn dieser Dreh mich fast an meine Grenzen gebracht hat. Mit Tieren zu drehen ist immer sehr spannend, weil man nie weiss, was genau passiert. Das Resultat ist aber so eindeutig, ohne Betrug, denn Tiere können nicht betrügen. Schaut Euch das Video an und tobt ab! Im Chor! Auf dem Balkon!

Man sieht sich morgen! Auf gehts, SCB!!!!

Warum eine Prognose für den Final soooo schwierig ist

Gestern ist es schon wieder passiert: Ich sitze entspannt vor dem TV, Telebärn, da tobe ich plötzlich ab "was ist denn das für ein Affe", die Familie beruhigt mich uns sagt "das bist doch Du ...". Ups. Egal. Man sieht sich nicht gerne selber im TV, ich war empört und sagte "Gott, wie Scheisse sehe ich eigentlich aus, ein Profil wie ein Nasenbär". Ich erwartete nun, dass die Familie sagt "Ach komm, Du siehst gut aus". Doch die Antwort "Du siehst immer so aus" war nicht förderlich für mein Selbstvertrauen. Aber davon habe ich ja sonst genug. Alles im Lot also.

Nun steht das Finale vor der Tür. Prognosen abzugeben, ist echt sinnlos. Man kann nur Hoffnungen abgeben, die man als "Prognose" verkauft. Es bringt auch nicht viel, denn die Geschichte der Playoffs ist unberechenbar. Was ich aber schon jetzt sagen kann: Die Tasse (s. Bild) wird in Bern nicht ein einziges Mal verkauft werden. Ist klar, wer will schon den Namen eines Bolzenschneiders auf Kufen vor seinem Gesicht haben?

Für mich gibt es KEINEN Grund, warum wir das Finale nicht gewinnen sollten. Wichtig wird sein, dass wir in diesem Artikel das letzte Mal über Johann geredet haben. Er will den Gegner aus dem Konzept bringen, das darf ihm nicht gelingen, also ignorieren wir den Rummelplatz-Boxer einfach. Wir ziehen Neinonens Plan durch, mir ist es egal ob das wenig Spektakel verspricht oder nicht, am Schluss wollen wir einfach die 4 Spiele gewonnen haben. Auch wegen Plüsch Ferdu, der heute gleichalt geworden ist wie ich. Was wäre das für ein krönender Abschluss seiner Karriere beim SCB!

Falls der Johann sich schlecht aufführt, haben wir ja noch unsere Trüffelnacht. Er wird dann den Johann sicher fragen, wie es seiner Familie geht (obschon das scheinbar nur Reagenzgläser sind). Wir werden für alles vom EV Tram eine Antwort bereit haben.

Bald gehts los, ich habe jetzt schon Krabben im Bauch (Schmetterlinge kann ich nicht sagen, das kitzelt, aber jetzt ist dieses herrlich nervös-klemmende Gefühl da!). Und ich muss nervös sein vor einer Serie, sonst kommt es nicht gut! Auch hier: alles im Grünen!

Selbstverständlich wird heute Abend das unheimliche Orakel zu diesem Finale exklusiv hier erscheinen. Wir wollen ja die Traditionen nicht vernachlässigen! Selbstverständlich wird es NICHT etwas mit "Zug entgleist" zu tun haben, das liest man jetzt überall, ist auch gut, aber Hardboiled kommt immer mit eigenen Ideen zu Euch!


Sonntag, 2. April 2017

Furzkopf der Woche - Bunners Rüsselgriff

Ja, wir haben Lugagel aus den Playoffs geknallt. Für den Emmentaler Steve Hirschi war es zugleich sein Ende der Karriere. Logo musste er Interviews geben, solche Momente sucht die Presse. 

Hirschi gibt also in seiner gewohnt sachlichen und sympatischen art Auskunft. Alles wäre OK. Im Hintergrund ist unserer Blume zu erkennen, und auch Frau Brunner. Sie blödeln etwas herum, auch das ginge noch.

Das Problem ist nur (schaut Euch das Video an), dass der Brunner sich plötzlich und überfallartig vor laufender Kamera an sein Gehänge greift, und den Gartenschlauch rumplampen lässt. Ich bin immer noch geschockt, solche Gesten kennt sonst doch nur von der deutschen Bundeskanzlerin. Oder vom Bundestrainer? Egal.

Wollte Brunner beweisen, dass der zu Unrecht von "Hardboiled SCB" als Miss Schweiz betitelt wird? Denn ehrlich gesagt, bewegt er geschätzt einen ausgewachsenen Zitteraal nach oben. Aber ich glaube, dass er sich den Slip mit Socken ausgestopft hat.

Ist auch Wust, so etwas macht man einfach nicht. Höchtens in der Kabine, da würde Chiesa dann auch ganz laut klatschen. Hier ist der Link (Warnung, eng gebaute Leute sollten nicht draufklicken):

Rüsselgriff, hier klicken

Freitag, 31. März 2017

Lugano ist ausgeschieden - und ich bin schuld! Aber ist egal.

Also, dann haben wir einfach das Finale erreicht. Nach Biel haben wir nun auch Lugano mit 4:1 gefressen. Für das Spektakel waren wir in beiden Serien nicht zuständig. Aber wir liefen mit der perfekten Taktik von Karl Neinonen auf und stehen im Finale. Kritisieren kann man vieles. Aber wir haben gestern ja deutlich gesehen, was passieren kann, wenn wir die neutrale Zone nicht abschotten und offensive Läufe starten wollen. Unser Fundament ist nun mal die Weltklasse im Tor dank Leo und ein "ersticken" des Gegners. Lugano konnte selten den offensiven Wirbel starten. Schussendlich haben wir alles richtig gemacht und die Serie beendet. Kult! Lugagel wird der nächste Klub sein, der sich aus den Playoffs zurückziehen wird, wenn wir ebenfalls drin sind. Was haben wir die Tessiner in den Playoffs schon abgewatscht ... unglaublich. Spielerisch waren sie wohl besser als wir, aber das interessiert nicht mal die Blattlaus in meinem Garten, die gerade einen Marienkäfer bumst. Mistviech elendes.

Eigentlich war es fast unglaublich, wie wir die Rückstande immer wieder ausglichen. Das Penaltyschiessen war Dramatik pur gestern. Der Brunner, der so gut ist, dass er als Zug ein Güterzug wäre, weil er so gut ist, brachte Lugano in Front. Mir war aufgefallen, dass der Merkellecktiltis sein Handy auf dem Netzdach hatte und dort scheinbar, getarnt als ob er an seiner Grappaflasche nuckeln würde, auch regelmässig Facebook-Meldungen las, ob ihn denn auch ganz viele Leute Weltklasse finden. Das war meine Chance. Da ich die Telefonnummer sämtlicher Eishockeyspieler der Schweiz in meinen Kontakten habe, sah ich da eine Möglichkeit. Bei den ersten 3 Penaltys war ich noch fair, doch als dann Krüeger sich bereit machte, schrieb ich dem lettischen Letten eine SMS: "Elvis, wenn der Bolzen, der jetzt auf Dich zuläuft, mit dem Stock aufs Eis klopft, bedeutet das: ich schiesse mitten aufs Tor. Beweg Dich einfach nicht.". Schwupps, das Ding war geschickt, Merkellecktiltis griff kurz vor dem Penalty zum Handy ... OK, ich hatte danach ein etwas schlechtes Gewissen.

Dann kam Arco, ich entschuldigte mich bei Elvis, "Sorry wegen vori Du Schnorri, bei Arco musst Du einfach Deine Beine zusammenhalten wie alben wenn Du mit Lapierre per Zufall unter der Dusche stehst. Er schiesst immer zwischen den Beinen durch". OK, Arco knallte ins Lattenkreuz, komisch war nur, dass Elvis kaum reagierte. Mein SMS halt. Aber egal, Lugano wirkte müde, wir sind finalgeil ohne Ende, also ist es besser wenn wir um den Titel spielen dürfen.

Die Heimfahrt der Lugagler war dann scheinbar ein voller Erfolg. Party pur, auch die Panne im Grauholz konnte die Stimmung nicht brechen. Zwar sind sie ausgeschieden, aber sie "nonmollarenmai" halt gegen uns immer. Probleme gab es nur mit Lapierre, der den Chauffeur K.O. schlug, weil der ihn gefragt hatte, wie es seiner Familie geht. Danach hatte Greg Eierland aber genug. Die Eigentorpfeifen mussten vor dem Gotthard aussteigen, Lapierre ebenfalls, und Brunner hatte man in Bern extra vergessen, weil er so gut war, dass er sogar Bern besser gemacht hatte. Stand ja nur allen Toren von uns auf dem Eis. Uha uha uha.

Damit die Lugano-Fans trotz dem erneuten Ablutschen gegen uns einigermassen gute Laune haben, habe ich hier ein Lied für den Südtessin gefunden, das die Stimmung sicher auf den IQ von Tischbombe Lapierre bringt: Lugano-Party, hier klicken!

Playoff HF 5: SC Bern - HC Lugano 4:3 nP

Jaaaaaa! Wir sind Finalgeiljungsfighterrocker! Was haben wir heute da für ein Spiel gewonnen? Sind wir ganz ehrlich, so ein Spiel gewinnt man alle 100 Spiele genau einmal. Wir spielten mit einer "Low Intensität", ackerten uns mehr schlecht als recht über das Spielfeld und wurden von Lugagel geschockt, weil die Frechdachse erst 2:0 führten, dann noch 3:2, aber irgendwie murksten wir das Unentschieden halt noch hin. Die Verlängerung war dann Herzinfarkt-Hockey, das Penaltyschiessen begann ebefalls nicht gut, doch Maradonna Krüger und Messi Arcobello holten uns diesen wichtigen 4. Sieg gegen ein starkes Lugano. Wir sind etwas ein Albtraum für die Tessiner geworden, immer wenn sie meinen "dieses Jahr packen wir es" kommen wir und semmeln ihnen ihre Träume in den Hintern rein. Egal, so ist halt der Sport. Es war für mich heute auch ein Sieg des Publikums, dass die Jungs auch dann unterstützte, als es nach einem erneuten Break roch. Werden wir jetzt auch so gerühmt wie die Lugagler am Dienstag? Da schmeissen sie mal ihre Wohnung nicht aufs Eis und singen trotz Niederlage, dann heisst es schon "Weltklasse" und so weiter. Dann waren wir alle heute "Universum-Klasse". Geil, und nun warten wir auf unseren finalen Gegner. Danke SCB!!

Das erste Drittel riss mich nicht vom Sitz. Es war erstaunlich, mit wie wenig Körper wir angriffen. Lugano hatte uns relativ gut im Griff. Allerdings muss man es dann auf das gesamte Spiel betrachten: Als wir hemmungslos nach vorne spielten, konterte Lugano uns noch hemmungsloser aus. Das Spielsystem war von dem her OK, aufpassen hinten, ist ja recht, aber gegen vorne lief viel zu wenig und nur aus den Zonen, die den Merkellecktiltis nicht beunruhigen konnte. Auswärts juble ich ab einem 0:0 nach dem ersten Drittel, in einem Heimspiel ärgere ich mich. Doch ich dachte an die Worte von meinen ungarischen Onkel Hegedüs, ein Schnapsbrenner aus Budapest. Er sagte immer: "Wenn Du nach einer Flasche Schnaps erbrechen musst, trink noch eine Zweite, denn dann hast Du die unhygienische Kotze in Deinem Hals gleich wieder desinfiziert. OK, alles gut.

Dann, im zweiten Drittel, passierte der halbe Hiobs. Lugano schloss durch Barbara Lapierre einen Angriff zur Führung ab. Uha. Nicht gut. Noch weniger gut war, dass auch noch das 2:0 fiel. Irgendwie wollte es heute einfach nicht auf unsere Seite kippen das Spiel. Doch dann brachte uns Lugano wieder ins Geschäft. Ein Bully in ihrer Zone, sie gewannen es energisch, doch ein Lugagler lenkte die Scheibe dann ins eigene Tor ab. Uha. Das war irgendwie witzig, aber nur für uns. Kurz darauf liess Merkellecktiltis einen Schlenzer abprallen, der unleashed Lasche traf zum Ausgleich, und die Arena vibrierte zum ersten Mal so richtig gewaltig. Doch die Party konnte noch nicht starten, da die Tessiner erneut zügig angriffen und erneut in Führung gingen. 2:3 nach 2 Drittel, meine Laune war dort, wo sonst die Nahrung durchrutscht.

Auch im letzten Drittel kam der Druck nicht so, wie ich es liebe. Aber eben, der Karl Neinonen wusste, dass Lugano nur auf das gewartet hatte. So war es die schönste Blume der Welt, der mit einem tollen Schuss den Ausgleich erneut bewerkstelligte. Dabei blieb es, das Drama durfte in die die 20Min-Verlängerung. Da waren wir dann irgendwie entschlossener. Aber es gelang nicht, den Sack zu schliessen. Es folgte die 5Min-Verlängerung 3 vs 3. Und da holte uns Leo zum ersten Mal den Match, als er mirakulös rettete. Die Scheibe war doch eigentlich schon drin ... Uff. Auch wir hatten den Matchpuck auf der Kelle, aber es wolle nicht passieren.

Dann die Penaltys. Lugano führte früh, bis dann Justin Maradonna Pelé Krüeger anlief und mit seinem "Stockaufdenbodenhau-Trick" ausglich. Danach hielt Leo dicht. Arco lief dann an und versenkte die Scheibe herrlich, Leo parierte, und mir flossen Finale-Tränen über mein feines Gesicht! Was für eine Willensleistung, was für ein Sieg! Finale Ooooooo-hoooo!

Wenn ich mir vorstelle, dass mein Wecker in 4 Stunden schon wieder abfurzt, könnte ich heulen, aber andererseits ist es so geil, wenn man erneut um den Schweizer Meistertitel spielen kann - da muss der Schlaf auch mal hinten anstehen! BASTA! So, dann freuen wir uns auf irgendwer, unsere Playoffs gehen noch weiter, das ist einfach nur geil! DANKE SCB!

Mittwoch, 29. März 2017

Ich will ja nicht aufdringlich sein, aber das muss noch raus!

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Da komme ich heute total kaputtgearbeitet nach Hause, und was sehen meine Rehaugen? Post aus Berlin. Mein Herz popperte wie wild. Ich will es Euch natürlich nicht vorenthalten, denn nur wegen Euch ist dieser historische Moment überhaupt möglich geworden. Weil ihr mich so toll lest. Ich danke Euch und ich bin im Moment gerade mächtig stolz! Schaut Euch das Video an, ihr werdet mich verstehen!

Das Gedicht zum Mittwoch

Wenn man in der Serie 3:1 führt, erwacht in mir immer dieser poetische Drang. Da ich fast alles mit Euch teile, lasse ich Euch selbstverständlich mitlesen. 






Gedeckt und unbefleckt (Tuni Hardboiled, 29.03.2017)

In der Kabine steht der Lapierre, der Mann aus Stein
Nur interessiert das kein Schwein
Daneben steht der Klasen
Der will unbedingt dem Lapierre einen (...huch...) hauen
Doch Lapierre will jetzt was essen fein
Da kommt auch gleich die Serviertochter rein
Sie fragt „wie hätten sie ihr Steak den gerne, Herr Lapierre, richtig mutig?“
Lapierre antwortet: „So wie mein letzter Stuhlgang, leicht blutig“
Die Mannschaftskollegen müssen kotzen
Die Serviertochter geht zum Chef motzen
Lapierre kriegt Hausverbot
Sein Kopf wird ganz rot
„Dann gehe ich halt zur Familie heim“ denkt der Wicht
„Ob meine Frau sich immer noch erbricht“
„Denn sonst wenn Rüfi wieder tut fragen“

„Müsste ich ja „schlecht“ sagen“

Das Gedicht ist gemäss Schulgesetz Paragraph 21.2 durch diese Veröffentlichung freigegeben für die 1. - 3. Klasse. Die Klasse, die es am lautesten an einem Elternabend vorträgt, muss als Belohnung nicht in den Tessin in die Landschulwoche. Das ist doch was!

Dienstag, 28. März 2017

Playoff HF 4: HC Lugano - SC Bern 1:3

Ja da machen wir ein erneutes Break! Ich mag Breaks extrem, wenn WIR sie schaffen. Wie haben wir es den heute geschafft fragt sich der gebildete Hardboiled-Leser? Nun, wenn man es brutal nüchtern schreiben will, dann so: wir haben den idealen Playoff-Match in der Resega gezeigt. Hinten dicht, vorne ohne grobe Vorstösse, dann aber im rechten Moment die Tore gemacht. Gerber und Schobä schossen uns im zweiten Drittel in Front. Den Anschlusstreffer im letzten Drittel beantworteten wir mit einem Leernetzer durch das Ehebett. Das war nüchtern erzählt. Die besoffene Wahrheit ist aber die: es brauchte "the Wall Leo", lange waren wir konzentriert und hinten dicht, dann aber kamen wieder die passiven Phasen. Einer Frau würde man da sagen (das habe ich gelesen) "beweg Dich mal Du Brett". Weiss zwar nicht wo man das sagt, aber ich glaube dem Buch was ich gelesen habe. Wenn wir zu passiv werden, verstoglen wir dann halt auch die Scheiben, dass einem so ein beklemmendes Gefühl von "da unten" (ich schreibe extra nicht "Nüsse" da ich nach dem BZ-Artikel nun speziell beobachtet werde). Moment, ich muss schnell ein paar Wurfsterne aus meinem Laptop entfernen, klar doch, südländische Begeisterung halt. Egal. Also, mit dem 1:3 führen wir auch in der Serie 1:3, wieder so ein "fast-Hosenbisler-Zufall", nicht?

Also, die Resega stampfte und klatschte im ersten Drittel wie alben im Zirkus Knie, wenn der Freddy Knie mit seinem dresierten Maulesel und knallengen weissen Hosen in die Manege kam. Doch wir hatten kein Gehör für Zirkus. Lugano war aktiver, aber wir hielten gut dagegen und schwirrten ebenfalls gegen den Merkellecktiltis los. Aber das 0:0 nach dem ersten Drittel war schon sehr dem Leo sein Verdienst. Er war sicherer als eine Verhütung mit Präsi, Pille, Spirale und ein Lapierre-Bild vor der Mumu. Ich wusste einfach nur, dass ein 0:0 eher für uns sprechen würde, da die Lugagler halt eine extreme Stimmungsmannschaft sind.

Im zweiten Drittel ging es dann für uns toll ab. Lugano schien mir nun müde zu werden, die kratzen nicht mehr mit grossem Druck auf uns los. Und als wir ein Bully gewannen, knallte der Bidu Gerber erneut einen Hammer in den Himmel, der noch abgelenkt ins Luganeser Netz einschlug. Ich tobte. Noch gröber, als kurze Zeit später der Gageron eine Scheibe ausgrub und klug zurückpasste, wo der Schobä einen unhuren Knaller zum 2:0 in die Maschen setzte. Für mich gab es kein Halten mehr. Nur Schade, dass meine Polonaise Lugagelese von den Zuschauern nicht goutiert wurde. Mir wars egal. Nun wartete ich eigentlich darauf, dass wir den Gnadenstoss verabreichen würden. Die Tessiner öffneten sich nun wie eine Rose im warmen Wasser (ich Romantiker). Doch unsere Konter hatten nicht mehr "Tor" auf der Stirne, sondern "weg mit dem doofen Puck". Aber egal, eben, Playoffs sind Playoffs, Sieg ist Sieg, BASTA!

Lange sah es bombastisch aus im letzten Drittel. Doch als wir uns selber unter Druck brachten durch "huch, die checken ja krass vor, was mach ich nun?" passierten die 2 Unaufmerksamkeiten zuviel. Der Anschlusstreffer liess mir den Puls auf 170 Schläge absinken. Tränen stiegen in meine rehbraunen Äugelein. Klar wurde es noch ein paar Mal heiss vor unserer Krätze, doch erneut blockten wir mit tierischem Einsatz fast alles ab. Was durchkam fasste der Leo. Als Merkellektiltis den Knarst verliess, konnte sich Rüfi (er lachte heute nicht, weil Lapierre weinte, so sportlich ist er eben) und servierte dem Ehebett die Scheibe vor die Krätze. Wahrscheinlich hätte ich den auch gemacht, wenn ich denn schon dort gestanden wäre. Aber egal.

Das Fazit ist klar: ein wichtiger Sieg für uns, gewonnen ist noch gar nichts, aber es wird Kräfte freilegen. Am Donnerstag werden wir alles erdrücken, was Tore verhindern will. Schlaft gut, so pennt man doch gleich eine Klasse besser, nicht?

Bockia bringt neues Smartphone auf den Markt: Bockia 1.1 Resega-Lapierre Edition!

Die kleine aserbaidschanische Firma "Bockia" hat heute morgen verlauten lassen, dass sie pünktlich zum heutigen 4. Spiel der HF-Serie SC Bern - HC Lugagel ein technisch revolutionäres neues Smartphone auf den Markt schmeissen wird. Das Bockia 1.1 Resega-Lapierre-Edition wird nur im Tessin erhältlich sein. Es hat kein Betriebssystem, Apps kann man keine runterladen, es ist ein Schritt in die Anfangszeiten der Handys. Allerdings haben sich die Macher dann eben doch ganz spezielle Features überlegt und eingebaut, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Wurfsicher: Egal von welchem Platz der Garage Resega man das Handy aufs Eis schmeisst: es bleibt mit Garantie (2 Jahre) ganz. Es ist quasi unausrottbar. Aber damit ist nicht genug: Hat das Handy Eiskontakt, wird automatisch via der hinterlegten Kreditkartendaten die fällige Busse gleich dem Werfer belastet. Dafür sendet das Handy danach permanent den sogenannten "Müll-PIN" aus, so das man das Teil in der Drittelspause bequem beim Info-Point abholen kann. Was für eine Freude, so kann man im zweiten Drittel fröhlich weiterschmeissen!

Anruferkennung: Bewusst wurde da auf das einblenden des Anrufers verzichtet. Der Grund ist klar: man kann keine Telefonnummern abspeichern, da die Firma "Bockia" erkannt hat, dass das in Lugano überflüssig ist, da man im Adressbuch ja Freunde abspeichert. Das hat man als Lugagel nicht. Trotzdem wurde der Klingelton aufgemotzt. Ruft jemand an, wird auf dem Display ein Bild von Rüefenacht eingeblendet, der Klingelton ist eigentlich ein gesprochener Satz "wie geht es Deiner Familie?". Eine tolle Idee. Nimmt man lange nicht ab, erscheint immer ein anderes Bild, wo Rüfi noch breiter grinst als auf dem Letzten. Kommt ein Anruf aus der Leventina, spielt das Gerät "La Montanara in 22 Sprachen gleichzeitig ab.

Eingebauter Countup: Wenn das Handy im Ruhemodus ist, zählt ein automatischer Countup laufend die Tage, die seit dem letzten Meistertitel vergangen sind. Aus diesem Grund hat das Gerät ein ziemlich breites Display, die die Anzahl Tage bald auf keine Kuhhaut mehr passen.

Erzieherische Funktion: Immer mehr wird in Lugano die Unsitte beobachtet, dass alte Leute nicht mehr aufstehen, wenn junge Sportler die ÖV's betreten. Auch hier hat die innovative Firma eine Lösung: Dank der eingebauten Pfefferspray-Kapsel bring man auch den stursten Rentner in sekundenschnelle von seinem Platz hoch. Dank dem eingebauten Pistolengriff, trifft man perfekt in das angerunzelte Gesicht.

Kamera: auf eine Kamera wurde verzichtet, da wirklich niemand ein Selfie von Lapierre sehen möchte. Wehret den Anfängen ist das Motto. Zwar mach das Teil "klick" wie wenn man tatsächlich ein Photo geschossen hätte, doch es wird immer ein vorgefertigtes Bild eines fickenden Lamas eingeblendet, so dass diese gelungene Täuschung kaum jemandem auffallen wird. Mit dem integrierten "Pizza-Filter" macht das Bild dann so richtig Appetit. Da ruft das Herz so richtig laut "Forza Lugano".

Das Gerät wird für nur 21 Franken auf dem Fischmarkt in Lugano erhältlich sein. Der sehr günstige Preis wird kompensiert, da man dann pro SMS 31 Franken pro Buchstaben bezahlt. Maxime Lapierre durfte das Gerät bereits testen, sein Fazit: "Meiner Familie gehts gut, nur der Frau ist es etwas flau".  

Montag, 27. März 2017

Der Link zum BZ-Interview

BZ-Interview

Warum hat Rüfi den Maximilian Stein so ausgelacht? Und: eine ganze Seite "Hardboiled SCB" in der heutigen BZ!

Viele von Euch haben es schon gesehen, trotzdem hier noch der Hinweis in eigener Sache: In der heutigen BZ ist eine ganze Seite im "Magazin" mir gewidmet. Ein Interview, so nett und flauschig wie "Hardboiled SCB" eben ist. Für mich ist es eine riesige Ehre, logo. Das Buch ist der Grund. Der Erscheinungstermin wurde auf den 15.4.2017 definiert. Im Druck sind die Dinger, aber mit dem Postweg in die Schweiz wird es ab dem 15.4.2017 erhältlich sein. Ist noch gut, dann glaubt wirklich niemand mehr, einem Aprilscherz auf die Kufe geschlittert zu sein. Ebenfalls wird der "Berner Bär" diese Woche über mich berichten, ihr seht, es geht ab ohne Ende, auch neben dem Eis!

Auf dem Eis hatten wir ja am Samstag eine Riesengaudi. Das ewige Duell zwischen Maximilian Stein und unserer Trüffelnacht elektrisiert die Massen. Dann kurz vor Schluss scheint es zum Fight zu kommen ... doch Rüfi lacht den beinharten Steelbody Lappi nur aus. Eine Kultszene! Rüfi erklärte den Medien dann, dass er den Gnom nur gefragt hatte, wie es seiner Familie gehe. Coole Antwort. Die Wahrheit ist aber leicht anders.

Fakt ist, dass in Trüffelnachts Garderobeschaft das hier abgedruckte Bild vom Lappi hängt. Das ist Lapierres offizielles Bild auf Tinder, wo er sich verzweifelt ein neues Haustier sucht. Eine Übereinstimmung gab es bis jetzt erst mit einem tollwütigen Erdferkel, dass aber leider eingeschläfert werden musste (sehr human, mit einer abgespielten Pressekonferenz von Harold Kreis). 

Rüfi hat nun immer dieses Bild vor Augen, wenn der beinharte Stahlknochen Lapierre im vis-a-vis steht. Da verstehe ich seine gute Laune total, auch wenn der wirklich sehr böse Bösewicht seine extreme Härte mit 2 Faustschlägen demonstriert hatte. Maximilian Stein musste nach dem Spiel seine Faust mit essigsaurer Tonerde einreiben, weil er so fest Bobo an den Knödli hatte. Auch extrem harte Männer dürfen weinen, das sollte in der heutigen Zeit selbstverständlich sein. Der ganze HC Lugano weint ja auch, wenn Maxli in die Kabine kommt.

Bereits morgen hüpfen die beiden Spielkameraden wieder zusammen auf das Eis. Klar, es wird ein heisser Tanz in der Resega. Wie immer. Lugano scheint etwas nervös geworden zu sein ab den zwei Niederlagen in Serie. So hat Chiesa Käsa seine WG aufgekündigt. Bis im die Teamkameraden erklärt haben, dass er ja eh schon seit Jahren alleine wohne. Chiesa hatte scheinbar sein Spigelbild für Mitbewohner gehalten. Egal. Damit er sich nun so richtig alleine fühlt, hat er die Spiegel nun zertrümmert und vor die Resega gelegt (Der Behälter ist angeschrieben mit "Für Leute, die nichts zum aufs Eis schmeissen dabei haben"). Grande Käsa!

Also, machen wir uns bereit für die Runde 4 in diesem packenden Fight. Vorher aber noch die BZ lesen, gell? Go on SCB!

Sonntag, 26. März 2017

Furzkopf der Woche - Die #FakeNews über die Lugano-Fans

Ja, "Hardboiled SCB" ist so sportlich neutral, dass die Seite sogar dann reagiert, wenn #FakeNews über den HC Lugagel verbreitet werden. Alle haben heute gelesen, dass es offenbar auf der Autobahn weiter gelapierrt hat. Ein Kleinbus aus Lugano wurde dann angehalten, der Fahrer verhaftet und die mitreisenden Randalierer auf den Thorberg geschickt. Die Berner Polizei war unerbittlich, auch wenn alle Passagiere sich Lapierre-Masken übergestülpt hatten. Offenbar erwarteten sie einen Rückzug der Polizei, da sie so unheimlich hart aussahen. Doch Berner sind Berner, wir lachen da nur wie Rüfi.

Aber ich will die Berichterstattung nun doch in ein rechtes Licht rücken. Also, der Fahrer des Kleinbusses "war betrunken" steht da. Da ist zwar richtig, aber ganz korrekt müsste es heissen "war schwerstens Betrunken, er blies legendäre 1,2 Promille ins Rohr (für Lugano-Verhälnisse ein ganz krasser Wert!). Doof war eher, dass ihm beim Blasen noch die Pillen aus dem Mund flogen, die er schachtelweise nach dem 4en Treffer durch Rüfi geschluckt hatte.

Dann muss man auch noch das "Gegenstände aus dem Bus geworfen" relativieren. Wie um alles in der Welt sollen denn die Lugagels lernen, dass man das nicht macht, wenn sie doch in der Resega seit frühstem Kindesalter dazu erzogen und animiert werden? Sie fahren immer so rum, auch wenn sie am Montagmorgen zur Arbeit fahren. Was man zum z'Morge nicht essen mochte, fliegt dann in hohem Bogen auf die Kreuzung oder dann am Abend auf die Eisfläche. Also, da muss man ein bisschen Nachsicht haben.

Zudem sollte eine so verdiente Niederlage doch nicht so nerven. Ich empfehle allen Heissspornen die Rüfi-Taktik: einfach mal gutgelaunt lächeln, auch wenn das vis-a-vis grünen Schaum vor der Nase hat. Was für eine Kultaktion unserer #81. So stiftet man Frieden!

Und ich sage es nochmals: 60 Minuten verbaler Power ist OK, danach ist Schluss! Was bringt es, sich und andere dann zu gefährden? Es ist kein Krieg, ich weiss, ich wiederhole mich. Aber es scheint mir nötig zu sein. Ich kann schon mitfühlen. Eine Niederlage in den Playoffs ist das Schlimmste, was es gibt. Aber Leib und Leben von anderen Leuten zu gefährden, ist wirklich die unterste Schublade. Das meine ich allgemein. Egal welches Shirt getragen wird. Sport ist geil, Fanatismus ist herrlich, aber die Grenzen müssen eingehalten werden. Die Grenzen dürfen ruhig ein bisschen höher sein als wenn man im Münster an einen Gottesdienst geht, aber überbordernd gefährlich darf es einfach nicht sein.

Ich bin ja mal gespannt, was am Dienstag abgehen wird. Sportlich haben wir die Tessiner nicht schlecht abgewatscht, nun streben wir mit aller Kraft ein erneutes Break an. Wenn Lugano nervös wird, dann braucht es die doppelte Portion Coolness!

Samstag, 25. März 2017

Playoff HF 3: SC Bern - HC Lugano 4:1

Es ist passiert! Heute hatte ich das erste Mal so richtig den Playoff-Puls gespürt. Und das heisst dann was, denn das letzte Mal habe ich ihn letzte Saison so gespürt. Aha! Also, der Sieg heute war grauenhaft wichtig. Erstens haben wir den Löffel wieder an den richtigen Platz gehängt, zweitens haben wir Lugano nun so richtig genervt, so dass die Mülldeponie aus dem Tessin die Nerven verloren hat und am Schluss des Spiels nur noch dümmlich rumgefoult hat. Wenn ein Gegner zu weinen beginnt, sieht es mal gar nicht so schlecht aus. Der 4:1-Sieg war hochverdient. Eigentlich liessen wir den Lugagler heute Abend keine Chance. Als sie Chancen kriegten, standen wir wie Männer hin und verhinderten alles in bestern Playoff-Kampf-Manier.

Also, schon zu Beginn liefen wir wie junge Elfen über das Feld, so dass Lugano früh zu foulen begann. Als Erster musste die Furrere raus, gespielt waren ein paar Sekunden. Unser Powerplay fand ich da noch gut, weil wir nie in Gefahr gerieten, einen Shorthander zu kassieren. Man ist ja mit wenig zufrieden in den heutigen hektischen Zeiten. Es kam noch viel besser, als die Blume mal abzog. Merkellecktiltis sah bei dieser Parade aus, wie wenn ein Gemsbock sich selber lecken möchte. Mir war es egal. Wir entnervten heute Abend ebenfalls ihren Keeper. Das sah man. Das ganze Stadion klatschte im Takt, aber nicht so lange. In der 5. Minute rumste Schwerweh den Ulmer-Puckgegenroyverliererundunszummeistermachenletztesaison grob weg. Es gab 5 Minuten und Spieldauerstrafe, obschon ich von verschiedenen Seiten gehört habe, dass der Check korrekt war. Ich werde es mir auch noch anschauen, im Stadion ging es zu schnell. Deshalb: Habt Veständnis für die Schiris, das geht so schnell ... und irgendwie müssen sie sich sofort entscheiden. Aber es war heldenhaft, wie wir die 5-Minuten in Unterzahl überstanden. Leo war eine Wand, aber was noch fast krasser war, wie die Jungs sich in die Schüsse gelegt haben! Einfach stark! Gegen Schluss des Drittels waren wir wieder mal in Überzahl. Nach einem Schuss von dem, der unter dem Sand lebt, kam es zu einem Getümmel, weil ihre Wegge im Tor die Scheibe durchrutschen lies. Der Puck kullerte in Richtung Linie. Dann kam Käsa Chiesa, den ich ja oft als Mutter aller Amöben betitle. Käsa rettete grossartig, semmelte die Scheibe aber dem Merkellecktiltis an die Nüsse, von dort hopperte der Puck ins Tor. Einfach Klasse. Geil, wenn Du als Torhüter siehst, dass die Scheibe von einem Mitspieler gerettet wird. Ungeil, wenn Du dann siehst, dass es Chiesa ist. Uha.

Zu Beginn des zweiten Drittels agierten wir dann wieder dieser berühmte Spur zu passiv. Nicht zu lange, aber es nervt mich halt immer. Dann kamen wir wieder in den Angriffsmodus und kriegten erneut ein Powerplay. Lugagel liess gleich zwei Männer von uns völlig alleine vor dem Tor stehen. Unti schoss, der geleckte Iltis wehrte ab, doch den Abpraller versenkte die Trüffelnacht vom Feinsten. Eigentlich hätten wir da das Spiel schon im Trockenen gehabt, 3 Powerplay-Tore waren da. Doch bei einem erneuten Kraftspiel war Madame Schlendrian bei uns dann wohl auf dem Feld. Lugano wurde mehrmals eingeladen, den Shorthander zu notieren. Das gelang ihnen auch und ich fluchte wie ein Rohrspatz. Es nervte, weil genau solche Situationen dem Gegner wieder Leben einhauchen. Lugagel war eigentlich besiegt, sie wechselten auch den Iltis aus und brachten Maizena oder so. Dann baut man sie so wieder auf!

Im letzten Drittel erlöste uns dann Trüffelnacht. Sein Schulbubentrick wird dem Maizena ebenfalls keine Wohlgefühle bringen. Das 4:1 liess die Allmend erbeben und nun konnte man Abfeiern ohne Ende. Leider wollte der ultraharte Lapierre, der heute wieder härter als Stahl war, nicht mitfeiern. Trüffelnacht redete nur mit ihm, und der Saubube fing an zu boxen. So unfair Du ehemaliger Clown aus der NHL für Schwererziehbare. Du Wurstwegge auf Kufen. Natürlich, Rüfis Trashtalk war auch nicht ohne. Er sagte dem harten Lapierre, dass seine Frau aussehe wie Chiesa in Strapsen. Zuviel für Lapierre. Aber auch der Rest von Lugagel wollte nun nur noch foulen. Eben, sie zeigten Wirkung, die Niederlage hat sie schwer getroffen. Gut für uns.

3 Powerplaytore, 1 Shorthander eingesackt, Lugano aber mehrmals sehr nahe dran an weiteren Shothander ... das muss analysiert und abgstellt werden!! Sonst eine gute Leistung der Jungs, der Motor ist angeworfen, also fahren wir in sauber auf 21'000 Touren ins Ziel!

Freitag, 24. März 2017

Müllhalde Resega machts vor - Abfall kann auch Spass machen!

Die Routiniers unter uns kennen die Situation in der Resega zu Lugano. Bei jedem Entscheid gegen Lugagel fliegen tonnenweise Gegenstände auf die Eisfläche. Ich finde das grossartig. Denn gestern hatte ich 2 mal den Eindruck, dass diese zusätzlichen Eisreinigungen für uns gerade im rechten Moment gekommen waren. Tief Luft holen konnte man und frisch und munter danach weiterspielen. Das Phänomen ist eigentlich, dass das so beliebte Müllschmeissen in Lugano seit Jahren vom Verband einfach so hingenommen wird. Fliegt bei einem kleinen Verein ein halbes Konfetti aufs Eis, werden drakonische Strafen angedroht, Platzsperre zum Beispiel, oder ein Spiel im Jersey vom HC Fribourg-Gottéron spielen müssen, brutal. In Lugagel aber ticken die Uhren scheinbar anders. "Man kann es halt nicht verhindern" sind die viel gehörten Sätze. "Das ist südländisches Temperament" wird einem mit einem Lächeln erklärt, währenddem Frau Mantagazza daneben steht und dem Funktionär auf den Schritt schielt.

Man könnte es schon verhindern. Ist den vom Verband noch niemanden aufgefallen, dass die Zuschauer in der Resega fast alle mit einem 35-Liter-Kehrichtsack (gefüllt) ans Spiel kommen? Das ist auch der Grund, dass die Halle nicht mal in einem Halbfinal ausverkauft melden kann. Die Kehrichtsäcke nehmen zuviel Platz weg. Da in Lugano sehr viele Leute leben, die den Zahltag brauchen, damit das Konto nicht mehr auf Minus steht, können sich nicht alle Ugah-Ugah's die Kehrichtgebühren leisten. Was liegt da näher, als den ganzen Scheiss am Hockeyspiel zu entsorgen? Gratis! Ohne Gefahr, dass man aus dem Stadion verbannt wird! Eigentlich eine wirtschaftlich vernünftige Lösung!

Der HC Lugano unterstützt das Recycling, einfach nur runterschmeissen darf man im Fall nicht. Hat man Teile aus Metal, muss das in die neutrale Zone geworfen werden. Lebensmittel auf die linke Seite, Damenbinden und Vibratoren auf die rechte Seite. Das ist Fortschritt! Der Müll wird dann eingesammelt und nach Möglichkeit neu aufbereitet. So konnte man die Cuva Nord aus Monatsbinden-Pappe bauen. Was übrig bleibt, wird dann umweltbewusst in den See geschüttet. Grosses Kino.

Allerdings bleiben immer weniger Abfälle übrig. Nicht weil Lugagel mehr recycelt als früher, nein nein, Maxime Lapierre wurde schon mehrmals beim Naschen erwischt. Denn alle wissen: Lapierre ist nicht Lapierre, wenn er hungrig ist. Das war gestern deutlich zu sehen, als der härteste aller harten Härter, der so hart ist dass die Härte daneben weich aussieht, von unserem Manndli Lasch relativ grob gecheckt wurde. Lapierre war traurig, Trainer Eierland schickte sofort jemanden auf die Mülldeponie vor dem Stadion. Nur Sekunden später kaute der Maxime zufrieden auf einer alten Monatsbinde herum und war dann wieder der ganz harte Mann.

Liebe Berner, ärgert Euch nicht über die Zustände in der Resega, das war schon immer so, es ist jetzt so und es wird auch immer so bleiben. Uns nützen die Gratis-Timeouts ja eigentlich. Trotzdem: volle Kraft voraus, so dass wir nur noch einmal in der Resega spielen müssen!

Donnerstag, 23. März 2017

Playoff HF 2: HC Lugano - SC Bern 1:4

OK. So habe ich es gerne. Eben. Maul abwischen und dann zurückschlagen und die Serie wieder in die richtige Richtung lenken. Gegen ein starkes Lugano konnten wir unseren Riegel relativ gut aufziehen und Hinten mit einem genialen Genoni fast dicht halten. Vorne schossen wir die wichtigen Tore zum brutalen Kantersieg. Uha uha uha. Es war harte Arbeit heute, was ja aber normal ist, wenn man in einem Halbfinale steht. Das 1:4 ist gut für uns, für Lugano relativ brutal, denn sie waren lange Zeit sehr tonangebend, verstrickten sich aber in den Schönspieler-Modus und suchten nicht die perfekte Welle, sondern den perfekten Pass. Oft konnten wir mit einem Millimeter Stock gerade noch dazwischenfunken. Aber Lugagel hat Fortschritte gemacht unter Gerhard Eierland. Unter dem Schreder wären sie uns nach dem 0:2 ins offene Messer gelaufen. Sie spielten erstaunlich geduldig weiter und hielten das Spiel lange sehr eng. Aber der Mann des Spiels (neben Leo), der Bidu Gerber (er hechtete mindestens in 5 Schüsse), schoss dann endlich mal einen hohen Hammer zur Entscheidung in die Kiste. 1:1 in der Serie, am Samstag gehts weiter, Vollgas Jungs!

Weil die Lugano-Fans nun sicher enttäuscht sind, habe ich mir alle Mühe der Welt gegeben, um ein tolles Gedicht für sie zu schreiben:

Die Lugagel-Fans wollen schreien "Forza"
Doch sie sagen dann "Lueg itz mau das Knorz a"
Und der Merkellecktiltis reckt daneben
Der blieb ja fast in seinem Bisi kleben
Doch der Tessin wird morgen wieder lachen
Weil der Lapierre tut heute noch seine Frau machen

Im ersten Drittel war ich doch sehr nervös und trank nur 3 Bier. Lugano in der Resega ist KEIN leichter Gegner. Das wissen wir. Der Start würde für uns wichtig werden, ganz klar. Und das gelang nicht schlecht. Die ganz grossen Torhchancen waren nicht unbedingt da in der Startphase. Aber auswärts ist mir das egal. Wir durften dann mal Powerplay üben, und oh Wunder, eine durchdachte Kombination endete nicht mit einem Pass auf Hodenhöhe, sondern kam zum freistehenden Trüffelnacht, der dem Merkellecktiltis die Scheibe zwischen den Ohren zur Führung einschob. Gross in Gefahr kamen wir in diesem Drittel nicht, weil Lugano zwar geschockt war, aber auch nicht Herzinfarkt-Hockey spielte.

Das zweite Drittel hatte dann Phasen, die mir weniger gefallen haben. Irgendwie haben wir ab und zu ein ähnliches Problem wie ein Teenager. Da ist Ordnung im Zimmer, 3 Sekunden später sieht es aber im Zimmer aus als wäre eine Bombe explodiert. Bei uns verloren wir ab und zu die Zuteilung und Lugagel konnte viel zu lange in unserem Drittel rumhebeln. Als wir uns dann befreiten, war es meistens ein "Spiel die doofe Scheibe einfach tief ins Drittel der Lugagler, damit wir wechseln können". Und die nächste Welle von Lugano kam, die zwar versandete wie ein Frauenfurz am 1. August, die doch so doof klepfen. Als dann mal ein Konter lief, versuchte das Ehebett die Stellung des Jahres, sein Drehschuss wäre wohl missglückt, aber ein Verteidiger lenkte die Scheibe mit dem Schlöf ideal zur Deckenfrau ab, der sofort schoss und das 2:0 in den Knarst brachte. Lugano blieb ruhig, auch wenn sie fest grännen mussten. Der Anschlusstreffer zum 1:2 war dann herrlich herausgespielt. War etwas unfair, weil wir einen Joggel weniger auf dem Eis hatten.

Also durfte man auch das letzte Drittel mit 200 Puls in Angriff nehmen. Lugano riskierte immer noch nicht alles, sie standen jetzt aber etwas höher, doch eben, unsere Konter sind ein Thema für sich. Aber es ging ja gut, also will ich nicht so gross rumleiern. Gekämpft haben wir wie stolze Bären, es war unglaublich, wie oft sich unsere Jungs in die Schüsse gelegt haben. Als wir dann kurz vor ihrem Tor drücken konnten, kam die Scheibe zu Beat Bomber Hammerschuss Gerber. Was für ein Strich liess denn der Mann da los? 1:3 und ich tobte ab und sang lautstark "La Montanara". Ziemlich falsch zwar, aber egal. Der Gerhard Eierland nahm dann den Merkellecktiltis noch raus, da semmelten wir hartnäckig nach, Moser holte die Scheibe in der Ecke und passte zu Plüsch Ferdu, der die Scheibe zum 4:1 versteckte. Nun war alles klar. Gut für uns.

Also, das Spiel heute war attraktiv, weil unsere Leistung ziemlich konstant war. Es gab noch Phasen, wo eben die Ordnung nicht mehr ganz stimmte, aber mit solchem Einsatz kann man den Schaden fern halten. Aber man darf sich das nicht zu viel erlauben. Wir haben jetzt eine best-of-five-Serie, am Samstag muss die BriefmarkenGeld Arena so richtig zittern. Wenn man nach einem Fehlstart die Serie wieder ins richtige Licht rücken kann, muss das Standgas am Samstag bereits Vollgas sein. Dampf machen Jungs!!

Eine Interessante Anektote habe ich noch von unserem Liebling, dem harten, nein was sag ich, dem ultraharten Lapierre. Er wurde beim Einspielen von einem Puck getroffen. Lapierre zeigte keine Wirkung, aber der Puck blutete. So hart ist der Lapierre. Unfassbar.

Dienstag, 21. März 2017

Playoff HF 1: SC Bern - HC Lugano 2:4

Wisst ihr, als ich in der ersten Klasse war, mussten wir im Zeichnen einen Gegenstand zeichnen und der Lehrerin am Schluss der Stunde abgeben. Ich zeichnete glaube ich ein Auto. Mein Sitznachbar machte einen Punkt aufs Blatt und sagte dass sei ein Pöög von seinem Vater. Die Lehrerein zog den Saububen ziemlich heftig an seinen Ohren (das war damals noch erlaubt) und sagte Worte, die mir heute nach unserem Playoff-Halbfinal-Startspiel wie Glockenschläge durch den Schädel dröhnten. Sie sagte "So aber nicht, pfui pfui". Das war für mich das Motto heute. Erneut konnte ich die Playoff-Intensität nicht feststellen, wie schon gegen die Piller. Im ersten Drittel waren Phasen da, aber wir wissen es ja seit Jahrzehnten: Das reicht einfach nicht. Wir wollen aber nicht nur an unserem Spiel rumnörgeln sondern auch sagen, dass Lugagel seinen Job heute Abend einfach besser erledigt hat.

Dabei furzten wir wie die grösste Darmgrippe aller Zeiten los. Noch keine Minute war gespielt, als Schwerweh herrlich freigespielt uns die frühe Führung hinbombte. Der Merkel ihr Iltis hatte noch keinen Schuss halten müssen. Wir hielten in dieser Phase das Tempo gut hoch, griffen mit Elan an und hätten in dieser Phase sicher noch den einen oder anderen Ofen schreiben müssen. Es gelang nicht, und plötzlich änderte sich das Spiel. Lugano, nun endlich angekommen, griff schnittiger an und brachten uns massiv in Verlegenheit. Ich drehte wieder fast durch, wenn wir gefühlte 2 Minuten nicht mehr aus dem Drittel kamen. Weil wir uns selber im Weg standen oder uns komisch befreien wollten. In diesem Drittel ging es noch knapp gut, aber ich hatte ein ungutes Gefühl. Wenn ein Spiel so geil beginnt, dann erwarte ich einfach, dass der Kohleschipper noch 12 Brickets drauflegt und nicht mehr zu bremsen ist. Aber bei uns trotteten irgendwie Hans Wirrwarr und Fritz Kompliziert auf der Eisscholle umher.

Das zweite Drittel zeigte uns dann schonungslos die Wahrheit. Fazzini, ein Riesentalent, reagierte auf einen Abpraller am Schnellsten und glich das Spiel aus. So ungefähr bei Spielhälfte. Vorher bewahrte uns Leo ein paar Mal vor dem Ausgleich, da gab es dann aber nichts mehr zu halten. Nach 40 Minuten konnten man sich überhaupt nicht beschweren, dass es Unentschieden stand. Ich beschwerte mich trotzdem, weil ich mich aus Prinzip immer beschwere wenn wir nicht führen. So bin ich. Uha uha uha.

Unser Untergang kam dann zuckersüss im letzten Drittel. Käsa, der Emmentaler Kranzschwinger für Rinder ohne Euter, zog furztrocken ab und brachte Lugano in Front. Noch einmal schien das Spiel auf unsere Schiene zu gleiten. 90 Sekunden später schoss der unter dem Sand lebt uns wieder zum Ausgleich. Alles war bereit zum Playoff-Party machen. Nur unsere Störche nicht. Als ein Konter über die sehr unhygienischen Schweden lief, wurde Bürgler genial angespielt und Lugano hatte die Führung wieder. Danach war es ein bisschen ein Anlaufen, aber wir wissen ja, dass sie ebenfalls einen guten Hexer haben. Als Leo das Netz freigab, versemmelten wir die Scheibe, es passte zum ganzen Spiel, so dass der Garten uns den vierten Ofen in die verlassene Krutze semmelte. Das war es dann auch.

Trotzdem schlafen ich gut. Der Fall ist doch einfach klar: 5 Spiele gegen Biel und jetzt 1 Spiel gegen Lugano habe ich einfach kein oder nur ganz selten Playoff-Hockey gesehen. Auch heute hatte ich das Gefühl, das viel zu wenig kam. Keine Intensität. Dann auch die üblichen Probleme, über die wir schon lange reden: kompliziert, schlechte Schüsse und viele Probleme mit sich selber. Aber egal, das sind Playoffs. Man kann nicht immer alles wegräumen wie letztes Jahr. Aber wenn am Donnerstag wir erneut nicht in den kapitalwichtigen Modus "Playoff" kommen, wird es ganz hart, diese Serie zu gewinnen. Natürlich ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts verloren, logo, auch nach einem eventuellen 0:2 noch nicht, mir gibt die Art und Weise mehr zu denken. Der Kampf war da, kein Vorwurf an die Spieler, aber irgendwie hatte Lugagel viel zu oft alles ziemlich im Griff. Das darf nicht sein. Egal, neues Spiel, neues Glück, aber einfacher wird es am Donnerstag nicht.

EILMELDUNG - Sah eine Trickfilmserie bereits 1972 das Elend in Lugano voraus?

Wie ihr wisst, nennen mich auch viele Leute "Tuni Medium". Nicht weil ich nur halb durchgebraten bin, sondern weil ich erstaunliche esoterische Fähigkeiten habe. So kann ich zum Beispiel mit bewusstlosen Menschen reden, wie ich es ja bei Harold Kreis eindrücklich bewiesen habe. Aber weil ich so sensible Fühler habe, fallen mir natürlich auch gewisse Dinge auf. Als ich jetzt gerade ein bisschen an meiner Kindheit rum studiert habe, schoss es wie ein Blitz durch meinen Schädel. Der Grund: ich befasste mich mit meiner Lieblingstrickfilmserie "Wicky und die starken Männer". Ihr kennt die Serie sicher noch. *sing* "Hey hey Wicky, die Wikinger, sind hart am Winde dran" *end of sing*. Die Zeichentrick-Serie wurde 1972 auf dem ZDF ausgestrahlt. Eigentlich ein total banales Ereignis. Wären da nicht die Hauptdarsteller!

Wicky oder Vicky? Der Hauptdarsteller (links im Bild) war schwach, nicht mutig und nervte nach 12 Sekunden bereits ohnmächtig. Vor allem wusste man lange nicht, ob es ein Bube oder ein Mädchen sein soll! Na? Na? Na? Fällt der Groschen? Wicky oder Vicky? Haben die Trickfilmzeichner da schon in die Zukunft geblickt und Frau Schwanzberg karikiert? Sie fuhren auch dauernd auf einem Schiff, was ja zu dem Tümpel vor Lugano passen würde.

Endgültig nicht mehr an einen Zufall glauben konnte ich, als ich den zweiten Hauptdarsteller (rechts im Bild) vor mir sah. Ein Mann mit einem sehr ungepflegten roten Bart ... es kann sich nur um Linus Klasen handeln!!! Dagegen ist ja Nostradamus ein Clown! Was habe ich da wieder aufgedeckt? Leider waren die Zeichentrickkünstler zu keiner Stellungsnahme bereit, da sie scheinbar bereits auf dem Weg nach Bern sind und dauernd das doofe "Non mollare mai" singen.

Wie um alles in der Welt konnte 1972 unser Finalgegner von 2017 schon so exakt dargestellt werden? Übrigens kam noch eine Figur in dieser Serie vor, die nun aus Fleisch und Blut auf dem Eis umherbolzt: Sven der Schreckliche, ein Ebenbild von Maxime Lapierre. Sven war nicht der Hellste, hm, die Parallelen sind fast nicht mehr mit natürlichen Argumenten zu erklären.

Uns kann dieses fast unglaubliche Phänomen aber nicht beeindrucken. Die Serie lief lange, wurde langweilig und man klatschte begeistert, als die doof dargestellten Wikinger endlich den Bildschirm freimachten. Das erlebt Lugano ja jedes Jahr auch. Ich habe bewusst nicht noch mehr gegrübelt, denn auch bei der Trickfilmserie "Biene Maja" fand ich erstaunlich viele gemeinsame Sachen mit dem HC Lugagel. So die Klubfarben. Und die Heuschrecke "Flip" bewegt sich ungefähr so, wie Vauclair Schlittschuh fährt.

Die Moral von der Geschichte ist klar: Wir spielen heute Action-Krimi-Thriller-Forensik-CSI-Hockey, während Lugagel wie Wicky umherhoppelt. So gehts ab! Ihr werdet es sehen!

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