Google+ Hardboiled SCB: März 2016

Donnerstag, 31. März 2016

Tiefschlag für Lugano: "Risotto Campioni" fällt bei Gastro-Kritikern durch

Seht ihr, es gelingt dann eben doch nicht gleich alles beim HC Lugano. Die Freude über die Finalqualifikation ist im Stiefel der Schweiz zwar riesig, aber trotz dieser Euphoriewelle geht dann doch einiges in die Hosen. Der leidenschaftliche HC Lugano-Anhänger und 3-Sternschnuppen-Koch Salvator Maggino wollte die Familie Mantegazzas mit einem eigens kreierten "Risotto Campioni" (Übersetzt ins Deutsche: Meister-Reisschlabberzeug) eine Freude machen. Allerdings hatte der Gute wohl einige Flaschen Chianti zuviel im Blut, das Risotto war bereits optisch ein Skandal, der Geschmack war dann noch schlimmer. Die Mantegazzas reagierten jedoch souverän und erbrachen erst auf der Toilette, man wollte sich sichtbar nichts anmerken lassen. Das soll uns nur zeigen, dass trotz "Campioni"-Rufen im Tessin unsere Chancen gut sind, den Pott zu holen.

1941 wurde der HC Lugano gegründet. Eigentlich wäre der südliche Verein wohl nie was geworden (Hockey unter Palmen war damals undenkbar und trotzdem wahr geworden), hätte das Schicksal nicht seine gute Seite gezeigt. Vorerst spielte der HC Lugano auf einem gefrorenen See mit Namen "Muzzano". Tönt fast wie "Mutz, ti amo", was auch bereits ein gutes Zeichen für uns ist. 1957 wurde dann die Kunsteisbahn "Resega" eröffnet, ein junger Ingenieur hatte die statischen Berechnungen zum Neubau gemacht: Geo Geld Dagobert Mantegazza. Das war der erste nachgewiesene Kontakt des heutigen mehrfachen Milliardärs mit dem HC Lugano.

Der Klub hatte sich mehr oder weniger gut durch die unteren Ligen geknorzt, das änderte aber massiv, als dann eben der Geodreieck Mantegazza einstieg. Ab da ging es eigentlich bergrauf, noch nicht immer im Galopp, aber doch stetig.1981/82 stiegen die Planckonerro dann entscheidend in die NLA auf, quasi auf unsere Kosten, und sie zogen es dank den Millionen von Mantegazza durch. Jeder Spieler schien auf Lugano zu wechseln, es wurde mit John Sletvoll ein starker Trainer verpflichtet, so dass man 1986 zum ersten Mal Schweizer Meister wurde. Das dann gleich 3 mal in Serie, bis dann eben unser SCB kam und ihre Dynastie zum Maiskolben verarbeitete.

Danach holte Lugano in 26 Jahren nur noch 3 Meistertitel - das ist eigentlich fast nicht zu glauben. Denn nach wie vor spielte Geld keine Rolle, nach wie vor konnte Lugano aus dem Vollen schöpfen. Aber es hatte sich eine finanzielle Konkurrenz gebildet, es gab mehrere Klubs, die nun ebenfalls Top-Saläre hinblättern konnten. Zudem schlich sich bei Lugano eine unsägliche Verlierermentalität ein, da wurden falsche Spieler viel zu lange mitgezogen, die einfach kassierten und in entscheidenden Spielen unsichtbar waren.

Nun ist Vicky Mantegazza an der Macht, logischerweise ist sie auch reich wie ein Scheich, sie ist ja die Tochter von Geo. Und die Dame machte das mal gar nicht schlecht. Sie hatte erkannt, was schief läuft und hat das Team mit sinnvollen Transfers verstärkt. Der einzige Fehler passierte ihr bei der Trainerwahl. Fischer coachte das Team in die Niederungen. Aber die Dame machte dann eben mit dem Schredder einen guten Griff, sie gewannen zum ersten Mal seit 10 Jahren mal wieder eine Playoffserie, mehr noch, sie stehen jetzt sogar im Finale.

Lugano ist härter geworden, Lugano hat spielerisch starke Momente, aber, das ist meine Meinung, im Tor schwanken sie zwischen "Klasse" zu "Schwachmann", dort läuft es nicht in jedem Spiel gut. Aber sie stehen verdient im Finale, mit Zug haben sie eine spielerische Mannschaft locker weggeputzt, mit Genf haben sie einen Bolzerverein eliminiert, ich bin ja jetzt mal gespannt wenn wir kommen, wir sind irgendwie eine Mischung aus Spielen und Bolzen. 

Es geht nicht mehr lange - schnallt Euch bereits an. Morgen Abend wird das Orakel uns hoffentlich den Weg zeigen - der Pott muss her!  

Mittwoch, 30. März 2016

SIHF: Entlasst endlich diese 2 Clowns die über die Spieler richten!

Das Drama nimmt also, wie zu erwarten, seinen Lauf. Blumenkohl und Schwerweh wurden für das erste Finalspiel nun hochoffiziell gesperrt. Nach normalen Spielsituationen. Bei Blumenkohl war es ein Zusammenprall, bei Schwerweh ein Check. Und Helebardenling ist noch hängig, da war der Übersee-Eseff wohl schon zu müde, um auch noch das zu richten. Auf dieses Urteil kann man dann bis heute warten. Das nenne ich doch mal speditive Arbeitserledigung. Wohlgemerkt, ich rede hier nicht nur wegen den unseren Fällen, fast alle Vereine wurden von diesen unfähigen Menschen bereits in den Kakao gezogen. Aber ich kann hier über unsere Fälle schreiben, weil ich a) den SCB verfolge wie ein Spion und b) das Hockey liebe wie die Tschulia Roberts den Ritschrd Giir in "Pretty Women". Gehen wir es schnell durch, es lohnt sich.

Fall Krueger
Der Schwede aus Davos dribbelt sich im Slot nicht schlecht durch. Krueger fährt dann auf ihn zu, es gibt einen Zusammenprall mit dem Schweden. In der Videoanalyse der 2 Schimpansen schreiben sie, dass Krueger die Spannung noch aufbaut und dann einen Kopfcheck macht. Und der alte Schwede sei verletzt. Ja, nur sollten sie sich informieren, laut dem HCD ist er am Fuss verletzt worden. Am Fuss! Die Frage ist nun: Hat der den Handstand gemacht? So wie ich nach meiner Wette? Nackt? Ein Kopfcheck verletzt den Fuss? Eine Topanalyse. Der Zusammenprall war da, keine Absicht von Krueger, solche Situationen gibt es pro Spiel gefühlte 300 mal. Aber egal, zu 5 Prozent kann man hier sagen "OK", dann halt.

Fall Scherwey
Der Davoser Verteidiger ist an der Bande im Puckbesitz. Scherwey will, so schreibt es das Gesetz des Forechecking es vor, den Spieler attackieren. Der Davoser kriegt die Scheibe wie ein Amateur nicht unter Kontrolle, duckt sich der Bande entlang noch leicht ab (in der NHL würde man den Esel schon nur wegen dem Verhalten an der Bande sperren), als Scherwey ihn total korrekt checkt, wird der Tatteri vom Check überrascht und hat dann Schmerzen. In der Urteilsbegründung wird angegeben, dass Scherwey in vollem Lauf und 0.32 Sekunden vor dem Zusammenprall doch hätte sehen können, dass die Scheibe freilag, er hätte chrigeln müssen und den Check abbrechen müssen und die Scheibe holen gehen. Mir kommt das Kotzen.

Ich fasse zusammen: Krueger und Scherwey wurden für diese Dutzend-Aktionen härter bestraft als Schüschu Kopfcheckgott Sprunger, der mit einem der krassesten Kopfchecks in diesem Jahrhundert dem Rubin das Jochbein zertrümmert hat. In der Urteilsbegründung dort versuchten unsere 2 Clowns alles, damit es wie ein total normaler Check genommen werden solle. Man könne auch nicht beweisen, dass der Jochbeinbruch vom Check oder vom Sturz auf das Eis herrühre. Genial. Und: unsere beiden Jungs werden gleich hart bestraft wie Rod von Genf, der dem Glauser von Fribourg einen unsäglichen Kopfcheck verabreicht hat. Mit Anlauf. Mit Absicht.

Ebenso lustig erscheint mir, dass beim Check gegen unseren Hischier (Schlüsselbeinbruch) keine Verbandssau auch nur auf die Idee kam, ein Verfahren einzuleiten. Der Check war nach meiner Analyse sauber, aber haben die beiden Fürze das wirklich ohne Verfahren entscheiden können? Oder hatten sie einfach kein Interesse daran?

Ich stelle mir diese zwei Würste vor, wie sie in Einzelbildschaltung mit Schweissperlen auf der Stirn die Szenen anschauen ... nur soviel: In Einzelbildschaltung sieht auch ein Porno wie schwere Körperverletzung aus ihr Würste! Um solche Situationen zu beurteilen, braucht es Hockeykenner, neutral, nicht ein EVZ-Jurist der Hockey nur von der Tribüne aus kennt und so weich ist, dass er sich am Joystick seiner Playstation dauernd verletzt. Und auch keinen mit Schimpf und Schande aus der NHL geekelten Ref. Diese Kombination ist ein Verbrechen an der Sportlichkeit.

Aber das Drama ist ja noch nicht durch! Heute wird ja noch Helbling beurteilt. Picard auf Provokationskurs, er überschreitet die rote Linie, feilt Helbling an, der macht das einzig Richtige und knallt dem Affengesicht 2 auf die Nuss. Ich schreibe Euch hier schon die Urteilsbegründung für die 6 Jahre Sperre hin, die Helbling kriegen wird: "Picard hat zwar die Grenze (rote Linie) überschritten, aber das hat Hitler am 1. September 1939 auch gemacht. Die Geschichte hat uns gelernt, dass man solchen Provokationen nicht mit Gewalt begegnen darf. Der Weltkrieg ist nur entstanden, weil man sich provozieren liess. Wir sperren somit Helbling gleich lange, wie der zweite Weltkrieg gedauert hat.". Würde es jemanden überraschen wenn ich richtig liege?

Unser Eishockey hat ein echtes Problem - holt doch noch Sepp Blatter als Obmann ihr Pfeifen!

Dienstag, 29. März 2016

Auch Hardboiled SCB gratuliert Lugano zum Finaleinzug

Ja, die Fairness muss einfach gross geschrieben werden. Im Finale wartet ein Klassiker, ein Duell das im Finale immer elektrisierend war. HC Lugano - SC Bern lautet die Paarung, der Fünfte gegen den Achten, so drollig. Wir Berner haben es natürlich der Fuhrere gegönnt, dass er trotz Schmerzen den entscheidenden Penalty in der Verlängerung versenkt hat. Somit gibt es für den ehemaligen SCB-Haudegen nun ganz ein spezielles Finale.Ein Finale, dass nach mir völlig offen ist. Niemand in unseren Reihen wird so dumm sein, und irgendwelche Träume schon jetzt bereden wollen. Es steht harte Arbeit vor der Tür. Lugano ist stabiler geworden, dazu brauchte es die Entlassung von Fischer, der mit einem solchen Team auf Rang 12 gelandet war. Die Transfers waren allesamt gut und hat die Pinkelneros nun bis ins Finale gebracht.

Seit ein paar Jahren ist ja dort die Frau Ficky Montecazzo (deutsch: Schwanzberg) die Präsidentin. Sie ist die Tochter des mehrfachen Milliardärs Geo Montecazzo, der jahrzehntelang Millionen in die Mannschaft gebuttert hat. Die grossen Erfolge Ende der 80iger-Jahren waren so möglich. Nun ist also Ficky am Ruder, ich habe mir dann einfach verzweifelt überlegt, was man einer Milliardärin als Geschenk kaufen kann. Die hat doch schon alles oder wenn ihr was fehlt dann kauft sie es sich, auch wenn es ein Kontinent ist. Nun, ich habe lange studiert, da knallte der Blitz durch mein Hirn: Ich kaufe ihr einen eigenen Berg! Denn ich wusste: in Deutschland, in Mecklenburg-Vorpommern, gibt es einen Hügel der "Schwanzberg" heisst!!! Aber die strengen Deutschen machten mir einen Strich durch die Rechnung. Zwar hätten sie verkauft, aber ein Umtaufen in "Montecazzo" lehnten sie partout ab. Ich war mit meinem Latein am Ende.

Doch dann fiel mir die Seite "Rent a ice cube" auf. Die hatten nicht nur Eiswürfel, sondern ganze Eisberge die man mieten konnte. Nach 2 Minuten wurde ich fündig und habe meine Bestellung sofort aufgegeben (s. Bild). Ein eigener Eisberg für Frau Montecazzo, wie geil ist das denn? Das Ding sieht ja dann sogar noch ein bisschen aus wie ein Schwanz, Tränen des Glücks liefen über mein Gesicht! Klar, die Miete pro Monat ist sehr sehr teuer, ich habe die Rechnung (Ficky ist damit sicher einverstanden) dem HC Lugano geschickt. Dort sitzt die Kohle locker, das stört die nicht, es geht ja bei diesem Geschenk ja mehr um die Geste und nicht um die Kohle!

Natürlich hätte ich es billiger haben können und zum Beispiel dem Doug Shedden einen Dog-Schredder schenken können. Oder dem Walker eine "Walking Dead"-CD. Aber ihr kennt mich, wenn ich dann schon mal Gefühle zeigen, dann richtig!

Also HC Lugano, auf ein geiles Finale das die Schweiz erbeben lässt!

Übrigens habe ich noch News wegen den 3 Verfahren gegen unsere Spieler. Die Tendenz lautet wie folgt: Helebardenling kriegt wohl 5000 Stutz Belohnung für das saubere Boxen eines Affenkopfs, Schwerweh wird freigesprochen und Krueger wird 11 Minuten in der 1. Drittelspause gesperrt werden. Auch da: Vollgas Jungs!

Montag, 28. März 2016

Furzkopf der Woche - Meine Fotokünste

Ich halte mein Wort immer. Ich hatte versprochen, dass wenn der SCB den Sack zumacht, ich nackt im Handstand ein Bier saufe. Ihr erinnert Euch. Also, so richtig nüchtern heute habe ich das gemacht, mit dem Ergebnis, dass ich bereits wieder einen Aufgewärmten habe. Ist auch egal, denn ich kann es nicht laut genug rausschreien: FINALE!!!!! Also, das Bier war bereit, ich komme eingeölt nackig in die gute Stube, ich stemme mich locker in den Handstand - uha, dann aber kommt das Problem. Das Biersaufen geht dank dem Röhrchen, aber dann himmelarschnochmal auf dem Smartphone gleichzeitig noch eine Foto machen, das ist eine Herkules-Aufgable, glaubt es mir. Nach 12 Minuten erreichte ich mit der Zunge endlich den Auslöser. Aber immerhin ist doch noch was brauchbares herausgekommen, ich hoffe ihr mögt das Bild. Uha.

Nun dürfen wir unso auf ein Finale freuen, wer hätte das vor ein paar Wochen noch gedacht? Selbstvertändlich wird sich die Situation ein wenig ändern, denn jetzt gehts nur noch um eines: Den Kübel auf Bern holen. Diese Freude wird noch einmal Kraft und Mut geben, nicht vergessen dürfen wir, dass wir zum dritten Mal in Serie gegen einen besser klassierten Verein antreten müssen. Aber wir haben gezeigt, zu was wir fähig sind, es war (vor allem gegen den Z) auch Glück nötig, aber die Leidenschaft, der Kampf die Kaltblütigkeit sind bei uns finalwürdig gewesen. Aber die Reise ist noch lange nicht fertig.

Die wahren Furzköpfe der Woche sind für mich eigentlich Fischer und Boucher, die sowohl Lugano wie auch Bern beinahe versenkt hätten. Nun hat man dank dem Schredder und Lars gesehen, was in diesen Teams stecken würde. Ich habe fest Angst um die Nati, ehrlich gesagt. Und Guy wird wohl höchstens noch in Spiez einen Cheftrainer spielen können. Das ist nicht böse gemeint, aber nicht alles ist "guter Trainer" was danach riecht. Beide Teams konnten der Saison noch eine fantastische Wende geben, wobei wir da noch fast den etwas unerwarteteren Erfolg vorweisen können. Lugagel konnte gegen Freilos Zug im Tram spielen, gegen die Bolzer aus Senf gewannen sie verdient, wir mussten mal die Nummer 1 und die Nummer 2 aus den Playoffs räumen.

Aber dieses Finale wird offen sein, ich nehme nicht an, dass bei uns Überheblichkeit oder ähnliche Loser-Tugenden jetzt Einzug halten. Erneut haben wir logischerweise die Aufgabe, ein Break zu schaffen, Lugano in der Resega ist dann ein anderes Thema wenn man sie spielen lässt. Und genau da wird unsere Taktik wieder zubeissen müssen wie ein Rottweiler.

Geniessen wir die kurze Woche, in 5 Tagen gehts aber sowas von ab, ich bin heiss, ich bin Hockeygeil, ich bin ich, ich bin Rathgeb am Ostermontag, weil ich doch soeben meinen Hasen in die Playouts geschossen habe. Uha.

Samstag, 26. März 2016

HF 5: HC Davos - SC Bern 3:4 (FINALE!!!!!!)

Meine offizielle Mitteilung an den SC Bern, Finalist in der Saison 2015/16: IHR SEID GEILE SAUGEILE AFFENGEILE MEGATITTENGEILE GROSSSCHWÄNZIGE HERRLICHE SIECHE DIE UNS IN 9 SPIELEN VERGESSEN HABT LASSEN, WAS WIR FÜR EINE SCHEISSE IN DER REGULAR SEASON GESEHEN HABEN. NUN SEID IHR HELDEN, RICHTIG GEILE HELDEN, UND WIR LIEBEN EUCH.

Meine offizielle Mitteilung an den HC Davos: Schöne Badeferien, schiebt Euch die gesamte Saison in Eure wolfsfeuchten analen Löcher. Aber, ich muss es sagen, nach den ersten Weinkrämpfen nach Spiel 1 und 2, habt ihr Euch danach immerhin wie Männer verabschiedet. Es war für uns eine geile Serie, für Euch nicht, aber das wird euch gleich sein da der Genoni nun zu uns kommt. Uha uha uha.

Was für eine Sensation, ich muss es nochmals gross schreiben: WIR SIND IM FINALE UND DAS BEDEUTET DASS ICH MIR GENAU JETZT DEN HAMMER INS HIRN LADE! GOTT WIE GEIL!

Ja, das Spiel begann pfiffig. Ich hatte sehr grossen Respekt vor diesem Game, Davos ist erst erledigt wenn Du sie erledigt hast, gibst Du ihnen nur ein Promille Chance, dann schlagen sie zu. Die Nerven lagen bei mir blank, aber ganz herrlich war dann natürlich unser Start. Kaum hatte das Spiel in der unsäglichen Höhenluft (die dann auch noch nach Gemsenkacke riecht), da läuft unser Blumenkohl durch die Abwehr der Davoser durch und hämmert einen absolut herrlichen Ofen in das Netz. 0:1 und ich am toben und so. Mann soff ich Bier. Aber ich verschluckte mich fast, denn ein paar Minuten später schob die Blume auf Schwerweh und der Fighterkamikazenmann knallte uns mit 2:0 in Führung, da waren noch keine 5 Minuten gespielt. Jubeln ist geil, aber eben, man darf nie zu früh jubeln. Als wir dann sogar noch 5:3-Überzahl spielen konnte, bebte mein zartes Herz massiv. Aber es folgte dann der erste Dämpfer, ja genau, ihr ahnt es, wir kassierten erneut einen Scheissegagel-Furzkopf-Shorthander mit 2 Mannen mehr auf dem Eis. Das nervte, ich tobte, das Bier soff ich aus Trotz ex weg, Scheissdreck! OK, wir korrigierten es durch einen Treffer von Blume in der gleichen Überzahl, aber wenn wir ehrlich sind hätten wir in dieser Phase die Entscheidung bereits zementieren können. Das Drittel blieb schnell, verdammt schnell, und dank ihrem Anschlusstreffer dann leider auch spannend. Es war Spektakel was da in den 20 Minuten abging.

Danach war Davos mehr am Drücker, logo, die spielten gegen die zu engen Badehosen die ihnen drohten. Aber hinten hexte der Stefan im Eck absolut geil, gegen vorne lief mir da zuwenig und ich zitterte meine Biere nur noch so hinunter. Es brauchte dann eben den Kornacker, der in einem Powerplay (das sonst zu wenig effizient war; fast wie ein Freier bei einer Edelnutte der dann nur reden will und so) absolut fantastisch einen Hammer in den Angel sendete. Was für ein geiler Ofen, was für eine Beruhigung, was für ein Torjubel, was für Gelüste auf ein neues frisches Bier!

Dann aber begann das grosse Zittern. Klar verteidigten wir im letzten Dirttel wie Warriors, aber im Hockey ist das eben so seine Sache. Ab und zu konterten wir gut und gefährlich, aber der Torhüter der nächstes Jahr ja bei uns hexen wird, hielt Davos in diesen Szenen im Spiel. Genau so wie Stefan im Eck, er hielt absolut fantastisch, musste sich aber 7 Minuten vor Schluss überwinden lassen weil der doofe Amöbenbühl die nussfreie Zone ziemlich genau traf. 7 Minuten zittern, es gibt schönere Momente im Leben, so ein Besuch bei der Dental-Grüblimore oder so. Aber trotz guten Chancen der Davoser hielten wir alles weg von unserem Netz, wir zitterten schon noch, aber irgendwie sind wir gewaltig gross geworden. Sieg, unglaublich, Finale, ich bin im Rausch, ich saufe und rauche ohne Ende, das Bundesamt für Nüchtern hätte keine Freude an mir. Aber es ist mir sowas von Scheisskackemuschigagelanalegal! FINALE!

Feiert ab, tobt, singt Lieder, weckt die Nachbarn, zieht Euch nackig aus und macht den Handstand, ich sende die grössten Glückwünsche an das Team, an den Staff, an mich selber weil ich so betrunken die Tasten noch finde! Was für eine Leistung, was für ein Durchmarsch, die Nummer 1 und die Nummer 2 haben wir weggefegt wie vollgepisste Windeln. Und nun ist klar, es gibt nur noch ein Ziel: Schweizer Meister zu werden! Go on Boys! Gott bin ich stolz, ein Berner zu sein. Rathgeb, wenn ich gewusst hätte wie geil das wird nachdem Du uns ins Playout geschossen hattest, echt jetzt, ich hätte Dir ein Bier bezahlt. Allerdings hättest Du es selber bezahlen müssen Du Furzgagel! Uha!

Freitag, 25. März 2016

Playoff HF 4: SC Bern - HC Davos 3:2 nV

Aha. Eben, ihr habt es heute gelesen, ich habe mich zum Momentum-Geleier geäussert. Vergessen wir dieses doofe Wort sofort wieder, in den Playoffs geht es von Spiel zu Spiel, scheissepipeegal was Du im Spiel voher gekratzt hast, es beginnt wieder bei 0:0 und BASTA. Heute sahen wir einen Krimi, ein Playoff-Fight ohne Ende, Nerven die vibrierten wie Harfensaiten wenn ein Elefant seinen Rüssel daran reibt, es war sehenswert, nicht immer gut, aber hochspannend und mit einem für uns sensationellen Ausgang. Davos hielt dagegen, solange die Kräfte reichten, ich persönlich hatte das Gefühl, dass ihnen aber der Schnauf dann deutlich ausgegangen ist. Aber das ist uns sowas von Wurst, der Sieg war über 79 Minuten gesehen verdient, wir knallten glaube ich 4 mal an den Pfosten, schossen in der Verlängerung 301 mal aufs Tor ... Aber der Teufelsmann im Davoser Tor spielte eine Weltklasse-Partie. Eben, der ist dann nächstes Jahr bei uns. Uha. Schwerweh erlöste das mittobende Publikum 58 Sekunden vor Schluss nach einem Doppelfehler der Davoser (wie alben der Federer wenn er Aufschlag hat gegen Tschokowitsch) mit einem geilen Ofen. Damit steht es 3:1 in der Serie, wir können am Samstag den Sack zumachen gehen.

Gestartet sind wir gut in die Partie. Es dauerte genau 3 Minuten, als wir die erste Davoser Abwehrschwäche zum 1:0 ausnützten. Herrlich wie HoBodenmann direkt abzog, das 1:0 brachte die gute Allmend zum ersten Mal ins Beben. Wir rotierten weiter, trafen nur den Pfosten, hebelten und mursksten die Davoser gut im Bitz umher. Doch dann schwächelte unser Stefan im Eck, der im ersten Drittel und auch noch im zweiten Drittel ab und zu eher Stefan auf der Latte war. Ein erstes Mal ging es noch gut, doch dann wurde ein überflüssiger Abpraller durch die Davoser zum Ausgleich eingenetzt. Was für eine Kacke. Fairerweise sei gesagt, dass die Abwehr da ebenfalls an den Ohren genommen werden müsste. Sowieso hatten wir im ersten Drittel ab und zu Aussetzer in der Defensive, die Blume hat immer noch etwas zu wenig Wasser, und Blumenkohl verlore ein paar Laufduelle um Meter. Aber schon hier imponierte unser bedingungsloser Fight. Wir konnten dann durch die 4. Linie, die in den ganzen Playoffs einen so geilen Einsatz zeigt, herrlich wieder in Führung gehen. Junghügel schoss herrlich das 2:1 in den Knarst, alles war wieder gut. Der Pfostentreffer noch in diesem Drittel passte dann irgendwie noch, wir hätten höher führen müssen!

Das zweite Drittel war dann für mich quasi der Eisbeutel an den Nüssen damit die Latte gesenkt wird. Nun lief es sehr mittelmässig, wir stocherten uns quasi die Davoser Konter selber in den Hintern. Stefan im Eck wirkte da immer noch komisch unsicher, ich hatte ungute Gefühle. Und prompt semmelten uns die Davoser sogar einen Shorthander in die Maschen, meine Laune war defintiv dahin. Irgendwie hatten sie nun wieder eine breite Brust und setzten uns arg zu. Stefan im Eck hielt aber jetzt von Minute zu Minute besser, so dass es mit einem 2:2 in die Pause ging. Nicht das wir sehr schlecht waren, auch wir kamen zu Chancen, aber es harzte irgendwie in unserem Spiel.

Dann kam das letzte Drittel, und nun starteten wir so ziemlich gut durch. Klar schiss man noch immer fast in die Hosen, wenn die Davoser mit ihren lichtschnellen Kontern den Treffer erzielen wollten. Nun hatte ich aber das Gefühl, dass unser Goalie unhuren parat war, nun war die Sicherheit wieder spürbar, das gab Mut. Wir wurden dann vom Hockeygott brutal bestraft weil wir wieder 2 mal das Gestänge vom Gehänge trafen, es war zum Kotzen. Aber der Hockeygott war immerhin gerecht, Davos hatte auch noch einen Mümmelchance zum Sieg, aber eben, nun bollte auch unser Werk. 2:2 und Verlängerung.

Diese Verlängerung wird in die Geschichte eingehen. 2 Minuten lang rechnete ich jede Sekunde damit, dass es einschlägt, aber die Hexe hinten hexte nun hexenartig und verhinderte doofen Torjubel der Gelbblauen. Hobodenmann entwischte dann, wurde gefoult, er versemmelte den Penalty aber dann wie wenn ich geschossen hätte. Aber ab diesem Moment spielte nur noch der SCB. Nun waren wir on fire, das Stadion auch, sogar auf der Schiffi sangen sie mit und klatschten ihre Schwänze rhytmisch auf die Schüssel. Chance um Chance, aber der Goalie der nächste Saison bei uns hexen wird, war einfach Klasse. Es brauchte dann einen herrlichen Fehler von Hundehaufen Forster, um uns ins Glück zu knallen. Erst konnte ein Davoser die Scheibe nicht fassen, dann zog Schwerweh davon, und Lara Forster-Gut verkantete sich wie Edmund Wiggenbach wenn er den Haneggschuss mit verbundenen Augen fahren müsste. Schwerweh zog alleine aufs Tor und knallte uns ins Glück.

Was für ein Spiel, was für Emotionen, was für eine Serie, was für eine geile 3:1-Führung. Aber eben, nun fehlt wieder der verfluchte 4. Sieg, ich würde nackt im Handstand ein Bier saufen wenn es am Samstag gelingen würde. Mir scheint, dass Davos etwas auf dem Zahnfleisch läuft, ausnützen Boys!

Donnerstag, 24. März 2016

Anro del Curto: Weitere 1000 Franken, wenn Forster nicht mehr in die Kabine biselt

Ja, die Wellen schlagen endlich hoch, nun sind die Playoffs endlich das, was sie auch sein müssen: Auf dem Eis eine herrliche sportliche Herausforderung, neben dem Eis eine herrliche verbale Jammer- und Psychoszene, so muss es sein, so macht es Spass, so packt es einem in einen Sog von Ledenschaft, Trotz, Siegeswillen und Saufen. Uha. Ich bin heiss auf heute Abend, ihr alle auch, es wird ein weiteres Kapitel Playoff-History geschrieben, die Allmend wird brechend voll sein, die Stimmung laut, überbordend und geil. Kommt einfach nicht zu spät ans Spiel, Lutschenbach kann heute nur Lugagel gegen Senf zeigen, trotz allen Beschwerden des HCD-Fanklubs "Bückeli" in der Redaktion, deshalb ist der Start heute um 19.45 Uhr. SRF wollte ja noch eine Regeländerung beim Verband durchsetzen, dass wenn der HCD ein Spiel gewinnt dann die Serie entschieden ist, glücklicherweise hat der Verband abgelehnt mit der Begründung, dass das nicht mehr gehe da der Spielplan bereits gedruckt sei. 

Also, die Nebenschauplätze sind so richtig lanciert worden, es ist geil. Da ist mal die Geschichte mit Arno dem Wohltäter, der 1000 Franken seinem Axelschweisson zahlte, nun kommt die Rückwette des schwedischen Baumstumpfs. Arno hat inzwischen, da er mit dieser sensationellen Taktik Erfolg hatte, nun noch weitere Tausendernoten im Sack, um das Team noch motivierter erscheinen zu lassen. So kriegt Dinosaurus Wieser 1000 Stutz, wenn er seine Saumähne auf Schamhaarlänge zurückstutzt. Dino überlegte, da er untern rasiert war gab ihm das Denkprobleme, nun hat er sich die Haare unten gleichlang wachsen lassen wie auf seiner Rübe und kommt so immerhin auf 500 Stutz. Oder eben Forster, wenn er heute Abend sein Geschäft nicht einfach zwischen den Spielern in der Kabine erledigt, dann gibts Geld. Oder Du Bois wenn er in der Drittelspause nicht weint. Alle alle kriegen Geld, das Spiel heute Abend wird Arno mal locker 30.000 Franken kosten. So motiviert man sein Team, ich finds geil. Und die Kabine wird auch sauberer! Der einzige der von Arno nicht geschmiert wird, ist Leonardo Genoni, der Gott aller Schweizer Torhüter. Klar, steht er doch nächste Saison bei uns im Tor, er wohnt übrigens schon in Bern und fährt dann für die Heimspiele mit unseren Jungs im Car nach Davos.

Larsschnitte hat darauf aber bereits reagiert und nun eine leicht abgekupferte Version ebenfalls, halt ohne Medienpublicity, dem Team vorgestellt. Für jeden guten Angriff gibts einen 5-Liber in die Mannschaftskasse, das war schon am Dienstag so, die 15 Franken haben sie dann auf der Rückfahrt bereits versoffen. Aber eben, wir sind überall auf der Höhe der Gemsfürze.

Ich werde dann oft gefragt: Oh Tuni, du Adonis aller Schreiberlinge, ist es aber denn nicht so, dass das Momentum nun auf die Seite der Davoser gekippt ist weil sie uns doch so doll mit 7:1 vom Eis gefegt haben? Ich antworte darauf: Blödsinn. Das Scheissmomentum ist so eine Scheisserfindung von irgendeinem Scheissseelenklempner der in seiner Scheisspraxis einem Scheisspatienten solchen Scheiss erzählt hat. Nehmt es doch bildlich: Ein Rehpinscher kackt in Euren Garten. OK, raus, sich stellen, den Kläffer vertreiben und dazu einen wichtigen Gring machen. So, das Momentum ist nun auf Eurer Seite. 2 Stunden später kackt euch ein Dobermann mit dem Namen "Sharkblood" ebenfalls in den Garten? Na? Was nützt das bedeppte Momentum? Richtig, einen Scheissdreck. Du wirst warten bis er fertig gekackt hat, danach "Braves Hundi" rufen und die Scheisse zusammenlesen gehen. So viel zu "wir haben letztes Mal gewonnen also sind wir im Hoch". Es kommt darauf an, wer und wie man es auf den Stock geknarkt kriegt. Jedes Spiel ist neu.

So, und nun hoppelpoppel, der Osterhase kann mich mal, ich will heute zwar Eier sehen, aber einfach von unserem Team. Melonengrosse Eier, mit Krampfadern dran.

Mittwoch, 23. März 2016

Nun sind die richtigen Playoffs endlich gestartet

Gleich zu Beginn: Das Bild hat Recht, es ist gestern absolut nichts passiert. In den Playoffs verliert man nicht gerne, man möchte am Liebsten den Sweep durchziehen bis zum Meistertitel, aber sind wir ehrlich, das ist völlig unrealistisches denken. Wunschträume. Unsere Jungs haben 6 Spiele lang auf einem fantastischen Level gespielt, den Qualisieger im Eiltempo rausgewischt und sie sind nach 3 Halbfinal-Spielen nach wie vor am längeren Hebel als der amtierende Schweizer Meister. Das nur so, damit diese hohe Niederlage von gestern ins rechte Licht gerückt wird. Unser Auftritt war eine Mischung aus 5 Minuten Playoff-Wahn und 55 Minuten Regular-Season-Mist. Aber das ist kein Beinbruch, irgendwann fängt man sich eine Niederlage in den Playoffs ein. Wir führten zu kurz, kriegten aus 6 Angriffen 4 Tore und versiebten 5 Riesenchancen ... das ist die Suppe, die in den Playoffs nicht gekocht werden darf. Man versuchte im zweiten Drittel nochmals zurückzukommen, doch nach dem 5:1 war richtigerweise der Ofen auf Sparflamme. Gesehen hat es wohl jeder, nur nicht der Lutschenbach-Schreihals, sagenhaft wie der wohl Sekunden vor dem Orgasmus stand. Ob 11:1 oder 3:2, es gibt einen Punkt in der Serie, und Davos ist nach wie vor mit einem Break in Rückstand. Bereits morgen geht es ganz sicher wieder gewaltiger zur Sache, klarer Fall.

Interessant war das von Arno wie immer meisterhaft inszenierte Psycho-Gejammere. Seine Spieler seinen trainiert auf Tempo und Technik, sie werden jetzt so gewaltig viel gefoult und es werde nichts gepfiffen, man müsse halt Verständnis haben für Axelschweissson dass der dann durchdrehe. Ja klar, haben wir doch, auch dass er in Bern mit Onanier-Bewegungen die er gegen Zuschauer eigentlich gesperrt sein müsste. Aber Arnos Gejammere hat tatsächlich bewirkt, dass wir keine Macht mehr in den Zweikämpfen hatten. Da fehlte der letzte Zwick, ebenso wurde vor dem Tor kaum eine Bergziege richtig kontrolliert. Dann kam ja noch der Hammertrick mit den tausend Franken für Axelschweisson, falls er sich nicht provozieren lasse. 1000 Franken! Man bietet einem Millionär 1000 Franken an, man stelle sich das vor. Einem Spieler, der in einem Monat mehr Geld verdient als sämtliche Bündner Bergbauern in ihrem harten Leben. Das gibts nur in Davos! Ich hätte eher erwartet, dass Arno einen statusträchtigen Wetteinsatz liefert, so wie "wenn Du ruhig bleibst, dann wandere ich mit Dir nackt von Davos auf den Piz Gagelvatsch. Sind wir oben, machen wir ein ulkiges Schwanzfechten, dass von SRF live übertragen wird". Aber nein, Geld regiert halt auch die Millionäre. Aber amüsant ist Arno immer, wir hinterfragen natürlich was er rauslässt, nicht aber die Groupies von ihm (sprich die Presse), ein Interview mit Arno ist so etwas wie der Ritterschlag für einen Medienfritz, wer das schafft und noch witzige Antworten kriegt, muss sich dann verpflichten, ihn ein Leben lang als Messias zu ehren. Das geht soweit, dass Arno sogar sagen könnte, der Beat Forster sei ein Gelehrter, glaubt mir, sie würden es ohne zu Kommentieren als Schlagzeile drucken.

Ich habe das Gefühl (und ich liebe dieses Gefühl), dass die Playoffs nun endlich begonnen haben. Der Viertelfinal war ein Galopprennen gegen einen grauenhaft schwachen ZSC, im Halbfinale sind wir nun zum ersten Mal leicht gestoppt worden, doch nun wird die Serie, was sie sein muss: eine emotionale Sauhund-Schlacht, verbale Kämpfe, Eiskämpfe, Provokationen, Ambühl-Schwalben, kurz und gut: die Fetzen werden zu fliegen beginnen. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber Davos ist für mich nach wie vor in der Favoritenrolle, auch wenn wir leichte Vorteile in der Serie haben. Aber es war eindrücklich zu sehen, was genau passiert wenn wir unsere Aufgaben auf dem Eis nicht erfüllen.

Morgen geht es also wieder in den Ring, der SCB wird aufatmen das Forster wieder spielen darf, das wird ihr Niveau dramatisch in die Nähe eines Abflussrohres senken. Wir nehmen Spiel für Spiel, morgen muss der Tempel brennen und beben, das 3:1 muss her, dann sehen wir weiter.

Dienstag, 22. März 2016

Playoff HF 3: HC Davos - SC Bern 7:1

Achtung, ich zitiere die Medien: Der HC Davos ist soeben Weltmeister geworden. Dank einem 7:1-Kantersieg sicherte sich der HCD wieder die Sympathien aller existierenden Triebtäter und Inzuchtfanatiker. Der HCD wird Meister. Krass wie sie heute ihr Spiel gespielt haben. Krass wie sie den Weltmeistertitel nun auf sicher haben. Der SRF-Reporter onaniert öffentlich zu jedem Angriff, die Hölle ist los, auch der Teleclub-Penis kann sich kaum mehr erholen, die höchste Niederlage für den SCB ever ever ever ever ever ever. Ich als Hardboiled SCB sage Euch nun die Wahrheit: Der HCD hat seine letzte Chance gewahrt und den SCB geschlagen. Die Serie steht nach wie vor 2:1 für uns, wir haben Heimvorteil und sind immer noch in der 100-mal besseren Ausgangslage als die Talficker. Ich habe es euch heute angetönt, lasst Euch nicht beirren vom 100-jährigen Tattergreis an der Bande von Davos. Die sind noch lange nicht K.O. Die werden alles geben um auch am Donnerstag zu siegen. Heute, das muss ich ehrlich sagen, haben sie endlich mal gespielt wie Männer, nicht wie heulende Saupussys (siehe die ersten zwei Spiele). Heute zeigten sie mal, dass sie ausser Steinböcke lecken auch Playoffhockey spielen können. Offenbar sind sie zu fest an Speckcup-Hockey gewöhnt gewesen, nun sind sie scheinbar ein bisschen erwacht. Wir zeigten gute 5 Minuten, das wars dann aber auch, aber kein Problem. Davos schoss für uns unglückliche Tore, jeder Abpraller war halt auf ihrem Stock, auch weil wir da einfach schlecht verteidigten. Wir waren heute schlecht, alle, jeder, ohne Ausnahme. Aber wisst ihr was? Es ist mir bereits jetzt scheissegal. Am Donnerstag werden wir wieder die heulenden Davoser sehen, 23 Jungs und 17'031 Zuschauer werden ihnen die Scheisse aus dem Leib checken. Und der Achselschweisson kann seinen Tausender von Arno ruhig in einem Puff in Bern wegficken gehen, es wird die bessere Lösung sein als wieder Opfer zu werden.

Eben, die ersten 5 Minuten waren gut. Da spielten wir frisch von der Leber, die in den Playoffs halt durch die Hölle muss. Wir verpassten die frühe Führung weil Hobodenmann versemmelte, jubelten aber dann weil Kornacker endlich wieder mal die Krutze traf. Die Führung war aber dann das endültige Gift für uns. Nun wollte man irgendwie plötzlich mitspielen, das dürfen wir nicht, unser Playoff-Erfolg bis jetzt war, dass wir genau eben das nicht gemacht haben. Davos kriegte nun plötzlich die Abpraller auf den Stock, die Verteidiger hatten es nicht mehr im Griff, zudem fehlerten wir wie Legasteniker an einem Goethe-Gedicht. Davos glich sofort aus, ging sofort in Führung und beendete die Partie bereits in den ersten 20 Minuten. Bist Du nach 20 Minuten in dieser nur für Tiere geeigenten Dreckshöhenluft mit 4:1 in Rückstand, kannst Du getrost in der Pause einen Schnaps saufen und das Game nicht mehr ernst nehmen. Für uns ging es nach diesen 20 Minuten böse gesagt nur noch um eines: Sperren vermeiden. Das gelang. Immerhin.

Das zweite Drittel habe ich dann aus 200 Meter Entfernung gesehen, das Interesse war weg, es hätte die kleine Chance gegeben, wenn wir gleich einen Anschlusstreffer geschafft hätten. Aber da war halt Genoni. Ja. Spielt ja nächste Saison bei uns, deshalb bin ich nicht unfroh, wenn er Leistung zeigt. Er wird würdig hexen bei uns, währenddem Davos dicke Teenager zu Stammgoalies formen will. Viel vergnügen. Denkt daran, Arno ist im Viagra-Alter. Geduldsfaden dünner als Forsters Penis. Nur so. Nicht dass ihr dann unserem Torhüter nachweint. Gell. Eben, das Tor kam nicht, also konnte man sich getrost anderen Dingen zuwenden. Ohne Hemmung. Es schob dann irgendwie noch das 5:1 rein, Torschütze war glaube ich Dino Wieser, die Reinkarnation von Utah-ugah, dem wohl berühmtesten Neandertaler der Welt. Der erfand doch das biseln im Stehen, nicht? Egal. Lutz war angesagt, Bier war angesagt, wir hatten das Spiel versammelt.

Das letzte Drittel sah ich dann aus 400 Meter Entfernung. Doch meine Adleraugen sahen nun etwas erstaunliches. Spielte Davos im ersten Drittel wirklich Männerhockey, mutierten sie im letzten Drittel wieder zu den absoluten Pussys. Kaum langte Helbling oder Junghügel zu, da weinten sie wieder wie Chorknaben vor einem Priester, der ihnen gerade gesagt hat: "Bück dich". Unwürdig. Speckcup-Scheisse eben. Es gab noch 2 Öfen für die Schneemonster, egal, echt jetzt, lieber 7:1 ablutschen und Kräfte einteilen als ein 1:4 aufholen um dann in der Verlängerung wegen Analkopf Pickerhard zu verlieren. Auf gehts, am Donnerstag müssen wir einfach unseren nach wie vor bestehenden Heimvorteil ausnützen.

Es war heute ein Bertriebsunfall, nicht mehr und nicht weniger. Die Serie wird nun zum Knaller, Davos wehrt sich besser als der Z, das ist jetzt klar. Wir müssen am Donnerstag Antwort geben, brauchen dazu aber auch einen mutigen Schriri, der die unsäglichen Schwalben von Zwergwuchs Ambühl mal rigoros bestraft. Die Allmend wird beben, bereiten wir einen geilen Empfang. Genau jetzt übrigens kann Larsschnitte beweisen, dass er ein grosser Trainer ist. Ich freue mich auf Donnerstag, den soeben hat Achselschweisson angerufen und gesagt, dass ihn jede Nutte in Bern abgelehnt hat, trotz den 1000 Stutz von Freier del Courto. Danke Berner Huren!


Nein Arno, wir lassen uns nicht einlullen von Dir

Dann geht es heute endlich weiter mit unserer Serie des Wahnsinns gegen den HC Daffos. Wir stehen nach 2 Siegen in der Serie mal gar nicht so schlecht da. Primär habe ich Freude wie ein Wonneproppen weil wir nicht die gleiche Schmach vom letzten Jahr erleiden müssen (0:4 - uha). Wir wurden also gerahtgebert. Doch dieses Jahr sind wir wenigstens in den Playoffs ziemlich gut im Schuss. Lachen musste ich wie immer ab Arno, dem Liebling sämtlicher verschwägerten Schwiegermütter. Es ist schon fast unglaublich, wie er das ganze Repertoire nun zückt. In all seinen Interviews spricht die Ratlosigkeit aus seinen Sätzen, er wolle mit dem lieben Gott reden (was Larsschnitte gut gekontert hat), er jammert ein bisschen und zuckt mit den Achseln. Was bedeutet das?

NICHTS! Das ist die Arno-Caprisonne-Einlulltaktik. Schon fast legendär. Aber, mein Mahnfinger steht wie eine Eins im Raum, auf diesen Quatsch sind schon ganz viele Leute hereingefallen. Alles Bocksmist was der gute Arno da von sich gibt. Selbstverständlich ist er weder mit dem Latein am Ende noch hat er resigniert. Die werden heute ganz stark daher kommen, alles versuchen, ganz klar hat Arno seine Pläne für heute. Wir müssen auf der Hut sein, extrem sogar, wir müssen besser spielen (noch besser) als in den gesamten Playoffs. Wir dürfen nie vergessen, dass Davos nach wie vor Favorit in dieser Serie ist, die müssen 4 von 5 Spielen gewinnen, und dazu sind sie ohne Zweifel in der Lage. Lassen wir auch nur ein Molekül nach, wird es noch eine ganz happige Serie werden.

Was für uns spricht, ist unser legendäres Wadenbeissen. Die Stars von Davos nerven sich immer gröber ab der Art, wie wir sie bearbeiten. Für mich etwas enttäuschend, denn vor nicht all zu langer Zeit haben sie ohne Rücksicht auf Verluste ihre Spiele gewonnen. Playoff ist nicht CHL-Mist, hier geht es um den Sieg, um die Serie, ums Weiterkommen. Bei Beat dem Förster haben die Nerven schon mal leicht einen Schluckauf gehabt, ein weiteres Zeichen das gut ist für uns. Das Wehklagen der Davoser hat sicher noch den Grund, dass man einen Schiri sucht, er endlich auf ihr Zurufen Strafen gibt, es lockt ja dann der Speckler-Cup mit Gratis-Hotel. Aber ich glaube nicht, dass wir uns beeindrucken lassen, ich habe die beiden Spiele nochmals geschaut, wir waren immer an der Grenze, aber eigentlich nie darüber, Davos übrigens auch, die geben auch recht Sauers, nur jammern wir nicht dauernd.

Also, freuen wir uns auf Runde 3 in diesem Klassiker, der HC Davos hat übrigens 3'000 Rekruten für heute Abend eingeladen, damit das Stadion schön voll wirkt. Gute Idee wie ich finde, dann gibt es heute wohl wirklich einen Playoff-Hammer-Knaller. Klar, die Rekruten werden "Die Nacht ist ohne Ende" singen, aber die Hauptsache ist doch, dass es wie Stimmung tönt. Auch gelöst hat der HCD das Problem mit Forster, wenn er gesperrt ist haben sie ja immer ein Problem, weil niemand da ist, der auf ihn aufpasst. Aber Spielgruppenleiterin Silvana Korvetsch hat sich bereit erklärt, heute auf ihre Tantra-Stunden zu verzichten und die Spielgruppe bis 23.00 Uhr offen zu haben. Der HCD ist beruhigt, Forster freut sich und wir geben heute einmal mehr alles!

Und noch ein PS wegen all den Greuelmeldungen aus Brüssel: Hier ist Sport, hier ist Wettkampf, nicht mehr und nicht weniger. Kranke Welt!

Montag, 21. März 2016

Forster im Glück - Disziplinarkommission hat gerade Aktionswoche

Ich gebe es zu, ich bin etwas zusammengezuckt als ich hörte, dass Forsters Stockschlag mit anschliessendem Check gegen den Kopf nur in eine Matchstrafe umgewandelt wurde und der alte Bündner nur für 1 Spiel gesperrt wird. Eigentlich wollte ich schon sehr sehr böse über den Verband schreiben, doch dann rief mich ein hohes Tier (Name darf ich nicht Schwarz, ich wiederhole: Schwarz! Schwaharz! auf weiss schreiben) an und hat mir die Sachlage erklärt. Nach 231 Minuten war das Telefonat fertig, und ich sehe nun klarer, ich hatte da halt nicht alle Infos, informiere Euch aber jetzt gleich damit ihr auch den Update habt.

Also, die Disziplinarkommission hatte letzten Samstag noch gerade ihre Aktionswoche. Da werden verschiedene Fouls zu sehr günstigen Konditionen angeboten. So kriegt man für einen Ellbogencheck ins Gefräss in dieser Woche eben dann nur eine ziemlich bescheidene Busse, von einer Spielsperre wird sogar abgesehen. Oder, das müsste Biel hellhörig machen, für ein Umnieten des Schiris muss man nur mit 2 Minuten bezahlen, ohne Verfahren nachher. "Wir wollen die Spieler so von dem ekelhaften Sündenbock-Ruf wegbrigen" sagt der hohe Funktionär. "Pädagogisch ist es manchmal gar nicht schlecht, wenn man nicht mit aller Härte zuschlägt und einen Sünder zu lange sperrt" fuhr er fort. "Viel ist es ja auch so, dass die Fouler das Urteil eh nicht lesen könnten, da sie nicht lesen können" erzählte mein Informant weiter.

Es gebe auch die Aktion "2 für 1", da werden den Spielern tolle Kombinationen angeboten. Wer zum Beispiel einen Gegenspieler mit einem sauberen Kniecheck erwischt und danach dem stöhnenden Gegner noch einen lupenreinen Crosscheck in den Rücken anhängt, wird in diesen Aktionswochen mit einer Ermahung abgestraft. "Es muss einfach eine saubere Kombination sein" redet der Funktionär weiter. "Weiterhin nicht toleriert werden natürlich weiterhin die schädlichen Sachen wie zu viele Spieler auf dem Eis oder leichte Haken, diese Unsitte soll gepiffen werden. Aber in den Playoffs soll man grobe Sachen nicht überwerten, deshalb auch diese Aktionswochen!".

Ich frage dann nach dem Vergehen von Forster. Stockschlag und Ellbogencheck ins Gesicht. "Da war eben die typische 2:1-Aktion" schmunzelt der Funktionär. "Die Kombination war sauber, innert 2 Sekunden ausgeführt und der Rüfenacht hat ja nur einen Bluterguss von der Hand bis zum Hals, alles halb so schlimm" schmunzelt der sehr hohe Funktionär.

Man hat auch keine Angst, dass die Spiele nun ausarten könnten. "Nein nein, keine Gefahr" lächelt der Mann, "die Aktionswochen gelten nur für wenige Teams, im Moment sei halt der HCD, die Davoser und eine Mannschaft aus dem Landwassertal betroffen".

Seht ihr, für alles gibt es eine Erklärung. Und ich habe schon gedacht, die Wurst in Kanada sei tatsächlich zu blöd, um einigermassen nachvollziehbare Entscheidungen zu fällen. Wie man sich doch täuschen kann! 

Mal was anderes: Wie leidet der durchschnittliche Fan in den Playoffs mit?

Auch die Wissenschaft kommt hier auf Hardboiled SCB natürlich nie zu kurz. Wir haben ja schon über den geistigen Aufbau von Beat Forster zur Genüge geredet, das ist ebenfalls hochinteressant gewesen. Wir haben viel daraus gelernt, so dass jeder von Euch diese Frage beantworten kann: Wie viele Fehler stecken im folgenden Satz: "Beat Forster hat bei der Abschlussprüfung seines Chemie-Studiums seinen Namen im 4. Versuch richtig geschrieben". Na? Nicht mehr so schwer, gell, wenn man die Berichte hier aufmerksam liest. Heute wollen wir uns mal mit uns beschäftigen, die Spieler sind oft genug im Mittelpunkt. Und ich hoffe, dass die Spieler ebenfalls mitlesen, denn das dürfte ihr Verständnis für uns Fans noch mehr sensibilisieren. Ebenso eingeladen ist die Presse sowie das Hockeystudio Nummer 1, der Teleclub.

Also, wir müssen als erstes die Saison unterteilen, so wie es ja schon vom Spielplan her geplant ist. Es gibt die Regular Season, da ist man auch auf eine Art gespannt auf das Geschehen auf dem Eis. Dann gibt es eben noch die Playoffs, der Ausnahmezustand für jeden Herzblut-Fan, oft werden sie als "Festspiele des Hockeys" tituliert, aber das ist Schönrederei, es ist der pure Horror, es ist ungesund aber natürlich trotzdem geil. Es ist die grosse Hassliebe. Nichts schmerzt mehr als eine Niederlage, Siege machen Dich heiss, aber Du kannst nicht richtig loslassen, weil es eben die verfluchten 4 Siege braucht. Und wenn Du die hast, wartet schon der nächste Gegner auf Dich, der Dir den gesamten Hormonhaushalt in den Abfluss kippt.

Also, wie funktioniert ein Playoff-Tag für den Fan? Man wacht auf, nicht schlecht gelaunt, normale Herzfrequenz (diese Werte kommen von der Apple Watch an meinem erotsichen Handgelenk). 2 Sekunden nach dem Aufwachen brätscht der Playoff-heute-Abend-ist-Spiel-Gedanke durch den Schädel. Die Herzfrequenz steigt mal locker auf 100 Schläge, die sich bei der Morgendusche wieder senkt. Quasi parallel zur Morgenlatte. Uha uha uha. Dann geht man in die Firma, nicht eine Sekunde ist man richtig bei der Sache, immer und immer wieder hämmern Dir Gedanken wie "was ist wenn ..." und "... sie müssen heute ..." und so weiter durch Dein Anti-Forster (oder deutsch: Gehirn). Der Puls ist konstant 20 Schläge höher als normal. Ab Mittag beginnt dann das Eile-mit-Weile im Magen. Alle 30 Minuten kommt der Hirn-Befehl "geh knarken", auf dem Weg zu der Schüssel verschwindet dieses Gefühl dann sofort, da Du aber unterwegs bist, gehst Du mal eine rauchen oder was saufen. Spätestens ab 16 Uhr ist kein anderer Gedanke mehr möglich als an das Spiel am Abend. Du erlöst die Firma dann und gehst nach Hause.

Aus Nervosität kriegst Du kaum einen Bissen runter, dafür rutscht das Bier als wenn es aus Schmierseife wäre. Der Puls erhöht sich durch den Alk nun noch mehr, 30 Schläge über Normal, aber egal, man kennt das Gefühl. Dann ans Spiel jetten, man ist unruhig wie ein läufiger Wolf, Eintritt ins Stadion - und dann kommt die einzig ruhige Phase an diesem Abend. Du bist im Stadion, 30 Minuten kann Dein Körper jetzt verschnaufen, was natürlich mit Bier gefeiert wird.

Dann, während dem Spiel, ist jedoch alles wieder am Arsch. Der Puls ist auf Sprint-Weltmeister-Niveau, Du merkst gar nicht mehr was Du alles runterlöffelst, die Emotionen kochen eine Suppe die irgendwie raus muss, die Nerven sind gespannter als eine Wadensehne beim 110-Meter Hürdenlauf. Du gehst durch Himmel und Hölle. Unbeschreibliche Gefühle.

Nach dem Spiel ist alles gut, besonders wenn man gewonnen hat? Ach was! Das Adrenalin peitscht immer noch durch die Adern, trotz tollem Alkkonsum (oder gerade deswegen?) beruhigt sich nicht so viel in Deinem Körper. Ich habe Euch mal meine Schlafstatistik (s. Bild) hinterlegt. Auch ein peruanischer Waldarbeiter könnte wohl sehr schnell sagen, an welchen Tagen Match war. Aber niemand beklagt sich, man geniesst ja diesen Ausnahmezustand. Und, das sagen böse Zungen, der SCB hat einem ja in der Regular Season genug Schlaf geschenkt wenn man alben bei den Heimspielen eingepennt ist. Uha. Egal, Hockey is life, Playoff is horney möderföcking bullschitt life.

Und morgen gehts wieder ab. Auch wenn die inneren Organe weinen - da muss man durch!

Sonntag, 20. März 2016

Furzkopf der Woche - Der amokisierte Amöben-Einzeller Forster

Ja, ein klarer Fall für den Furzkopf. Seine Attacke gegen Trüffelnacht ist scheinbar ohne gröbere Verletzung ausgegangen, Gott sei dank, aber das war nur, weil der schäumende Forster mit seinem auf die Hand zielenden Stockschlag nicht getroffen hat. Den anschliessenden Ellbogenchek an die Rübe von Trüffelnacht verfehlte das von Forster gesuchte Ziel ebenfalls. Wie soll man jetzt auf das reagieren? Wir wissen alle, das von offizieller Seite wohl nichts passieren wird. Klar, er ist Wiederholungstäter, aber das hat man auch im Fall Schüschu gedacht. Auf SRF munkelte man, dass die 5-Minutenstrafe eventuell gar keine war, auf Teleclub war man von den Experten her der Meinung, dass das ein banaler Schlag war der keine Schmerzen verursacht hat.

Wir dürfen uns nicht nerven. Das sind bereits die ersten gezielten Provokationen, weil die Bergschleimegel mit unserem Spiel nicht klar kommen. Logischerweise ist in der Serie noch überhaupt nichts entschieden, aber es ist immer gut für Dich, wenn der Gegner Wirkung zeigt. Heinz Kurve hat es als Davoser sogar selber bemerkt: ihn nervt es, dass sie dauernd beim Schiri am Weinen sind. Wir spielen hartes Hockey, aber in keiner Weise unfair oder mit der Absicht, einen Gegner zu verletzten. Forster aber hat mit seiner Aktion nun zum ersten Mal gezeigt, zu was er bereit ist wenn die Frustquelle zu laut plätschert. Dubé drehte auch mal so durch, zog mit dem Stock voll durch, traf den Langnauer aber nicht im Gesicht. Das Urteil damals: Schon der Vorsatz, einen Gegner mit dem Stock zu verletzen zu wollen, müsse bestraft werden. 10 Spiele kriegte Dubé damals (6 in erster Instanz, nach unserem Rekurs dann noch 4 Spiele mehr). Aber eben, wir können nicht beeinflussen, was die Liga nun mit einem Forster anstellt.

Wir müssen auch auf diesen schändlichen Fehltritt cool reagieren. Mit unserem Spiel setzten wir die wirklich schmerzenden Sachen: wir sind mehr als ebenbürtig und bringen das HCD-Tempospiel ins Stocken wie Gagel nach der Einnahme von "Immodium akut". Was mir aber nicht in den Schädel will ist eigentlich, wie ein Spieler so werden kann wie Forster. An und für sich ein beinharter Verteidiger mit guter Technik, ein unagenehmer Gegenspieler. Aber wenn er mal provoziert ist (und da macht Trüffelnacht verbal alles, was aber in den Playoffs zum Geschäft gehört), dann setzt seine einzige Hirnzelle scheinbar einfach aus. Ich bin überzeugt, dass er sich bei solchen Aktionen auch die Hose vollkackt, da die Hirnzelle im Tilt-Status ist und alle Körperöffnungen entleert. Aber wie gesagt, das ist egal, geschadet hat er damit nur seiner Mannschaft.

Aber, so wie ich Arno kenne, wird der den Beateli zur Brust nehmen. Am Dienstag wird er dem Forster sagen "komm, trink ein Glas Wasser zum Mittagessen", stellt ihm dann ein Glas hin, das leer ist. Und der Beateli Forster wird dann bis zum Spielbeginn das Glas anstarren und seine Hirnzelle mit der Aufgabe überfordern, zu begreifen was da falsch gelaufen ist. So bringt ihn Arno auf andere Gedanken und der Beateli Forster spielt dann nur noch Eishockey. Aber er wird dann wegen dem fehlenden Wasser so dehydriert sein wie Ötzi die alte Wandersau!

Weiter gehts, Boys!

Playoff HF 2: SC Bern - HC Davos 2:1

Hat dieses Team uns wirklich 50 Runden lang die Seegurke ins Gesäss gedrückt? War das wirklich dieses Team? Sind es die gleichen Spieler? Was ist passiert? Was essen die neuerdings? Oder trinken? Eigentlich ist es kaum zu fassen, aber da ich immer gut im Fassen war (ich war 10 Jahre Hockeygoalie und kriegte keinen einzigen Ofen, bis ich bermerkte, dass gar niemand gegen mich spielte), fass ich es halt jetzt. Ein aufwühlender, mit 3'000 Litern Herzblut und 3'000 Litern Schweiss geführter Kampf bringt uns also das 2:0 in der Serie. Das 2:1 war auf eine Art zu knapp, auf die andere Art hätte es halt auch doof laufen können, wie immer wenn ein Spiel knapp im Bitz rumfurzt. Aber wir hatten die Wand Stefan im Eck, wir hatten die Spieler, die erneut den Davosern auf den Füssen rumtraten. Am Donnerstag ertrugen sie es noch wie Männer, heute lagen die Nerven bereits etwas blanker, gut für uns. Es war ein verdienter Sieg, denn die Hammertorchancen waren fast nur auf unserer Seite. Alleine Kornacher hätte heute 21 Tore erzielen können, aber im Moment ist er ein Chancentod ohne Ende. Wie alben ich im Fussball. Aber dann kam ein Spiel wo ich 2 Tore schoss, als Aussensäger, da gab ich dann meinen Rücktritt mit 11 Jahren. Was ich sagen will: Kornacher, easy, das hängt Dir schon wieder an!

Also, das Startdrittel von uns war megastark, ästhetisch, gutaussehend, und, jetzt gut lesen, war spielerisch eine Wonne! Wir haben den Bündnern quasi gezeigt, was sonst ihre komischen Berge machen: wir lösten Lawine um Lawine auf ihr Tor aus. Ich gab Szenenapplaus, ich tobte, ich schrie wie eine Sirene als dann die Blume schoss und Schwerweh noch leicht ablenkte und Onkel Genoni seinen Fänger nicht im Eck hatte. Diese Führung tat gut, und wir marschierten weiter, eben, wie Duracell-Hasen. Genau einmal hatten wir Davos nicht im Griff, da wurde dann der Marcel Wiesel gelegt und es gab Penalty. Uha. Aber doch nicht gegen Stefan im Eck, er parierte souverän. Ein 1:1 wäre alledings auch ein Witz gewesen, wir hätten dieses Drittel deutlicher gewinnen müssen. Aber der Leon ist halt auch ein guter Goalie, der hielt Davos im Spiel ohne Ende.

Im zweiten Drittel ging es ebenfalls flott los. Simon der Du bist Moser schoss uns mit einem feinen Trick zum 2:0, was bebte da die Playoff-Höllenhalle! Alle fanden es witzig, nur der Arno nicht. Sofort zog er sein Timeout und siehe da, die Püntler hatten jetzt umgestellt. Nun fetzten sie die Pässe riskant mit Tempo an unsere blaue Linie, nun wackelten wir zwar nur leicht, aber konstant. Larsschnitte reagierte ebenfalls und timte das out. Danach waren wir wieder etwas gefestigt, aber der Schwung des ersten Drittels war etwas weg. War aber auch klar, Davos krampfte sich irgendwie wieder hoch und versuchte alles.

Das letzte Drittel war erstemals ziemlich beruhigend, Davos kam nicht an unseren Fusstretern vorbei. Aber, da halte ich meinen unheimlich ästhetischen Mahnfinger in die Höhe, mir wurde es etwas zu "ja kein Gegentor auch wenn wir Powerplay spielen"-artig. Sicher, Davos ist gut in den Kurzhand-Toren, aber eine 5:3-Überzahl müsste dazu gebraucht werden, um die Entscheidung zu holen. Nichts wars. Aber nicht das wir etwa schlecht waren, nein, wir versiebten auch da wieder Torchancen ohne Ende, eben, der Kornacher, dann aber auch Kreis ... aber unser nächster Goalie hielt ebenfalls sensationell. Dann kam eben der Scheissdreck 3 Minuten vor Schluss oder so, das Gegentor. Heinz Kurve schoss es oder so. Es nervte. Denn jetzt zitterte man doch noch, obschon man nie ins Zittern hätte kommen dürfen. Aber Stefan im Eck machte wieder total auf Wand, es blieb bei diesem geilen Sieg, was für abartig geile Playoffs dürfen wir denn dieses Jahr erleben?

Also, die halbe Miete haben wir. Ebenso ist klar, das Davos Mühe mit unseren Spiel hat, einzelne Akteure zeigen bereits etwas zuviel Nerven wie ich finde. Bei Forster ist es normal dass er dann ausrastet, dass sind aber nicht die Nerven, das sind die zwei grauen Zellen im Schädel, die halt meistens irgendwann einen Kurzschluss haben weil die eine Zelle befiehlt "Geh gageln", die andere jedoch sagt "iss was". Nun gut, sein Problem. Wir haben das Break bestätigt, um mehr geht es im Moment nicht. Basta.

Freitag, 18. März 2016

Adrenalin ist herrlich - zumindest ab und zu ...

Ja, das war ein weiterer glorreicher Sieg gestern in der fast leeren Vaillant Arena (wie kann man in einem Halbfinal-Heimspiel die Hütte nicht voll haben??). Allerdings, das ist klar, haben wir mal ein schnuckeliges Fundament gelegt, mehr nicht. Wir dürfen noch nicht mal an das Parterre denken geschweige denn an den ersten Stock - denn der HCD wird eine grobe Dosis Arbeit unserseits benötigen, damit er gebodigt werden kann. Gesten war ein reines Adrenalin-Spiel, deshalb auch die süsse Photo der chemischen Zusammensetzung des geilmachenden Hormons. Es sieht auf den ersten Blick aus wie ein Anfeuerungsruf von Langnau (Ho-Ho- ... ihr kennt es), aber die wahren Chemiker unter uns wissen natürlich, dass das chemische Elemente sind. Dieses Hormon schoss einem gestern wie ein Wasserfall durch die Adern, es war schier unerträglich, das Spiel zu verfolgen.

Zwei Drittel lang haben wir einen Topjob gemacht, die Bündner auf dem ganzen Spielfeld attackiert, ihnen kaum Raum gelassen, um dann bei Spielmitte erbarmungslos zuzuschlagen. Nach 40 Minuten führten wir in der Höhle der Murmeltiere mit 4:1 uns alles schien geritzt. Doch dann folgten katastrophale 20 Minuten. Wir wurden passiv, standen zu weit vom Gegner weg, verloren zu oft die Übersicht und kassierten saudumme Strafen. Die Quittung der Davoser kam sofort. Wumm, dann wumm und dann nochmals wumm - schon stand es 4:4. Das darf Dir eigentlich niemals passieren in einem Playoffspiel, da kam irgendwie das "alte" SCB-Gesicht zum Vorschein. Wir hatten zu Beginn des Drittels eine Überzahlsituation, da hätte man energisch das fünfte Tor suchen müssen, aber wir geigten durch den Bitz als hätten wir einen steinigen Bock unter dem Rock. Das unsere Blume bei der Aufholjagd nicht glücklich aussah sei ihm verziehen, er hat wochenlang nicht mehr gespielt und wegen dem Ausfall von Helebardenling wurde der flotte Bursche für meine Begriffe dann schon fast zu extrem forciert. Zum Schuss kam es dann ja trotzdem noch gut, auch weil wir in der Verlängerung wieder gut spielten und den Sieg auf keinen Fall geklaut haben.

Freude hatte ich, neben der Teamleistung, gestern ganz speziell an Justin Blumenkohl. Mein Gott war das ein Fighter, ein Warrior, eine Kamikaze. Der war immer zur Stelle wenn es Haber gab. Das hat mir sehr imponiert. So kann man ihn brauchen, so ist er wichtig! Daneben war Trüffelnacht stark, der hat wieder Scheiben ausgegraben, seine Vorfahren waren sicher irgendwie Goldgräber oder so. Auch verbal sengte er wieder im Bitz umher, herrlich zum Anschauen! Aber eben, das waren nur zwei Beispiele von allen, die 47 Minuten lang geiles Eishockey gespielt haben. Spekulieren will ich über den Ausgang der Serie natürlich nicht, aber ich weiss, dass es morgen in der heiligen Halle krachen wird, bis die Balken sich biegen. Sie haben ihre Reizfiguren, wir haben unsere Reizfiguren, das wird hässig und hektisch, mit Garantie. Forster, der entgegen den doofen Gerüchten (Einzeller) 2 Zellen besitzt (1 fürs Foulen, 1 für Toillette spülen) wird wohl morgen sich nicht mehr so aufführen können, ohne das es gerächt wird. Aber ist auch gut so. Packen wir es einfach an, wir sind fähig den HCD in die Schranken zu weisen, auch wenn Studio Lutschenbach in Zürich fast Heulkrämpfe hat, wenn die Davoser in Rückstand sind. Ich mag das, wenn alle gegen Dich sind. Es macht Dich nur stärker!

Ein Wort noch zur anderen Serie: Die Senfer haben quasi den Lugagel in die Windeln gekriegt. Für mich war die Deutlichkeit des Sieges überraschend. Die Senfer lagen in den letzten Jahren den Rakkazis überhaupt nicht, aber so wie es scheint hat die Dogge Schredder auch hier gute Arbeit geleistet. Umso mehr macht mir unsere Nati Angst wenn ich mir vorstelle, dass Ex-Lugano-Coach Fischer mit dieser Mannschaft 2 Jahre lang den reinen Müll abgeliefert hat - nun gut. Auch dort also gleich ein Break, ich bin mal gespannt, wie und warum und ob Genf nun zurückschlägt.

Die Halbfinals sind seit gestern massiv lanciert - geniessen wir jeden Moment in der bumsvollen Halle. Und bestätigen wir doch einfach das Break. So wie alben der Rotscher Federer ausser wenn er gegen Zoggelwitsch spielt. Uha. Und falls jemand heute ab 17 Uhr Canal 3 hört, wird mich da live röhren hören. Das Live-Interview wird speziell sein, da man da nur in Latex-Hosen reden darf.

Donnerstag, 17. März 2016

Playoff HF 1: HC Davos - SC Bern 4:5 nV

Also, mir hat Davos heute imponiert. 2 Drittel spielten sie wie gemurmelte Steinbocklöcher, um dann im letzten Drittel alles zu geben und unsere verdiente 4:1-Führung auszugleichen. Ich gebe es zu, ich habe fast geweint. Aber nur fast. Und als alles für den HC Gagelmoos gesprochen hat und es in die Verlängerung ging, schlugen wir wie üblich eiskalt zu. Der 5:4-Sieg war völlig verdient, denn wir haben Drittel 1 und 2 sehr gut gespielt, in Drittel drei waren wir wie flüssige Steinbockscheisse, aber in der Verlängerung spielte dann nur noch unser Götterklub. Uha uha uha. Schon wieder ein Break, wir breaken im Moment verreckter als wenn wir jedes Break noch extra in der Kabine breaken würden damit es ein geiles Break wird. Wir führen in dieser Serie, dieser erste Match war sehr aufschlussreich für mich. Also, wenn wir unser Spiel spielen können, dann sieht Davos aus wie frisch gekifft. Das hat mir Mut gemacht. Wenn wir aber Davos kommen lassen, sehen wir innert Sekunden aus wie frisch gegalte Steinpilze. Nun gut, schlussendlich kommt dann die Schlussabrechnung, und da steht halt jetzt einfach ein Auswärtssieg in den Geschichtsbüchern, der Rest interessiert bereits jetzt keine Sau mehr, doch, vielleicht ein Grännikopf aus dem Steinbock-Land, Wolfsmörder elende, wer die Tiere nicht ehrt braucht sowas auch nicht auf dem Wappen ihr Söie. Wir schiessen hier keine Bären, OK, es gibt keine, aber es geht ums Prinzip ihr Wursteggen-Bündernfürze. Das ausgerechnet das fahrende Anus Pickelhart mit seinem Riesenfehler uns den Sieg ermöglichte, war dann einfach noch die Krönung. Entschuldigt mich, ich bin wirr, ich bin Batschklatsch, in den Playoffs saufe ich halt aus Nervosität. Ist so, bleibt so, wird sich nie ändern.

Also, im Gegensatz zu den Auftritten beim Z, waren wir heute von der ersten Sekunde an ebenbürtig. Davos wollte, konnte aber nicht, so wie ein Impo-Hugo bei einer Edelnutte. Bezahlt ist, aber der Hammer hängt wie die Zunge von Arno. Das Drittel von uns war richtig gut, wir agierten, wir hatten sie nicht schlecht im Griff, wir wurden sogar mutig und knallten dem Magic-Tschenoni einen absolut unhaltbaren Ofen (muss ich so schreiben weil er ja nächstes Jahr bei uns ist!)  zur 1:0-Führung in die Krätze. Es war der Derek John Bon Longjohn Bigdick Roy der uns nach herrlicher Vorarbeit vom unter dem Sand arbeitenden Untersander in Führung schoss. Verdient. Denn wir waren in diesem Drittel die bessere Mannschaft. Daran ändete auch nichts, dass die Einzeller von Davos (Forster darf sich nie gegen Grippe impfen da er sonst selber abstirbt) nun auf Terror spielten. Unglaublich was sie vor ihrem Tor boxen durften, ohne richtig bestraft zu werden. Aber wir wollen ja nicht leiern, ist normal im Bergziegenkaffpufffürwolfsmöder-Dorf. Das Drittel machte Mut.

Im zweiten Drittel verloren wir kurz den Faden, so wie Hannelore wenn sie den Tampon wechseln will und einfach nichts mehr finden, woran man rupfen kann. Doof und unangenehm, ausser man ist solo. Uha. Davos konnte glücklich ausgleichen, ein Scheissofen, der aber unsere Kräfte dann endgültig freischaufelte. Nach dem Ausgleich fingen wir uns wieder, erneut Dirk Longdick Bon Roy schoss uns nach einem tollen Konter mit 300 Gramm Glück zur erneuten Führung. Davos wankte jetzt, aber sie fielen noch nicht richtig, aber immerhin konnte der alte Hügel uns nach einem Katastophenfehler der Püntler uns sogar mit 3:1 in Fürhrung bomben. Absolut unhaltbar (ihr wisst warum ich das schreibe) natürlich. Und Trüffelnacht, der herrliche Provokateur, der gemässigte Amokläufer, der jeden Gegenspieler in den Wahnsinn treibt, schoss uns dann sogar zum 4:1. Ich tobte, ich soff, ich röhrte, ich rannte im Slip durch den Garten, was für ein geiles Drittel.

Aber dann sollte das Elend über uns brechen. Die hohe Führung war offenbar wie das Nacktbild einer scheissenden Kuh für unsere sexorienteren Boys. Nun ging gar nichts mehr. Das Drittel war sowas von mies, ich mag eigentlich gar nicht darüber gross schreiben. Ein Shorthander, ein Scheissambühlanalsolo und ein beschissenes Tor brachte den HCD tatsächlich auf 4:4 heran. Mein Alk im Blut gefror fast, weil der HCD dann noch unsägliche Powerplay-Chancen hatte. Aber irgendwie retteten wir uns noch in die Verlängerung. Irgendwie. Kurze Frage noch: Wenn HCD-Muschis reklamieren gibt es 10 Minuten, die der Mannschaft nicht schaden. Wenn Blum reklamiert, gibt es dann 2 Minuten, die der Mannschaft schaden. Gibt es da eine Regel, also so "wenn man in einer Fremdsprache beleidigt die der Schiri nicht versteht gibt es 10 Minuten, wenn aber einer Schweizerdeutsch redet, dann gibts 2 Minuten" oder so? Egal.

Die Verlängerung war dann von uns schlicht Weltklasse. Wir waren die klar bessere Mannschaft, auch weil die Wiesers unglücklicherwiese in der Garderobe zum ersten Mal einen Spiegel gesehen haben, wir hatten Zug aufs Tor, und eben, der beschissen Piggerhart (nie vergesse ich seine Scheiss-Schauspieleinlagen bei Genf gegen uns, Sauhund elender) versagte dann nicht nur im Bett, nein, sein arroganter Analpass wurde von uns abgefangen, der junge Hügel schoss absolut unhaltbar (ja, ich muss es schreiben) uns zur Führung in der Serie. So geil. So normal. Wir gewinnen alles. Yes.

3 Drittel waren gut. 1 Drittel war der komplette Müll. Also haben wir noch herrlich viel Arbeit vor uns. Denn Davos wird am Samstag alles versuchen. Ich hoffe Helbling kommt zurück, denn dem verhinderten Chuck Norris aka Forster gehört die Fresse mal richtig gut poliert. Übrigens: er hat heute Kruegers Tee angerichtet? Ich will das Rezept, aber sofort. Gott war der drauf heute!

Mittwoch, 16. März 2016

Das Halbfinal-Orakel

Ja, es hat etwas gedauert, aber was spät kommt, kommt dafür nicht zu früh. Das ist das Motto auch von Siglinde Bausch, Ureinwohnerin Davos. Wie immer ging ich ohne Erwartungen an den Orakel-Tisch, wie immer war der Hockeygott dabei und hat sein Machtwort gesprochen. Es kommt gut!

Halbfinal Orakel

Hardboiled SCB blättert im Geschichtsbuch: Der HC Davos von A-Z

Ja, alle Hardboiled SCB-Leser wissen, dass sie nie vergebens auf die wohl beste und frechste und schönste und niedlichste und potenteste Hockeyseite der Schweiz kommen. Während viele Käseblätter sich mit üblichen langweiligen pomadigen Prognosen mal für mal lächerlich machen, ist bei mir eben alles mit sehr sehr sehr sehr viel Grundwissen auch über die Gegner bestückt. Heute, und das ist ja fast klar, beschäftige ich mich mit dem HC Davos, unserem Halbfinal-Gegner. Wer sind die genau, warum gibt es sie, wieso sehen sie so anders aus? Frage über Frage, die ich Euch alle beantworten werde!

Also, gegründet wurde der HC Davos 1921. Genauer gesagt wurde der HCD mit der Geburt von Arno del Curto gegründet. Arnos Mutter schaffte es nicht mehr ganz ins Krankenhaus, weshalb sie auf einer offenen Eisfläche gebären musste. Flutsch flutsch und Arno war draussen, die eilig herbeigerufene Hebamme machte einen Topjob, eine sogenannte Transition-Geburt, schon damals mit viel Tempo. Arno wollte sich bei der Hebamme bereits bedanken und ihr die Favoritenrolle zuschieben, da er noch keine Zähne hatte, tönte das He-bamm-e dann aber eher wie Ha-Ze-De. So hatten die Bergmenschen also gleich den Namen für den Klub. Da Arno wie jedes Baby dann seine Blase leeren musste (in der Fruchtblase ist ja absolutes Pinkelverbot) färbte sich das bläuliche Eis unter ihnen leicht gelb, die Klubfarben waren ebenfalls geboren.

Der HCD startete dann unglaublich erfolgreich in die Schweizer Meisterschaft. Bereits 1948 waren sie 20 Mal Schweizer Meister geworden. Das tönt imposant, aber man muss es natürlich relativieren. Die ersten 10 Meistertitel holten sie, als es noch keine Gegner gab und sie sich selber schlugen, die nächsten 10 Meistertitel holten sie, als alle anderen Ortschaften ihre Männer für die Grenzsicherungen ans Militär abgegeben hatten. Da aber schon zu dieser Zeit fast die gesamte Einwohnerschaft von Davos dauernd bekifft war, verzichtete die Armee auf ein Aufgebot. Danach wurde die Konkurrenz aber stärker, so dass der HCD seit 1948 nur noch 11 Meistertitel einspielte (Wir holten in dieser Zeit ja 13 Stück). Nichts desto Trotz ist der HCD ein Urgestein unseres Hockeys, ein Traditionsklub mit einer immensen Ausstrahlung. Wohl jeder hat in der Familie einen doofen Onkel der in der Altjahreswoche SRF einschaltet und den HCD unterstützt, obschon er von Hockey gar keine Ahnung hat. Aber egal, nur so kann der Bergverein überleben, die Popularität in der ganze Schweiz musste für sie einfach sein. Denn mit 11'000 Einwohnern wäre es sonst unglaublich schwer, einen NLA-Klub zu tragen.

Die besten Zuschauerzahlen hat der HCD (nebst dem Spenglercup) immer dann, wenn Holland Skiferien hat. Das ganze Dorf ist dann voller Haschis aus Holland, die eine Saugaudi im Dorf haben. Erst landen sie in Chloten (heisst auf holländisch: Hoden), nach dem Lachkrampf ab dem Flughafen fahren sie dann in die Berge, kiffen sich die Rübe grün, fahren Ski wie ein Steinadler mit Gallensteinen, um dann am Abend an die Aprés-Skiparty in die Vaillant Arena zu stechen, wir kennen es, "eja-eja-ho" und "Hände zum Himmel" und so weiter und so fort. Deshalb hat man übrigens oft das Gefühl, Bünderdeutsch nicht zu verstehen, nein nein, eben, Du hast wahrscheinlich mit einem Holländer geredet.

Der HCD ist gegen uns klarer Favort, sie haben sich zu Playoff-Maschinen entwickelt, aber unbesiegbar sind sie höchstens für die Finanznulpen aus Hoden bzw. Kloten. Ihre Abwehr kann man unter Druck setzten, ihre Angriffe kann man bremsen. Man muss 60 Minuten ihr Spiel verderben, dann kann es was werden. Und eventuell haben wir auf dem Goalieposten einen Vorteil, den Genoni möchte schon so lange so gerne zu uns kommen, der will die Saison sicher rasch beenden für Davos. Uha.

Wer übrigens schon jetzt Hockeygeil ist, kann heute um 20.00 Uhr in unserer Heiligen Halle die Elita A Junioren bei ihrem ersten Finalspiel gegen die unsäglichen GCK Lions unterstützen gehen. Die Jungs haben es verdient und Bier trinken kann man auch da! Yes!



Dienstag, 15. März 2016

Die nächste Aufgabe wartet - packen wir es an!

Ja, der Nachteil eines Sweeps ist dann natürlich schon, dass man tagelang auf den nächsten Auftritt warten muss. Unsäglich lange ist es bereits her, seit wir die Löwen quasi mit dem eigenen Schwanz das Gesicht gepudert haben. Und wir haben somit auch gleich die Aera "Krähenfuss/Mättju" elegant beendet. Für den kleinen Buben aus Amerika wird dieses Ausscheiden ganz sicher keine Konsequenzen haben, er spielte eine überragende Saison und wird seinen Weg mit Garantie machen. Allerdings sieht es wohl für Crawford nicht mehr soooo rosig aus, Sweep-Trainer aus der Schweiz sind nicht unbedingt beliebt in der NHL, man hat es ja beim Metzger gesehen, der in der NHL nicht mal mehr als Eismaschinenfahrer gehandelt wird. Aber egal, an unserer Türe hat es soeben heftig geklopft, klar, der Rekordmeister wartet auf uns, der HC Davos. Davos ist übrigens die einzige Mannschaft, die noch den gleichen Trainer hat seit der Klub gegründet wurde. Wir kennen ihn alle: Arno Kürten, der alte Hardrocker. Letztes Jahr haben uns die Bündner zersaust wie Plüsch-Unterhosen, das war ja sagenhaft wie wir da mit einem Sweep untergingen.

Wenn wir ganz ehrlich sind, geht es in diesem Halbfinal von den Gefühlen her genau gleich wie vor dem Viertelfinal: wir sind klare Aussenseiter, egal was Arno oder die Presse leiert. Davos hat gute Arbeit abgeliefert, sind wahrscheinlich die beste Playoff-Mannschaft der Schweiz und man findet kaum Schwächen. Sie sind noch einen Zacken schneller als Zürich, torgefährlich wie die Sau und haben einen fantastischen Torhüter, der ja nach Ablauf seiner Bergland-Strafe nun endlich zu uns wechseln kann. Aber wie gross hat man Zürich gemacht, bis wir dann kamen und den stolzen Löwen zum weiss scheissenden Pudeli degradiert haben? Auch gegen Davos haben wir unsere Chance. Wir werden endlich wieder mal komplett antreten können, wir haben das wichtige Selbstvertrauen wieder in den Eiern, wir haben einen fantastischen Torhüter - um Meister zu werden, müssen wir halt jetzt mit intelligentem und kaltblütigem Spiel auch die Murmelsauger aus dem Wettbewerb schiessen.

In der Ostschweizer Zeitung wurde der HC Davos als "vierköpfiges Monster" betitelt. Ich fand das sehr gemein da ich mir gedacht habe, sie beziehen sich auf den Moment, wenn die beiden Wiesers, Abmühl und Forster auf dem Eis stehen. So hässlich sind die ja auch nicht, oder? Aber ich habe dann sofort bemekrt, dass sie den HCD als ganzes meinen - ein schrecklich siegeshungriges und unbesiegbares Monster. Sind sie das? Nö. Sie sind einfach ein zugegebenermassen starker und edler Steinbock mit einem kultigen Schafhirten an der Bande. Unsere Aufgabe wird jetzt sein, dem stolzen Tier seine Losung in die Nasenlöcher zu stopfen, Zapfen in den Arsch und dann warten bis er explodiert. Danach werden wir eine Bergziege als Gegner haben, die schlagbar ist, BASTA.

Und was macht Hardboiled SCB dann morgen, so kurz vor dem Spiel? Logo, ihr wisst was noch fehlt, schreit es alle raus, im Chor: DAS ORAKEL. Das wird ungefähr 24 Stunden vor dem Spiel auf dieser Seite zu sehen sein, die Eishockeygötter müssen beschwört werden, sie waren in dieser Saison bis jetzt schlussendlich sehr sehr sehr dankbar mit uns. Halbfinale. Uha uha uha. Eigentlich fass ich es nach dieser Regular Season immer noch nicht. Egal. Also, dran bleiben Buben und Mädels, Hardboiled gibt wie immer alles um im Finale zu landen.


Montag, 14. März 2016

Furzkopf der Woche - Mallorca verbietet per sofort Gummidrachen

Ja, das ist eine schockierende Meldung. Wir alle haben mitgerkiegt, dass auf Malle der Hebel deutlich angezogen wird auf der Partystrandmeile. Es wird aktiv gegen die Saufgelage gekämpft und mit hohne Bussen gedroht, falls man im öffentlichen Raum sich die Kappe füllt und dann wie tot am Strand im eigenen Erbrochenen liegen bleibt. Für das kann man ja noch ein bisschen Verständnis aufbrigen, aber mit dem neuesten Verbot gehen die spanischen Behörden nun doch etwas zu weit. Seit dem Samstagabend ist es verboten, mit Gummidrachen ins Meer zu stechen. Weiterhin erlaubt bleiben Gummiboote, Gummisusis, Radiergummis und Gummienten, aber der Drache ist zum "NoGo" erklärt worden. Ich, der gehardboilte Tuni, traf mich natürlich sofort mit Estophan Ramona, den Chef für gesittetes Baden in Mallorca.

"Ja, wir haben es verboten" beginnt der sympatisch verlederte Spanier. "Es ist wie verhext, bereits am Sonntagmorgen irrten wieder unzählige Menschen mit diesen unsäglichen Gummidrachen über unserer Strand. Bei der Personenkontrolle stellten wir fest, dass es sich ausnahmslos um Schweizer, genauer gesagt um Fribourger handelte. Bereits wenige Stunden später hatten wir hunderte von Anzeigen von anderen Touristen, die sich durch diese Dracheninvasion belästigt fühlten". Gut dachte ich, das ist ja mal ein Argument. "Aber es ist nicht der einzige Grund" fährt der knackige 73-jährige Spanier fort, "uns ist aufgefallen, dass die Fische freiwillig an Land hechten, sobald mehr als 2 solcher Leute im Wasser sind. Wasserproben haben dann ergeben, dass unser gutes Wasser sich innert Sekunden zum Abwasser mutiert hat. Das geht gar nicht!". Ja, das ist klar, Naturschutz ist das oberste Gebot. "Ich verstehe es einfach nicht" sagt Estophan, "wir haben immer ein ganzes Jahr Ruhe vor den Drachenmenschen, aber mitten im März stechen die auf unsere Insel wie Wahnsinnige". Nun musste ich einschreiten. Ich erklärte dem verzweifelten Mann, dass bei uns die sogenannten Playoffs laufen. Dort scheidet dann eine Mannschaft aus, die nicht in der Lage ist, einen Viertelfinal zu überstehen, weil man meistens mit einer mädchenhaften Einstellung von einer richtigen Playoff-Mannschaft vom Eis gefegt wird. Estophan schüttelt den Kopf. "Aber die kommen ja jedes Jahr mit ihren Gummidrachen, überstehen die denn nie die erste, wie Du sagst, Playoff-Runde und werden mal Meister?". Wir schauten uns lange an nach dieser Frage, bis wir in einen Lachkrampf ausbrachen.

Harte Zeiten also für die Badeferien-Fribourger. Weiteres Ungemacht droht ihnen aber auch intern, der Museumswärter will per sofort seinen Job künden, da er es massiv satt hat, leere Regale zu putzen. Nach wie vor steht dort auf der 3000 qm2-Fläche weder ein Pokal noch irgendwas. Ebenso ist der Besucherschnitt mit einem Besucher pro Quartal deutlich unter den Erwartungen geblieben. Gottéron ist nun verzweifelt auf der Suche nach einem Nachfolger. Laut Sportchef Dubé versucht man es jetzt mit einer Frau, da der Sexappeal eventuell mehr Leute anlocken wird. In der Poleposition ist dabei Rathgeb, der ideal in das Schema reinpassen würde.

Schauen wir mal zu, wie die Fribourger mit diesen zwei Hiobsbotschaften umgehen werden. Sie sind ohne Kredit in die Saison gestartet, hatten zu Beginn ein Hoch, danach dümpelten sie im Sumpf, um sich dann sehr bieder und chancenlos aus den Playoffs zu verabschieden. Aber sie hatten auch glorreiche Momente, so hat uns Rathgeb massiv in die Playouts geschossen und als ganz grosse Sensation haben sie einen Sweep gegen Genf verhindert, was eigentlich niemand gedacht hätte. Das sind positive Zeichen, auf dem kann man aufbauen. Uha.

Samstag, 12. März 2016

Ich rede über Lars und dann noch über die Hutzenbröhne

Ja, kaum ist die Halbfinal-Quali nach einem glorreichen 4:0 gegen den Qualiwelteuropaasienrusslandüberseemeister ZSC Lions im Trockenen, haben viele Leute nun entsetzt reagiert, als zu einem relativ komischen Zeitpunkt die Meldung über die Latten tickerte, dass Lars Leuenberger bei uns keinen Vertrag für die neue Saison erhalten wird. Als Lars den  unsäglichen Boucher ablöste, tobte das Volk ziemlich ähnlich, nur war die Stimmung dort eher "Vetternwirtschaft" und "Skandal". Nun, nach 4 zugegebenermassen geilen Playoff-Fights, bei denen wir in Spiel 1 und 2 aber auch ganz viel Glück brauchten, ist die Stimmung umgeschlagen. Man versteht den SCB nicht, gleich geblieben sind von dem her die Beschimpfungen gegen die Klubführung. Es ist wirklich sauschwer, es dem Volk recht zu machen. Aber ich lasse Euch mal daran teilhaben, wie ich über das Ganze denke.

Also, das Schlimmste daran ist eigentlich, dass der SCB irgendwo ein Leck haben muss. Anders kann ich mir den Zeitpunkt dieser Öffentlichmachung nicht erklären. Jemand hat dem Blick ein Lied gesungen, der SCB konnte dann wohl oder übel nur noch bestätigen. Aber nochmals zu den richtigen Facts: Die Klubleitung hat VOR den Playoffs, nach einer unter beiden Trainern mühsamen Quali (punktgleich abgeschlossen mit dem Neunten ...) entschieden, dass man für die Saison 2016/17 einen neuen Trainer will. Mit Lars wurde kein Spiel gespielt, er wurde sofort über diesen Entscheid informiert, ebenso wird das Team alles mitgekriegt haben. Man ist an Jalonen dran, ob jetzt wirklich schon unterschrieben ist oder nicht, weiss ich nicht. Oder ich sag ich weiss es nicht. Der SCB hat Jalonen noch nicht bestätigt, wohl aber die gesamte Presse. Für Lars ist es vielleicht nicht ganz der gerechte Lohn, er hat uns schlussendlich in die Playoffs gebracht und heroisch das Halbfinale erreicht. Aber, das ist meine persönliche Meinung, Lars muss mit seinen jungen 40 Jahren seine Trainerkarriere nun modular aufbauen. Der SCB ist unglaublich schwer zu führen, wir kennen es, in der nächsten Saison wäre er auf einem Sprungbrett gestanden, die erste Krise hätte wieder Tumulte gegeben, man solle ihn sofort entlassen. Das ist in Bern so. Nun holt man einen Mann, der ziemlich fest im Sattel sitzen wird. Er hat grosse Erfolge als Klubtrainer gehabt, er führt die finnische Nati, er gilt in Europa als Toptrainer mit grosser Erfahrung. Also kein Lehrling aus der NHL oder so. Er könnte der Mann sein, der auch mal länger in Bern arbeiten könnte. Um wieder in ruhiges Gewässer zu fahren (denn sowas wie die letzten 3 Jahre will ich nicht nochmals vor die Tür geschissen gekriegt haben) braucht es jetzt diesen Trainertyp. Das ist nichts gegen Lars, aber er soll jetzt zum Beispiel mit der U20-Nati seine Erfahrungen vertiefen, eventuell dann in einem "ruhigeren" NLB- oder NLA-Klub als Trainer arbeiten. Wisst ihr, wenn man die Lehre im Betrieb A macht, ist es gar nicht so schlecht, wenn man dann im Betrieb B arbeiten geht, bevor man dann mal wieder zum Betrieb A zurückkehrt. Sonst gilt man immer als Lehrling im Betrieb A. Wir kennen das.

Das Team hat auf grossartige Weise auf diese Nachricht reagiert. Die werden für ihren Coach nochmals wirklich alles geben. Und Lars kann hier seine ersten Trainererfahrungen vielleicht mit einem grossartigen Moment beenden und riskiert nicht, dass er irgendwann gefeuert wird. Ich kann die Handlungsweise meines Lieblingvereins auf jeden Fall nachvollziehen, nicht aber das Leck dass da aufgetreten ist.

Dann müssen wir noch zu unseren Freunden auf Gottéron blicken, sie haben ja den Sweep abwenden können, weil Rathgeb Genf aber so richtig krass in die Playouts gebombt hat. Aber anstatt jetzt auf "Ja ja, nun gibts auf die Fresse, Genf, wir sind wieder da, stärker denn je" zu machen, kommt heute eine Story, die einem die Leber zum Magen erstarren lässt (s. Bild). Nun hat plötzlich scheinbar ein Wunderheiler ein Wundergetränk gebraut. Uha. Hallo Trottelfon, es sind Playoffs, nicht Rapunzelstunde! Unsäglich. Der Wunderheiler hat diverse Pflanzen gesammelt, getrocknet und dann mit Wasser übergossen. Kurz und gut: Er hat ihnen einfach einen Tee gemacht. Gopfetamminomau. Und das gibt eine Story? Egal, sie fühlen sich jetzt wie Obelix und Co, hoffen wir einfach das Schüschu nicht wieder einen Genfer mit einem Hinkelstein verwechselt verwechselt. Uha.

Und für die jetzt temporär trockengelegte Sucht vom SCB-Eishockey: Am Sonntag, den 13.03.2016 um 17 Uhr kämpfen die Junioren gegen Lausanne im alles entscheidenden Spiel um den Einzug in den Final. Sie freuen sich über jeden Support! Und nun schauen wir mal, ob unser Spielplan nach heute Abend endlich feststeht. Die Warterei macht einem ja ganz buschig!

Freitag, 11. März 2016

Was für ein schöner Freitagmorgen

105 Kilometer von hier sitzten Leute im Tram die spontane Weinkrämpfe haben. Die Tränen tropfen auf den Boden, man ist in Zürich unströstlich. Da steigt aber sofort der Putzservice in das Tram und sagt den weinenden Leuten "just a moment, i will sweep this". Dann weinen die Leute noch lauter. Uha uha uha, der war gut, eh? Hier hingegen sieht man nur lachende Gesichter, die Vögel singen lauter denn je, die Sonne küsst unsre Gesichter. Nichts, aber auch gar nichts kann einem die Laune verderben. Es war, gemessen an der grauehaften Quali, wirklich schon fast ein Wunder, was da in dieser Serie abging. Nein, gross analysieren muss man es nicht, es reicht wenn in Zürich nun die "Experten" kommen und alles entlassen wollen, was möglich ist. Aber Schadenfreude ist fehl am Platz, wir kennen die Situation der Zürcher ja aus eigener Erfahrung. Das sind ganz bittere Momente.

Mit diesem nicht zu glaubendem Sweep haben die Boys für mich die Saison definitiv gerettet. Aber ich habe natürlich noch lange nicht genug. Wer im Halbfinal steht, kann nur das Ziel "Meister" haben, alles andere wäre völliger Blödsinn. Selbstverständlich wartet nun mit dem HCD ein grobes Kaliber auf uns. Allerdings hat man das auch schon vor dem Viertelfinale prognostiziert. Sicher, der HCD wird flexibler gecoacht, hat noch etwas mehr Tempo als der Z, lässt in den Playoffs ganz selten was anbrennen - aber wisst ihr was: Scheissegagelpipefurzegal. Wir werden wohl zum ersten Mal seit 131 Monaten mehr oder weniger komplett antreten können, wir haben ein Team das an sich glaubt, wir haben nach wie vor die geilste Playoff-Hütte der Welt ... gestern ging es da so richtig geil ab. Klar, man darf jetzt nicht unbedingt auf einen erneuten Sweep hoffen, uha uha uha, wäre ja der Hammer. Nein, aber wir werden unsere Chancen haben, denn bei uns haben sich die vorherigen Quali-Mitläufer zu echten Playoff-Bomben entwickelt.

Das geile an dieser Serie wird sein, dass man unserer Wand zusehen kann wie er geil abwehrt, dann ein Konter von uns, wow, Genoni hält auch geil, uha uha uha, egal, wir sehen die Paraden unserer nächsten Wand! Speziell. Ich selber bin absolut heiss auf dieses Duell, es gilt noch die Schmach vom letzten Jahr zu rehabilitieren. Da gingen wir ungefähr unter wie der Z jetzt gegen uns. Weltklasse wird auch Arno sein, wenn er nicht so lange schlafen würde, stünde schon lange in den Zeitungen "der SCB ist klarer Favorit, wir müssen schauen das wir immerhin ein Spiel gewinnen können" und ähnliche Statements. Egal, ob nächsten Donnerstag oder Samstag, ich habe so richtig Bock auf diese Serie!

Und über Personalentscheide und weiters Zeugs müssen wir uns effektiv den Kopf noch zu keiner Sekunde zerbrechen. Die Ausgabe 2015/16 ist nach 5 Monaten und 50 Spielen nun doch noch auf Betriebstemperatur gekommen. So geil wäre unsere Mischung auch in der Quali gewesen, hätten wir nicht die 1'000 Verletzten gehabt und einen Coach, der das Team nach seinen Möglichkeiten spielen lässt und nicht nach seinem sturen NHL-Gring. Sagen sie in Zürich ja jetzt auch. Uha uha uha. Oder: wir waren lange zu trocken, zum Glück hat jemand die Gleitcrème gefunden.

Also, geniesst die freien Tage, macht Party, nach so einer Quali im Halbfinale nach einem Sweep gegen den Qualisieger muss man feiern als gäbe es kein morgen mehr. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler, auch auf die, wo ich doch alben so Witze gemacht habe. Selbstverständlich bedeutet das auch, dass vor dem Start der Serie (wenn man denn das Datum mal hätte) ein neues Orakel erscheinen wird. Sie helfen uns wirklich, gelle?

Donnerstag, 10. März 2016

Playoff VF 4: SC Bern - ZSC Lions 3:0 (Sweep!)

"Sag Brunhilde, haben wir gerade so eben den Qualisieger gesweept, so richtig meine ich?". "Ja Otto-Dieter, wir haben dem ZSC einen Sweep angehängt, dass in ihren Unterhosen vor lauter Sweep der Sweep nicht mehr sweepen wird". Uha. Wo bin ich? Ist es wahr? Ja, es ist war. mit einem 3:0-Heimsieg haben wir eine der grössten Sensationen der gesamten Weltgeschichte geschafft. Das war stark heute, das war gut heute, die Spieler waren sehr sehr gut heute, aber für einen Mann gilt das nicht, der war nämlich heute SCHEISSEMÄSSIGE SCHEISSE GEILO AFFENTITTEN WELTKLASSE! Unsere #30, der Stefan in allen Ecken dieser Erde war heute the Wall, the chinesische Wall! Was für ein Spiel, was für Emotionen, was für ein Getobe in der Halle. Spiel 1 hatten wir sehr viel Glück, Spiel 2 hatten wir etwas Glück, Spiel 3 waren wir ebenbürtig und heute waren wir besser. Ein Steigerungslauf wie in einem Aldi-Laden wenn die Biselschlitzunterhosen gerade in Aktion sind. Was für eine Leistung, was bin ich stolz auf unsere Jungs!

Die Halle kochte von Anfang an. Sollte es wirklich gelingen was wir alle hofften und doch nicht so richtig auszusprechen wagten? Auf jeden Fall waren wir bereit, wir standen dem Z sofort wieder auf den Waden herum. Die erste grosse Torchance war bei uns, ein Ranzenschuss wurde es dann, aber egal, das weckte die Halle zur Hochform. Und als dann das Ehebett ein massivo Gestocher vor Brüeler einschob, explodierte das Ding beinahe. Eine Führung tut gut, allerdings nicht den Zurigos. Klar, sie zogen jetzt am Riemen und attackierten energisch, doch eben, wenn Du die Wand hast, brauchst Du für den Durchzug nicht zu sorgen. Stefan im Eck war da, immer, überall, sicher, kaum Abpraller, geile Reaktionen, ach ich kann den Tschechen nicht genug loben. Dieses Drittel ging an uns, auch weil der Z für mich den Tritt erneut nicht richtig gefunden hatte.

Im zweiten Drittel waren die ersten Minuten nicht so gut. Wir spielten nicht schlecht, nein nein, aber nun verlagerte sich das Spielgeschehen etwas zu stark in unser Drittel hinein. Es gab jetzt auch ein paar Fehler in der Abwehr, doch, ich wiederhole mich, die Wand stand wie eine Eins. Es war unglaublich was der Herr mit dem Fänger fischte, es war unglaublich wie er dem Mättju einen abgelesen hat, er war unsäglich wichtig in dieser Phase. Und kaum waren wir etwas besser im Tritt, knallt uns der Junghügel zum 2:0. Was für ein angenehmes Geräusch wenn der Torjubel Dir das Ohr entjungfert. Mein Trommelfell fand ich Minuten später im Bier, sauber eingesetzt und ich höre wieder. Der Z taumelte jetzt, war aber noch nicht ganz gefallen, aber die Körpersprache ging schon langsam Richtung "zum Glück ist der hässige Mann an der Bande nicht mehr lange mein Trainer".

Das letzte Drittel wurde dann zu unserer Kür. Der Z griff nicht mal mehr mit dem letzten Funken Hoffnung an, oder sagen wir es so: wir hatten sie wirklich im Griff. Es brannte nichts mehr an, auch weil unsere Wand hinten gelöscht hat noch bevor das Feuer richtig da war. Es kamen ein paar leichte Frustfouls des Z dazu, nicht schlimm, aber dann halt total entscheidend. In einem 4:3-Überzahlspiel knallte Trüffelnacht uns in die Feiernacht. 3:0 und der Löwe war gegessen, nicht blutig oder so, nein, total durchgekocht und gut angerichtet. Die letzten Minuten versanken im Jubel, hach wann hat man das letzmals erlebt? Liefen mir da Tränen über meine rosa Wangen? Nein, es war nur ein Schwapp Bier der mir beim mitklatschen an die Rübe geklatscht ist. Aus, vorbei, Sieg, wir stehen im Halbfinale, sauft, trinkt, klatscht, geht nicht ins Bett, wir haben Sportgeschichte geschrieben heute.

Aber, das ist so, auch ein paar Worte an den Verlierer: Hut ab ZSC, das meine ich ehrlich. Es lief nie für sie, meistens gegen sie, ich habe in der gesamten Serie kein Scheissfoul gesehen, keine dreckige Aktion, es war gnadenloser Einsatz, aber die Zürcher waren auch in der Niederlage Champions. Gescheitert sind sie an unserem eckligen Hockey, an Stepanek, an unserem unberschreiblich geil kämpfendem Team und, das ist meine Meinung, auch an einem Coach, der stur an seinem sehr sturen Konzept festgehalten hat, obschon die Zeichen schon lange auf Sturm standen. So sind sie halt die NHL-Fürze. Kennen wir ja. Uha.

Dann möchte ich mich, auch das habe ich nicht vergessen, bei unseren Piller Freunden bedanken, dank ihrem Heimsieg gegen Ambri hatten wir erst die Möglichkeit, diese Momente zu erleben. Ich werde das erwähnen, auch nächsten Freitag wo mich doch Canal 3 um 17.00 Uhr in Biel live interviewen wird. Und last but not least: Was musste unser CEO alles anhören? Unser Staff? Die Spieler? Ich mache meine Witze immer, auch harte Sachen, aber genau das ist der Grund, warum Du NIEMALS DEINEN VEREIN IN DIE SCHEISSE ZIEHEN SOLLST! Wir waren am Boden, aber wir sind aufgestanden, und nun jubeln wieder alle ...! Schon etwas paradox, ne? OK, in der Hitze des Gefechts sagt man mal ein paar Sachen, die man nicht so gemeint hat. Aber ich mag es Marc, Alex, Lars und dem gesamten Team von Herzen gönnen. Wir sind Bären und uns kriegt man nicht so schnell ins Scheisshaus. So, genug geleiert, nun werden noch Biere gekillt und der Löwe nochmals in Einzelbildschaltung gegrillt! YES BABE, HALBFINALE!! WIE GEIL IST DAS DENN?

Auch an diesem Donnerstag stehen wir noch solide am Boden

Es sind 3 Spiele in der Viertelfinalserie gespielt, wir haben 3 von 7 möglichen Spielen gewonnen. Wir brauchen also noch genau ein Sieg, um diese Serie zu beenden. Mir persönlich ist es egal wann und wo und warum und wie und weshalb und weswegen, einfach diesen einen Sieg müssen wir holen, egal wie. Die Chance bietet sich also zum ersten Mal heute in der krachend vollen PollenHarz Arena. Die Aufgabe für uns wird allerdings nicht leichter, im Gegenteil. Die Zürcher Melchfettkatzen sind angeschossen, für sie geht es aber so total um alles, noch eine Niederlage und Seger fährt ohne Pokal im Tram nach Hause. Aber, das ist klar, der Z wird heute alles versuchen, um einigermassen in die Serie zurückzukommen.

Bei uns braucht es eigentlich nicht viele Änderungen, logo, wenn man 3 mal in Serie nicht abgelutscht hat. Allerdings muss uns der Start besser gelingen, als in den zwei Spielen in Zürich. Da war der Z uns hoch überlegen. In Bern war es besser, aber wir kriegten da auch relativ früh den Löffen zum 0:1 in die Schublade gepackt. Roy scheint wieder bereits zu sein, Plüsch Ferdu noch nicht,. bei Blum ist es glaube ich noch fraglich. Aber, das ist sichtbar geworden, bei uns secklet jeder für den Andern, wir kompensieren die Ausfälle sensationell gut. Wir müssen heute Abend nochmals eine Steigerung hinbringen, nochmals einen Zacken zulegen.

In Zürich ist man Sekunden vor der totalen Selbstzerfleischung. Da wurde gefordert, dass man nun sofort den Krähenfuss feuern solle, da laberte man über Matthews weil er noch zu jung sei, quasi erst als Sperma im Muttermund des Eishockeys, da wurde schlicht eigentlich fast alles kritisiert was man kritisieren konnte. Logo, wenn man die Serie anschaut. Aber, der Z wäre nicht Z, würde man nicht jede erdenkliche klitzekleine Möglichkeit aufgleisen, um in die Serie zurückzukommen. Es wurde ein Massnahmen-Katalog von Walter J. Scheibli erarbeitet, der es in sich hat:

1. Die Spieler müssen am Car-Abfahrtsplatz einsteigen. Alle! Der Car hält nicht mehr auf Raststätten an, um dort wartende Spieler aufzunehmen.

2. Es herrscht vor dem Spiel striktes Alkoholverbot. Die Spieler murrten zwar, aber als sie sahen, dass das auch für den Chauffeur gilt, waren sie einigermassen beruhigt.

3. Roman Wick darf nicht mehr im Stranpler mitfahren. Von ihm wird, wie von allen anderen Spielern, die offizielle "Mir sin Züri"-Trainerhose erwartet.

4. Die taktischen Anweisungen von Markus Krähenfuss müssen länger gehen als die Letzte (gestoppte Handmessung: 11,2 Sekunden).

5. Radikales Handy-Verbot auf der Spielerbank. Schon gerade gar keine Uploads von Crawfords Anfällen auf YouTube.

Oder kurz gesagt: Mit 5 Punkten in die vierte Pleite.

Auf den anderen Plätzen könnte die Entscheidung ja ebenfalls fallen. Bin mir aber nicht so sicher. Genf zum Beispiel wird sauer sein wie eine wilde Sau. Schüschu klatscht Rubin um, nichts passiert. Rod klatscht Glauser um, 1 Spielsperre. Der Verband agiert da schon fast Mister Bean-mässig. Aber: das hat den Hass auf Schüschu noch mehr geschürt ... was ich jetzt nicht verstehen kann: Warum gibt Schüschu heute keine Interwiews wie "Bezina hat Hoden wie Erdnüsse" oder "Tim Trabers Bärtchen sieht aus wie die Achselhöhle seiner dicken Mutter"? Genf wurde kochen, glühen, auch wenn die Rache der Genfer weh tun würde: es ist die einzige Chance, die den Hutzenbröhnen bleibt. Nur wenn Genf am Rasten ist, hat Fribourg noch eine Chance, wenigstens ein Spiel zu gewinnen.

So, auf gehts, ein Playoff-Donnerstag macht Spass, die Zeit auf der Arbeit will und will nicht vorwärts gehen, aber irgendwann ist 20.15 Uhr! Come on Boys!


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