Google+ Hardboiled SCB: 2015

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Ein frohes, feuchtes, steifes und glückliches neues Jahr!

Ja, das alte, verlederte, verrunzelte Jahr 2015 wird in wenigen Stunden total vergichtet und verknorpelt das Zeitliche segnen. Ich kenne Euch Pappenheimer gut, ich bin mir sooo sicher, dass ihr fast alle am Löten seit heute Abend. Ich auch, die Festtage waren ja ein super Training für den heutigen Schwips-Abend. Heute lassen wir es krachen, nüchtern dann mühsam aus, um am 02. Januar bereits wieder in unseren Tempel zu pilgern, wo als absoluter Tiefpunkt die Flugblätter aus Kot anreisen werden. Und, ach wie spannend, einen Tag später treffen wir dann in der Schwitz-Arena bereits wieder auf die von Übersee aus gesteuerten Pleitetruppe. In unserer Situation gibts nur eines: 5 oder 6 Punkte, sonst beginnt das neue Jahr bereits wieder mit Rattenkacke im Schleuderbecken.

Ein bisschen Eishockey konnte man ja aufschnappen am freundlichen Freundschaftsturnier in Davos. Der sportliche Wert des Turnier hat sich bereits wieder deutlich gezeigt, indem die Dauerplayoffloser aus Lugagel nun tatsächlich im Finale stehen. Eigentlich unmöglich, aber am Spengler Cup funktioniert halt alles ein bisschen anders als in der Meisterschaft. Gratulation an die Dogge Schredder, ich findes es Weltklasse wie er seine Ausländer ausgepresst hat wie eine von einer deutschen Dogge zerkaute Zitrone. Nicht jammern dann, wenn der Tank ab Februar wieder leer ist, so wie alben beim EV Tram als der Holden trotz Greisenalter 58 Minuten auf dem Eis liess. Aber eben, es soll Freude haben wer Freude hat an diesem "Iaia-o"-Mitsing-Kabarett-Turnier. Zum Gageln ist es, dass das Team Canada das Finale erreicht hat, da unsere Ausländer relativ gröber auf dem Zahnfleisch laufen werden am 02.01.2016. Aber egal, dagegen kann man sich nicht wehren.

Stefan im Eck ist übrigens bei mir ausgezogen, er hat seine 1 1/2-Zimmerwohnung in Holligen bezogen, dort hatte früher der Herr Schlechtonnen gewohnt, scheinbar wurde die Putzequipe vom Bann des Finnen angesteckt, die verpassten 21 Chancen die Wohnung früher fertig zu stellen und bewegten sich als hätten sie eine Silberdistel in den Unterhosen. Aber egal, ich bin sicher im 2016 wird alles gut, die einzige Frage die ich mir stelle: Verlieren wir noch ein Spiel bis im Mai? Uha.

Amüsiert habe ich mich übrigens auch noch an Legende Anal der Kurort: Er weinte fast vor der Kamera, klar, die Verletzung von Bulldozer Scharonimarroni tut weh, der Kraftverschleiss ist auch heavy für die Püntler, in der CHL möchte man ja noch weiter kommen als man schon ist ... aber lieber Arno, ES IST EUER TURNIER, IHR HABT DAS JA ERFUNDEN!! Das erste Mal, dass ich gesehen habe wie der Trainer des HCD sein eigenes Turnier als Schwachsinn ansieht. Aber egal, sie blocken den anderen Vereinen eine geniale Woche, dann müssen sie halt das fressen, basta!

So, genug geleiert, macht Euch langsam warm für die Party, zieht Euch vorher einfach kein SCB-Video Saison 2015/16 rein (ausser Ihr habt die wirklich guten 3 Spiele aufgenommen), trinkt nach Möglichkeit ziemlich durcheinander, nur so kann man beim Krähen rufen dann das beliebte Spiel "was ist was" spielen. Meine Vorsätze fürs 2016 sind übrigens: 1. Ich will nicht aufhören zu rauchen 2. Ich will nicht aufhören zu trinken 3. Ich gehe an jedes SCB-Spiel 4. Ich mache in Fribourg keine Ferien. Und ich sage Euch: Ich halte meine Vorsätze! Rutscht gut, wir lesen uns am 02.01.2016 mit einem dampfwarmen Matchbericht vom Strichkampf gegen die Flugblätter!

Montag, 28. Dezember 2015

Furzkopf der Woche - Niemand, weil Weihnachten war

Ja, in dieser von der Theorie her so besinnlichen Zeit wurde vom 300-köpfigen Gremium niemand gewählt. Man könnte jetzt sagen "oh wie romantisch", man könnte aber auch sagen "sie sind sich nicht einig geworden, weil sie so viele Kandidaten gehabt haben". Wie immer war Weihnachten natürlich gespickt mit Kandidaten für diesen legendären Furzkopftitel (es gibt Leute, die bieten Geld an, dass sie einmal Furzkopf sein dürfen ...!), aber die Nichtnominierung soll ein symbolischer Akt sein und ein Jahr beenden, das nicht unbedingt als bestes Jahr aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird. Aber hier haben diese Themen keinen Einfluss, es soll und wird auch 2016 eine Hockeyzone bleiben. Nur Hockey. Dafür geil.

Eben, in der Weihnachtszeit hätte ich alle 5 Minuten einen Kandidaten gefunden. Du gehst Einkaufen (muss man halt auch mal, auch wenn man weiss was in den Läden los ist), alles geht gut, Du stehst dann an einer 22-Meter-Schlange bei Kasse 3 an (weil das die Kürzeste war), doch, wie immer, Deine Schlange bewegt sich im Gegensatz zu allen anderen keinen Millimeter vorwärts. Nach 3 Minuten ein entnervter Blick nach vorne, da steht tatsächlich eine weibliche Ausgabe von einem Pudel mit Maul- und Klauenseuche und quatscht mit der Kassentante über die neue Salbe, die ihre Hämorrhoiden so gut bekämpft haben, dass sie jetzt wieder ihre Tage hat. Obschon sie schon 81-jährig ist. Das gibt innerlichen Szenenapplaus.

Oder wenn Du zu Besuch bist und die Gastgeber Dich empfangen und gleich rufen "wir haben dann im Fall extra den Spengler Cup eingestellt im Fernseher, Du wo doch so ein Hockey-Fan bist ...". Na toll. Seht Ihr, auch wenn man das Turnier nicht speziell gut findet und den Salzstreuer und den Stefan Brüller sich ins Pfefferland wünscht, man wird trotzdem immer konfrontiert mit dem Spacko-Cup. Klar gafft man dann automatisch in die Glotze, das ist menschlich, so etwa wie wenn Du an einem Schlafzimmerfenster vorbei läufst, das Licht brennt, Du hörst Fleisch-auf-Fleisch-klatschende Geräusche und eine Dame die lauter schreit als AC/DC ein Intro losfetzten lassen - wer bitte schön schaut dort nicht instinktiv rein? Eben! Richtig reagieren funktioniert dann einfach so, dass man weiterläuft und nicht 5 Minuten reinglotzt und alles aufs Handy aufnimmt. Gleiches beim Spengler-Cup, immer kurz reinschauen, aber trotzdem mit den Gastgebern reden und das Spiel wirklich absolut im Hintergrund durchrattern lassen.

Wir steuern jetzt auf das Jahresende zu, selbstverständlich wird gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder ein Furzkopf erscheinen, sicher noch etwas verkatert, aber die Festtage haben ja auch den Nebeneffekt, dass man über Tage massiv breit ist, überall drückt man den angebotenen Wein runter, fast schon wie eine Maschine, an Silverster findet das dann seinen Höhepunkt, damit man am 1.1. auf den Balkon gehen kann und "nie mehr Alkohol" schreien darf. Also, geniesst die Altjahrswoche, man liest sich im neuen Jahr wieder, so hoffe ich doch!

Donnerstag, 24. Dezember 2015

23.12.2015 SC Bern - ZSC Lions 6:5 nP

Und wenn Du noch nicht weisst, wie Du Weihnachten feiern willst: Nach heute Abend kannst Du Dir über diese Zeit getrost die Lampe fröhlich füllen und SCB-Lieder singen, dazu die Tschechische Nationalhymne gröhlen und im Lars-Tanga auf dem Balkon stehen und die Nachbarn zur Weissglut treiben. Alles ist legal nach diesem Hyperspektakel von heute Abend. Darf ich so vorwitzig sein und sagen: 2 Jahre lang habe ich auf sowas gewartet. Spektakel, Tore, Emotionen, Krimi, Tobsuchtsanfälle, Jubelszenen. Das war Spektakel, ich sage nicht dass es perfekt war, ein paar Dinge müssen wir dringend korrigieren in der Altjahrswoche. Unser Boxplay hat heute die Note "Fribourg" verdient, also sehr sehr schwach, alle Tore kriegten wir mit einem Mann weniger, eigentlich ein Skandal. Aber schlussendlich doch egal. Denn heute hat mein SCB-Herz gepumpt wie ein pimpernder Küngel, während es lange Zeit fast im Winterschlaf war. Der Sieg ist geil und lässt uns über dem Strich in die Festtage sammeln, ein perfekter Vorweihnachtsabend! YES!

Klar, der Z hat 100 Abwesende, wisst ihr was: es interessiert mich nicht, unsere Gegner hat es auch nicht interessiert als bei uns die Insel extra eine Station frei machen musste für uns. Zudem setzten sie ja keine Greenhörner ein, in ihrer zugegebenermassen Klasse-Organisation sind immer Spieler, die zwischen NLB und NLA pendeln. Und Lugano haben sie gestern grandios weggenietet. Stark waren sie immer noch, das hat man heute gesehen. Das Spiel war von Anfang an gut, nicht wegen Feinheiten, sondern weil beide Teams den Sieg suchten. Ein erster Dämpfer hatten wir, als wir 5 Minuten Überzahl hatten und Powerplay spielten, als würde ein verlederter Gärnter eine Eiche mit einer Nagelfeile umsägen. Gott war das schwach. Auch das nächste Powerplay geigte wie eine furzende Eule im Astloch, nach einem Kruegerjammerschuss konnte aber unser geacherter Korn die Führung erzielen. Die Allmend ging mit, die Allmend war wach, endlich endlich wieder einmal! Der Z reagierte heftig auf diese Führung, aber hinten lief es nicht sooo schlecht wie auch schon.

Im zweiten Drittel ging es dann schon gröber ab. Die Jungs begeisterten mit unbändigem Einsatz und konnten doch dann ab und zu sogar spielerisch noch was tolles Zaubern. Es war dann der Plüsch Ferdinand (immer wenn ich ihn noch mehr mag als sonst sage ich ihm den vollen Namen) der uns mit einem Haltbaren 2:0 in Führung bombte. Der Z wurde giftiger, Wick hatte wohl auf der Bank gewindet, der Anschlusstreffer fiel im Powerplay. Nun wogte es hin und her wie in einer Nussschale auf der Ostsee, bei angezeigter Strafe gegen die Züzis knallte der Herr Kornacher uns wieder mit 2 Öfen in Front. Nun wurde es beidseitig richtig giftig auf dem Eis, herrlich wie Zürich nun anrannte und sich alles erlauben konnte und gleichzeitig noch ihre Vogelzucht zeigen durften, war aber etwas langweilig da nur Schwalben zu sehen waren. Aber die Schiris sprachen den schweizbekannten Z-Bonus nun aus, niemals hätten wir in Unterzahl sein dürfen, kassierten aber 2 mal den Ofen. 3:3 nach 2 Dritteln.

Im letzten Drittel knallte es dann bei uns. Wieder bei einer Strafe lutschten wir nun erstmals genüsslich im Hintertreffen ab. Der Fight wogte hin und her, geil zum Anschauen, auch wenn bei uns rein vom Feeling her mehr Fehler passierten als beim Z. Doch dann knallte der Plüsch Ferdinand mit einem Traumhammer uns wieder auf gleiche Höhe, die der Z dann postwendend wieder mit der Führung beantwortete. Die Felle drohten uns davonzuschwimmen, im Rückenschwumm mit 300 kg Gewicht auf dem Ranzen, doch Sekunden vor Schluss, als die Schiris dann plötzlich doch kompensierten und uns die doppelte Überzahl ermöglichte, glich Kornacker mit seinem dritten Ofen aus. Was hat die Halle getobt! Und das ohne tschechische Wand! Yeah!

Die Verlängerung gab keine Entscheidung, so dass wir ins Penaltyschiessen gehen mussten. Und hier war nur einer der Star, unser neuer Stefan im Eck. Sackstark was der abgelesen hat, so war es uns möglich, den Zusatzpunkt zu holen. Ein ungemein wichtiger Zusatzpunkt. Viel Diskussionen gab es wegen dem Penalty von Schämon oder wie der heisst. Für mich ist der Fall klar. Es war ein Foul das noch eine Sperre bringen sollte. Uha uha uha uha. Ist mir sowas von egal ob nun geheult wird, wir feiern Weihnachten mit meinen geforderten 5 Punkten! YES!

Ich wünsche Euch allen schöne Festtage, der Furzkopf wird immer pünktlich kommen, der nächste Matchbericht am 02.01.2016, geniesst die Zeit!

Dienstag, 22. Dezember 2015

22.12.2015 HC Gottéron - SC Bern 1:3 Kantersieg!

Leuchtet der Weihnachtsbaum nicht etwas heller als sonst? Sieht das Lutz vor mir nicht anmächeliger aus denn je? Riecht es in ganz Fribourg nicht bereits wieder etwas strenger nach Versagen? Sind Gerd dem Zehenhaus heute 1'200 Barthaare ausgefallen? Wo montiert Conz eigentlich genau ein Halstuch, falls er eines trägt? Ach ihr merkt es, wenn man in der Gülle grübelt und dann als Sieger nach Hause kommt, dann fallen einem soooo interessante Dinge auf. Neben dem Hockey! Und man hat gute Laune! Sehr gute Laune! Klar rede ich gleich übers Spiel. Aber zuerst noch über unseren neuen Stefan im Eck. Er hatte heute eine Abwehrquote von 138 Prozent, so kann man dann halt mal auch Spiele gewinnen, ne? OK, ich bewerte ihn noch nicht, er hielt dicht, Fribourg schoss viel mehr aufs Tor als wir, er wirkte zu Beginn noch leicht unsicher, zeigte aber einige gute Reflexe und hat, das ist aufgefallen, ein gutes Stellungsspiel und ist flink im Schritt. Aber ich lobe ihn nicht in den Himmel, ich röhre nach einem Spiel auch niemals einen ins Klo, mal abwarten und Lutz trinken!

Also, die St. Pissoir war ausverkauft, wahrscheinlich zum letzten Mal für lange Zeit, jetzt wo sie doch nur noch verlieren die Schlotterongs. Muahahaha. Egal. Wir können ja ein bisschen mitfühlen. Nur das es bei uns nicht verdient ist. Muhahaha. Aber bereits die ersten Sekunden in diesem Zähgring-Spiel zeigten, dass heute nicht unbedingt die Pirouetten Trumpf sein werden. Es war ein Gagel-Kampf nach Noten, was aber völlig logisch ist. Die Kunst kann stuhlen gehen, wir müssen mit Playoff-Fights um die Playoffs fighten. Da Fribourg nicht schon wieder 9 Gegentore im Sack haben wollte, dominierte am Anfang das typische "mach keinen Fehler Hansheiri"-Spiel. So wie beim ersten Date, wenn man mit Schweissperlen auf der Stirn den ersten lauten Furz vor dem Partner über Stunden verklemmt. Aber, das war ersichtlich, wir hatten den besseren Start erwischt und hatten Pech, als die Blume nur den Stengel traf. Schlotterfon kam dann ab der Mitte des Drittels besser ins Spiel, da rückte dann eben der Stepanek in den Mittelpunkt. Er hielt den Knarst rein, hatte auch einmal Glück, aber das ist mir Wurst. Weniger Wurst war mir aber dann unsere Führung, nach einem ersten SCB-Geniestreich von Blum konnte Kornacker einwursten wie ich alben wenn ich hungrig eine Cervelat fresse. Diese Führung tat gut, war wichtig und brachte das in die Fribourger Reihen, was ich erhofft hatte: frische Unterwäsche.

Das zweite Drittel hätte nicht schöner beginnen können. Es folgte gleich der zweite SCB-Geniestreich an diesem Abend. Kornacker mit einer begnadeten Übersicht spielte Hering Ferdu an, der zögerte den Schuss hinaus ohne Ende, am Schluss schob er in die leere Krätze ein. WOW! DOPPELWOW! Sensationell und 2:0. Für die Guten. Für die Netten. Für die Schönen. Für die Potenten. Aber, und da soll der Lars den Hebel nun aber dringend ansetzten, während die Schluchtenfurzer nun in den Seilen hingen, fehlte bei uns erneut der Killerinstinkt. Gottéron war fällig, sie lagen eingefettet da, man hätte sie wegpenetrieren müsssen wie ein bockiger Murmel auf seinem Tier. Doch nun begann dieses komische, nicht zielorientierte Hockey wieder, was die Mümmelwarzen von der Sense dann gleich zum Anschluss ausnützen konnten. Ein Schweinsofen zwar, aber egal. Es nervte. Da aber Gottéron auch in der Krise rumsabbert, konnten wir den Schaden in Rahmen halten, Stefan im Eck hielt 2 mal absolut genial. Und dann folgte eben der dritte Geniestreich von uns. Hirschhierher, der verlängert hat und uns noch 2 Jahre erhalten bleibt, zog unwiderstehlich durch und schob dem Conz die Scheibe zwischen den Nüsschen durch als hätte der keinen Hals. Sensationell! Aber, das war klar, im Schlussdrittel musste man sehr wach bleiben.

Wir spielten es nicht schlecht runter, ich gebe es zu. Hinten hielt der Stepaniek dicht, wir waren meistens nur noch bemüht um die Scheibe im gegnerischen Drittel sekundenlang zu halten, die Torgeilheit bei uns hielt sich im Rahmen. Das kann sich eben rächen, da hätten blutige Konter gefahren werden müssen. Die Chance gab es ab und zu, aber das Passspiel war noch nicht ganz auf dem Level, um schnelle Konter zu fahren. Aber egal, der Sieg kam nicht mehr in Gefahr, auch weil die Schiris am Schluss wie betrunkene Pfiffen und Hodentron dann zwei mal mit Strafen bestraften, die kein normales Erdferkel pfeifen würde. Aber eben, im Strichkampf ist mir das egal. Gegen Gottéron auch. Muhahaha.

Also, der Sieg war verdient, keine Frage. Neu für mich war, dass wir weniger auf die Krätze schiessen müssen als der Gegner und trotzdem gewinnen. Das ist mal ein scheues Lob an unseren neuen Keeper. Dann merkte ich schon, dass die Verletztenliste langsam aber sicher kein Thema mehr sein wird, wir stellen ein Team, dass immerhin nun ziemlich niederwalzend spielen kann, ab und zu einen Geniestreich setzten kann. Egal, wir brauchen Punkte, morgen bitte die Nächsten!

Hochspannung vor Weihnachten

Ja, eben, heute ist es wieder soweit, der SCB hat die Strafaufgabe gefasst, so kurz vor Weihnachten seine Geruchsnerven bis aufs äusserste zu beanspruchen. Ein sehr unglücklicher Spielplan, es ist eigentlich unverständlich, dass die Liga-Komission nicht schon lange auf den Antrag der anderen 11 NLA-Klubs eingegangen ist und Gottéron keine Heimspiele mehr vor Weihnachten zugesteht. Aber wir fressen auch das, die Spieler werden halt ab heute Abend für ungefähr 2 Wochen jeden Geruchssinn verloren haben, egal, Weihnachtsguetzi kann man auch so hinter die Kiemen schieben.

Die Ausgangslage für heute ist eigentlich klar: Wir müssen nach wie vor jeden Punkt fressen, den uns die Gegner hinlegen. Ohne wenn und aber. Wir stecken immer noch tief im Strichsumpf und können uns nicht viel erlauben. Trottelfon ist leicht besser dran, auch wenn ihre Formkurve nach unten zeigt wie ein Mümmel nach 6-fachem Geschlechtsverkehr innert 111 Sekunden. Vom Leader sind sie nun so stetig gegen untern durchgereicht worden, sie müssen ebenfalls aufpassen, um nicht in den Sog des Strichs zu kommen.

Hoffnung gibt es bei uns natürlich schon. Übermächtig sind die Hutzenbröhne schon gerade gar nicht, aber sie werden natürlich den Heimvorteil haben. Gut, das hat der EV Tram auch gedacht, bis wir sie laut Zeitungen "aus der Halle geprügelt" haben. Uha. Lachhaft eigentlich, aber die Presse halt. Zuversicht geben sicher die Rückkehrer, unser Kaderengpass wird sich etwas auflockern, der Schobä hat zur Ausnahme kein Bobo mehr, Verbalerotiker Rüefenacht wird ebenfalls wieder sein Gift spritzen kommen, dann ist auch noch Schwerweh wieder fit. Vor allem die beiden Stürmer müssen unbedingt Energie reinbringen. Die grosse Frage wird sein, wen man im Tor hinstellt und ob man überhaupt eine Wahl hat, noch ist die Lizenz von Stefan im Eck noch nicht freigegeben worden. Hoffen wir das Beste!

Wir haben jetzt eine etwas unberechenbarere Mischung als auch schon. Wir können auf Gschwelti setzten, der an einem guten Abend durchaus Big Saves zeigen kann, dann mit dem kline kline Finne hinten spielen und noch 3 ächzende Ausländerstürmer aufstellen - oder wir bringen den tschechischen Wunderhexer (uha), vorne dran den kline Finne, dann aber nur noch 2 Stürmer mit Unschweizerpass. Die Frage ist dann noch so: Wen lässt man draussen, Dirk König, Kornacker oder Berghelm? Keine Leichte Aufgabe für Lars Schmutzli Leuenberger. Aber eigentlich ist auch das egal, es muss einfach die beste Variante gewählt werden, und das weiss man leider immer erst hinterher.

Also, machen wir uns bereit für die zwei Bomber-Spiele, heute gegen die Riechenden, morgen gegen die Wichtigtuer aus Züzi, ich will 5 Punkte aus diesen zwei Spielen, ich will Weihnachten feiern ohne unter dem Strich zu liegen, ich will eine frohe und besinnliche Zeit, nicht eine gallenhochgorbsende Phase wo einem nicht mal mehr Aschennuttel und sein 3-nüssiger Prinz Freude macht, weil der eigene Verein gespielt hat wie eine Klobürste mit Zahnpasta drauf.

Auf gehts, wir müssen es krachen lassen, mit Hirn also nicht moranten, kaltblütig wie ein gefrorenes Poulet die Chancen verwerten und hinten dicht halten wie ein Schliessmuskel. Ein Hinweis noch: Wer verhindert ist, das Spiel zu gaffen, egal wo und wie, der kann über die Website http://www.hockeyfanradio.ch das Spiel radiomässig geil miterleben. Die Reporter gehen ab wie ein südamerikanisches Fieberzäpfchen, eine sehr gute Alternative für uns Süchtige!


Sonntag, 20. Dezember 2015

Furzkopf der Woche - Der HCD mit seinem deftigen Scherzen

Ja, das war jetzt mal ein Scherz, der dem HCD gehörig in die Hosen gesabbert ist. In der Weihnachtszeit ist es ja Tradition, dass die Bündner, gefüllt mit Rötheli und Holdrio, ein paar deftige Scherze durch den Darm winden. Aber dieses Jahr ging es nun sogar mir, dem gut erzogenen Gewissen der Eishockeyschweiz, ziemlich zu weit. Getrant als "Gute-Menschen-Aktion" haben sich die Bündner ganz derb lustig gemacht - auf Kosten anderer.

Man konnte es ihn den verschiedenen Zeitungen ja nachlesen. Die Aktion weckte viel Sympathien für den HCD, weil sie Flüchtlinge in ihr Eisstadion einluden (gute Mensch-Aktion). Prompt sammelten sich fast 1300 Leute auf dem Eisfeld. Allen wurden Schlittschuhe, Helme, Handschuhe und Stöcke verteilt (gute Mensch-Aktion). Die Flüchtlinge wussten zwar nicht ganz so recht wie ihnen geschah, aber sie warteten dann auf den Übungsleiter, ein Spieler der 1. Mannschaft (gute Mensch-Aktion). Das Licht ging aus, die Spannung stieg, der Speaker röhrte in seinem sympatischen Dialekt durch die Stadionanlage: "Und nun, begrüssen sie ihren Eishockey-Lehrer, den Samuel Guerra!! Applaus!!" Das Licht ging wieder an, und niemand, wirklich niemand war mehr auf dem Eis. Unverständlich? Klar doch, man muss nur in einem Lexikon nachschlagen, was Guerra bedeutet: "Guerra ist ein ursprünglich von einem Spitznamen abgeleiteter italienischer, spanischer und portugiesischer Familienname mit der Bedeutung KRIEG". Also HCD, das war jetzt echt nicht die ganz feine Note (böse Mensch-Aktion). Die Leute sind vor Krieg geflohen, und dann steht er vor ihnen! Hussderhung! Wieso da der Einzelrichter nicht einschreitet, ist mir ein Rätsel. Die armen Leute irren immer noch durch das Bündnerland und haben sich vom Schock noch nicht erholt.

Was sind die nächsten Aktionen? Japaner einladen und der Übungsleiter heisst A. Bombe? Oder Thailänder, die dann von Frau Tsu Nami gecoacht werden? Nein lieber HCD, da habt ihr ein Ei gelegt. Mit viel schwarzem Humor kann man auch solches verarbeiten, aber man muss dann schon eine gewisse Zeitspanne verstreichen lassen. Da nützt es auch nichts, dass man die verschreckten Leute nun an den Spengler-Cup als Ehrengäste eingeladen hat. Die kriegen die nächste Panik-Attacke wenn das unsägliche "Hallihalliho"- Gedudle aus den Boxen dröhnt. Ebenso wird der Plan scheitern, dass Arno ihnen das Missverständnis auf Englisch erklären soll, da sie dann zu weinen beginnen.

Unser Schweizer Fernsehen hat übrigens auf diesen doofen Scherz bereits reagiert, aus Protest reist das Studio Lutschenbach nur mit 31 anstatt 32 Kameras an, zusätzlich wurde 1 Hotelzimmer (von insgesamt 230) annuliert und man ist bei SRF gewillt, diese 300 Stutz nicht zu zahlen. Stark!








Samstag, 19. Dezember 2015

Eilmeldung: Neuer Torhüter für unsere Saububen

Ja, der SCB mag mich irgendwie nicht mehr so. Immer wenn ich gepflegt einen tollen Kater ausliege und ich meine Ferien in Angriff nehmen will, kommt aber mit Garantie irgend eine Transfermeldung, wo ich dann doch wieder meine Griffel zücken muss, um die News zu verbreiten. Aber das ist halt mein Job. Ich beklag mich ja nicht. Ich bin nur etwas muffelig, aber das wegen der Kegelbahn im Kopf. Also, auf gehts.

Wir haben einen neuen Torhüter geboren. Nicht vulvamässig, sondern transfermässig. Neu und per sofort stösst der Tscheche Jakub Stepanek in unser Team, wo er den hornhautigen Bührer ersetzten soll. Das heisst jetzt nicht, das Gschwelti nie mehr spielt, aber Gschwelti alleine wäre wohl am Rande des Zusammenbruchs wenn er alle restlichen Qualipartien durchziehen müsste. Und wer weiss, vielleicht bringt der Stepanek ja eine enorme Fangquote in unsere Bude. Er muss sich sicher an unsere Abwehr gewöhnen, desshalb hat man ihn schon jetzt eingeflogen, bis Dienstag hat er dann fertig geweint ab den ihm gezeigten Videos mit 132'212 Abwehrfehlern in dieser Saison. Aber egal, ich bin gespannt auf ihn.

Seine Karriere begann in Tschechien, schlussendlich wechselte er in die KHL, ihr wisst schon, die Liga wo Du keinen Namen aussprechen kannst, weil Traktoskdlieosiwpsoisn gegen Krosleutroweurow spielt. Ganz kurz umrissen würde ich seine Karriere so umschreiben: Er hatte sensationelle Saisons, musste aber auch beissen und konnte sich ein paar mal nicht durchsetzten gegen seinen Konkurrenten. Er hat auch für die Tschechen an der WM gespielt, dort auch einen Shutout holte, aha aha, gut, gegen Dänemark, naja, egal. Immerhin hat er 2010 auch die Goldmedaile an der WM geholt, weil er im Kader war, er war auch mal Rookie des Jahres, alledings ist das schon eine Weile her.

Vom Stil her ist er nichts neumodisches wie all die unsäglichen Bötterflei-Eseffen bei der Konkurrenz. Nein, passend zu unserem Vorkriegshockey haben wir eher einen Goalie der alten Schule. Er bleibt viel länger stehen als die Schonerspreizer, ist sehr beweglich und vertraut seinen starken Reflexen. Aber viel wichtiger ist: Er trägt eine moderne Maske! YES!

Wie immer, wenn der SCB neue Ausländer holt, wohnt er bis Weihnachten bei mir, ihr seht den Beweis anhand der tollen Autgrammkarte die ich geschenkt gerkriegt habe. Ich habe ihm bereits einen Crash-Kurs "SC Bern" gegeben, er kennt unsere Klubgeschichte auswendig, inklusive sämtlicher je lizenzierter Spieler die seit 1931 für uns gespielt haben. Wenn ihr ihn seht, könnt ihr ihn ruhig abfragen, er brennt darauf, sein Wissen zu zeigen. Und gleich danach sein Können auf dem Eis!

HEX MAL AB, JUNGE, STEPANEK IST WIE STEPHAN, NUR HÄLT ER AUCH DIE IM ECK!

Freitag, 18. Dezember 2015

Die grosse Hardboiled SCB-Weihnachtsgeschichte - nur für Euch

Ja liebe Freunde des herrlich schlechten Geschmacks, liebe Hardboiled SCB-Fanatiker oder solche die es noch werden wollen. Die schönste und besinnlichste Zeit der Welt steht bevor: Der Spengler-Cup. Uha uha uha. Nein, im Ernst, die Weihnachten naht im Sauseschritt, ich weiss, wir haben noch eine Doppelrunde vorher, aber da werde ich cool abalken und bin dann an den Feiertagen wohl auch immer etwas breit, also schreibe ich doch meine süsse Weihnachtsgeschichte bereits heute in das einzig wahre Hockey-Book der Welt. Ich wünsche Euch, wenn man sich denn nicht mehr sieht oder liest, eine schöne Weihnachten, geniesst die Tage ausser Eure Frau hat die Tage, uha uha uha, alle Wünsche sollen in Erfüllung gehen, nicht aber wenn Euch jemand etwas Schlechtes wünscht. War das jetzt nicht zuckersüss von mir? Hier nun die Geschichte, wer sie verfilmen will kann mir dann ein Video davon senden:

Ein kleines, herziges, wonneproppiges, niedliches, süsses, herzerweichendes, schuckeliges Mädchen lief an Heiligabend alleine durch den Wald. Das Kind war so schön, das der ganze Wald zu leuchten begann. Klar waren es Ultras die Pyro zündeten, aber das tönt nicht so romantisch. Das Kind hüpfte fröhlich weiter, doch dann – im Film käme jetzt so zirpende Geigenmusik um die Spannung noch mehr zu erhöhen – steht das Kind plötzlich vor einem schrecklich dunklen und unheimlich wirkenden Wald. Sofort stocken seine Schritte. Die pure Angst steht ihm ins Gesicht geschrieben. „Da soll ich durch? Das schaff ich nicht!“.

-WUSCH- Da erscheint ein hässlicher Troll mit Warzen in den Nasenlöchern. „Hallo holdes Kind, ich bin Josh Holden“ sprach der Troll. „Hallo Holden“ sagte das Kind, „ich sollte durch diesen furchtbaren Wald, habe aber Angst“ fuhr sie fort. „Das ist klar“ sprach Holden, „das ist der berüchtigte Ilfis-Wald, hier leben furchtbar verknorpelte Knechte, die Dir eine Mistgabel ins Herz stossen wollen“. Dem Kind schossen die Tränen in die Augen. So gerne wäre es Schweizer Nationaltrainer geworden, und nun das. „Du brauchst einen Beschützer durch diesen Wald, Du hast 5 Minuten Zeit, Dir einen  auszuwählen“ sagte der Troll. „Wählst Du den richtigen Mann, dann schaffst Du es!“.

Das Kind wollte gerade einen Namen sagen, da  -WUSCH- erschien die Elfe Pinkhair. „Oh“ sagte das Kind, „das ist doch die liebliche Fribourg-Fanatikerin Pinkhair! Aber warum sagen ihr alle Pinkhair, sie hat ja eine Glatze?“ fragte das Kind. „Weil sie nackt den Handstand macht, liebes Kind“. Copin_Christen applaudierte im Hintergrund.  Das Kind nannte nun seinen ersten Namen: „Ich möchte, das Lars Leuenberger mich beschützt!“. „Liebes Kind“, sagte der Troll, „nein jetzt mal im Ernst, sag einen Namen“. Das Kind überlegte weiter, bis es freudig rief „Ich habs, ich nehme den Justin Krueger“. Der Troll war nun leicht verärgert. „Ach Kindchen, ich bitte Dich, der kann Dich nicht beschützen, weil ihn sogar Hasen und Mäuse angreifen wegen seinen Blumenkohl-Haaren“.

Das Kind wirkte immer ratloser, die Zeit lief ihm davon. „Dann nehme ich Johann mit seinem dicken Morant“. „Das ist keine gute Wahl“ musste der Troll Holden erneut einwenden. „Zwar würde er Dich beschützen, da er aber wie üblich rot sehen würde, haut er wohl auch noch Dir gehörig aufs Maul“. Das Kind verzweifelte fast. „Marc Lüthi!“. „Der flucht zuviel“. „Tuni!“. „Der ist nicht nüchtern“.  Die Zeit begann zu ticken, nur noch Sekunden blieben übrig. Das Kind schrie mit der letzten Sekunde „Arno del Curto“ – WUSCH – und Arno stand neben ihr, im Lamapulli.

Der Troll verschwand und das Kind lief mit Arno in den hässlichen Ilfis-Wald. Nach ein paar Metern waren die Zombie-Knechte bereits da und formierten sich zum Angriff. Arno legte seinen Kiff beiseite und fragte das Kind: „Warum hast Du mich gewählt? Ich bin nicht gut im Zombie-Klatschen, ebenso habe ich nie „Woking Ded“ gesehen!“. Das Kind meinte: „Egal Arno, es gibt nur eine Waffe, bitte bitte bitte bitte rede Englisch, das vertreibt sogar Filzläuse aus Büffelmösen“. Arno schaut nun sehr beledigt. „Whot de föck off ju tould mi hiere, äi pei dudausend Böcks for ä winn“.

-WUSCH- Der Wald war weg, dahinter tanzten Plüschbären auf Wattewolken und sangen „Ein bisschen Frieden“ und das Mädchen konnte sogar noch der Grätsche vom Troll Holden ausweichen.


Wer bei  dieser Weihnachtsgeschichte nicht weinen musste, ist sehr hartherzig. Ich musste schon beim Schreiben schniefen wie ein altes Ross. Druckt sie aus, lest sie unter dem Baum vor, feiert Weihnachten mit Hardboiled SCB! Aber, das ist jetzt ganz wichtig: Ja nicht Kevin zeigen!   



 

Dienstag, 15. Dezember 2015

Das ultimative Hardboiled SCB-Wörterbuch für die Weihnachtszeit

Ja, es dringend nötig, dass wir auf die heilige Zeit unser Vokabular sanft erweitern. Gerade zur Weihnachtszeit, wo die Freizeit bei allen Leuten sehr knapp bemessen ist, sind klare und vereinfachte Sätze oftmals viel Wert. Weil man Zeit spart, weil man so mehr saufen kann und weil man mit der  Zeit gehen muss.  Ihr kriegt immer ein Beispiel in Altdeutsch und darunter die Übersetzung ins Neudeutsche. Viel Spass beim Lernen, am 01.01.2016 um 04.53 werde ich eine Probe machen! Wer durchfällt hat Durchfall!

Altdeutsch: Huch, ich habe total wirr eingekauft und merke jetzt, dass die Beilage gar nicht zum Fleisch passt, und der ausländische Wein ist alt und hat Zapfen.
Neudeutsch: Ich habe gesvenlet.

Altdeutsch:  Mein Gott, gestern war ich wohl vom Glühwein voll, ich habe geredet, geleiert, gelallt, ich glaube, dass mir gar niemand zugehört hat weil ich so viel Müll rausgelassen habe.
Neudeutsch: Ich habe gezauggelt.

Altdeutsch: Ich bin in einer sehr sentimentalen Phase, oft muss ich schon weinen wenn eine Schneeflocke schmilzt oder ein Legostein vom Tisch fällt.
Neudeutsch: Ich muss kevinlen.

Altdeutsch: Uha, diese Schmerzen, das halte ich kaum mehr aus, der Nagel vom kleinen Zeh ist leicht abgebrochen, es brennt, ich gehe in die Klinik, ich kann sicher 3 Monate nicht mehr arbeiten.
Neudeutsch: ich schobäle.

Altdeutsch: Meine Mutter sieht lustigerweise aus wie meine Schwester, obschon mein Bruder darauf besteht, dass ich ihm „Vater“ sage.
Neudeutsch: Mein Heimatort ist Ambri.

Altdeutsch: Ich hatte noch die in meinem Leben Halsweh.
Neudeutsch: ich conzle.

Altdeutsch: Masturbieren ist nicht schädlich, doof ist es, wenn einem dauernd die Mutter dabei erwischt.
Neudeutsch: Ich wicke.

Altdeutsch: Huch, jetzt treffe ich nicht mal aus 2 cm den Papierkorb, ich habe daneben gezielt.
Neudeutsch: Ich cebele.

Altdeutsch: Meine neue Schleefrisur sieht auch besoffen gut aus.
Neudeutsch: Ich lugagle.

Altdeutsch:  Welche Sau war auf der Toilette? Alles veschissen und nicht gespült, widerlich!
Neudeutsch: Es morantet auf dem Johann.

Altdeutsch: Weil meine Wohnung feucht ist, habe ich mich erkältet und habe 36.1 Fieber und muss sicher bald operiert werden.
Neudeutsch: ich schüschule.

Altdeutsch: Oft kriege ich Telefone von Leuten, die nicht meine Sprache sprechen, ich hänge immer sofort auf.
Neudeutsch: Ich schatläne

Altdeutsch: Ich laufe oft mit verbundenen Augen durch die Welt, nerve alle Leute weil ich nichts sehe und dazu noch einen unhuren wichtigen Gring mache.
Neudeutsch: ich schirile.

Altdeutsch: Heute Abend darf ich, wenn ich mein rohes Fleisch aufgegessen habe, sicher wieder kurz aus dem Keller, damit ich meiner Frau eine Blutgrätsche verpassen kann.
Neudeutsch: Ich holdene.

Altdeutsch:  Ich habe gestern irrtümlich meine Frau in den Stall gestellt da sie frappante Ähnlichkeit mit der Zuchtkuh Elvira hat.
Neudeutsch: Ho-Ho-Hopp Langnau.

Die hohe Schule der neuen Sprache liegt dann natürlich im Kombinieren der neu gelernten Sachen. Hier ein perfektes Beispiel:

Altdeutsch: Nun mach mal keinen Hals, es ist eklig wenn Kot am Boden liegt, wegen dem brauchst Du aber nicht so zu kreischen, oder ist Dir schwarz vor Augen? Grosser Gott!
Neudeutsch: Conz, wegen Morant nicht dubélen,  oder ngoyst Du?  Lüthi!


Krass, wie man da Zeit sparen kann. Selbstverständlich ist dieses Wörterbuch beliebig erweiterbar, falls ihr Ideen habt, schreibt sie als Comment darunter. Der beste Kommentar mit den meisten Lecks kriegt einen gebrauchten Zahnstocher von der Dogge Schredder. Holen müsstest Du ihn allerdings selber. Er ist meistens zu Mittag in der Pizzeria „Stronzkazzo“ von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Montag, 14. Dezember 2015

Das grosse SCB-Weihnachtskrippenspiel

Der SC Bern geht neue Wege! Auf Grund der schlechten Tabellensituation und dem wachsenden Unmut der treuen zahlenden Zuschauer, hat sich der SCB entschieden, am 25.12.2015 ein Krippenspiel mit toller Besetzung aufzuführen. Der Austragungsort ist die Kathedrale Allmend zu Bern, die Vorführung startet exakt um 21.21 Uhr.

Wie immer hat der SCB keine Kosten und Mühe gescheut, um dieses Krippenspiel zu organisieren. Nur die besten Schauspieler fanden Unterschlupf in diese oscarverdächtige Produktion. Für SCB-Abo-Inhaber kostet die Vorstellung nur sFr. 111.-, Leute ohne Abonnement haben Gratiseintritt!

Hier das genaue Programm:

Türöffnung: 05.00 Uhr

Verpflegung: Glühwein (aus organisatorischen Gründen ist der Ausschank am Bahnhof Bern, es fahren aber Pendelbusse)

Bühne: 60 x 30 Meter

Lichtshow: 2 Glühbirnen und 1 Feuer vor der Krippe

Melodie wenn Maria gebärt: Final Countdown (Europe)

Besetzungsliste: Leere Krippe mit etwas Stroh drin. 

Leider werden wir auch hier von Verletzungen nicht verschont.

Abwesend: Josef (Rippenbruch), Maria (Menstruationsbeschwerden), Jesuskind (Endzündung an der Nabelschnur), Esel (Bauchfellzerrung), König 1 (Hirnerschütterung), König 2 (gesperrt), König 3 (Schienbeinhalskopfbruch), Römischer Soldat 1 (Hirnerschütterung), Römischer Soldat 2 (Nasenbluten), Schafherde (vom Wolf gefressen), 1 Hauskatze (verpennt),  Simon Moses (Training SCB),  Weihnachtsstern (Verlust Leuchtkraft), König Herodes (Handbruch).

Das heisst auf gut Deutsch, dass einfach eine Krippe mit Stroh auf der Bühne steht.

Der SCB wäre aber nicht der SCB, wenn nicht fieberhaft nach Ersatzdarstellern suchen würden. So verhandeln wir im Moment mit Julian Sprunger als Maria-Ersatz, ebenso konnten Verhandlungen mit Johann Morant aufgenommen werden, der als Komparse die Eselscheisse darstellen soll.

Nach diesem Theater machst Du an einem Spiel nie mehr Theater! #bärnbockt

Sonntag, 13. Dezember 2015

Furzkopf der Woche - Der Hammerverstecker

Ja, dieser Unmensch muss man wählen. Scheinbar wurde unser Hammer über Jahre in einem geheimen Versteck gehalten. Per Zufall hat man ihn gestern gefunden und mir ein wohliges Gefühl gegeben. Endlich endlich war es vom Körperspiel her ein SCB, den ich sehen will. Wir waren hart, kompromisslos und zu allem bereit. Spielerisch noch lange nicht, in der Defensive schon grad gar nicht, aber über das haben wir uns ja schon x mal geäussert. Dass wir aber seit Jahren immer mehr zum Milchkafi des Eishockeys wurden, war in dieser Saison brutal sichtbar geworden. Wenn weibliche Mannschaften wie Lugano, Kloten oder eben Zug härter und böser waren, traf das den SCB-Fan tief ins Herz.

Ich konnte gestern als angesäuselter Schreiberling so richtig die Sau raus lassen. Oh, ich sage Euch, es hat so gut getan, das Adrenalin peitschte noch heute morgen durch meine elganten und noblen Adern. Endlich konnte ich wieder antoben wie in ganz alten Zeiten. Das geht aber nur, wenn eben auf dem Eis die Emotionen am Kochen sind. Wie soll man leicht agressiv schreiben, wenn man Spiele wie gegen Lausanne sieht, wo nach 3 Minuten die ersten Organe eingeschlafen sind und die härteste Aktion ein Misstritt vom Eismaschinenmann ist? So wie gestern machts Spass und nicht anders. Das war für mich die Intensität, die als GRUNDSTUFE in jedem Spiel sein muss. Wenn ich mir vorstelle, das voher unsere Peacemaker so zu einem den Goalie bedrängenden Spieler gingen: "Hallo, jo, also, hm, unser Spielerrat hat vorhin gerade diskutiert, wir finden also, dass das sozial nicht ganz gerecht ist, wenn Du unserem Goalie den Puck noch wegnehmen willst, jo, wir überlegen uns also, dich anzuzeigen".  Und gestern: AUFS MAUL, FADENGERADE.

Herzig war ja auch, dass man mit dieser Härte gewissen Klub ohne Probleme zeigen kann, was sie sind: Schwalbenmädchen, man nehme sich nur die geistige Blindschleiche Blaser als Beispiel. Wenn sie in Bedrängnis kommen, wollen sie mit dem Monster Morant dich verletzten kommen. Morant, der von einem Scheissmeister heute als "taktisch wunderbar geschulten gut spielenden Verteidiger" beschrieben wird. Eine Amöbe auf Kufen wird vom Scheissmeister gelobt, das bedeutet nichts anderes, das wir den hochgelobten EVZ und seine Pressejünger erschüttert haben. Gleiches bei der Schlägerei Morant vs Berghelm, genau in dem Moment wo man mit einer Einzelblid-Analyse zählen geht, ob denn das Buebli aus Zug ein Trefferchen mehr angebracht hat und ihn noch zittieren lässt, er sei der Sieger ... alles Zeichen von tiefer Betroffenheit. Fakt ist: Ausgeglichene Schlägerei, beide standen, kriegten und teilten aus, am Schluss war Berghelm oben und hätte dem Schleimschiss das Gesicht zu Hackfleisch bomben können. Hat er aber nicht, weil Morant sonst ausgesehen hätte wie die lebende Männersauna Kreis an der Bande.

Für uns gilt es jetzt, den Hammervestecker sofort zu entlassen, leider weiss niemand genau, wer das überhaupt war. Spielen wir mit Emotionen, sind wir hart, sind wir unnachgiebig, dann fressen wir die eine oder andere Strafe, aber das Team kocht, die Fans kochen und das tut unserem Spiel einfach nur gut. Denn rein spielerisch sind wir noch gar nirgends, da brauchts noch viel Training und System, aber wir müssen mit dem leben, was wir haben. Im Moment können wir nur so wie gestern in ein Spiel kommen. Einzig die unsäglichen Strafen wegen Reklamieren müssen abgestellt weden, vor allem der Kornacker mit seiner kurz vor Schluss, das war unsäglich und müsste vom Klub bestraft werden, intern, vielleicht 1 Woche lang ein Passfoto von Morant im Portemonnaie haben oder so.

Also, nun die Knochen pflegen, die Verletzten mit meinem Orakel gesunden lassen und dann das hart emotionale Gaspedal vor Weihnachten noch so richtig durchdrücken!

Samstag, 12. Dezember 2015

12.12.2015 EV Zug - SC Bern 5:6

Tontaubenschiessen für Hodenhaare. Leckorgie für Kaktusse. Beschneidung für Ohrlappen. Das sind spontane Phrasen, die mir nach diesem denkwürdigen Abend durch mein angealktes Nebenhirn rattern. Dann zum Positiven: Endlich endlich endlich waren wir MÄNNER heute Abend. RICHTIGE Männer. Ab und zu etwas zu heissblütig, aber ist mir scheissegal, wir haben der Schwuchtel Blaser die Lippe blutig geschlagen, wir haben auf die Zuger Provokationen immer eine Antwort gehabt, wir haben ein unsägliches Ref-Scheissebrei-Quartett überstanden, die doch tatsächlich 30 Sekunden vor Schluss 2 Berner rausstellen für nix und widernix. Dann wäre sicher noch negative Punkte wie "in Vorsprung spielen wir dann plötzlich wie Arschhaare von Lars" oder "wenn wir doofe Tore schiessen sind wir nett und kriegen auch doofe Tore". Aber wisst ihr was? Es ist mir scheissepupsgagelseppdeppwurstfurz egal, diese 3 Punkte sind unheimlich wichtig, weil wir ein sogenanntes Spitzenteam in deren Stadion zum Drogennuttenlutschen degradiert haben. YES BOYS! Warum dann nur diese emotionslosen sacksaugenden Drecksspiele gegen die Tiger, Lasagne und Ambriotten? Egal. Von den Emotionen her MUSS das unser Standard werden, ab sofort, wenn einer den Max macht dann einfach Faust aufs Maul.

Also, das erste Drittel machte mir mal kurz Angst, kaum war angespielt, lutschten wir schon wieder an einem Rückstand rum. Doch, was für ein Wunder, wir glichen den Scheiss durch Bodenmannskorergott gleich wieder aus. Und die Geschichte sollte uns einen weiteren Orgasmus in die Motze rotzen, Plüsch Ferdu traf aus unmöglichem Winkel zur Führung. Jubel Trubel und Lutz saufen, in Zug gehört das zum Standard, ich hoffte insgeheim dass die Spiess-Fucklin mir Tropfen in den Drink geschüttet hätte, liebe Jolanda: Ich würde Dich NICHT ANZEIGEN! Versprochen! Uha uha uha. Aber eben, weil der Schiri dann zum ersten Mal leicht Amok lief, mussten wir den Ausgleich noch runterdrücken, Blum war zu provoziert ab den 3 Schwalben von Blaser, der übrigens so heisst, weil er in der Männersauna ... aber lassen wir das. Höhepunkt war dann die Schlussphase, der Kornacker geriet ins Visier der Amokläufer, wurde mehrmals attackiert, Harold Kreis, von Beruf Sympathisant von Assad, schickte dann noch seinen hirnamputierten Kirmesboxer Morant aufs Eis, ein Typ der mit einem toten Esel zusammenlebt und ihn noch regelmässig mit Freude begattet. Geil unsere Reaktion darauf, der eher schmächtige Kornacker wurde von Berghelm aus dem Visier gezogen. Berghelm salbte der Mixtur aus Viagra und Ebola souverän einen auf die Fresse, der Morant wollte dann den finalen Zweikampf, ein offener Schlagabtausch, Morant mit leichten Vorteilen, aber schlussendlich legte der Berghelm ihn auf den Rücken als wäre der Morant eine arschgefickte Sau. Was er ja auch ist. Aber egal, 2:2 nach 20 Minuten, und mehr Emotionen als in den letzten 25 Spielen zusammen. Wir aber mit dem Verlust von Bergehlm, der zwar in der letzten Zeit spielt wie Schlechtonnen, aber immer noch 3 Klassen besser als der Halbfranzose Morant.

Aber ich hatte etwas Angst, dass wir unser Pulver schon verschossen hatten. Wir kennen es ja. Doch nix, da, es war Dirk König, der uns erneut in Führung schoss, die allerdings ungefähr so lange anhielt, wie der Ramholt seine Alte begattet. 3 Sekunden. Uha. Und wieder ging es ab wie die Sau, aber ich war glücklich das wir nicht ablutschten, sondern munter dagegenhielten. Der Bodenmannskorergott  schoss uns dann erneut in Führung, wie habe ich gejubelt, unsäglich wie die Zuger keinen Humor haben, ein bisschen kochendens Lutz im Äcken haben wirklich noch keiner Sau geschadet, also! Nehmt euch mal zusammen ihr PelztiermörderVIPlogensaupack! Hier kommt Tuni der alte Bastard, also Schnauze tief halten! Und wie habe ich getobt als erneut Bodenmannskorergott uns mit seinem dritten Ofen (Roy machte die Arbeit, Bodenmann lenkte unbewusst ab) uns fast in ungeahnte Führungsdimensionen schoss. 3:5 und YESSSSS, aber es blieben noch heisse 20 Minuten übrig.

Die begannen sehr sehr schlecht, denn die Zucker aus Zug mit dem Tram im Scham schossen sehr schnell den Anschluss, ich zitterte massiv, weil wir urplötzlich nicht mehr Hockey spielten, sondern das Resultat halten wolten. Unsäglich, nun ging das Zittern von Sekunde zu Sekunde gröber los, aber wir hatten ja heute Abend den Bodenmannskorergott, mit seinem 4. Treffer knallte er uns mit 6:4 in Führung. Am Tag der offenen Besoffenen war es allerdings klar, dass auch hier der Anschluss der Tramfahrer kommen würde, was dann auch 8 Minuten vor Schuss passierte. Nun zitterte nicht nur mein Schniedel, nein, auch mein Sack, es folgten brutale Minuten, dann sogar noch eine doppelte Unterzahl 30 Sekunden vor Schluss wegen "gar nix", das war hart, das war sehr hart, aber wir waren heute härter.. Sieg, 3 ganz ganz ganz ganz ganz ganz wichtige Punkte!

Also, die Zusammenfassung: Zug hat uns lange Zeit nicht für ganz voll genommen, ein Fehler halt, mir aber egal, wir können wie Männer spielen, sehr imponierend heute, und das für mich ganz grosse Fazit: Ich weiss nicht, wer heute gepfiffen hat, ich will es auch gar nicht wissen nur soviel: Leckt Rinderdärme, fickt ein Astloch, blast Harold Kreis, aber pfeift bitte niemehr ein Spiel von uns. Ihr seit nicht mal Würste, ihr seit die vermoderte Darmhülle der Wurst, ihr Nulpen! Und noch ein Rat an Morant, den Möchtegern-Totschläger: lass Dich abtreiben, Du Scheissloser. Nicht mal Sperma würde dich ficken Du Bastard. Leck eine Eizelle von einem Heugümper Du Pisser. Und lerne mal boxen Du Mädchen-Unterhose. Und: Falls ich Torschützen und Torfolge verwechselt habe: denkt daran, ich bin batschchlatsch, aber ist egal, 3 Punkte und BASTA!

Freitag, 11. Dezember 2015

11.12.2015 SC Bern - HC Ambri Piotta 3:5

Heute habe ich mir während dem Spiel überlegt, ob es denn nicht eine Sportart gibt, wo wir gut aussehen würden. Denn im Eishockey gehts definitiv nicht. Also kam ich auf wunderbare Ideen. Dressurreiten? Nein, denn sogar dort gibt es mehr Körpereinsatz wenn das Hotti auf den Boden scheisst und irgendein Mümmel mit der Schaufel die Böller wegputzen muss. Synchronschwimmen? Hm, nicht schlecht, aber wahrscheinlich würden wir unsere Kür mit Schwimmreifen absolvieren, was dramatische Punktabzüge gäbe. Schach? Nein, denn wir würden uns selber Schachmatt setzten. Wir müssen wohl oder übel beim Eishockey bleiben. Leider. Gegurkt haben wir heute wie eine Tüte Popcorn ohne Salz, konnten aber trotzdem in Führung gehen, drückten sogar auf den 2-Tore-Vorsprung, um dann in 4 Blackout-Minuten das ganze Spiel zu versemmeln. Die gefühlte 32. Heimniederlage im 15. Heimspiel. Für mich sind wir bankrott, tun aber immer noch so als ob wir mit den 12 Rappen im Portemonnaie die ganze Erde ernähren können. Kampf ja, Zweikampf eher nicht, harte Checks schon gerade gar nicht, spielerisch Akzente setzten ist im Moment absolut unmöglich. Oder ganz kurz gefasst: Ich habe ein grauenhaftes Spiel gesehen mit einem Team, das mich ziemlich an einen Absteiger erinnert. 

Das erste Drittel war fast eine Kopie des Debakels gegen die Lasagne-Brüder. Wir spielten artig mit, konnten kaum einen Pass sauber spielen geschweige denn annehmen ... aber nicht weil Ambri so dicht deckte, sondern weil wir im Passspiel auf NLB-Niveau sind. Sorry, aber das ist nichts als die reine Wahrheit, desshalb auch die Zittersiege im Cup gegen NLB-Vertreter. Wir spielten uns genau eine Torchance heraus, die Kornacker aber mit einer 3-minütigen Wartefrist vor dem Schuss quasi selber in den Arsch löffelte. Ambri wartete auf unsere Fehler, um dann mit einem Konter in Führung zu gehen. Achtung jetzt: ein Stürmer hatte eine gute Schussposition und zog herrlich in den Angel ab. Monatelang nicht mehr gesehen bei uns. Aber egal. Die Leckentiner checkten unangenehm vor, unsere Bimssteine in der Abwehr waren ab den 2 oder 3 Gegner so überfordert, dass die Angriffsauslösung einem russischen Roulette für Eichelkranzpinguine glich. Unsägliche Spielzüge, technische Mängel, Missverständnisse, wie lange wollen wir die stetigen Rückschritte noch beklatschen? So geht es defintiv nicht mehr weiter.

Die Pause muss wohl etwas laut geworden sein. Nicht weil Lars geschumpfen hat, sondern weil er 3 mal erniessen musste. Aber immerhin schüttelten die Spieler kurz den Rotz aus ihrem Votz. Kornacker staubte ab, kurz darauf kam mein persönlicher Hammer: Die Jungen spielten sich durch und erziehlten mit dem schönsten SCB-Angriff seit 4 Monaten das 2:1. Brüllermüller passte auf den blutjungen Hirschhierher und der junge Bube knallte uns in Front. Und nun oha, wir schepperten sogar leicht in Richtung 2-Tore-Führung, ein paar mal fehlte gar nicht mal viel. Bis dann eben unser persönliches schwarzes Loch in den Tiefschützen Einzug hielt. In 210 Sekunden kriegten wir 3 Semmeln in unseren Brotkorb, aus der schönen Führung war ein knallharter Rückstand geworden.

Im letzten Drittel folgte dann das bekannte "wir laufen nun wie die Sau an, wissen aber gar nicht warum, und überhaupt, und ich mach noch einen Trick für die Tribüne, ach was soll ich schiessen wenn doch Ramseier Fredu an der blauen Linie noch die Nase putzt". Oder kurz: fast alles verlorene Liebesmüh. Modenbann konnten noch den Anschluss schaffen, Kornacker konnte noch den Ausgelich vergeigen, aber das war es dann auch. Den Müllofen auf das leere Tor der Ambrioten kommentiere ich mal nicht.

Also, eine weitere ungenügende Leistung. Sicher, wir ziehen im Moment der Pechmarie auch gehörig an der Arschbacke, aber trotzdem. Wie kann man in 60 Minuten keinen vernünftigen Check ansetzten? Sich fast emotionslos von den spielerisch sehr bescheidenen Leventinern abschiessen lassen? Wie gross ist die Verunsicherung in diesem Team (ungefähr so gross wie die Sonne wenn sie in 4 Milliarden Jahren aufbläht wie ein Kuhranzen nach Knoblauchwasser saufen)? Kann man dem Team nicht helfen? Was trainieren die genau? Hört dem Trainer noch jemand zu? Fragen über Fragen, Fakt ist für mich, dass wir schnurgerade in die Playouts rasen. Klar kommen die Verletzten bald zurück, aber wir haben, sind wir ehrlich, schon damals gespielt wie eine furzende Dampfhodennutte. Aber, das stimmt mich glücklich, morgen wartet mit dem EV Tram ja eine absolute Nulpentruppe, ich überzeugt dass wir nicht mehr als 21 Tore kriegen werden. Alles Kacke, wirklich alles im Moment.

Neulich, an einer Krisensitzung beim SC Bern

Ja, die Zeichen stehen bei uns doch etwas auf Sturm. Die Verletzten sind das eine, dann noch eine Sperre gegen den Gegerbten, wie er etwas dafür kann wenn dem Daniel sein Sohn kniend in einen Zweikampf geht. Das war ein absolut unbeabsichtigter Apfeltreffer, Gopfertamminomau.

Aber, und das ist das Wichtige, der Führung ist die momentane Situation alles andere als egal. Weil mir unheimlich langweilig ist bis heute Abend 19:45 Uhr, veröffentliche ich ein weiteres geheimes Protokoll. Wenn ihr das gelesen habt, schaut ihr garantiert positiver in die Zukunft!  Bern bewegt!  WAS SNOWDEN KANN; KANN ICH SCHON LANGE!

Medium: Geheime Abhörwanze im Aschenbecher neben dem Longdrink-Glas
.
Ort: Büro des CEO, 09:00 Uhr.

Teilnehmer: CEO Lüthi, Sportchef Chatelain, Trainer Leuenberger, Assistent Bayer.

Lüthi: ICH BIN SCHWEINESAUER IHR PFEIFEN! WO VERDAMMT IST UNSER TRAINER? ES IST 09.00 UHR! WENN SCHON PLAYOUTS DANN WENIGSTENS PÜNKTLICH IN DIE PLAYOUTS!

Chatelain: (deutet auf einen Stuhl) Hier, er ist doch hier!

Lüthi: Wo?

Chatelain: (holt ein Sitzkissen) So, nun sehen wir den Lars.

Leuenberger: Guten Mor-

Lüthi: SCHNAUZE! UND WER IST DAS? (deutet auf Marco Bayer, Assistent)

Bayer: Ich bin Bayer.

Lüthi: München?

Bayer: Wie bitte?

Lüthi: BAYERN MÜNCHEN? GOPFERTRAMMINOMAU! ODER BAYER LEVERKUSEN?

Bayer: (verlässt kevinend den Raum)

Lüthi: Also meine Herren, wir spielen unattraktives Hockey ohne Ende, bereits will ein Sponsor bei uns aussteigen. Nicht schlimm, der Sponsor ist nicht in der Gold- oder Silber-Klasse, er gehört zu der sogenannten Kaulquappen/Darm-Klasse. Aber egal! JEDER RAPPEN ZÄHLT GOPFERTAMMINOMAU! Wie können wir wieder attraktiver werden? Alex?

Chatelain: Wir können attraktivere Spieler holen, richtig schöne Männer, attraktiv ohne Ende.

Lüthi: An wen denkst Du?

Chatelain: Sprunger!

Lüthi: SPRUNGER?? EIN YETI DER NICHT WEISS WO SEIN RASSIERAPPARAT STEHT?

Chatelain: Chiesa?

Lüthi: Alex, es reicht!

Leuenberger: Also ich würde –

Lüthi: SCHNAUZE! Alex, ich will, dass Du alle Grobmotoriker und Fehlschiesser aus unserer Kaderliste für die Saison 2016/17 streichst. So haben wir einen Überblick, welche Transfers wir machen müssen.

Chatelain: Ich habe die Liste bereits gemacht, Scheff!

Lüthi: (nimmt das Papier) Da steht ja nur Genoni drauf …?

Chatelain: Jo.

Leuenberger: Jo. Mein Bruder hat ges -

Lüthi: SCHNAUZE. Wir haben doch nicht die Kohle um 22 Spieler zu holen!?!

Chatelain: Wart es ab, Marc. Ich habe in der Fundgrube ein Inserat geschaltet, vielleicht verdienen wir ja noch was an den Abgängen.

Leuenberger: Gute Idee. Ich kaufe fast alles in der Fund-

Lüthi: SCHNAUZE. Gibt es denn Interessenten, Alex?

Chatelain: Ja, Chiffre 2311 hat sich interessiert gezeigt, ein L.L. aus B.

Leuenberger: (klatscht) Jaaa, das bin ich!


Lüthi: (legt Kopf resignierend aufs Pult) Gopfertramminomau.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Die Verletzungshexe umnieten

Es reicht defintiv mit den kranken und verletzten Buben. Wie eine Seuche schleppen sich die Verletzungen durch unser attraktives Team. Nach einem harten Zweikampf bleibt meistens unser Spieler liegen, während der andere Sürmel einfach weiterfährt und noch doof grinst.

Doch damit ist nun ein für alle mal Schluss. Die legendären, voll himmelblauer Magie bestückten Hardboiled SCB-Orakel haben uns schon oft vor schlimmen Sachen bewahrt. Jetzt, genau jetzt, ist die Zeit, um gegen diese Pechsträhne anzukämpfen.

Ich habe mir aus Simbabwe oder so ein Guru-Buch besorgt, via Ex-Libris, dort sind sagenhafte Beschwörungen drin, eigentlich gegen fast alles. Und sie wirken, ich habe sie an meinem Nachbarn ausprobiert und er hat tatsächlich keine Schuppenflechte mehr. Also, Daumen drücken!

Schaut es Euch an: Die Verletzungshexe umnieten

Der EHC Biel packt seine Probleme an!

Ja, es geht ihnen noch schlechter als uns, den lieben Pillern. Das neue, wirklich affentittengeile Stadion wird im Moment von Dauerniederlagen durchschlagen, die Playouts sind wohl schon fast ein bisschen gebucht. Das obwohl man eine für Bieler Verhältnisse recht teure Mannschaft auf das Papier gekratzt hat. Geschlummert hat es sicher schon vorher, aber ausgelöst wurde die grosse Krise durch den souveränen Verband, der hemmungslos mit Kevin wegen dem Natitrainer-Posten zu diskutieren begann. Obschon man ja gerade beim Verband wusste, dass der Kevin noch 21 Jahre in Biel unterschrieben hatte. Nach diesen Verhandlungen mit dem anschliessenden Heulkrampf von Kevin an der Pressekonferenz lief bei den Seeländern rein gar nichts mehr zusammen – Absturz auf den letzten Platz und mehr oder weniger grobe Ratlosigkeit. Doch Biel wäre nicht Pill, hätte man da nicht eine Lösung gefunden. Gestern tratschte der Verwaltungsrat zusammen, ein paar Unverbesserliche meinten schon es gehe um die Entlassung von Kevin Weiner (er ist unentlassbar!!!), in Tat und Wahrheit haben die klugen Köpfe nun einfach mal die perfekte Lösung aus der Krise gesucht.

Da die Finanzen ungefähr so aussehen wie bei mir alben so gegen den 15. Januar (nur noch Lebkuchen im Portemonnaie), musste es eine Lösung sein, die kein Geld kostet. Und die brillante Idee liess nicht lange auf sich warten: neu und per sofort wird die Seeländer SCB-Legende Martin Stoney Steinegger neben Sportchef vom EHC Biel nun auch Assistent von Kevin. Damit der Kevin mehr Unterstützung hat an der Bande. Auf den ersten Blick eine gute Lösung, auf den zweiten Blick kommt man dann aber etwas ins Grübeln.

Also, Sportchef Steinegger ist der Chef von Kevin, Kevin ist der Chef vom Assi, also von Steinegger, aber Kevin ist als Trainer auch gleichzeitig Untergebener von Steinegger, weil der Steinegger ja sein Chef ist als Sportchef. Dem sagt man in der IT „Loop“.  Als Untergebener trotzdem der Chef vom Chef sein. Ganz aarig. Aber eben, Biel schwebt, wie schon beim Farbwechsel bewiesen, auf einer kreativen Wolke. Steinegger muss halt jetzt einfach signalisieren, wann er welche Rolle ausübt. Eine erste Idee wurde verworfen, da wollte man es so regeln, dass Steinegger, wenn er als Assi auftritt, im Adidas-Trainer mit Kevin redet. Als Sportchef dann husch husch in die Armani-Schale flitzen. Aber Stoney, der typische Jeans-links-Träger, weigerte sich, diesen Umkleide-Mist mitzumachen.

Klar hat der EHC Biel den einzigen Troubleshooter des Kantons Bern, wenn nicht von ganz Westeuropa, angefragt, nämlich mich. Studier und grübel, nach 3 Sekunden hatte ich die Lösung parat und konnte meinen Bonus beim EHC Biel (2 Eintrittskarten für das Wasserballett Nidau) in Rechnung stellen.

Ist Steinegger Sportchef, dann redet er mit normaler Stimme. Brummig und sexy. Wechselt er in die Assi-Rolle, muss er einfach mit einer relativ hohen Piepsstimme reden, ähnlich dem Christian Dubé von Trottelfon, vergleichbar wie wenn ein Nussknacker an den Nüssen hängt. Wie genial ist das denn? Kevin weiss so ohne zu weinen, in welcher Person er den Steinegger vor sich hat. Steinegger muss den Stimmwechsel ab sofort konsequent durchziehen, auch bei Fernsehinterviews. Nun hoffen wir, dass Bückeli ihn mal als Assi vor die Kamera holt. Endlich einer der höher zirpt als Bückeli!

Man stelle sich die Probleme ohne die Hardboiled SCB-Lösung vor, wenn Steinegger den Kevin in die Wüste schicken müsste und der Kevin darauf sagt „Du hast mir nichts zu befehlen", anschliessend hätte Steinegger als Assi sich  selber als Sportchef rapportieren müssen, dass der Kevin böse war (wahrscheinlich vor einem Spiegel), Steinegger hätte ihn dann in der Funktion als Sportchef dem Kevin einen Verweis gegeben und ihn dann entlassen, mit dem Assi zusammen weil der eine Petztüte ist, also quasi auch sich selber. Was für ein Schizo-Geleier wäre das denn geworden? Aber dank Hardboiled SCB geht Biel in eine gesicherte Zukunft. Einfach jetzt nicht noch den Verwaltungsratspräsident als Eismeister nominieren, sonst kriege auch ich Probleme!


Biel, ihr seid geil!

Dienstag, 8. Dezember 2015

08.12.2015 SC Bern - Lausanne HC 2:3 nP

Das es grässlich wird, habe ich erwartet. Aber in meiner geheimen Kammer habe ich mir klar 3 Punkte ausgerechnet. Ich weiss und mag es fast nicht mehr hören: Ja, wir haben eine extreme Verletztenliste, das kann man halt im Moment einfach nicht ändern. Was mich aber zu tiefst bedrückt heute: Wir haben das Spiel nicht vergeigt, weil wir total auf der Schnure waren und gegen ein immer stärkeres Lausanne-Lasagne-Dünnschiss HC dann keine Chance mehr hatten - nein, leider geigten noch immer fast alle Spieler so falsch auf ihrem Instrument, dass sogar ein Tauber seine Hoden im Ranzen hätte. Dieses Weissweingesindel hätte man sogar mit einem Rumpfteam schlagen müssen, unbedingt und zwingend. Ich weiss, ich wiederhole mich: Der Wurm bei uns sind nicht die vielen Verletzten, der Wurm bei uns ist ein absolut unwüridiges Passspiel, eine Angriffsauslösung die eine 200 Kilogramm Kassenfrau aus dem Aldi wohl besser hinkriegen würde, dazu kommt eine Chancenauswertung die eigentlich gar keine ist. Aber OK, wir haben mal einen Punkt, die Saubande aus dem Welschland hat nur einen Punkt aufgeholt, immerhin keine 3 Punkte-Kacke die wir uns eingebrockt haben.

Wir spielten quasi mit 3 Linien, auch wenn man ab und zu den kleinen Hischhierher aufs Eis schickte, aber im grossen und ganzen heboleteten wir mit 3 Blöcken durch den Bitz. Klar ist das anstregend, klar gibt das Eiszeit wie der Josi Roman neben dem Boxen kriegt, aber: die ersten zwei Linien waren von den Namen her ja mal gar nicht so schlecht bestückt. Und was sahen wir im ersten Drittel? Nichts. OK, ich dachte mir noch, dass wir die Kräfte halt geschickt einteilen. Die ganze Wahrheit ist aber, dass wir im ersten Drittel spielten, als wäre dieser Sport heute erfunden worden und wir armen Söie nun das Spiel austesten sollten. Es kann einfach nicht sein, dass wir knapp 2 Torchancen erknorzen, in der Abwehr aber Stellungsfehler machen wie ein Amateur-Pornodarsteller. Lausanne ging in einem Powerplay in Führung weil sie mit einem flüssigen Angriff trafen. Schon für das sollte man dem Viererblock Senf in die Ohren stossen. Aber immerhin konnten wir den Schaden im Rahmen halten, auch wenn Gschwelti so sicher wirkte wie ein beduselter Seiltänzer. Das Drittel war schlimm, wir waren da überhaupt noch nicht müde oder auf den Felgen.

Der zweite Abschnitt brachte dann endlich eine Reaktion. Nun konnten wir die spielerisch langweiligen und nur auf die Finnen hoffenden Lasagne-Kocher etwas unter Druck setzten. Allerdings werden wir wohl Ende dieser Saison in diesem doofen Buch der Rekorde stehen als Rekordhalter im versemmeln von Chancen. Wir mussten dann eine doppelte Überzahl nehmen, um zu scoren. Der kline Bube Kousa schoss den Ausgleich. Ein Verteidiger. Nur so zum Erwähnen. Und ein paar Minuten später läutete die Glocke erneut, Blum traf von der blauen Linie. Ein Verteidiger. Nur so zum Erwähnen. Danach war unsere leichte Druckphase mal vorbei und das Spiel geigte wieder wie besoffen hin und her.

Im letzten Drittel, wo ich jetzt ja vermutet hätte dass die Kräfte schwinden, waren wir gar nicht so schlecht unterwegs, schossen einen wegen hohen Stocks zu recht annulierten Ofen (der Stock war ungefähr auf Reihe 17 Stehplatz-Rampe), danach beschränkten wir uns auf das Zerstören und Mauern. Es wäre vielleicht sogar gut gekommen, hätte nicht der heute brutal schwache Berghelm noch eine Strafe gefressen. Das Powerplay konnten die Pajassen zum Ausgleich nutzen. Verlängerung.

Und eben, da war unsere ganzes Elend sichtbar. Bevor Lausanne zur ersten Chance kam, hätten wir das Spiel schon lange für uns entschieden haben müssen. Aber Toreschiessen muss für uns im Moment wirklich grauenhaft schwer sein. Egal, das Penaltyschiessen war dann wieder mal gar nix, 0 Tore aus 4 Versuchen, tönt ungefähr so wie wenn Egelbert Fredu besoffen am Grümpelturnier auf die Torwand schiesst. Schlecht und schlimm!

Folgende Sachen sollten wir für den nächsten Strichknüller am Freitag dringend klären: Wann schiesst wieder mal ein Stürmer ein Tor? In Lugano war es 2 x der Verteidiger Randensalat, heute der kline Kouse und die Blume. Unsäglich eigentlich. Aber bei unserem ungepflegten und fahrigen Aufbau wohl auch kein Wunder. Und: Würden wir bitte wieder etwas unternehmen, um die Mittelzone in den Griff zu kriegen? Da standen wir heute wie Anal Phabeten im Bitz rum. Scheissdienstag, Scheissspiel! Übrigens: Seit Kevin weint spielen wir so scheissemässig!

Wir besiegen die Verletzungshexensau - mit einem Orakel!

Ja, warum sind wir da nur nicht schon früher darauf gekommen? Böse Mächte haben ihren Einfluss auf unsere Jungs geltend gemacht und ihnen die Rüben grob durchgeschüttelt, dann noch die Beine gebrochen und die Bauchmuskeln zerrissen.  Wir haben so viele Verletzte, dass die Hirslanden Klinik per sofort eine eigene Abteilung für den SCB eröffnet hat. Das ist von der Pflege her mal sicher die beste Lösung, aber auch finaziell, da unser CEO darauf besteht,  dass die Ärzte, wie an einem Match, Eintritt bezahlen müssen, um die Spieler zu sehen. Zudem hat man im Zimmergang einen temporären Beef Burger installiert, wo die Besucher sich zu fairen Preisen verköstigen können. Wie der Zufall es so will, ist die betriebseigene Küche der Hirslanden Klink wirklich völlig überraschend geschlossen worden, weil  jemand, der anonym bleiben will, die gesamte Belegschaft auf Melchseefrut gratis und franko in die Ferien geschickt hat. Sie wohnen dort in einem Chalet Chatelain. Die Fans werden angehalten, nicht zu zahlreich in das Zimmer zu strömen, da die Patienten Ruhe und Erholung brauchen. Und schon gerade gar nicht Heavy Metal-Musik dröhnen lassen, jedes Headbangen ist den Spielern absolut untersagt.

Das Orakel, das ab sofort unsere Verletzungen verhindern wird und den kranken Spielern schnellste Genesung verspricht, wird in dieser Woche noch aufgeschaltet werden. Spontan geht das leider nicht, da erst die Kameraleute aus den USA eingeflogen werden müssen, dann die Tontechniker aus England, die Videobearbeiter aus dem Ruhrpott … aber bis Donnerstag sollte der wie immer hochstehende Orakel-Film dann im Netz sein.

Lasst Euch übrigens nicht provozieren ab den Artikeln, wo man nun dem CEO die Schuld für die jetzige Situation in die Schuhe schiebt. Ein paar Leute haben sich ganz toll auf den SCB eingeschossen, denen kannst Du es nur richtig machen, wenn Du Meister wirst, da wird dann wieder gelobt und mit einer NHL-Mannschaft von 1891 verglichen und geschwärmt und „ist der Wayne Gertzky Europas“-Zeugs geschrieben. Jetzt, wo es nicht so rund läuft, sind natürlich die Artikel völlig im Trend, wo man Kreti und Pleti Schuld geben kann. Ist ja noch besser, wenn man das Fallen lassen der Saunulpen aus Neuenburg nun als Grund für die jetzige Situation angibt. Hallo? Soll doch der Dieter Küsch oder der Gilette Montanaradon diese Wurstbrüder retten, sicher nicht wir. Und mit diesen Würsten könne man aber gerade gar nichts erreichen wenn man viele Verletzte hat. Es war ein richtiger Entscheid und hat nichts mit unserem jetzigen Lazarett zu tun.


Viel wichtiger scheint mir, dass wir heute punkten müssen. Unbedingt. Und zwar einen Dreier. Und den holen wir, basta. Wir kriegen genug Verteidiger hin und ungefähr dreieinhalb Sturmlinien, klar ist es eng, klar fehlen ein paar Gute, aber wir müssen jetzt Spiel für Spiel den CupsiegerUEFAChampionsleageWorldCupStanleyCup-Hammer rausnehmen. Wir müssen uns irgendwie durchseuchen bis zu den Pausen (zum ersten Mal weine ich wohl nicht wenn die Nati kommt …). Und, das gilt für uns, wir müssen in solche Spiele steigen und unseren verletzungsbedingten Underdog wo es nur geht  anfeuern. Schön Spielen war ein Wunsch von Gestern, nun zählen halt leider nur noch die Punkte. Aber die will ich. Immerhin die.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Furzkopf der Woche - Unsere Krankenaktie

Nein, ich wähle nicht mich, klar hätte ich es verdient, da ich aber wieder fit bin wie ein Turnschuh ist das schon fast eine alte Geschichte. Es gibt aber eine Geschichte, die man nicht mehr ignorieren kann: Unsere Krankenaktie. Für mich der ganz klare Furzkopf der Woche, sowas kann man ja als normaler Fan gar nicht mehr anschauen. Im Moment ist der halbe spielberechtigte Kader verletzt. Das ist mal das eine. Dazu kommen unglaublich langwierige Verletzungen, die Hirnerschütterungen lassen grüssen. Ist das alles Zufall oder doch nicht? Warum erwischt es uns so hart? Irgendwie habe ich gelesen, dass am letzten Wochenende 50 Spieler nicht eingesetzt werden konnten. Was läuft da krumm? Ich habe da für unseren Lieblingsverein so meine eigene Theorie. Wenn Euch die Theorie nicht gefällt, dann könnt ihr laut rausschreien "Tuni Du Furzkopf", dann käme ich ja auch noch zum Handkuss ...!

Also. Hockey ist schnell geworden, sehr schnell, mit der Aufhebung des Zwei-Linien-Passes wurde das Tempo noch beschleunigt. Die Spieler sind trainierter, haben mehr Speed als früher. Das ist der nächste Fakt. Dann die zum Teil brutal mit Beton verankerten Banden, da wären ja schon lange etwas fexiblere Lösungen auf dem Markt. Gleichzeitig muss man dann auch sagen, dass nach wie vor Schweizer Spieler im Austeilen ganz gut sind, im Check fressen aber nach wie vor auf Juniorenstufe sind. Aber das sind nun mal die allgemeinen Voraussetzungen.

Also, woran liegt es dann zusätzlich, dass wir so geplagt werden? Also, für mich persönlich hängt es auch mit dem Alter zusammen. Je Älter Du wirst, desto eher kann das Hirn Wirkung zeigen, da es schon über Jahrzehnte durchgehudelt wurde. Wer in seiner Karriere schon 4 oder 5 Hirnerschütterungen gehabt hat, kann im Prinzip nur noch auf die nächste warten, die kommt bestimmt. Lassen wir das mal so stehen. Dazu kommt ein weiterer Punkt: unser wohl fast einmaliges Murkshockey provoziert neben langweiligen Spielen dann halt auch, dass man sich dauernd, bei jedem Einsatz den Checks des Gegners massiv aussetzen muss. An der Bande knallts, mal einen in den Rücken, mal die Rübe am Plexi anschlagen. Bei uns waren die Hirnerschütterungen kaum mal durch einen Check passiert, den man wahrgenommen hat. Dauernde Erhudelung kann diese doofe Verletzungen eben auch hervorrufen.

Dann, das ist für mich jetzt ein ganz gewichtiger Punkt: Kein Mensch hat mehr Angst vom SCB. Bei uns werden sogar Raubeine zu braven Charakterspielern gemacht. Folglich kann man uns ummähen ohne Ende, es passiert ja eh nichts wenn wir Gegner sind. Ich habe das unzählige Male beobachtet, sogar bei Attacken auf den Torhüter stehen wir unerträglich passiv da. Klar, bei unseren Schiris ist es halt schwierig wenn man keine Unterzahl riskieren will. Meistens pfeifen die so, dass sie das erste Foul kläglich übersehen, die Revanche aber dann mit erhobenem Wichtigtukopf bestrafen. Trotzdem, wir laden den Gegner ein, uns zu sticheln. Wo sind die Haudegen? Früher war es doch unvorstellbar, das ein Gegner uns körperlich provozieren konnte. Ein Rexi war klein, leicht und genial, wehe Dir wenn ein Gegner auch nur auf die Idee kam, den zu foulen. Unsere #14, Res Fadegrad Beutler, hat sich die Nummer gemerkt und beim nächsten Einsatz trugen sie den Sürmel ab dem Eis. Oder damals der Alan, unsere #15. Unvergessen, als Brodmann oder wie der hiess unseren Toto provozierte. Mein Gott hat Alan den verklopft. Aber wisst ihr was: wir haben zwar für das Strafen gefressen, aber der Brodmann hat nachher NIE mehr auch nur ein böses Wort zu Tosio gesagt, im Gegenteil, einmal musste Tosio niesen, Brodmann hat ihm mit den Fingern die Rotze vom Gitter geputzt und sich noch bedankt dass er putzen durfte.

Warum kann ein Jagr mit bald 100 noch in der NHL spielen? Weil kein kleiner riechender Nobody es riskieren würde, den mit einem Crosscheck ins Land der Träume zu schicken. Weil der kleine stinkende Nobody dann erst in 6 Monaten wieder feste Nahrung zu sich nehmen könnte. Schiris im Eishockey pfeifen die Regeln, aber nach wie vor liegt es an den Spielern, gewisse interne Regeln einzuhalten. Aber bei uns wüsste ich gar nicht, wer das Zeugs dazu hätte. Packen wir nur kurz den Hammer aus, dann boxt es und wir kriegen ja meistens noch auf die Nuss.

Für mich ist das ebenfalls ein Punkt, den man in den letzten Jahren vergessen hat. Wir sind zu einer enorm fairen Mannschaft abgesüdert, die ihre Strafen durch Halten oder unkorrekten Spielerwechsel holt. Charakterspieler sind gut, aber bei uns ist es die Mischung die nicht funktioniert. Alle haben Charakter und kämpfen, alle sind Sportsmänner, Du brauchst aber die Bösen ebenso. Aber kaum sind bei uns eine Spur Emotionen da, kommt es mir vor als wenn auf der Bank sofort Valium gespritzt wird. Wir sind wirklich keine grossen bösen Bären mehr, wir sind gut ausgebildete Vorzeigebären die in der Freizeit junge Iltise retten und den Honig nicht mehr fressen weil uns die Bienen leid tun. Bums!

05.12.2015 HC Lugano - SC Bern 4:2

Mein Gott ist mir immer noch schlecht. Was war denn das gestern, Herr Tuni? Ich schimpfe mit mir selber, nur damit ihr seht, dass das mir nicht egal ist, wenn ich mal nicht schreiben kann. Da fahre ich in einem Ablauf-Zug nach Davos, habe 12 Stunden nur Alkohol vor mir, komme aber dann gesittet (mehr oder weniger dank der älteren Tochter) nach Hause, schreibe trotz leichten Gehproblemen dann den Machbericht und das wars. Gestern hatte ich ein Nachbarschaftsapéro mit meinem verlederten Nachbarn, und was passiert? Ich weiss noch gerade das der Match beginnt, danach folgt ein Filmriss wie im Bilderbuch, ich mag mich noch erinnern, dass wir durch zwei ganz jämmerliche Tore ausgeglichen hatten, danach FLASH, Augen auf, warum sehe ich die Toilettenschüssel denn so nah, FLASH, huch, die ist immer noch da, wo bin ich? FLASH ich irre in der Wohnung um her, Hirn sagt "geh rechts du versoffener doofer Mann", Beine setzten den Befehl so um dass ich mit gutem Tempo den Kühlschrank ramme. FLASH. Oh, die jüngere Tochter und meine Frau helfen mir ins Bett zu steigen, ich wollte den Matchbericht wirklich noch schreiben, aber habe den PC nicht mehr gefunden. Oder sagen wir es kurz: Ich war ungefähr so drauf wie der SCB, unkonstant, die Barriere gegen unten kann immer noch hemmungslos überschritten werden und wenn es so weitergeht, komme ich und mein Verein in die Playouts.

Also, erwartet keine taktischen Analysen, uha uha uha, ich kann nur das reihern, was ich gesehen habe, das war aber nicht speziell gut. Im ersten Drittel ging die Kamera viel zu schnell hin und her, das war wohl der Grund warum mir schlecht wurde, himmelarsch war das ein hektischer Kameramann im Dattelland, Skandal. Dann ist mir aufgefallen, dass entweder kein oder dann 5 Pucks im Spiel waren, eventuell wurde mir auch wegen dem schlecht. Lugano ging in Führung, da war ich am Rauchen, Bern glich aus durch einen sagenhaft haltbaren Ofen, aber da war ich bereits leicht in den Seilen. Die erneuten Führung von Lugagel entging mir, da ich mich kurz zurückgezogen hatte weil mein Magen da schon erste sich öffnende Geräusche machte.

Im zweiten Drittel sah ich nicht mal mehr richtig bis zum TV, ich musste etwas näher ran, da wurde mir aber noch schlechter. Den Ausgleich von uns feierte ich mit Getränk auf den Boden ausleeren, nicht extra natürlich, lauthalsem Jubeln, ich fragte mich wieviel denn jetzt sei, hatte es vergessen, ein schlechtes Zeichen. Ich schaffte es aber noch knapp zur zweiten Pause. Wie der SCB hielt ich mich irgendwie im Spiel, obschon ich nicht gut war. Und wie beim SCB sollte es nun gar nicht mehr gehen.

Das letzte Drittel habe ich nur noch so im Kopf: Wo bin ich, wer klopft an meine Tür, warum ist die Schüssel nur so lieblos kalt und der obligate Satz, den man immer sagt wenn es so weit ist: "Nie mehr Alk, nie mehr, wirklich nie mehr". Ich nehme an, dass ich damit einfach gestern gemeint habe. Uha. Eben, uns schwammen die Felle durch den Lutscho Matschore See davon, keine Punkte für uns, der Strich ist wieder sehr nah, klar berücksichtige ich die vielen Verletzten, aber wir müssen noch darüber reden, die ganze Krise ist trotzdem hausgemacht und wir hätten gar nie dort hin rutschen dürfen, wo wir jetzt rumriechen.

Also, nächste Woche 2 Heimspiele gegen Bomberklubs wie erst Lausanne und dann Ambri, 6 Punkte sind nicht mal mehr ein muss sondern ein Doppelmuss. Egal wer nun alles dabei ist oder nicht, es folgen ab sofort gegen solche Gegner absolute Überlebenskämpfe, auf schönes Eishockey müssen wir diese Saison gar nicht mehr warten, es geht nur noch um Punkte. Machs wie ich, SCB, spülen, schlafen und weiter gehts. So, nehme wohl jetzt mein Morgenbier, uha uha uha, nein, schlechter Scherz, wird mir schon ab dem Gedanken speiübel. Egal, Dienstag kriegt ihr den Bericht wieder pünktlich wie die SBB!

Freitag, 4. Dezember 2015

04.12.2015 SC Bern - EHC Biel 4:3

Schnarch. Ein treffendes Anfangswort, oder nicht? Sehr schnarch sogar. Erneut wurden meine geheimsten Träume nicht im Ansatz erfüllt: 60 Minuten Hockey! Scheinbar ist es halt im Moment ein Wunschtraum. Aber man darf nie aufhören zu träumen, denn irgendwann erfüllen sich alle Träume. Die Frage ist dann einfach nur:WANN? Ich schreibe als Fan, ich bin kein Taktikspezialist, ich schaue auch nicht in die Zukunft und sehe strategisch wichtige Entscheide auch nicht so wie viele geschulte Leute. Ich gaffe mir ein Spiel an, habe vergessen was vorher war, bin nicht interessiert was morgen sein wird. Und wenn ich dieses Spiel jetzt einfach so als Fan anschaue und beurteile, dann kommen mir wirklich nur derbe Flüche in den Gring. 40 Minuten war der spielerische Exodus, dank 2 Glücksweitschüssen waren wir aber dann plötzhlich wieder da, und Plüss schoss uns mit einem Traumtor zum Sieg und versemmelte uns mit dem einfachsten Schuss auf das leere Tor dann noch fast den Sieg. Aber es passte zu diesem Abend. Auch dass vor dem Spiel die Feuershow nur warmes Gas in die Luft furzte. Aber ich will nicht alles negativ bewerten. Erneut konnten wir im letzten Drittel zulegen, erneut gelangen dann plötzlich Dinge die in den ersten 40 Minuten allesamt missraten waren. Die Moral war da, und die muss unhuren gross sein, wenn man nach dem Gekratze immer noch an sich glaubt.

Also, ein Derby vor 15'600 Zuschauern, wir waren auch schon attraktiver und so. Aber die fehlenden Zuschauer hatten nicht viel verpasst. Biel steckt in einer Krise, wir aber irgendwie auch, und so war auch das Drittel. Ein 5:3-Powerplay konnte der Kornacker in gewohnter Manier abschliessen, Kevin hätte es doch eigentlich wissen müssen wie das bei uns geht. Der Schuss schlug ein wie eine Granate - und Kevin? Er weinte. Selten gesehen sowas. Aber, das ist dann das echt traurige, danach gab es genau noch eine Aktion von uns die einigermassen gut war. Der Rest war Stückwerk, die laufenden Center wurden von den Abwehrspielern mindestens drei mal ignoriert, man zog den Pass auf den gedeckten Flügel vor ... Um es bildlich auszurücken: Der Center war läufig, giggerig, zu allem bereit, den Gummis schon gestülpt - doch man spielt dem Ross an der Seite, das gerade von einem Hengst gedeckt wird. Unerotisch. Unüberlegt. Biel kam verdient zum Ausgleich, weil der Gratin mit Haas schön ausglich. Hasen kann man nicht so gut decken eben, weil der Klopfer meistens fertig ist bevor er drin ist. Egal.

Das zweite Drittel zog einem die Stirnfalten dann fast bis zu den Genitalien runter. Biel, nun auch etwas frecher, schnupperte wie schon im ersten Drittel ein paarmal an der Führung rum, die dann auch kam. Pfanni Ehrenbürger schoss die Seeländer in Front, da sah ich schwarz für unsere Buben. Doch eben, auch Biel gackert am Schwanz rum, das merkte man. Wir wären reif gewesen um zu fallen, doch Biel konnte den Knockout nicht platzieren. Immerhin kamen wir doch zu 3 Torchancen, aber die Ritze fasste alles. Der elende Rechtsfänger der. Schlussendlich musste man positiv denken, wir waren nicht hoch im Rückstand, und unsere unhuren guten Schlussdrittel sind ja schon fast legendär. Für Regenwürmer. Krass war, dass wir fast jeden Zweikampf verloren, und, das hat mich am meisten geschockt, den Zweikämpfen dann fast aus dem Weg gingen. Nichts da von "die Banden huddeln, wir sind hässig, Rückstand ist Scheisse". Nein, irgendwie waren wir orientierungslos wie ich alben, wenn ich in einer fremden Stadt bin.

Das Schlussdrittel richtete dann den Plempel auf unsere Uhr. Ein Glückstor von unserem Moser der Du bist und ein satter und ebenfalls glücklicher Weitschuss vom baldigen Käser-Randensalat brachte uns die Führung. Verdient? Hm, auf eine Art schon, weil Biel halt auch mit sich selber zu kämpfen hatte anstatt uns zu erledigen. Die Entscheidung besorgte dann der Plüsch Ferdu, absolut herrlich wie er durchlief und das 4:2 erzielte. Kurz darauf scheiterte Berghelm mit einer ähnlichen Aktion nur knapp. Das war die beste Phase von uns, 10 Minuten in diesem Schlussdrittel waren - hm - OK, ich schreibe es - GUT (soll das Selbsvertrauen heben, es war ehrlich gesagt einfach normal). Der Anschluss von Biel brachte uns noch ins Zittern, auch weil Ferdinand Plüsch das leere Tor unbedrängt aus 4,31 Metern souverän verfehlte. Aber was solls, ihm verzeihe ich das.

Wir müssen wohl einfach kleinere Brötchen backen, auch wenn die jetzigen schon kaum mehr zu sehen sind. Morgen in Lugagel, wo es ziemlich gut läuft seit die Dogge Schredder rumleiert, möchte ich echt jetzt mal mindestens EIN GANZES DRITTEL HOCKEY sehen. Warten wir es ab. Die Pressekonferenz von heute Abend wurde übrigens abgesagt - weil Kevin weinte. Prost.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Trainer-Krimi in Bern: Wer coacht 2016/17 unsere Weggen?

Ja, das ist eine ganz zentrale Frage. Obschon ich eigentlich noch gar nicht darüber reden möchte, denn die jetzige Saison geht mir sowas auf den Senkel mit den ewigen Niederlagen, dass ich noch gar nicht weiter denken möchte. Aber das ist nicht die Realität. Selbstverständlich haben die Diskussionen um den Trainer für die Saison 2016/17 hinter den Kulissen schon lange begonnen. Packt es Lars, oder gibt es einen neuen Mann? Hardboiled SCB hat für Euch wieder sämtliche Abhörtechniken aktiviert, um hautnah dabei zu sein.

Ort: Büro des CEO. Der Sportchef Chatelain tritt um 09.00 Uhr ein. Thema: Trainer 2016/17.

Lüthi: (trägt einen Motorrad-Helm) Guten Morgen Sven!

Chatelain: Alex. Mein Name ist Alex! Sven ist Geschichte. Warum trägst Du einen Helm?

Lüthi: Weil es eine Gehelm-Sitzung ist.

Chatelain: Gehelm? Nicht geheim?? Und warum sitzt Klaus Zaugg dann hier??

Lüthi: Er hat mir versprochen, nicht zuzuhören. Also, das heutige Thema ist: welcher Vollhorst wird in der Saison 2016/17 unser Coach sein?

Chatelain: Also, ich habe hier 23 Dossiers von Bewerbern, scheinbar ist das ein Traumjob Marc. Unglaublich die Resonanz! Obschon man meistens gefeuert wird.

Lüthi: OK, gib mal her (er packt den Stapel Dossiers und beginnt sie durchzusehen). Und weg (schmeisst 15 der Dossiers in den Papierkorb).

Chatelain: Uff, Du bist aber schnell und entschlossen …

Lüthi: Weisst Du Sven –

Chatelain: ALEX. MEIN NAME IST ALEX!

Lüthi: Ja, sorry Alex, also weisst Du, das war recht einfach zum Aussortieren!

Chatelain: Wollten die alle zu viel Kohle?

Lüthi: Nein, die waren alle von Boucher. Sein Agent bietet ihn an wie eine Aktionsdose Thunfisch.

Chatelain: Unglaublich.

Lüthi: Und eine ist völlig durchnässt, wart mal (nimmt das feuchte Teil und schmeisst es ebenfalls in den Papierkorb). Alles klar, das war die Bewerbung von Kevin.

Chatelain: Wieso weint er denn wenn er sich bei uns bewirbt?

Lüthi: Weil er eh nicht gehen darf! Egal. Also, wie geht’s weiter? Wir haben Bewerber, darunter völlige Blindgänger und Versager, es hat aber auch einige interessante Namen dabei. Aber wir haben im Moment Lars als Headcoach, das ist doch noch eine vertrackte Situation, Gopfertamminomau!

Chatelain: Kein Problem Marc. Lars liefert seine Arbeit für diese Saison ab. Wenn die Saison vorbei ist, entscheiden wir, ob Lars die Ziele erreicht hat, ob er das Team weiterbringen kann. Falls ja dann bleibt er, falls nein nehmen wir die Dossiers in die Hand und suchen einen neuen Mann.

Lüthi: Hm. Das könntest Du machen mit Lars? Ersetzten? Immerhin ist er Dein Bruder …

Chatelain: ER IST NICHT MEIN BRUDER, ICH BIN ALEX CHATELAIN UND MEINE MUTTER HATTE NICHTS MIT DEM ALTEN VON LARS GOPFERTAMMINOMAU!

Lüthi: (schaut streng ob der Brille durch) Hupsalädi, das war jetzt sehr frech von Dir. Pass  auf, zeig mehr Respekt, es hat in den Dossiers auch Leute die sich als Sportchef bewerben …!

Chatelain: Echt jetzt?

Lüthi: Ja, hier (schaut, schmeisst das Teil genervt in den Papierkorb). Schon wieder von Boucher. Egal, dann verbleiben wir in der Trainerfrage so wie wir es besprochen haben. Oder willst Du noch Sven anruf –

Chatelain: NEIN!!!!!!!

Lüthi: Dann tschüss (schaut auf einen Zettel und liest) … ALEX … und einen schönen Tag noch.

Chatelain: (genervt) Tschüss!

Dienstag, 1. Dezember 2015

01.12.2015 Genf Servette HC - SC Bern 4:2

Was soll ich sagen? Unbefleckt sitze ich hier auf meinem Reporter-Schemel und bin irgendwie fassunglos ab der dritten Niederlage in Serie. Fassunglos macht mich die Art und Weise, wie wir uns erneut ins Ablutsch-Wasser gespielt haben. Wir haben in den ersten 40 Minuten sage und schreibe keine (Null, Zero, nothing, gar nothing) Torchance gehabt. Anmerkung: Eine Torchance ist für mich nicht wenn Plüsch Ferdu von der Seite kommt, von 3 Genfern attackiert wird und dann Backhand einen Schlung aufs Tor fahren lässt. Ein richtig klare Torchance hatten wir nie. Das sollte eigentlich den Verband auf den Plan rufen damit er unserem Verein eine 1'000'000.- Franken Busse gibt, den sowas ist im Eishockey gar nicht möglich. Aber wir bringen es in dieser Saison eben auch hin. Dann waren relativ gute letzte 15 Minuten, als der Hirschhierher aus heiterem Himmel traf (vorher hatte Berghelm eine erste Torchance). Könnten wir dann noch etwas kaltblütiger sein, hätten wir nach Hodenmanns Anschlusstreffer noch locker ausgleichen können. Entscheidend waren 2 Szenen in diesem Spiel: Zum ersten wieder mal der Hering aller Fische, unser Mocken Helbling. Fast analog wie in der Verlängerung in Davos (nur semmelte er diesesmal den Pass direkt zum Gegner) verschuldete er den heutigen frühen Rückstand. Dann war es der unsäglich breitfressige McSorbet, der bei einer 5:3-Überzahl (was für ein Eseffenfoul von Moser) noch den Torhüter rausnahm und tatsächlich das 2:0 in unsere Krätze jammerte. Kurz: 40 Minuten absolut kalte Kotze, 20 Minuten ansatzweise das Hockey, das Stricher wie wir zeigen müssten, aber 60 Minuten lang.

Die Einleitung war lang, ihr habt es bemerkt. WEIL ES ÜBER DIE ERSTEN ZWEI DRITTEL HALT EINFACH NICHTS ZU SCHEIBEN GIBT. GOPFERTAMMINOMAU! Das war Kleiderbürstenhockey für Hodensäcke und hätte eigentlich vom Schiri annuliert werden müssen. Wie kann man gegen spielerische Amöben wie die Senftuben sich nicht einmal durchsetzten? Wie kann man kaum Zweikämpfe gewinnen, wie kann man kaum einen Angriff auf die Reihe kriegen? Fassungslos sass ich da, und ich gebe es zu: Ich kevinte hemmungslos, mir rannten die Tränen nur so über meine herzigen Backen. Das war Hockey ohne Plan, das war Hockey ohne Idee, das war Hockey ohne Inspiration, das war schlichtweg grässlich. Noch mehr Kevinen musste ich, als ich auf den Totomat schaute und sah, dass Biel dem Schläpfer auch Kevins bescherte. Diese 40 Minuten waren Blattlauskot, es kann nicht sein dass eine Abwehr aus Holzköpfen und Holzhänden von uns kaum unter Druck gesetzt werden kann. Aber man kann es eben nicht eine ganze Saison lang schreiben, wir müssen uns an das gewöhnen, im Moment spielen wir, sorry, zwischendurch wie Absteiger. Hoffnung geben kann einem einfach die kurzen Momente, wo unser Spiel plötzlich gefährlich wird, wo wir Druck machen können, wo wir das Tor treffen. Nur eben, es nützt Dir nichts wenn das immer erst nach einem 3:0 passiert.

Lustig ist nur, dass jetzt auch die Experten auf der Pressetribühne und im Studio über all die Sachen leiern, die ich schon seit 5 Jahren predige. Ich werde manchmal von 30'000 geilen Leuten gelesen, aber scheinbar nicht von Sportchefs und so. Weil ich halt ein Amateur bin ... was predige ich seit so langer Zeit? 1. Löst das Goalieproblem. 2. Verstärkt die Abwehr laufend mit jungen guten Boys. Gschwelti macht so gut er kann, heute wieder nicht schlecht, aber die Abwehr ... naja. Aber egal. Wie gesagt, wir müssen mit dem leben, ich hoffe der Larsschnittenpeter kriegt sofort die Kurve, eine Niederlagen-Serie wie die Piller will in Bern niemand sehen. Halt, ich muss mich korrigieren: Niederlagen mit einem Eishockey, dass mehr an Bergsteigen mit einschneidenden Unterhosen erinnert als an einen Männersport.

Das Team hätte Potential, aber die Chemie stimmt offenbar ungefähr so, wie wenn Du Salpetersäure in Kuhscheisse schüttest und meinst, Du hättest die Atombombe erfunden, nur weil es bisschen raucht. Jede Linie besteht nach wie vor mit Einzelkämpfern, das Spielverständis ist wohl ungefähr so hoch wie ein Ameisengagel. Es nervt. Und wichtige Zweikämpfe gewinnen wir nur, wenn der Gegner in der Pause ist. Das nervt noch mehr.

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