Google+ Hardboiled SCB: Januar 2014

Freitag, 31. Januar 2014

31.01.2014 - SC Bern - HC Ambri Piotta 4:2

31.01.2014

SC Bern - HC Ambri Piotta 4:2

Doch doch, zumindest sind wir nun mal wieder über dem Strich. Der Metzger Guy kann also im ersten Spiel gleich einen Dreier verbuchen, das hat noch kein Coach diese Saison geschafft, bei Anttipasti war es ein Zweier und bei Larsi ein Nuller. Aber wir haben heute auch noch gesehen, wie viel Arbeit auf dem Mann an der Bande wartet. Zwar zeigten wir wirklich nun Zug aufs Tor und waren recht unerschrocken im Slot, hatten aber ein massives Manko in Sachen "Hirn andrehen" und "sinnvolle Pässe". Nicht das ich die Leistung nun schlecht reihere, aber zum Teil war es neben guten Szenen dann wieder krass was für Mümmelfurz wir ablieferten. Viel Arbeit für den coolen Guy!

Also, schon vor dem ersten Bully war alles anders, diese roten Dresses halt, wir sahen aus wie Nudisten die sich mit Melchfett eingerieben hatten. Aber dann war auch sofort die ersten Unterschiede zu sehen. Man höre und staune, der Slot wurde wirklich in Angriff genommen. Röschti Olaf konnte nach 30 Sekunden bereits einen Abpraller vom Schäferhund einnetzten. Dieses Tor gab bereits den ersten Schub für unsere Tankstellen-Jungs. Es kam zu Kampfszenen vor dem Ambri-Tor, Gewühle, das war ja mal wirklich toll. Unsäglich waren dann aber zum Teil die Ungenauigkeiten die sich wie ein füdibluttroter Faden durch unser Spiel schlichen. Was nützten die Attacken im Slot wenn nur jeder 4. Angriff dort endet? Da muss noch gaaaaaanz viel gearbeitet und trainiert werden. Es kann einfach nicht sein, dass man Pucks nicht annehmen kann, freistehend, oder über die Scheibe semmelt. Gut, wir können es netterweise abtun als "Nervosität weil der neue harte Mann an der Bande steht" - aber es war ja schon fast die ganze Saison so! Von Ambri war in diesem Drittel noch weniger zu sehen, die gurken auch komisch durch das Jahr 2014!

Im zweiten Drittel folgte dann die grosse Leidenszeit. Fast 10 Minuten lang rannte uns Ambri die Löffel lang. Nun waren sie etwas aufgewacht die eingeschneiten Rosetten-Tessiner und gaben mächtig Gas. Die Torchancen waren da, nur hexte Beppo gut ab. Aber was wir da an Scheiben im eigenen Drittel versemmelten, muss zu denken geben. Das war eine Mischung aus Panik und leider auch "ich nehme den Forechecker nicht ernst weil ich ein Mädchen bin". Schwach! Als wir dann ein Bauerplei hatten, konnte Bartscheid eine schwache Abwehr der Ambri-Verteidigung zum 2:0 reinlöffeln. Das Tor kam genau zum rechten Zeitpunkt, wir haben vorher wirklich fast um den Ausgleich gebettelt. Doch damit nicht genug, ein Ping-Pong -Tor flutschte danach auch noch zufällig ins Netz - 3:0! Am Schluss war es der Garten der den 21 x abgelenkten Puck nochmals lenkte ins Ab. 

Aber das letzte Drittel sollte einem sehr schnell wieder auf den Sitz drücken. Die Euphorie war spätestens in der 43. Minute wieder gelöscht. Ambri knallte im Puderplay 2 Öfen hin, das Spiel war nun auf der Scheide der Entscheidungen. Ambri hatte noch eine Überzahl, der Ausgleich duftete bereits in der Luft, verreckter als diese 80 cm langen Bärezipfel. Doch als Ambri dann auch mal foulen wollte, konnte Schwerweh im Powerplay herrlich Ablenken und unsere Nerven wieder beruhigen. Dieses 4:2 war dann wie in Stein gemeisselt und hielt bis zum Schluss. Zum Glück. Eine Niederlage heute hätte mir die Hoffnungen sehr gedämpft.

Also, so wie heute reicht morgen nicht. Der Metzger hat heute die erste Kadersichtung unter realen Bedingungen gemacht. Ein paar Buben werden es bei ihm in Zukunft schwerer haben als auch schon, soviel ist klar. Er wird fordern ohne Ende, so zum Beispiel dass keine Pässe mehr in die Schlittschuhe gespielt werden oder gegen die Laufrichtung. Er wird mit ihnen die Angriffsauslösung unter Ernstkampf-Bedingungen üben müssen, es gibt ganz ganz viel. Ich hoffe der Herr hat nicht Migräne ab all den Sachen die ihm im Kopf rumdonnern werden. Aber egal, positive Ansätze waren da, nun brauchts einfach noch Spielkultur und die Rückkehr zum präzisen kanadischen Spielstil. Schauen wir mal, was wir den Hutzenbröhnen morgen für ein Menü in den Schlund stopfen! Und abgesehen davon wäre ich auch mal froh, wenn irgendeine Mannschaft den EV Tram mal so langsam stoppen könnte? Es nervt langsam mit ihrer Serie ...

Donnerstag, 30. Januar 2014

Schlauchen mit Spass

Schlauchen mit Spass


Es ist schon eine komische Situation im Moment. Da sitzt Du Zuhause und ziehst Dir ein belangloses Wurstspiel wie Lugagel gegen Lasagne rein und bist trotzdem angespannter als auch schon. Über die Gründe müssen wir ja nicht reden ... Nicht dass man jetzt gleich zum Tessiner-Groupie mutiert, aber eine gewisse Genugtuung hat der Sieg der Pizzabäcker einem schon gegeben. Heute gehts gleich weiter, wieder wird man leicht hoffen dass die Bündner dem Weisswein ebenfalls den Zapfen ziehen. Verrückte Welt, normalerweise langweilten wir uns 6 Runden vor Schluss fast zu Tode weil man nur noch auf die Playoffs wartete. Nun haben wir 6 extrem wichtige Spiele vor der Bodenmatte.

Was können wir nun von unseren Helden ewarten, jetzt da der Guy Metzger an der Bande den taktischen Taktstock schwingt? Nun, wir werden sicher einen Schub kriegen, das kriegt man immer wenn es an der Bande wechselt, da kannst Du auch einen Fribourger mit Gürtelrose hinstellen. Gut ist sicher, dass Guy nicht als eigentlicher Notnagel da ist, sondern langfristig hier in Bern planen kann. Ich glaube, dass ein paar Herren seinen Anforderungen nicht mehr gewachsen sein werden. Vollgas auch wenn es Dir nicht läuft, das ist einer seiner Forderungen. Das heisst für mich nichts anderes, als dass ein Spieler den inneren Sauhund rauskotzen muss wenn es ihm nicht läiuft. Bei uns war es bis jetzt eher "Blinde Kuh" oder "Versteckerlen" wenn es nicht lief. Ich bin mal gespannt, ebenfalls ob sein 1-3-1 ebenfalls für Schlagzeilen sorgen wird. Sind wir ehrlich: Im Moment geht es um Punkte, mir ist es echt egal WIE und WO und WARUM.

Das Guy's Anforderungen hoch sind, konnte ich bereits im Training beobachten. Ihr seht unten das Taktik-Board der ersten Übung, gleich nach dem Einlaufen. Hach, Eishockey kann doch so einfach sein, ist ja wirklich was für Kinder im Vorschulalter ... ups. Nun gut, ich gebe es zu, es sieht recht schwierig aus. Auch das Team hatte ein paar Probleme mit dem Umsetzen. 4 Stürmer fuhren ins Tor anstatt zu schiessen, 6 Spieler verliefen sich und wurden erst am Ende des Trainings wiedergefunden, die beiden Goalies mussten kurz gepflegt werden, da manchmal bis zu 4 Schüsse gleichzeitig abgefeuert wurden. Aber egal, die Spieler haben wieder Freude - wenn sie nach Hause können. Aber das braucht es eben! Die Römer waren lange fast unbesiegbar weil sie den Kriegern nur Schlangenfrass in die Gamellen geschüttet haben. Nur wer schlecht drauf ist beisst sich durch!

Guy wurde vom Sportchef dann noch gefragt, ob er nach den paar Einheiten auf dem Eis denn nun schon ein paar Wünsche für die neue Saison hätte. Guy sah in stechend an und verlangte nach 9 Stürmern die, ich zitiere. "aus 3 Meter das Tor treffen und anständig checken können", dann wolle er  "noch 5 Abwehrspieler die sich nicht bereits beim Pingpong spielen verletzen", dann möchte er noch "3 Torhüter mit Ohren wie Fanghandschuhe" und zuletzt einen "neuen Sportchef". Der Sportchef hat das natürlich abgelehnt, logo, sonst wäre er ja bald Ex-Sportchef. Aber da könnte wirklich noch was gehen mit dem netten und doch sehr forschen Guy. Im Ernst: Er hat immer noch gute Verbindungen in die NHL, eventuell nimmt er Sven die Arbeit ab wenn wir Ausländer brauchen? 

Also, haltet ein Auge heute auf Daffos - Lasagne, mach Euch schon ein bisschen warm für morgen, wir haben noch 2 Spiele bis zur Olympia-Pause, wichtig ist jetzt einfach der Sieg gegen Ambri. Danach schauen wir weiter!

Mittwoch, 29. Januar 2014

Sensationell: Der Hardboiled Hutzenbrohn-Basher!

Sensationell: Der Hardboiled Hutzenbrohn-Basher!

Liebe Freunde von Hardboiled SCB

Es ist Zeit für den abslouten Burner! Ihr wisst alle noch um das Theater, dass es an der Meisterfeier gegeben hat? Da wurde ein Schal von 2 Spielern abgefackelt, der dem Gegner zugeordnet wurde, den Hutzenbröhnen. Eigentlich war es ja eben dann ein Anti-Hutzenbrohn-Schal, egal, ein Spieler wurde sogar gebüsst.

Dieser Skandal muss nie mehr sein! Ab sofort könnt ihr im Hardboiled SCB-Shop das "Hutzenbrohn Basher-Set" bestellen! In einer geilen Alu-Schale findet ihr einen kleinen Fan-Schal "Hutzenbrohn", Zündhölzer, ein Flammenwerfer in Form einer Kerze. In Nullkommanichts könnt ihr das machen was Spass macht: Öffentlich einen Hutzenbrohn-Schal verbrennen. Da die Schale aus Alu ist, habt ihr gleich die Unterlage für den Brand. Selbstverständlich solltet ihr das nur im Freien machen, denn Rauch und Freiburger-Gestank hauen Dich sonst um. Und ganz wichtig: Nicht im Stadion zünden, ihr kennt sonst die Konsequenzen!

Ihr solltet sofort bestellen gehen, der Versand der Boxen ist in der Woche 09/14, so dass alle das Teil vor dem Match gegen die Hutzenbröhne haben werden. Es geht auch vor allem darum, dass wir ein Ritual finden, um die Götzen des Voodoos zärtlich zu stimmen. Wir möchten am Liebsten Meister werden, wenn nicht dann eben auf keinen Fall die Hutzenbröhne. 

Die Bestellungen laufen per sofort, so dass wir einen Anhaltspunkt haben, wie viele der Kult-Dinger wir produzieren müssen. Das Teil ist ebenfalls ein herrliches Geschenk für Hutzenbrohn-Hasser die Hardboiled SCB noch nicht kennen!

Die Bestellungen werden wie immer unter www.hardboiled-scb.ch entgegengenommen!

Auf gehts!

Montag, 27. Januar 2014

Guy Boucher neuer Trainer beim SCB

Guy Boucher neuer Trainer beim SCB


So, nun hat es gehäschert! Nachdem wir die Radieschen von unten sehen und nur noch 6 Runden zu spielen sind, ABER trotzdem noch 1 Monat vergeht bis die Entscheidung um die Playoffs fällt (Olympia sei dank!), hat die Klubleitung reagiert und einen neuen Trainer engagiert.

Guy Boucher, der ungefähr gleich alt ist wie unsere Spieler (42-jährig), wäre eigentlich erst für nächstes Jahr vorgesehen gewesen, doch eben, die Situation jetzt ruft nach Lösungen.

Mein Dank gilt LL, der wird nun wieder Assi, oder sogar Assi vom Assi da wir ja einen aus Schodfo geholt haben? Egal, eben, danke LL dass Du diesen Mümmeljob auf Dich genommen hast. Klar, wir sind nicht viel weiter als vorher, aber wenn LL nicht diese Siegesserie geschafft hätte, dann wären wir auf der Höhe von Rappi. Immerhin können wir nun mit neuem Schub rechnen. Boucher, für mich selbstverständlich neu "der Metzger", ist fordernd, hart und muss nur seine rechte Backe zeigen, wenn ein paar Maulaffen auf dem Eis nicht kämpfen wollen.

Der Entscheid fiel Ludwig Lüthi nicht schwer. Das Team ist total verunsichert, das man heute morgen im Training. Lars liess den Spielern freien Auslauf, also ohne Leine und Maulkorb, sie sollten selber was trainieren. Nach 15 Minuten übten sie Eckbälle und Freistösse ... nein, so kann es nicht weiter gehen.

Sind wir also gespannt, das Spiel gegen Ambri wird so noch mehr zum Knüller-Brüller, Steffi Bückeli hat sich seitens SRF schon angemeldet, damit sie Guy Metzger die hinreissende Frage stellen darf: "Änd hau du ju dink about de Kraut?". Ich freu mich!

Wer fragen zu Boucher hat soll mich ruhig anquatschen, er wohnt bis Ende Saison bei mir da in Bern keine Wohnung frei ist. Seinen Einkaufszettel hat er schon gefaxt: 12 Harassen Starkbier, 12 Flaschen Brandy, 110 kg Fleisch. Tönt alles gut! Bei ihm ist übrigens das Leistungsprinzip ganz weit oben, nur die Besten spielen. Könnte also sein, dass nur 3 Spieler gegen Ambri einlaufen. Uha.

Sonntag, 26. Januar 2014

Furzkopf der Woche - Die schadenfreudigen Bern-Basher

Furzkopf der Woche

Die schadenfreudigen Bern-Basher

OK, es ist eine Tatsache, dass wir diese Sasion spielen wie schwererziehbare Rinder. Unsere Taktik ist nicht ersichtlich, in der Abwehr haben wir lücken wie ein Paradontose-Gebiss, im Sturm sind wir lau wie ein Walfurz. 

Aber: noch ist nichts entschieden, wir sind 1 Punkt hinter den Lasagne-Brüder und haben noch alle Chancen, in die Playoffs zu kommen. Klar, jedes Spiel mutiert nun zum Cupfinal für Büffelmenschen, aber da müssen wir halt nun durch. Eventuell reicht es dann oder dann halt auch nicht.

Na und? Solche Jahre wie jetzt kann es immer wieder geben, davon können alle Klubs ein Lied singen. Alle erwischt es einmal, es könnte jetzt halt mal uns verserbeln. An und für sich kein Drama, WENN MAN DENN AUS DEN FEHLERN LERNT. Bei uns ist wohl eher das ein Problem auszumachen, denn die Verträge von gewissen "Leistungsträgern" sind bereits verlängert worden. Und einen Trainer für nächste Saison haben wir immer noch keinen, wäre ja auch noch wichtig wenn man Transfers machen möchte. Es gibt echt Spieler, die gerne wissen möchten WER sie genau trainiert FALLS sie wechseln würden.

Aber egal. Lustig ist jetzt nur das Bashing von Fremd-Klub-Fötzelbuben. Dabei sollten sich die sicher fetthaarigen Anhänger der anderen Klubs doch folgendes hinter die Kiemen schoppen: Genau EIN Verein wird dieses Jahr den Pokal stemmen. Ob man in den Playouts ist oder im Halbfinale in Spiel 7 verliert - man ist ein Verlierer. Entweder gewinnt man die Playoffs oder man ist ein unfähiger Murksverein. Also werden wir einen Meister und 11 Loser haben, basta. Und mir ist es sowas von egal ob ein Verein mit 200 Franken Budget in den Halbfinal kommt oder ähnlicher Schwachsinn, nur der Meister zählt, nur das, die anderen rührseligen Ammenmärchen vom armen Verein ohne Kohle kann man dann mal den Urenkeln erzählen wenn sie gerade wieder die Windeln voll haben. Oder interessiert es in einem Moment noch jemanden, ob Nadal heute Rückenschmerzen hatte oder nicht? Stan hat den Pokal, der Rest interessiert nicht.

Also, gut überlegen wen man basht, wir sind noch nicht tot, auch wenn es den Anschein macht. Noch sind 18 Punkte zu spielen!




Der SCB tut alles, um die Fans bei Laune zu halten

Der SCB tut alles, um die Fans bei Laune zu halten

Sport ist nicht das wichtigeste in einem 50 Millionen-Unternehmen. Auch nicht, wenn das ganze Unternehmen ja eigentlich mit Sport zu tun hat. Nach der Auswärtsschlappe in Lugano ist es in Bern und Umgebung zu hässlichen Szenen gekommen. Verschiedene Leute zeigten Pizzerias den Stinkfinger, noch andere schütteten demonstrativ Weisswein aus dem Balkon.

Das bringt alles nichts. Schuldig sind - wie immer - WIR! Weil wir so schlecht gelaunt an die Spiele kommen, so sagt es jedenfalls Sportchef Tigerhügel. Aber der SCB wäre nicht SCB wenn er auf diese rumpelsurigen Zuschauer eine Antwort hätte. Vom Chefdesigner der Xbox-1 wurde husch husch ein absolutes Kultspiel entwickelt. Im Laden wird das Teil nur 131 Franken kosten, mit dem Erlös möchte man dann in 5 Jahren den Tschosch Holden verpflichten, der dann ja erst 42 Jahre alt ist.

Also, gut hinsehen und sofort kaufen!

video

Samstag, 25. Januar 2014

25.01.2014 HC Lugano - SC Bern 4:0

25.01.2014

HC Lugano - SC Bern 4:0

Historisches hat man heute Abend erleben dürfen. Nach 44 Runden haben es unsere ehemaligen Meister geschafft, unter dem Strich und auch schon bald unter der Erde zu liegen. Zudem haben wir heute die Bankrott-Erklärung vom SC Bern erlebt. Wer 7 Runden vor Schluss eine solche Scheiss-Leistung abliefert obschon das Messer schon im Hintern steckt - das darf alles nicht wahr sein. Natürlich bleiben noch 6 Runden, aber in dieser Verfassung müssen wir uns wirklich alles abschminken was nach Playoff tönt. Wahrscheinlich wünscht sich nur der ZSC das wir bald wieder Erfolg haben, denn als 8er würden wir gegen sie einlaufen, das gäbe eine Serie mit 4 Siegen für den Z und einem Torverhältnis von 31:2. Unser Sportchef turnt ja scheinbar in den Staaten rum um einen Ausländer zu suchen, aber bitte ja nicht für diese Saison, denn das wäre die reine Geldverschwendung. Finden wir doch inzwischen einen neuen Namen für unsere Buben, wie wäre es mit SC Bern Lakers? Oder SCB Tigers? Mit dem stolzen, einst mächtigem SCB hatte dieses Team gar nichts mehr zu tun. Die Leistung heute war schlicht wieder unterirdisch schwach.

Also, ein schicksalsschwangeres Spiel steht zur Austragung. Unsere Totengräber bringen es dann tatsächlich fertig, auch dieses Spiel bereits nach dem ersten Drittel versemmelt zu haben. Was für eine Top-Einstellung, was für eine Top-Taktik, was für Top-Spieler! Aber es war trotzdem noch fast ein tolles Drittel, trotz dem 3:0 für Lugano. Wir sahen hier immerhin 2 Torchancen, einmal versiebte Bertschey aus 2 Metern, einmal stocherte Venom den Puck aus 30cm an den Pfosten. Aber egal, wenn aber und hätte und wäre spielen in unserer Situation schlichtweg keine Rolle mehr. Entscheidender war, dass man die Abwehrarbeit erledigte wie besoffene Konfirmanden die zusammen an der Pissoir-Rinne stehen und sich heimlich auf die Schlange schielen. Unwürdige Arbeit war das, grauenhaft. Gegen vorne ging es gar nicht, es war fast noch schlimmer als gestern, Leckdonner spielte nicht obschon Röschti Olaf immer noch verletzt ist - scheinbar haben wir ja genug kräftige Schützen im Team .... die hatten wohl heute einfach keine Lust die Buben! Uha. Lugano klepfte uns locker vom Sockel, sie profitierten von wirklich stümperhafter Arbeit. 3:0 und weg war das Spiel. Ja, ich weiss, Zürich hatte das noch gedreht, aber eben, da sind 24 Punkte Unterschied ...

Das zweite Drittel wurde dann noch miserabler. Zwar konnte man hinten nun dicht halten, aber was die offensive Abteilung an Crèmeschnitten hinfurzte, war schon fast ein Windgang aus der Elefantenabteilung. So was von wirr, beschissen wirr, so was von blöden Angriffen, kein Durchsetzungsvermögen, erneut keine Emotionen, ungefährliche Abschlüsse, es war grauenhaft. Irgendwie wurde bei unseren Möpsen auf Kufen das Zeitlupen-Gen aktiviert. Hat dann mal jemand so was wie eine Schusschance, dann zögert er genau diese 2 Zentelssekunden die eben dann reichen, damit ein Verteidiger noch den Stock dazwischen nebelt. Ein grässliches Drittel, immerhin stand es nur 3:0 für Lugagel.

Das letzte Drittel ist schnell erzählt. Ein paar Druckphäseli gab es, allerdings in den Ecken, dort wo das Drücken nicht mal einem Pudding weh tut. Der Rest war hilfloses Gekratze für Anfänger und hatte nichts, aber auch gar nichts mit Hockey zu tun. Nach wie vor war kein Spielaufbau sichtbar, kein System, es war Harakiri-Hockey für Dumpfbacken. Als langjähriger Fan liefen Dir ab solchen Bilder wirklich die Tränen runter. Oder war es Bier? Lugagel schrieb dann im Powerplay noch den 4. Treffer, interessiert hat es mich nicht mehr, irgendwie wurden wir im Powerplay ausgehebelt als hätten wir 3 Spieler auf dem Eis und Lugano 12. Aber eben, spielte auch keine Rolle mehr.

So, nun folgen 6 Todesspiele. Hoffnung habe ich ehrlich gesagt keine, den wer an diesem Wochenende bei 2 so wichtigen Spielen eine solche hintervotzige Scheisse abliefert, der wird sich auch für die restlichen 6 Spiele nicht motivieren können. Oder vor Angst in die Hosen machen. Als Meister sich feiern zu lassen ist halt schon einfacher als Dreck zu fressen um das Verderben zu verhindern. Müsste ich übrigens heute einen Schnitt im Kader machen, dann würde mein SCB so aussehen (ich berücksichtige, im Gegensatz zu anderen Sportchefs, auch die Verletzungsanfälligkeit):

Im Tor: Niemand
In der Abwehr: Kinnhakenreid, Gerber
Im Sturm: Plüsch, Schwerweh
Junioren: 19 Stück

Und glaubt es mir: Die Halle würde toben ab Kampfhockey ohne Ende. Auch wenn wir die Playoffs nicht schaffen würden: In jedem der 50 Spiele wäre der Zuschauer auf seine Kosten gekommen.

Was sind wir eigentlich für eine Mümmelkacke-Equipe geworden? Reagiert da mal so langsam irgendwer irgendwo irgendwann?? Unsäglich!

Einzuleitende Sofortmassnahmen

Einzuleitende Sofortmassnahmen

Uns droht die Höchststrafe nach 44 Runden. Der Fall unter den Playoff-Strich scheint heute Abend realistisch. Wohl zum ersten Mal ist man froh ohne Ende, dass wir noch diese 6 unsäglichen Zusatzrunden im Spielplan haben. Eigentlich wäre nach heute Abend die Quali durch. Natürlich würde ich nach dieser Saison es dem Team gönnen, wenn sie sich in der Abstiegsrunde wiederfinden würden. Wer eine Saison lang, mit einer kurzen besseren Phase, so rumgurkt wie wir, gehört eben eigentlich nicht in die Playoffs. Da das Herz aber IMMER für diesen Verein schlägt, habe ich hier 10 Sofort-Massnahmen mit meinem Staff ausgearbeitet, die sofort umgesetzt werden müssen.

1. Eine Linie kann sich nur noch auswechseln lassen, wenn einer aus dem 5er-Block einen Gegenspieler umgeboxt hat.

2. Nach jedem Gegentor wird der Torhüter gewechselt.

3. Lars muss seine Ziele und Vorstellungen in einem 1-stündigen Vortrag der Kurve präsentieren. Ist die Kurve nicht einverstanden, darf sie ihn mit Bananen bewerfen.

4. Lars einen Ohrhörer wie beim CIA geben. Am anderen Ende sitzt Tuni der ihm die Anweisungen in seine Ohrmuschel trötet.

5. Phrasen-Training einführen. Es langweilt langsam wenn man liest "wir stehen wieder auf" oder "wir waren nicht bereit". Neue Statements einstudieren wie "Die Nummer 40 ist eine Kartoffel" oder "die Nummer 13 hat mehr Schuppen als ein Fisch". 

6. Transferverbot für Spieler die am Stock gehen. Langfristig das Durchschnittsalter um 15 Jahre senken. Lieber Jung und Hungrig dafür noch nicht so stark als alt und verledert. Wenn schon um die Playouts kämpfen, dann wenigstens mit Herz.

7. Einen Trainer finden, der nicht durch sämtliche Notnagel-Prüfungen gegangen ist. Mal einen auswählen, der fachlich, menschlich und im sportlichen Bereich überzeugt. 

8. Aufräumen mit ein paar Stammplatz-Pächtern. Bei gewissen Leuten spielt die Leistung scheinbar keine Rolle, die stehen immer auf dem Eis. Weg mit den Freipässen, die Leistung muss den Platz im Team geben. Nötigenfalls mit Jungs aus der Elite ersetzten.

9. Den Spielern nach dem nächsten Meistertitel unter Strafe verbieten, was zu leiern von "wir haben keinen Meisterblues, wir werden noch stärker sein als letzte Saison".

10. Tuni's Matchberichte müssen von jedem Spieler auswendig gelernt werden. Nach einem Gurkenspiel muss jeder Spieler den Matchbericht auf einem Wrecking Ball singen, nackt. Die Filme werden auf Youtube gestellt, mit vollem Namen und eingeblendeter Handy-Nummer.

Schlimmer kann es ja nicht mehr werden. Aber man kann auch jetzt noch Kampfgeist zeigen. Ich hoffe sehr, dass die Buben heute Lust haben und eine Spur motiviert sind, einen Sieg zu holen.

Freitag, 24. Januar 2014

24.01.2014 SC Bern - Lausanne HC 1:3

24.01.2013

SC Bern - Lausanne HC 1:3


Bevor ich auf dieses Toiletten-Spiel zu sprechen komme, hier nur ein kurzes aber sehr ernst gemeintes Statement von mir: ICH MÖCHTE NIE MEHR IN IRGEND EINEM KÄSEBLATT LESEN, DASS ES WICHTIG SEI MIT GROSSER PACE ZU STARTEN. ICH MÖCHTE AUCH NIE MEHR LESEN, DASS MAN SICH IN DER TABELLE AUCH NACH OBEN ORIENTIEREN KANN. WEITER MÖCHTE ICH NICHT MEHR LESEN, WELCHER WURSTI VERLETZT IST UND WELCHER NICHT, WEIL ES MIR SCHEISSEGAL IST WELCHER GROBMOTORIKER AUF DEM EIS RUMFURZEN WIRD. GLEICHZEITIG MÖCHTE ICH ERST WIEDER ÜBER EINEN TRANSFER LESEN, WENN DER DENN AUCH ABGESCHLOSSEN IST UND NICHT AN WELCHEN AFFEN MAN DRAN IST, DIE DANN EH NICHT KOMMEN.

So, das wars schon. Kommen wir also zu dieser Hundsverlochete von heute Abend. Das war nicht mal mehr ein Schlag ins Gesicht eines Fans, das war ein Fusstritt mit einem Skischuh in die Eier. Warst Du heute nicht am Match? Oh das macht nichts, lass Dir versichern: Du hast 100% den besseren Abend gehabt! Ach wenn Dein Aufriss dann eine Transe war, auch wenn Du Dich im Taxi übergeben hast, auch wenn Du bei der Damenwahl als Letzter genommen wurdest - es war schlauer als das grobmotorische Anal-Spektakel dass 22 Cervelats hingesenft haben. Unsäglich war es, Lasagne Hasch Zeh war der verdiente Sieger. Gemacht für das Spiel haben die Weissweinheinis nichts, das war aber auch nicht nötig, sie mussten nur warten bis sich unsere Kehrichtschaufeln gegenseitig auf die Nüsse traten. Was für ein Skandal, das in einem kapitalen Strichmatch!

Also, der Match hat ja mal begonnen. Die Pace wollte man hochhalten, ja genau, es wurde von der ersten Sekunde an extrem hochgehalten, die Isostar-Flaschen, die Unterhosen, die Zahnschoner, alles, aber einfach nicht die Pace. Das Gewurste nahm schon in den ersten Sekunden unterirdische Ausmasse an, die Katastrophe nahm da ihren Lauf. Wo Emotionen? Wo Druck? Wo Spielintelligenz? Wo Körpereinsatz? Alles weg, nach den Kürläufern aus Kloten, die nach dem 3:0 aufgehört haben ernsthaft um den Sieg zu kämpfen, folgte nun eben ein Stricherklub der um jeden Puck fightet. Seit 43 Spielen kratzen sie mit der gleichen Taktik durch den Bitz, und wir als Schweizer Schwingermeister bringen es nicht hin, diesen Riegel zu knacken? Hallo? Zu den Emotionen: Ihr könnt es Zuhause selber nachstellen. Legt eine geschälte Kartoffel auf den Stubentisch und starrte das Teil 2 Stunden lang an. Soviel Emotionen brachten unsere Jungs heute aufs Eis. Lasagne wartete mal ab, konterte gut dazwischen und schoss dann auch verdient das 1:0. Man müsste noch erwähnen, dass die Welschen noch 2 mal alleine auf Beppo losgehuntert sind und auch sonst ab und zu Unruhe brachten. Bei uns schaute in 20 Minuten 1 1/2 Chancen raus - dem gegenüber standen 212'000 Fehlpässe und 0 Checks und 1 gewonnener Zweikampf. Klasse.

Im zweiten Drittel hatte ich noch kurz Hoffnung das irgendjemand ihnen die Drogen weggenommen hat - Fehlanzeige. Es gurkte weiter, wir waren heute wie Raclette-Käse der in der Achselhöhle geschmolzen wurde. Als wir erneut im Schilf standen konnte Déruns das 2:0 reinhämmern. Déruns, der die Hälfte seiner Tore gegen uns geschossen hat in dieser Saison. Passt ja. Danach folgten jämmerliche Minuten in denen wir versuchten, irgendwie auch nur so etwas ähnliches wie eine Chance hinzusabbern. Es klappte dann von Minute 30 bis 34, da waren wir dann mal ein bisschen gefährlich. Über Kaltblütigkeit und Schussgenauigkeit muss ich mich ja hier jetzt nicht noch äussern, sonst steigt mein Magensaft wieder in bedrohliche Höhen, gell?

OK, dann ins letzte Drittel. Die Peinlichkeiten gingen weiter, im Powerplay versabberten wir die Scheibe, der Mivelöneneinenaninen schoss den klassischen Shorthander zum 3:0. Das wars. Als hätte man uns den Vibrator aus dem Hintern gezogen. Klar folgte dann ein wirres Anrennen und konzeptloses Rumfurzen, Plüsch knallte dann noch den Ehrentreffer hin, das wars. So froh war ich noch nie, dass ein Spiel vorbei war. Ein Skandal auf Eis. Lausanne gewann hochverdient, war die bessere Mannschaft, war besser organisiert, war im Powerplay gefährlicher, war im Boxplay besser, war intelligenter, effizienter und nicht so blöd wie wir.
Ganz herrliche Aussichten für die Zukunft dürfen wir nun haben. 3 Punkte vor dem Strich, Rang 8, eine Verfassung wie ein Schlotterbube wenn er aus 30'000 Meter einen Fallschirmsprung machen sollte. Nach diesem Gegurke heute sage ich folgende folgenschwere Worte: Es ist mir echt Wurst ob wir die Playoffs schaffen. Mit dieser Truppe scheint das Maximum aller Gefühle wohl das kühle Bier in der Pause zu sein. 

Montag, 20. Januar 2014

Furzkopf der Woche


Die Lauberhorn-Spielverderber




Da lasse ich mich also mal überreden um ans Lauberhorn zu pilgern. OK, am Abend stand ja der hochdramatische Mümmelmatch gegen Kloten noch auf dem Programm, also musste es straff organisiert werden damit ich keine Sekunde meines Herzblut-Klubs verpasse.

Um 03.30 Uhr war Tagwache, wie im Militär, nur dass ich mich selber angeschrien habe und nicht der Feldweibel. Austehen, frisch machen, wie tot an den Bahnhof fahren, wie tot auf den Extrazug warten, wie tot die Mitreiser begrüssen, wie tot in den Zug einsteigen, wie tot bereits um 5 Uhr Bier saufen, um 07.00 Uhr war ich betrunken, Weltklasse. Danach besoffen überall anstehen, Milliarden von Skifürzen die alle zu diesem Laubbaumhorn wollten. Grässlich. Und alle rochen nach billiger Migros-Budget Sonnencrème.

OK, nach irgendwelchen Zahnradbahnen und sonstigem Bergmist war man dann - nein, eben nicht dort, man war am Ausgangspunkt für den anschliessenden 45-minütigen Fussmarsch zum vom Experten vorgeschlagenen Traumplatz. Meine Turnschuhe machten schlapp, 3 Kilo Schnee pro Schuh, war schlecht geplant von mir, aber ich dachte echt dass um die Piste rum alles Grün ist bei dem Scheisswinter. Egal, weiter gehts, die Promille gingen langsam in Richtung Vergiftung. Alle 3 Meter ein Schluck Schnaps, logo, der Wind wurde auch etwas heftiger, meine HC Davos-Kappe hat es in einen Tobel runtergefurzt ohne Ende.

Doch dann waren wir endlich da, vor uns der Hundsschopf, schon bestialisch steil, aber ich freute mich. Mein erstes Rennen live, dann noch an einer solch spektakulären Passage. OK, der Wind war schon um 09.30 etwas scharf, wenn Du einen geraucht hast brannte die Cigi ohne einen Zug zu nehmen runter, war krass. Und kalt. Ein Sweater mit Jeanskutte reichte nicht, um wohl zu sein. Aber eben, der Alk wärmte, Jagertee saufen und so, eine herrliche Lall-Klicke waren wir.

Dann plötzlich fahren 3'500 Skihosen an uns vorbei, sah nach Trainer-Staff und so aus, es wurde hektisch, auch die Zuschauer brachen alle auf. "Der Start wird weiter unten angesetzt, es hat Wind oben". Da hört jetzt aber alles auf! Was es hat Wind oben? Verschiebt man Fussballspiele wenn es windet? Ich tobte ohne Ende. Fliegen Flieger nicht mehr weil es Luft hat? Nein, sie fliegen WEIL es Luft hat. Unsägliche Würste! Sie hätten ja auch Tempo rausnehmen können die Bolzköpfe, niemand hat ihnen befohlen bei diesem Wetter schnell zu fahren, das erwartet man ja auch von mir wenn auf der Autobahn schwere Bedingungen sind.

Egal, das Rennen war für mich gelaufen, fluchend machte ich mich auf den Heimweg, habe aus lauter Frust noch "Ching Chüng" in den Schnee gepinkelt, ich wollte nur noch Heim. Unten aus dem Tal hörte ich den Jubel, wahrscheinlich hat wieder der Dieter Küsch gewonnen, wegen dem war ich ja schliesslich auf diese Mörderreise gegangen.

Einmal Lauberhorn - nie mehr Lauberhorn!