Google+ Hardboiled SCB: 2014

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Hardboiler, rutscht gut, sonst fettet halt etwas ein

Ja, das Jahr 2014 liegt in den letzten Zuckungen. Es war ein sensationelles Jahr, mal abgesehen davon dass viele gute Leute gehen mussten, die Asiaten laufend Flugzeuge versenkten, es mehr Kriege und Gewalt gab als ever und diverse Seuchen ausgebrochen sind.

Gut gibt es den Sport, obschon uns der SCB in diesem Frühjahr ja quasi eine mentale Seuche verpasst hat, die Seuche des Losers, des Playout-Teilnehmers. Aber Sport ist wie immer die wichtigste Nebensache der Welt, dort kann man für 2 Stunden das Elend in dieser Welt etwas verdrängen. Das braucht der Mensch, denn wenn Du 5 Nachrichtensendungen in Serie schaust, kriegst Du die Krise.

Sportlich hat der SCB den Tiefschlag wie ein Profi verarbeitet, der Metzger hat eine neue Kultur in das Team gebracht, alle Transfers waren bisher gut bis sehr gut. Wir grüssen ja mal locker als Leader in das Jahr 2015, werden allerdings unglaublich hart weiterarbeiten müssen, um das Niveau so zu halten, das ist klar.

Für Hardboiled SCB war es ein erfolgreiches Jahr, die App hat fast 2'500 Fanatiker gefunden, auf der Seite habe ich über 5'500 Follower, nach wie vor werden die Berichte toll gelesen, deshalb ein herzliches "Danke" von mir, für mich ist es immer noch ein Phänomen, dass so viele Leute auf mein Gekritzel mit mindestens 800 Schreibfehlern und 1200 Grammatikfehlern stehen. Aber vielleicht ist es auch sehr einfach: Schreiben was man denkt, voller Emotionen, nicht in ein Deutsch abrutschen, dass eine Niederlage gegen einen Gagelklub schön redet oder als nicht so wichtig taxiert. Wir sind die Fans, ohne uns gäbe es keinen Verein, keine Sponsoren und 300'000 Liter Bier die gesoffen werden an einem zügigen Heimspiel. Also wird auf Hardboiled SCB immer die nackte, wohlgeformte, apfelpoförmige Wahrheit stehen.

Ich wünsche Euch allen, jedem Einzelnen, einen tollen Rutsch in das 2015, die Politik draussen und der tödliche Fanatismus können wir leider nicht ändern, aber wir können in unserem Tempel unbeschwerte und geile Stunden verbringen. Für das darf man dankbar sein, auch dass wir in einem Land leben wo wir nicht täglich um unsere Gesundheit fürchten müssen.

Rutscht gut, trinkt artig und viel, lallt was ihr könnt, tauscht Zungen aus, macht Party, lasst es krachen!

Ein Gruss an alle, egal welcher Klub in Deinem Herzen ist!

Tuni

Sonntag, 28. Dezember 2014

Furzkopf der Woche - Das Geheule um die von Arxen

Das geht ja toll ab. Man versteht ja irgendwie, dass der HC Davos sich irgendwann von Hockey-Opas trennen will. Der bald 70-jährige Reto von Arx und sein Puderbruder Jan kriegen scheinbar vom HC Davos keinen neuen Vertrag mehr. Ein verständlicher Entscheid, der Reto ist im Sturm halt nicht mehr das, was er mal war, und der Jan knorzt in der Abwehr herum wie ein knorriger Eichelhäher. Eigentlich ist es "buisness as usual", wie man so schön sagt.

Doch es gibt immer auch die andere Seite. Es ist völlig logisch, dass die beiden Brüder um einen erneuten Vertrag kämpfen. Sie haben fast ihr halbes Leben in Davos verkifft, das bindet, das macht sentimental. Sie suchen jede Möglichkeit, um den HCD vielleicht doch noch zu erweichen. Für mich logisch. Wo kriegt man das Gras sonst direkt vom Trainer?

Dass aber jetzt der gesamte Blätterwald sich aufführt, als hätte der HCD die Unterhosen von Arno versteigert, geigt dann doch gewaltig daneben. Man könnte meinen, die Davoser seppeln einen Riesenfehler hin, erledigen den Klub, vernichten ihn, machen aus ihm ein Rappi aus den Bergen oder ein Kloten der Lawinenfurzer. Unsäglich wie ein solches Furzthema den Blätterwald beherscht, während dem unsere Junioren heldenhaft die Tschechermannen an der WM vom Eis fegen. Das ist dann mal eine Randnotiz wert. Ich warte jetzt noch auf Berichterstattungen im Zyschitgsclub (Thema: Reto von Arx weint oft) oder auf N24 in einer Doku, wo beide Brüder mit gefrorenem Schnuder auf dem Piz Cornichon stehen und heulen wie läufige Wölfe.

Es reicht langsam. Vereine, die ihre Zukunft langfristig planen, müssen ab und zu Spieler aussortieren. Wenn beide jetzt 21 Jahre alt wären und beim Pinkeln noch Muddi mitnehmen würden, dann könnte man die Aufruhr ja noch verstehen. So aber ist es das übliche Pressegeheule, das einem mehr auf den Sack geht als besoffene Verwandte an Weihnachten, die im Suff eine Kerze vom Tannenbaum gefressen haben. 

Jetzt mal Ruhe mit dem Geleier, bitte!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnacht und ein tolles Bilderrätsel - für Euch!

Ja, soeben habe ich erfahren, dass Hardboiled SCB zur schnellsten Hockey-Seite von Wichtrach gewählt wurde. Meine Matchberichte sind immer sehr früh drauf, das wird geschätzt, nicht so wie bei den offiziellen Klubs wo man den Matchbericht der letzten Saison oft erst nächste Saison lesen darf. Das hat mich sehr animiert, deshalb kommt schon heute das tolle Bilderrätsel, das ich hemmungslos dem SCB abgekupfert habe, für das Spiel in Lausanne.

Wer die richtige Lösung als Kommentar hinkratzt, kann einen tollen Preis gewinnen. So habe ich noch Gutscheine für ein Abendessen mit Roman Wick, ein Tag Europapark mit Schüschu Sprunger, ein Kurs in der Migros-Clubschule Thema "assiozative Linkedierungen im alltäglichen neuropysikalischem Neutronen-Gaschromatografen" mit Herrn Chiesa, oder als absoluten Hammer ein Trainerlehrgang, geleitet von Herrn Zenhäusern mit dem Thema "Spielt Dein Team wie Mädchen und verliert sogar gegen lahme Schimpansen, dann stellt Dich einfach bewustlos". Der Nähkurs mit Timo Heering wurde leider abgesagt weil der Herr die Stricknadeln gefressen hat. Die Kursleiterin, die Frau von Rieder Röschu, war darüber so sauer, dass sie einen Letsche Flan gegessen hat. Mit 50 Saucen.

Hey, ich wünsche Euch allen eine schöne, besinnliche, fröhliche Zeit, wenn ihr heute den Tannenbaum beflammt, denkt aber auch daran, dass es Menschen gibt, die in dieser Zeit nicht so fröhlich sein können. Ich denke da an unsere Mitmenschen in Fickburg, die als Tabellenelfter bei jedem Geschenk in Tränen ausbrechen werden. Also, nicht provozieren, nichts schenken, spätestens im Juni 2015 wird ihre Depression vorbei sein. Geniesst die Zeit, Hardboiled wird natürlich nicht schweigen und weiterhin abröhren wenn es denn was zum Abröhren gibt.

Die kurze Weihnachtsgeschichte kommt ebenfalls, ich weiss dass ihr darauf wartet. Also:

Ein kleines Kind sitzt im Wald, da kommt ein Weihnachtsmann aus Kloten mit einem Esel aus Fribourg. "Liebes Kind, warum weinst Du denn" fragt der weissbartige Eseff. Das Kind schaut erst den Weihnachtsmann an, dann den Esel, steht auf und geht heim.

Gänsehaut diese Geschichte! Oder? Selber erfunden! Wie alles hier!

Als Leader Weihnachten feiern ist ungefähr wie Osterglocken haben obschon man Chiesa heisst. Geil geil geil!

Dienstag, 23. Dezember 2014

23.12.2014 SC Bern - ZSC Lions 3:1

Hätte mir jemand zu Beginn dieser Saison gesagt, dass wir die Weihnachtspause als Leader abfeiern werden - ich hätte waghalsig versprochen, dass ich in dem Fall über die Feiertage 300 Bilder von nackten Frauen anschauen werde. Nun ist es passiert - tja, das gibt harte Festtage für mich. Wettschulden sind Ehrenschulden. Ihr kennt mich ja. Nun gut, das war ein ganz geiler Auftritt heute, erneut, was für ein Spiel, was für ein Kampf, einfach schlichtweg geil. Klar, es gab noch ein paar Aussetzer, die müssen wir noch wegtrainieren, aber alles in allem sah das heute sehr sehr ansehlich aus. Leid tat mir etwas der Rumäne Wick, der wieder zum Buhmann wurde, das hing aber nicht damit zusammen, dass er aussieht wie die Maske der Anonymus-Hacker, nein, das Volk akzeptierte seine sehr weiblichen Fouls dann irgendwann halt mal nicht mehr. Dabei muss ich jetzt wirklich eine Lanze brechen für den Buben, er ist wirklich ein wohlerzogener junger Mann. Ich weiss das, weil ich zufällig gesehen habe, wie seine Frau ihn zum Hallenstadion gefahren hat - ey, er nahm ihr sofort die Handtasche ab weil sie etwas stöhnte ab seiner schweren Hockeytasche,  die sie schleppen musste. Ein Gentleman vom Haareschön bis zum Käsefüssli, wie sein Vater, der alte Umklatscher in der Abwehr.

Also, was für ein geiler Beginn, beide Teams auf dem Level um der gebumsten Halle ein Spektakel zu bieten. Das Tempo war hoch, der Puls war hoch, Guy Metzgers Gesichtsausdruck war hoch, es war einfach hochstehend. Wir bolzten geil ab gegen vorne, wir hielten hinten dicht, keine Sekunde war es langweilig, so ein Spiel braucht es eben vor der unsäglichen Pause. Eigentlich hatten wir alles im Griff, wurden dann aber von einem groben Zürcher Konter etwas in die Kloschüssel gepresst, 4 Zürcher gegen 1 Abwehrmanndli, aber sie verknarkten den Angriff, es folgte unser Konter. Und er wurde traumhaft abgeschlossen, Dirty Ritchie zu Holldrioway und der zu Plüsch Ferdu der nur noch einschieben musste. Herrlich und die Halle zitterte. Es gab genau einen Schreckmoment als das Pferd Nilsson durchlief aber an Nolan dem Schäfer scheiterte. Ein geiles Drittel.

Weiter ging es im zweiten Abschnitt. Genau gleich. Gutes Hockey, gute Spielzüge, die Zurigos nun etwas flinker, langsam begannen sie die Emotionen anzuheizen. Den Meisterbonus konnten sie ab und zu ausnützen wenn die Schiris getöipelete Aktionen als legal einstuften. Aber egal, wir sind auch gegen Provokationen gestählt worden, danke Metzger, ein geiles Team mit einem geilen Trainer! Wir versiebten nicht schlechte Chancen, allerdings hatten wir auch 2 x grosses Glück dass die Zürcher keinen schrieben. Einmal war Schäfer herrlich, einmal rettet Blum wie ein Topf. Ein Traumtor, eingeleitet durch einen Traumpass von Plüsch, erzielte dann der Schwerweh. Sehenswert, das war das Eintrittsgeld alleine wert. Alles schien klar, wir hatten sie wieder massiv im Schwitz- und Schlitzkasten. Bis eben dann alle schon in der Pause waren, erst verplemperte Holldrioway die Scheibe fahrlässig, danach liess sich der Schäfer wie ein Schläfer erwischen - nur noch 2:1. Das Tor fiel eine Billiarstelsekunde vor der Sirene. Das war hart. Aber wisst ihr was? SCHEISSEGAL! Uha uha uha.

Im letzten Drittel war dann wieder harte Arbeit angesagt. Die Limmater Löwen zogen sich eine Linie Schwammendingen rein und wollten natürlich ausgleichen. Aber unsere Konter waren gefährlicher als ihre Versuche. Trotzdem brauchten wir noch Glück als wir in Unterzahl unter Druck gerieten. Aber zum Schluss foulten sich die Zürcher dann endlich auch noch ins Elend, sie nahmen den Kolbenkreuz oder wie der heisst aus der Krätze, allerdings spielten sie so erst 5 gegen 5. Kein Wunder murksten wir noch einen unheimlich doofen Ofen rein, Dirty Ritchie knallte uns auf den Leadersessel, einfach geil.

Das war bis jetzt eine Top-Saison. Harzig gestartet, danach kamen wir aber kanadisch geil mit immer mehr Speed, im Moment murksen wir alles weg was nach Gegner aussieht. Feiert die Weihnacht erfürchtig, wenn dann aber der offizielle Teil durch ist und ihr die selbstgestrickten beissenden Wollunterhosen von Oma montiert habt, dann setzt ihr Euch hin, sauft einen oder auch 10 auf den Leader! Die Jungs haben es verdient!

Der SCB mit neuer Spielwerbung - das kann ich auch

Ihr habt es sicher gesehen, der SCB macht neu auf den Social Media ziemlich Werbung für die Spiele. Gestern war ein Drache und eine Dusche, "gebt dem Drachen eine Dusche" war das, heute ist die Collage mit Löwen und Zähnen, "zieht den Löwen die Zähne" heisst das.

Das ist OK, ich finde es gut, nur schade das die offizielle Seite mal wieder meinen Vorschlag abgelehnt hat. Die Werbung war ja öffentlich als Wettbewerb ausgeschrieben, der erste Preis war eine Schnitzeljagd mit Marc Reichert, hätte man gewonnen hätte man ihm einen auf die Schulter klopfen dürfen. Uha.

Nun, da ich wieder mal ausgeschieden bin, nun also hier mein Vorschlag, ich persönlich finde ihn gar nicht so schlecht.

Man sieht sich in ein paar Stunden im Tempel aller Tempel, in der Mutter aller Stehrampen, heute wird mal sicher gut abgelötet werden, morgen haben fast alle frei und der Geburtstag vom Heiland feiert man ja meistens erst gegen Abend. Go on!

Montag, 22. Dezember 2014

22.12.2014 HC Fribourg Gottéron - SC Bern 0:4

Dem Drachen die Zähne gezogen. Einer Stadt die Abwasser wieder in den Hintern gepresst. Einem Gegner die Stöcke bis zum Anschlag rektal eingeführt. Die Nase mit Salzsäure geputzt. Vernascht und blossgestellt. Das war ein sehr sehr überzeugender Sieg von unseren Mannen gegen die serbelnden Hutzenbröhne. Ich habe bereits gestern an der abverheiten Weihnachtsfuhre gedacht, dass da etwas nicht mehr ganz stimmt in Stinkcity. Klar, als die Eltern ihre Spieler abholten, kam noch schnell etwas gute Stimmung auf, aber das war nur Show. Heute haben wir gesehen, dass die nicht mehr weit weg vom Kollaps stehen. Aber ist egal, wir erinnern uns an ihre Hähme gegen uns letztes Jahr, eben, wer zuletzt lacht, dem fehlen am Schluss die Brustwarzen und er hat nur noch Warzen. Deshalb lache ich nicht. Das ist eben der Unterschied. Wir hingegen waren heute gut, sehr gut sogar, so spielt man auswärts und nicht anders.

Also, das Gische war fermé, das Spiel beginnt, und wir machten ihr Gische dann auch noch gleich noch mehr fermé. Wir starteten spritzig wie Rimus und knallten uns durch Trüffelnacht bereits nach 2 Minuten in Front. Ein herrlicher Ofen von unserem giftigen Manndli, der aber heute nicht giftig sein musste weil die Fribourger schon jetzt nach Verwesung rochen. Wir zogen unser Spiel absolut gut durch und waren klar überlegen. Und siehe da, ich musste mich nicht mal nerven weil wir dann die Öfen nicht machten. Plüsch und Moses knallten uns noch vor der ersten Sirene mit 3:0 in Front, und das war es dann schon. Eigentlich. Die Leistung der Hutzenbröhne war schlicht gesagt unterirdisch, allerdings ganz klar auch weil wir ihnen nicht einen Millimeter Raum gaben. Eine Klasseleistung von uns entschied das Spiel bereits nach 20 Minuten.

Der zweite Abschnitt war dann nicht mehr ganz sooo dominant, allerdings griff unser Störkonzept immer noch hammermässig. Und wäre Holldrioway heute nicht ein Chancentod gewesen (gibt es ab und zu bei ihm ...), dann hätten wir schon Alkohol saufen dürfen auf der Spielerbank. OK, Fribourg hatte noch etwas Pech mit einem Milch/Lait/Latten-Knaller, aber auch dieses Drittel hatten wir im Griff. Als dann die Bergers wieder rumstocherten wie Chinesen mit ihren bedeppten Stäbchen, knallten wir folgerichtig die vierte Krätze in das halslose Tor. 4:0 nach 2 Dritteln, selten konnte man es so entspannt nehmen.

Im letzten Abschnitt schauten wir dann zu Beppo, damit er seinen 1311. Ohnetor ins Trockene brachte. Viel passierte nicht mehr, ein paar gefährliche Schüsse der Trottelfonistis, ein paar unglaubliche Chancen die wir versiebten, aber wie gesagt, die Sense war heute ausgesoffen und von Algen befreit, Zeh der Häuser befahl seinen Versagern nach dem Spiel dass sie ohne Badehosen duschen müssen, krass wie es häschert in der Stadt der riechenden Fische. Egal, Sieg, wichtig, geil!

Also, die Verletzten müssen wir gar nicht mehr gross erwähnen, natürlich ist es schön wenn sie wieder fit sind. Aber habt ihr gesehen wie die Leute, die man zu Beginn der Saison noch gar nicht auf der Rechnung hatte, nun in die Bresche springen? Das ist ein Team, das ist ein System, das ist das was ich jahrelang vermisst hatte. Fällt einer aus, dann kommt sein Ersatz uns zieht es weiter durch, einfach geil. Ach ja, der neue, der Jonasschuh, der spielte mit Dirty Ritchie und Holldrioway einen ansprechenden ersten Match, vom Gefühl her sage ich: auch das kommt gut.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Furzkopf der Woche - Die Weihnachtsfeier vom HC Trottelfon

Was für Schlagwörter kommen Euch für "Weihnachten" in eure hübschen Köpfe? Da sind sicher mal "besinnlich", "Tannenbaum", "Geschenke", "leuchtende Kinderaugen" dabei. Gut, sicher auch "Alkohol", "Scheissverwandte" und "auf den Tisch reihern", egal, was ich gestern Abend auf der offiziellen Weihnachtsfeier des HC Fribourg Gottéron erlebt habe, spaltete aber jede Kuhhaut auf Erden. Ich bin so schockiert, dass ich mir wirklich überlegt habe, Weihnachten international zu verbieten. Das war der Schimmel aller Pimmel, pfui Teufel!

Das fing damit an, das niemand die Einladungen kontrolliert hatte, und wer kommt angerauscht? Hans Kossmann, schon ziemlich einen an der Gitarre, leicht Agro drauf, der Sicherheitsdienst bemerkte dann den Irrtum zum Glück rechtzeitig. Kossmann durfte nicht rein, verabschiedete sich mit einem herrlichen Kopfstoss auf die Nase von seinem Nachfolger, wie heisst er noch? Zehenhaus oder so. Egal, die Stimmung war jedenfalls schon ziemlich im Anus.

Dann folgte die obligate Ansprache, aber nicht etwa vom Präsidenten oder einer Führungsperson, nein, Torhüter Conz musste vor das Mik, scheinbar gab es Probleme mit der Resonanz der Lautsprecher, sie suchten desshalb eine Stimme die so richtig aus der Brust raus kommt, bei Conz ist das ja gegeben, weil sie nicht den Umweg über den Hals machen kann. Aber der arme Kerl war total überfordert, er sagte irgendwie "Schöwö sö schö", wer kann schon Welsch in Fribourg, Frechheit!

Danach kam das Essen, das Fribourger Kantonalgericht wurde serviert, Hörndli mit kaltem Schwarztee darüber. Allerdings schien es mir, als dass die Trinkbecher mehr benutzt wurden als die Teller, was sich dann leider nach dem Essen auch deutlich bemerktbar machte.

Erst kam ein Alarm der Security, es seinen offenbar Berner Högliger eingedrungen, tatsächlich hörte man "Hutzenbröhne Trottelfon"-Rufe in ziemlicher Lautstärke. Oben rief der Chef Sicherheit das Kommande "alle in Deckung, Frauen und Tiere zuerst", doch die Entwarnung folgte sogleich. Am hintersten Tisch waren Kwartalkopf und Dubé diesen Ruf am Schmettern, im Vollsuff, offenbar wehen die Erinnerungen an unseren Götterverein immer noch hoch.

Dann rieselte kurz vor Feierabend noch Schaum vom Himmel, die automatische Brandschutzanlange war in Betrieb, es brannte zum Glück nicht, scheinbar ist Heering in einen Alarmknopf gelaufen weil er meinte es sei ein Spiegel.

Warum ich überhaupt dabei war? Nun, ab und zu als Apéro-Crasher auftreten ist cool, gibts bei uns in Bern auch wenn beim Weihnachtsapero meiner Firma dann plötzlich die Schwo vom Rieder Röschu auftaucht. Coole Sache, niemand merkts, meistens isst man sogar gratis und gut, ausser man zieht es eben dort durch wo ich war. Grässlich.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Das perfekte Game zur Weihnachten - NHL 2014/15 Spengler Cup Simulation!

Ja, das Haus EA hat immer wieder Überraschungen in der Kappe. Während dem geübten Zocker das NHL 15 schon lange langweilig geworden ist und um die Spannung zu erhalten mit verbundenen Augen spielt, die Freundin sich daneben langweilt ohne Ende, kommt nun also das Game "NHL 2014/15 Spengler Cup Simulation" auf den Markt. Das Game sei für alle Zocker dieser Erde, egal welche Geschicklichkeit man hat. Ebenso sei es für Frauen und Paare geeignet. Da ich wegen Hardboiled SCB bekannt bin wie Branson May, kriegte ich von EA eine Vorab-Version des Games. Den Test machte ich gestern Abend, hier mein Bericht.

Also, das Game ist für keine Konsole geschrieben worden, nein, man muss es direkt hinten an den Fernseher löten. Wie genau lest ihr in der Gebrauchsanweisung. War etwas schwierig, aber was solls. Danach ging es auch sofort los. Ich nummeriere hier die Schritte chronologisch durch, damit ihr einen Leitfaden zum Ausdrucken habt.

1. Auswahl der eingeladenen Teams
Die Simulation beginnt schon im Sommer, man muss Teams aus der ganzen Welt einladen. Auf der Teamliste müsst ihr Euch darauf konzentrieren, ein Team mit einem hohen DSWDS (Die saufen wie die Sau)-Faktor zu erwischen. Seriöse Teams mit einem tiefen Alk-Faktor kannst Du nicht verpflichten. Tipp: Schaut Euch in Schweden, Finnland oder dem Ostblock um. Besonders witzig: Klickt man den SC Bern an, erscheint der CEO und zeigt dem Spieler den Mittelfinger.

2. Spielplan erstellen
Den Spielplan für das Turnier musst Du ebenfalls ausarbeiten. Das besondere daran ist: Egal was Du eingibst, der HC Davos hat immer den idealen Spielplan mit den meisten Ruhepausen. Fantastisch programmiert, wie in echt!

3. Eingangskontrolle
Dann ist Gameday! Aber die Simulation ist so perfekt, dass Du 90 Minuten vor dem Match einen Stadionordner spielen musst. Das Motto ist klar: Du musst die nüchternen Spassbremsen aussortieren und mit Stadionverbot belegen. So wird das Motto des Spenglercups wirklich 1:1 übertragen: Nur wer hackedicht ist, wird genug Kohle liegen lassen.

4. Game
Das Spiel, das ist eine Innovation, wird dann aus der Sicht eines Zuschauers gezeigt. Herrlich, wie das Bild verschwimmt, herrlich wie ab und zu Kotze über das Bild schwappt, absolut genial simuliert! Es ist unmöglich, dass Du einen Spieler steuern kannst oder am Schluss weisst, wer genau gewonnen hat. Das Spiel dreht ab mit dem Lied "Und dann die Hände zum Himmel". Achtung: Wenn Du das Turnier irrtümlich gewinnst, zerstört die angelötete Platine Deinen Fernseher.

Also Bonus hat EA noch ein paar Modis reingepackt, die ebenfalls auf Interesse stossen dürften. Da gibt es zum Einen den "Frauenmodus", einmal aktiviert stehen alle Spieler nackig auf dem Eis und machen Selfies von ihrem Johann. Ebenfalls Kult fand ich den Gottéron-Modus, da spielst Du gegen ein Team ohne Spieler und verlierst trotzdem. 

Ich habe selten eine packendere Simulation in den Händen gehabt. Unbedingt kaufen!

Dienstag, 16. Dezember 2014

Wichtige Infos, Nachrufe, Beleidigungen und Ausblicke

So, ist die Leber hat ausgeschlafen, ein verkaterter Dienstag ist am Laufen, Freude herrscht über den Cupsieg von gestern. Ich weiss, ich hatte mir von unserem Team etwas mehr erwartet, aber natürlich geht es in einem Cup oder in den Playoffs nur um eines: Siegen, weiterkommen, der Rest interessiert schlussendlich keine Sau. Also fand heute die Auslosung der Halbfinals MIT uns statt, um das geht es doch. Anstatt eine attraktive, gut geformte, ohne BH stehende Glücksfee entschied sich der Blick dann halt für Lars mit seinem grossen Weibel. Egal. Er zog als erstes den Z und als zweites uns, da die Zurigos aber das Hallenstadion nicht haben, weil der Gitarrist von AC/DC sich beim letzten Konzert dort verlaufen hat und ein Suchtrupp immer noch am Suchen ist, können sie halt nicht Zuhause spielen. Die Partie wurde abgetauscht, somit kommen auch wir mal zu einem Heimspiel im Cup. Am 7. Januar, also genau dann wenn der normale Bürger den Alkohol vom Silvester abgelebert hat, kommt es zum Brüller gegen die Lions. Die Uhrzeit ist noch nicht sicher, der "Blick" hat noch 3 Verwaltungsratssitzungen, bis wir es wissen. Aber viel wichtiger ist: Alle Saisonabis sind gültig, wir kriegen also quasi ein Gratis-Knallerspiel, sparen durch das Geld und können uns wieder zart die Lampe füllen.  Die anderer Partie ist logischerweise Genf Servette HC - Kloten Flyers, eine der wohl traurigsten Begegnungen auf Schweizer Eis. Aber egal, unser Ziel muss FINALE sein. Als Austragungsort haben sich übrigens Langnau, Schangnau, Bärau und Gohl beworben. Jede Ortschaft kriegt ein Drittel, die Verlängerung wäre dann in Gohl.

Dann, das ist nicht mehr so neu, habt ihr sicher mitgekriegt, dass wir einen neuen Ausländer im Aldi gepostet haben. Jesse Joensuu heisst der Herr, ist gezeugter Alk und geborener Finne. Ein Powerflügel scheinbar, warten wir es mal ab. Hat der Herr auch nur 1% der Spielweise von Leckdonner, dann soll er gleich wieder nach Edmonton in ein Ölfass steigen. Aber ich will ja nicht negativ sein, kommt schon gut, wir brauchen einen Ersatz für den Kolbenchef, das sieht dort wohl nicht so gut aus mit seiner grauen Masse. Der Transfer von Joensuu wäre für mich Tagesgeschäft, wenn ich da nicht auf ein interessantes Detail gestossen wäre: Joensuu ist auch eine ORTSCHAFT in Finnland!!! Na und, werdet ihr fragen? Warum das Drama? Würde ich auch so ableiern wenn wir einen Bernhard Biel, Rolf Rappi, Ludwig Langnau, Konrad Kloten, Fuck Fribourg oder Arnold Ambri gekauft hätten? Nein!! Denn Achtung: Joensuu, das liegt im Osten von Finnland, wenn Du dort betrunken im Wald pinkeln gehst, kann es gut sein dass Du auf russischen Boden urinierst!), ist der Geburtsort von the only one Inoki Kinn LAURI MONONEN! Wer erinnert sich an den Herrn? Live? Ist fies, er kam 1978 für den damals enttäuschenden Jarmo Koivunen auf Bern und schlug bei uns ein wie eine Bombe! Lauri Mononen *sing* schalalalala - unvergesslich. Was bedeutet das für uns? Keine Ahnung, aber ich liebe so Details.

So, gehen wir nun halt in die Pause, am Montag den 22.12.2014 gehts weiter mit dem Dramaspiel in Furzburg, lassen wir die Leber ruhen, es kommen wilde Zeiten auf uns zu.

Montag, 15. Dezember 2014

Cup: SCL Tigers - SC Bern 1:4

Uha. Nein, das war gar nicht gut heute. OK, es hat gereicht, wir sind im Halbfinale. OK, 4:1 tönt ja noch halbwegs gut. Sorry, wenn man aber das Spiel analysiert, dann haben wir es sehr einfach auf den Nenner gepollt: Schäfer war brilliant, und Holldrioway war frisch und servierte 3 Assists, der Rest hatte wohl abgestandene Slipeinlagen gegessen. Schlussendlich haben wir alles richtig gemacht und sind weiter, andererseits haben wir uns heute viel zu sehr auf den Goalie verlassen. Langnau war mindestens ebenbürtig, oftmals sogar besser, Grosschancen hatten die Emmentaler jedenfalls mehr als wir. Allerdings sind wir dann halt so, dass wir 2 Powerplays zu 2 Toren ausnützen und so das Spiel entscheiden.

OK, die Startminuten waren sicher das Beste von uns. Da kam jede Linie aufs Eis und machte Druck, ein frühes Tor hätte die Ilfistaler sicher verunsichert. Aber das gelang nicht, und ab Minute 10 motorten dann plötzlich die Tiger ab wie ein räudiges Cafi Lutz. Bei uns war bereits wieder der sogenannte "Genf-50-Minuten-Modus" aktiv geworden, das heisst: Von Hinten heraus kamen schlechte Pässe, aber das spielte keine Rolle weil die Stürmer vorne noch komischere Pässe spielten. Das 0:0 nach 20 Minuten ging voll in Ordnung, aber nur für uns, Langnau hätte eigentlich ehrlich gesagt in Führung liegen sollen.

Das zweite Drittel fing dann noch doofer an als das erste aufgehört hat. Langnau wurde immer frecher, klar doch, NLB-Leader mit 20 Punkten Vorsprung, die müssen sich vor der NLA nicht mehr verstecken. Wir hatten dann wieder Schäfer und unglaubliches Schwein bei einem Pfostenschuss, was wäre passiert, wenn wir in Rückstand geraten wären? Schwer zu sagen, meistens spielen wir ja dann irgendwann gut und drehen das Spiel noch. Aber heute ... ich weiss nicht. Es waren dann 2 Knaller im Hauerschtei von Holldrioway die einmal durch den Garten und dann durch Dirty Ritchie unhaltbar abgelenkt wurden. Yes yes, 2:0 in Führung, aber die ganz grossen Chancen brachten wir dann nicht hin, die Hirten spielten immer noch mit 110% Herzblut und kämpften, als wenn der Verlierer dieses Spiels auf die fleichgewordene Fluh Elisabeth Zofiger sitzen müsste.

Im letzten Drittel hoffte ich schwer, dass es keinen Anschlusstreffer geben würde. Und tatsächlich gab es den Anschlusstreffer, ich wünsche mir nichts mehr, versprochen. Die Halle bebte nun noch krasser, jetzt rochen die Tiger quasi an unserem Bärenzipfel, der aber heute sehr schlapp und ohne Inspiration durch den Bitz lampte. Ausgleichchancen kamen ebenfalls noch dazu, langsam wurde mir dann doch mulmig, vor allem wenn ich sah wie abartig schlecht wir unsere Konterchancen abschlossen. Sogar der Metzger spürte mich und nahm noch ein Handdach, was auch bitter nötig war. Doch dann, erneut knallte Holldrioway und Dirty Ritchie lenkte ab, zeigte der Krotsche die einzig schlechte Parade an diesem Abend. Die Scheibe kullerte in Einzelbildschaltungstempo in die Krächze, was für ein Scheissofen. Aber das wars natürlich für uns, der Goaliewegofen vom Althügel war nur noch für die Statistik.

Das war hart heute, ist mir egal das nun auch noch Gerber fehlt, wir spielten das Spiel so wie man es eigentlich nicht spielen dürfte gegen einen Unterklassigen. Von Minute zu Minute haben wir sie aufgebaut, erst kurz vor Schluss ausgelöscht. Gut, man könnte jetzt sagen: Herrlich sadistisch gemacht, so lange liessen wir sie hoffen. Uha. Nein, Hut ab vor den Tigers, hätte der Schäfer nicht alles abgelesen wäre es ganz ganz ganz eng geworden heute. Enger als die Fluh Elisabeth Zofiger!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Furkopf der Woche - Die Angespanntheit in Langnau

Wir bereiten uns sehr seriös auf den Cup-Knaller in Langnau vor. Das Team ist konzentriert und will unbedingt in das Halbfinale eindringen. Für das müssen wir den Tabellenführer der NLB, die SCL Tigers, aus ihrem eigenen Stadion penetrieren. Ein sicherlich schwere Aufgabe, dementsprechend hoch ist die Konzentration bei unseren Mannen.

Was aber im Emmental abgeht, ist dann doch fast etwas too much. Klar haben die Spiele gegen den SCB einen besoneren Wert, klar wollen sie eine Sensation schaffen, aber zu welchem Preis? Erstmals seit 41 Jahren hat der Gemeindepräsident wieder das für die Bevölkerung obligatorische Ilifis-Bad ausgerufen. Die gesammelte Dorfbevölkerung stellt sich (s. Bild) in die Ilfis und wäscht sich zum "Langnau-Schangnau-Bärau-Gohl"-Lied, dazu werden gelbe und rote Söiblumen in den Fluss geschüttet. Dieses Ritual wäre eigentlich verboten, da 3 km unterhalb der Massenreinigung sämtliche Fische verenden. Ich hatte zum Glück meine Kamera dabei, ich habe viel riskiert, denn Farbfotos sind im Emmental nach wie vor verboten. Für mich ist die Wiederbelebung des Rituals ein erstes Indiz, dass die Tiger das Spiel über alles stellen. Klar, es hat auch Vorteile, es wird im Stadion zur Ausnahme mal frisch riechen. Nur kurz, aber immerhin.

Dann wurde der beliebte Fan-Marsch nun doch abgesagt. Die Route wäre eigentlich abgesteckt und von der Polizei freigegeben worden. Vom Bahnhof aus wäre man in Rüedu Baderschters Vorgarten gelaufen, dort gleich links abgebogen, durch das Wohnzimmer von Hans Emmenschmidt, rüber zum Stöckli von Erna Jauchental, danach ein straffer Marsch in den Stall von Schweinebauer Schwendener. Dass der traditionelle Marsch abgesagt wurde zeigt ebenfalls, dass nur der Sieg im Emmental zählt und man sich leider nur auf das Spiel konzentrieren will. Denn der Fanmarsch wurde meistens von einem besoffenen Spieler angeführt, das wird vor diesem Spiel nicht mehr geduldet.

Dazu passt dann gleich auch noch, dass in der Halle nicht mal ein Streichholz endzündet werden darf. Das sei aber keine Schikane, sonder man hat aufgrund einer Messung festgestellt, dass die Furzgase von der Rinderausstellung am Samstag in zu hoher Konzentration unter dem Hallendach rumgeistern. Ein Funke könnte die Darmwinde zum Explodieren bringen. Und wer will schon ab Kuhfürzen in die Luft gejagt werden?

Also, ihr seht, da ist zuviel Fanatismus in dem engen Tal, es wird Zeit, dass wir dort die Cupträume beenden gehen. Freuen wir uns auf einen geilen Cup-Fight.

Samstag, 13. Dezember 2014

13.12.2014 SC Bern - Genf Servette HC 3:2 nV

Mehr auf die Spitze treiben kann man es ja nicht mehr. Wir kehren ein Spiel, das eigentlich mit 300 Tonnen schon am Boden verankert war und für Genf auf dem Präsentierteller wie Wackelpudding französisch rumschwabbelte. Nach unglaublich zähen Minuten gelang uns dann tatsächlich noch die Wende und wir grübelten einen erneuten Sieg in den Gewinnersack. Allerdings brauchten wir Glück, für meinen Geschmack fordern wir das Verlieren ab und zu noch zu sehr heraus.

Also, Genf ist nicht Kloten, das merkt man schon wenn man sich die Neander-Abwehr anschaut. Der Kleinste ist 210 cm, der grösste konnte aus Zeitdruck bis heute nicht vermessen werden. Dementsprechend haben wir auch immer Mühe, gegen die vom Dauerjammeri McSorbet angetriebenen Schlachtrösser zu dominieren. Heute war es genau so. Die Senfer brannten uns wieder in den Nüssen ohne Ende. Das Startdrittel war dann auch ganz und gar nicht das, was man spielen sollte. Wir waren gut bis in ihr Drittel, dort war die Hose dann aber töter als tot. Wir kamen so zu zwei Halbchancen, die Genfer liessen fast nichts zu. Im Gegenteil, als es vor Schäfer unübersichtlich wurde war die Scheibe dann auch drin und wir durften mit einem Rückstand in die Kabine.

Im zweiten Drittel war dann etwas mehr Schaum vor dem Hirn und wir hebelten uns nun sogar echte Torchancen auf die Stöcke. Aber die Scheibe lief in diesem ganzen Spiel ganz selten für uns, gut, als es dann wichtig wurde schon. Aber in diesem zweiten Drittel konnte Genf sich auf das vermüllern in der Defensive konzentrieren. Bei uns hopperte jeder zweite versuchte Pass gegen den Lauf des Empfängers oder der Empfänger konnte den guten Pass nicht annehmen. Die Schüsse waren ein paar mal gut, ganz oft aber schlecht. Als der Schäfer dann eine Scheibe nicht festhalten konnte (er war heute nicht so gut wie in den vorherigen Spielen - rettet aber dann den Sieg), schoben die Genfer voll kindisch das 2:0 in unseren Kasten. Uff, irgendwie glaubte ich nicht mehr so richtig an die Wende, aber seit wir wieder ein Team sind, darf man uns eben niemals aufgeben. Das macht Stolz!

Im letzten Drittel, der Metzger hatte wohl einigen Jungs die Ohren langgezogen wie alben der unhuren doofe Lehrer in der Schule, ging es besser ab. Nun war der Zug zum Tor besser, es wurde agressiver,  was auch sofort belohnt wurde. Dufter heisst der junge Bursche, sagen wir ihm doch einfach Deo, das kann man sich besser merken. Also, der Deo zog aber sowas von geil in den Angel ab - selten gesehen! Wir waren wieder dran, und bei Genf liess die Wirkung von ihrem Zäpfchen wohl nach, die waren fast platt. Das half uns aber wenig, denn wir geigten halt immer noch eine Spur mit zuviel "das kommt dann schon" im Bitz umher. Ich wusste ja nicht, dass das dann sogar stimmte. Es war Schwerweh der uns zum Ausgleich schoss, was für ein Jubel. Aber Achtung, danach versemmelte Genf den Sieg, da war der Schäfer wieder auf der glücklichen Seite.

Die Verlängerung schien dann entschieden, denn Gagelhardy musste auf die Gefängnisbank. Genf mit der grossen Chance bei 4 gegen 3 - doch Plüsch Ferdu entwischte wie ein junger Gott. Solo vor dem Schwammmann oder wie er heisst, er liess ihm keine Chance, die Halle zitterte, bebte, hudelte! Geil!

Dank dem Schlussdrittel und dem Shorthander ein trotzdem geiler Abend. Ich hätte aber wohl sehr anders geredet, falls es nicht zum Happy End gekommen wäre. Aber egal, 2 Punkte nach 0:2 sind geil. Und: wir haben endlich wieder ein Team! Danke Boucher, Du Chef aller Metzger! Das macht Spass.

Freitag, 12. Dezember 2014

12.12.2014 Kloten Flyers - SC Bern 1:5

War das nicht wieder ein Lehrstück von unserer Spielart? Sagt "Ja"! Es ist irgendwie krass, wie erfolgreich wir im Moment durch die Saison hoppeln. Wisst ihr, wie man unseren Stil beschreiben kann? Wie ein Boxkampf, mit allerdings einer seltsamen aber erfolgreichen Taktik. Der Kampf beginnt, wir hoppeln auf der Stelle, täuschen immer nur an, der Gegner, voller Respekt ab all unseren K.O.-Siegen ist angespannt. Und was passiert? Nichts, wir hoppeln 3 Runden auf der Stelle wie ein unhuren witziges Duracell-Häschen. Der Gegner wird irgendwann vor lauter Konzentration müde, der Scheissschweiss rinnt im über die Rübe, in dem Moment wo er schnell die Augen schliesst weil die salzige Brühe drin brennt, hauen wir ihm einen Doppelhänder aufs Maul und erledigen ihn dann in den restlichen Runden elendiglich. Funktoniert, ist cool und macht Eindruck.

Also, die Partie beginnt dann eben mal relativ ausgeglichen. Die Flugblätter logischerweise im Hoch, die hatten ja Davos relativ grob runtergehebelt. Wir waren ebenfalls relativ respektvoll, es entwickelte sich zwar ein mehrheitlich sehr schnelles Spiel, aber die richtig knackigen Aktionen fehlten mir total in diesem Drittel. Allerdings merkte man bei unsere Jungs dann schon, dass sie langsam aber sicher warm liefen. Aber das 0:0 ging in Ordnung, auch Kloten hatte relativ viel vom Drittel. Meine Nerven sollten erst im zweiten Drittel runtergekühlt werden.

Da kam eben relativ rasch der Doppelhänder in das Gefräss des Gegners. Erst wurstete der neue Kanadier einen rein, kurz danach spielte unser Garten die Müllere herrlich frei und wir führten gleich mit 2:0. Das gab Sicherheit, das gab Manneskraft, das liess die Lutz noch frischer durch die Kehle rinnen. Danach war Kloten wirklich am Taumeln, doch nun meine kleine Kritik: Es ist ja geil wenn man immer über die volle Distanz gehen will, aber man hätte in dieser Phase die Swiss-Denner-Brüder umhauen müssen. Aber - das haben wir schon viel gesehen - plötzlich lief man etwas weniger und konterte wie an einem Silversterabend in der Stammbeiz. Prompt konnte Kloten den unerhört doofen Anschluss noch vor der Sirene reinlöffeln.

OK, noch nichts mit ruhig zuschauen und adrett cool trinken. Allerdings waren wir nun im letzten Drittel auf dem Eis, um den Job richtig fertig zu machen. Herrlich wie Holldrioway durchfurzte und den Gagelhardy anspielte, ein Top-Tor! Der gleiche Seppel schoss dann auch ein paar Minüteli später im Hauerplei das 4:1. Nun war der Flieger gegroundet. Nun war das Kerosin im Abflussrohr. Nun war der A380 nur noch ein Papierflieger. Nun spielten wir es locker und souverän und immer noch gefährlich hinunter. Das Higlight war dann sicher der Wunderofen von Pertschi, der einfach durchlief und solo vor dem Tor den Zwischenscheichenstockschuss-Trick zeigte und zum Schlussresultat traf.

Also, gute Leistung, muss ich sagen. Angefangen von einen starken Schäfer (mit einem Big Save im zweiten Drittel) über eine gute Abwehr (die im ersten Drittel noch etwas rumgüferte) zu den ab Minute 22 gefährlichen Stürmern - es passte heute! Und das ist schön. Einfach schön.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Nicht nur Karl Dall, auch Ref Kurmann war vor Gericht wegen einer Tusse

Ich liebe diese Zeit. Das Hockey steigt von Minute zu Minute in entscheidendere Phasen als beim Saisonstart, die Nerven werden langsam aber sicher angespannter, vor allem bei den Teams, die nicht ganz auf dem Level sind, den sie erwartet haben. So auch die Hutzenbröhne, die unter dem Strich zwar attraktiv aussehen, aber für ihre Verhältnisse natürlich total am Versagen sind.

Bei einem Gurkenspiel Gottéron gegen Rappi kam es nun zu einem kleinen Skandal (siehe Bericht Watson) . Ref Kurmann wurde von Schüschu bedrängt, weil ihn ein Rappen ziemlich deftig gecheckt hatte. Kurmann sah den geschminkten Schüschu vor sich (s. Foto) und sagte mehr aus einem Reflex heraus "Chick" zu ihm, was ungefähr soviel wie Tussi heisst. Das wäre ja keine Beleidigung gewesen, das Schüschu eine Tussi auf Kufen ist, weiss man ja bis ins Westjordanland. Das Problem war, das Schüschu "chic" verstand, also auf Deutsch "elegant". Dadurch fühlte sich Schüschu beleidigt. "Ich mache mir vor jedem Spiel die Haare schön und schminke mich dezent, aber das gibt dem Schiri nicht das Recht, mich auf das zu reduzieren!". Was für ein Missverständnis.

Die Schiri-Komission mit Boss Kauffrau hat nun Kurmann zwar verwarnt, aber nicht wegen dem Ausdruck "Chick", sondern weil er eine Fremdsprache verwendet hat, die man in Fribourg weder versteht noch spricht (Englisch). Kurmann wurde angewiesen, in Zukunft den Schüschu in Deutsch (Weichbecher, Warmduscher, Hodensackschrumpfer, Nasenhaarföhner, Untertassenbrustwarzenfanatiker, Fribourger) zu beleidigen, als Alternative noch in Französisch (Gochon, was auf Deutsch ja "Schwein", "Schlamper" oder "Schludrian" heisst, also deckt es alles ab).

Kurmann war vom Urteil zwar enttäuscht, weil er "eigentlich den richtigen Ausdruck gebracht habe". Schüschu will sich zu den Vorfällen nicht äussern, er liess nur vernehmen dass "er eingeschlafen sei und Kurmann plötzlich auf ihm gelegen sei". Oder war das Karl Dall? Egal.

Hockeyzeit, ich liebe Dich!

Dienstag, 9. Dezember 2014

Ausgerechnet jetzt - SCL-Stadionspeakerin vergeigt Melkprüfung

Sportlich läuft es den SCL Tigers in der NLB rund, daran ändert auch die knappe Niederlage in Visp nichts. Von dem her stehen die Zeichen für einen Knaller-Achtefinal gegen den Underdog SC Bern gut. Allerdings gibt es ausgerechnet jetzt im Umfeld des sympatischen Vereins grosse Unruhe. Nach einem gemeinen, zum Glück jetzt verhafteten Trickdieb, dem misteriösen Verschwinden des neu tätowierten Kurvenchefs Emil Ramseier, gibt es nun eine weitere schlechte Nachricht aus dem Dorf: Die Stadionspeakerin Chr.N. hat ihre eidgenössische Melkprüfung mit einer Abschlussnote von 2.1 total vergeigt. Leider war die Dame nicht zu sprechen, sie verweigert jedes Interview und lässt offen, ob sie den Achtelfinal gegen den SCB überhaupt begleiten will. Das tönt nicht gut.

Wer kennt sie nicht, die Speakerin in Langnau? Wenn sie das Mik packt und eine Strafe oder Torschützen durchgibt, fallen selbst den behaarten Emmentalern die Achselhaare im dreiviertel Takt in die weissen Unterhemden. Schrill ist für die Durchsage der 300 dB-Frau nur der Vorname. Oftmals weigern sich Gegner der SCL Tigers ein Tor zu schiessen, weil bei fremden Torschützen neben den Dezibel dann auch noch Sprachfehler dazu kommen. Absicht oder nicht ist egal, die Frau hat Kultstatus und hat alle Enthaarungsstudios im Emmental in den Konkurs getrieben (ja, auch Emmentaler lassen sich die Rückenhaare entfernen, vor allem die Damen).

Ihr Mann wollte sie nun vom Speaker-Job wegbringen, da sie scheinbar die Lautstärke mit der Schrillheit nun auch ins Privatleben übernommen hat. Laut ihrem Mann ist der Beischlaf nicht mehr möglich, da sonst am Morgen sämtliche Tiere auf dem Rücken liegen und mit einem schweren Trauma in die Tierklinik müssen. Ganz schön laut die Frau. Deshalb schlug ihr Mann vor, sie solle sich doch umschulen lassen zur eidgenössischen dipl. Melkerin Stufe "Zitze 4" (für das komplette Euter reichte die Zeit der Ausbildung nicht). 

Doch die Prüfung wurde zum Fiasko. An der lebenden Kuh scheiterte die Dame bereits beim Einfetten des Euters, da sie irrtümlich die Gleitcreme (mit Bratkartoffelgeschmack) von Zuhause eingepackt hatte. Als man sie dann nach 30 Minuten an den Simulator degradierte, scheiterte das Ganze ebenfalls massiv (s. Bild). Nicht ein Tropfen Milch konnte die Dame rausmelken. Sehr zum erstaunen ihres Mannes, der meinte dass sonst ... aber lassen wir das.

Es ist zu hoffen, das die sympatische Dame sich mental von diesem Tiefschlag erholt. Sie ist Zuhause und geht nun mal in Ruhe ihren Hobbies nach: Düsenjet-Geräusche simulieren und Kleinwagenmotoren jonglieren. Wir wünsche alles Gute.


Montag, 8. Dezember 2014

Hardboiled SCB - oder wenn die Weihnachten schon jeden Tag ist

Ja liebe Leser, wir wissen es alle: Bald bald ist die heilige Zeit da, die Playoffs, dazwischen ist noch Weihnachten. Und ungefähr 100 Runden Eishockey. Und unsägliche Nationalmannschaftspausenturniere in Arosa auf 8000 Meter über Meer gegen Gegner wie Aserbeitschan, Slochei und Weissflussland. Aber, das sage ich nicht ganz ohne Stolz, nur faule Würste geben sich mit dem zufrieden was jetzt gerade ist. Die Zukunft zählt, wenn man nicht dranbleibt dann wird man Emmentaler!

Ich kann Euch 2 gute, sehr gute, enorm gute Sachen mitteilen. Nein, nicht die Verletzung von Blumenkohl, ihr seid gemein! Ich meine wirklich 2 tolle Sachen die Euch laut schreien lässt.

1. Die App. Immer aktuell, jetzt wo sie funzt, geiles Design und gratis zum Download. Leider nur für Android und iPhone, die Windows-Phone-Besitzer gucken etwas in die Röhre. Da kann ich aber nichts dafür, Microsoft hat da so seine Probleme mit Apps die von einer Firma produziert werden. Egal, ich hoffe die schweizweit 3 Besitzer von Windows-Phones können es verkraften, die müssen halt gezwungeremassen auf Flutschbuck kommen. Aber Achtung, der heisse Hammer kommt jetzt: Ab sofort könnt ihr über die App ebenfalls die meistens sehr geistreichen Kommentare der Leser lesen, ihr könnt selber kommentieren und ihr könnt ein "gefällt mir" nun auch aus der App klicken. Das finde ich persönlich echt toll. Danke Tuni! Damit ich sehen kann ob es klappt, könntet ihr in der App auf diesen Eintrag ja mal "gefällt mir" klicken, auch wenn es Euch nicht gefällt, gelle! Warum diese Neuerung? Nun, ich hatte endlich das Administrator-Menu begriffen, das wäre schon lange parat gewesen, aber Old-School Tuni braucht halt manchmal etwas Zeit. Uha.

2. Das Jahrbuch wird auch in diesem Jahr erscheinen. Auf der Seite www.hardboiled-scb.ch könnt ihr das Ding bereits vorbestellen, mit einem kleinen Rabatt. Ebenfalls habt ihr verschiedene Bundel-Angebote, es gibt ja Leute die noch keines oder nur ein Buch haben. Lest es mal durch, die Sammlung wird grösser, sei dabei! Der Erlös geht wie immer an die SCB Future-Vereinigung. Und da haben wir ja grosse Sachen geschaft, so zum Beispiel den Lohn von Nolan dem Schäfer bezahlt. Wir schauen eben zu den Jungen.

So, das sind doch alles Good News, gelle? Weil ich will dass ihr an Weihnachten mit einem Lächeln im Gesicht die hockeyfreie Zeit startet. Weil ich Euch mag. Weil ich Euch toll finde. Weil ich gern habe wenn ihr mich lest. Weil ich finde, dass ihr alle extrem gutaussehend seid.

Wenn ihr von irgendwoher noch rührendere Weihnachtspost kriegt als das hier, dann postet es!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Furkopf der Woche - Natürlich der wiederaufgetauchte Emil Ramseier

Sehr lange musste man sich Sorgen machen um Emil Ramseier aus Langnau, Kurvenchef (Hardboiled SCB berichtete darüber). Der Appell seiner beiden Betthäschen hat scheinbar genützt, völlig überraschend tauchte er heute morgen in Sonntagschuhen, dick gerippte Manchesterhosen und einem weissen Unterhemd wieder auf. Die Lisbeth hatte im ja versprochen, dass sie seine misslungene Tätowierung ja mit ein paar einfach Handgriffen korrigiert und den Rechtschreibefehler so ausmerzen werde. Wie ihr auf dem Bild seht, ist das auch gar nicht mal so schlecht gelungen.

Jede Einvernahme durch die Polizei führte zu keinem Ergebnis. Emil Ramseier weiss nicht mehr wo er war, warum er sich nicht meldete und wieso er sich nicht einfach ein neues Käppi kauft und so seine Stirn wieder abdeckt. Ein Polizist, der anonym bleiben will, berichtete mir dann, dass Ramseier sehr oft aufgestossen oder gegorbst hat und es nach Knoblauch mit Cafi Lutz gerochen hat. Insider vermuten, dass Ramseier gar nichts hatte sondern einfach Fondue essen gegangen ist und sich hemmungslos besoffen hat. Skandal, und um sowas machen wir uns Sorgen!

Egal, morgen in einer Woche ziehen wir ins Emmental, endlich wieder mal ein Derby. Viele von Euch haben das vielleicht nicht mehr so in Erinnerung wie es ist, da es schon fast lange her ist als wir gegen die Käser spielten. Deshalb hier nochmals die wichtigsten Punkte für Euch:

- Redet langsam, sagt nicht "zwöi" sonder "zwö", sonst werdet ihr nicht bedient

- Beleidigt keine Kuh, es könnte die Frau von jemandem sein

- Betretet ihr einen Raum, sagt laut "Glück i Schtau", das lieben die Emmentaler

- Passt auf wo ihr Eure Hosen hinhängt, Jeans werden dort, weil sie begehrt sind, geklaut

- Prostitution ist in Langnau offiziell verboten. Schieb keiner Frau dort 12.- über den Tisch

- Akzeptiert den Stallgeruch in geschlossenen Räumen. Das ist einfach so, Stichwort "Ausdünstung"

- Immer aufpassen wenn Du ein Witz machst, viele Männer dort gehen regelmässig Schwingen

- Wenn Du trotzdem einen Witz gemacht hast: niemals in der Nähe der Ilfis, Du badest sonst darin

- Sie werden mit dem grünen Tisch kommen und mit dem Bonzen-Image von uns, akzeptier es

- Sag bei Gelegenheit einfach, dass sie wegen uns Bonzen überhaupt noch einen Verein haben

So, mit diesem Knigge werdet ihr Euch in 8 Tagen aber sowas von gut durch Langnau bewegen. Macht ruhig ein paar Selfies mit Einwohnern, fragt aber artig, sie kennen Handys die Fotos machen noch nicht, kommt aber sicher bald. Trinkt Lutz im Dorf, die sind wirklich abartig gut, sensationell gut, die alleine sind schon eine Reise wert!

Samstag, 6. Dezember 2014

06.12.2014 EV Zug - SC Bern 1:2

3 mal haben wir gegen den EV Tram abgelöffelt. Und nun dieser geschichtsträchtige Kantersieg! Was für ein Wochenende! Jetzt mal rein von den Punkten her gesehen. 2 Spiele, 6 Punkte, nur 2 Gegentore kassiert, egal mit welchem Goalie, von den Punkten her war es gut. Sehr gut. Spielerisch haben wir ganz viel Luft nach oben, das ist ebenso klar. Allerdings geht es mir wirklich immer noch primär um die Punkte, am Feinschliff können wir noch lange genug arbeiten. Also, das heute war solid, kompakt, mit einem guten Torhüter im Rücken. Eigentlich machten wir uns das Leben oft selber schwer, viele Zuger Torchancen kamen durch gröbere individuelle Fehler zustande. Dafür, das ist dann das Lob, war es sensationell, wie die Backs die Schüsse oft mutig abblockten. Dazu gehörten auch die Stürmer, die gegen Hinten gut mümmelten, gegen vorne dann aber nicht sehr viel aufbauen konnten. Egal, Zug ist besiegt, niemand kann sich mehr die Plakette "vom SCB nicht geschlagen" anhängen, wir haben alle 11 Teams durch.

Also, Nolan der Schäfer kriegte wieder einen Einsatz, war auch richtig so, denn ich wünsche mir echt, dass sich Beppo und Nolan einen unheimlichen Kampf um die Nummer 1 liefern. Die sollten sich anpeitschen, aufgeilen, zu Höchstleistungen pushen. Nach 5 Minuten war dann aber bereits eine Scheibe in unser Netz perfide doof eingedrungen, sehr unbersichtlicher Ofen, sollte man eigentlich annulieren, aus Prinzip. Aber wie immer wenn wir in Rückstand geraten: Wir können dann Dampf machen. Kurze Zeit später knallte Pertschi (fast immer mit der gleichen Masche) im Bauerblei herrlich in die Maschen. Stefania di Capri-Sonne sah rein gar nichts, gute Arbeit war das vom Garten und der Trüffelnacht.

Im zweiten Drittel waren wir dann das klar bessere Team. Nun rissen wir das Spiel in unsere Bahnen, so will ich es sehen und fühlen. Allerdings hätte Trüffelnacht eigentlich die Entscheidung fast alleine schaffen können, er war ein bisschen ein Chancentod heute, wir versiebten zu viele Möglichkeiten. Es brauchte dann wieder ein Kraftspiel und den Plüsch Ferdu, um endlich in Führung zu gehen. Ein Gestocher, provoziert vom Gartenbeet, nutzte das Schlitzohr aus und schob holpernd ein. Der Schäfer musste in diesem Drittel kaum einen Schuss halten, aber wie gesagt, das 2:1 war ZU knapp, vor allem wenn man noch 2 Minuten 5 gegen 3 spielen kann. Doch genau in dieser Phase war das Powerplay zu kopflos.

Im letzten Drittel wurde dann wie im 18. Jahrhundert in einem Kohlebergwerk geschuftet. Die Jungs verwalteten fast nur noch, wie schon gestern gegen die Ambrietten waren wir kaum in der Lage, gegen die sich öffnenden Zuger gute Konter zu fahren. Trüffelnacht hatte wie so oft die beste Möglichkeit, um alles klar zu machen. Aber kein Vorwurf an Rüfi, er krampft wirklich unglaublich für das Team. Zug wurde dann immer weinerlicher, klaro, die haben den Tritt auch etwas verloren. Aber alles anrennen versandete in Schäfers gefangener Hand.

Ein wichtiger Sieg, einfach vom Mentalen her. Das arbeiten geht aber weiter, heute Abend dürfen sich die Jungs selbstverständlich einen doppelten Sami vs Klaus hinter die Binde stürzen, aber wir dürfen logischerweise nicht abheben. Aber man schläft mit 6 Punkten ungemein ruhig und mit einem Lächeln ein. So romantisch! Ist weil bei mir der Klaus nicht gekommen ist, Fagant das!

Freitag, 5. Dezember 2014

05.12.2014 SC Bern - HC Ambri Piotta 4:1

Morgen kommt dieser unsäglich bärtige Affe mit seinem ziemlich bescheuerten Schmutzli. Doch der muss eigentlich gar nicht mehr kommen, den nach dem Stiefel den heute beide Teams gezeigt hatten, ist mein Bedarf gedeckt. Das war ein Spiel wie Nieselregen, irgendwie feuchtend aber trotzdem trocken wie ein Ochsenarsch. Klar, die 3 Punkte muss man mal holen, aber vom spielerischen her muss man das Spiel bereits im Hirn wegradieren, löschen, delete all, delete *.*, format c:, reset. Komisch ist: spielen wir schlecht dann schiessen wir meistens Traumtore, spielen wir wie Adonis dann murksen wir jedes Tor hin. Das einzig wirklich imponierende heute Abend: Extrem wie wir einen Zacken zulegen können, wenn der Gegner uns in Rückstand hämmert.

Das erste Drittel war für mich noch relativ angenehm. Es plätscherte locker los, ein hin- und her wie auf einem Seedampfer. Nicht gut war, dass wir keine Akzente setzten konnten, ein grosser Unterschied zwischen den Teams sah ich nicht. Vor dem Tor war dann bei beiden Teams Cola Zero, wie Blindschleichen versemmelten wir die klaren Chancen, hatten dann aber auch Glück, denn auch Ambri semmelte 2 mal knapp an der Führung durch. Ein gefälliges Drittel wenn man denn so eher plauschmässiges Hockey gefällig finden kann.

Die zweiten 20 Minuten wurden dann zur versuchten Körperverletzung am zahlenden Zuschauer. Da gurkten wir nun durch den Bitz umher als hätten wir Nieren- und Gallentee im Blut. Alles was im ersten Drittel noch einigermassen klappte, war nun wie weggeblasen. Es war zum Teil nicht zum Zugaffen was da abging. Ambri witterte nun seine Chance, logo wenn wir kein Scheich vor den anderen bringen. In einem Chaoten-Powerplay entwischte dann der Schiru solo und liess Beppo wieder mal robbenmässig aussehen. Natürlich war er nicht Schuld am Gegentreffer, aber ich erwarte einfach mehr Gegenwehr bei 1:1-Situationen. Wieso legt sich der Mensch soooo früh hin? Wird der Beppo etwa bei uns verwahrt weil er untherapiebar ist? LEG DICH NICHT SO FRÜH HIN! Der Stürmer schreit innerlich schon Tor wenn er das sieht, so geschah es auch. Dann folgte eben die imponierende Phase unserer Jungs, tatsächlich konnten wir nach 37 Minuten dann endlich ausgleichen, der Lochrand konnte einen Traumpass von der Blume nur noch einschieben. Und es ging weiter, ein madiges Powerplay wurde dann von Pertschen mit einem herrlichen Angeltreffer zur Führung verwertet. 2:1 nach zwei Dritteln, verdient zwar, andereseits hatte Ambri in diesem Drittel viel zu viele Chancen, es hätte dumm enden können.

Der letzte Abschnitt war dann eine Art Siegessicherung für Stolperjungs. Ambri, das nun logischerweise alles versuchte aber halt nicht so viel kann, öffnete langsam die Defensive, doch wir sind im Kontern einfach noch nicht gut. Als es wirklich mal klappte mit schnell wegziehen, konnte der Garten dann herrlich die Entscheidung hinballern. Das war cool gemacht vom Riesen. Als Krönung durfte er dann eine der einzigen 4-Pass-Stationen noch herrlicher zum 4:1 einnetzen.

Also, eben, sofort aus dem Kopf streichen, die 3 Punkte behalten, heute haben wir mehr Gülle produziert als das Emmental je gesehen hat. Schwamm drüber, weiter gehts, morgen folgt ja der Brüller gegen die Unschlagbaren vom EV Tram, da brauchts massiv mehr! Massiv!

Ambri dann EV Tram, dann noch Ramseier

Neben dem Geleier um den Kurvengnom Ramseier geht es natürlich heute Abend weiter mit dem Hockey. Unser Lieblingsklub empfängt die leicht torkelnden Ambrosen aus Piöttel. Keine Frage, in diesem Spiel gibt es nur ein Ziel: 3 Punkte müssen her. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir morgen zu den Unschlagbaren reisen, der EV Tram scheint uns nicht gerade gut zu liegen, da könnte es auch im vierten Spiel gegen die Innerdeutschen nicht viele Punkte geben. Also, Ambri muss man packen heute, auch wenn Dosenkopf dort effektiv die Offensive dirigiert und in 24 Spielen doch schon 1 Tor erzielt hat. Eine gute Bilanz, bei uns sagt man dem: Er rubint.

Kurz noch Infos zu Emil Ramseier, ich habe es den SCL Tigers versprochen. Also, man einigte sich, dass maximal 2 Leute ein Statement an den Emil rausgeben sollen. Da wie in der ganzen Schweiz der Kurvenchef ab und zu ein Techtelmechtel mit einem Groupie-Fan aus der Kurve hat, entschied man sich für diese Variante. Allerdings meldeten sich fast 300 Leute, mit denen er scheinbar was gehabt hat. Man musste es reduzieren, die Lügner rausfiltern. Ein brilliante forensische Idee brachte dann den Druchbruch. Was ist ein Toy für einen Bauer im Schlafzimmer, wenn das Licht ausgeht? Richtig, die Melkmaschine! Nur wer an der mal angeschlossen war, kann ein Liebhaber von Emil sein.

Also haben die SCL Tigers alle Leute aus der Kurve gefragt: "Sag, was hat der Emil Ramseier für eine Melkmaschine zu Hause?". Genau 2 Kandidaten antworteten zeitgleich wie aus der Pistole geschossen: "Fahrbare Melkmaschine komplett. Motor 230V, 0,55kw, 1425U/Min, Vakuumpumpe 170 Liter/min, Melkeimer "Ecobucket" 30 Liter, Pulsator Interpuls L02 Takt 60:40, 60 Schläge/min, Zitzengummi "Monoblock" 24 mm Öffnungsdurchmesser inklusive Vakuumregulierventil, Manometer, 1 Zitzengummibürste, Einphasenreiniger. Die Radialschieberpumpe gewährleistet sehr stabiles Vakuum und hohe Laufruhe, einfache Bedienung, sofort einsatzbereit".

Mit diesem einfachen Trick ist es den Verantwortlichen gelungen, nur die  richtigen Seitensprünge vom verheirateten Emil Ramseier zu identifizieren. Mit dem Versprechen, niemanden davon was zu sagen, wurden die zwei gebeten, ein Statement abzugeben, dass den Ramseier dazu bewegen soll, wieder in die Kurve zu kommen.

Zudem hat die Dame auf dieser Photo, die Lisbeth (ist glaube ich die Person links im Bild) Erfahrungen im Steppdecken flicken. Die Lisbeth bietet also dem Ramseier an, das schlimme Tatttoo durch eine einfache Korrektur wieder ins rechte Licht zu rücken.

Wenn Ramseier jetzt nicht anbeisst - dann wohl nie mehr!

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Eine erste Spur von Emil Ramseier, Kurvenchef SCL Tigers

Das sind sehr gute Nachrichten! Dank zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung (nicht wenige davon waren Hardboiled SCB-Leser), konnte die Polizei Langnau das Auto und den Wohnwagen vom vermissten Emil Ramseier in der Nähe von Zollbrück sicherstellen. Dank Connections seht ihr das Original-Foto der Behörden. Streng vertraulich, zeigt es bitte niemandem.

Ramseier selber war nicht auffindbar. Einen kleinen Schreckensmoment gab es dann noch, als Beamte der Spurensicherung scheinbar Hirnmasse am Boden fanden. Gen-Analysen haben jedoch ergeben, dass es sich um einen Kuhplätter handelte. Gottseidank! Den Spuren nach ist er mit einer Ziegenherde unterwegs in die Höger. 

Ganz Langnau hofft jetzt natürlich, dass Ramseier rechtzeitig wieder auftaucht. In Langnau kann nicht irgendwer einfach so Kurvenchef werden, die Auswahlkriterien sind brutal streng, schwerer als bei uns ein Shirt unter das Dach zum mümmeln. Folgende Kriterien sind massgebend:

1. Drei Meistertitel miterlebt haben (da drückt der Verein logischerweise ein Auge zu)
2. Den Buchstaben "A" auswendig schreiben können
3. Die Ortschaften des wohl besten Fansongs ever (Langnou - Schangnou - Bärou - Gou, wer kennt ihn nicht ...) auswendig aufsagen können.

Die SCL Tigers werden übrigens morgen noch mit der SCL-Kurve eine Aktion starten, die den Emil endgültig wieder in sein Heimatdorf treiben wird. Hardboiled hat logischerweise zugesagt, die Aktion zu unterstützen. Denn ohne Emil Ramseier geht die Fan-Kultur in Langnau bergab!

Beweise: Nun, der FC Everton hat Interesse bekundet, die beiden genialen, von Ramseier erfundenen, Schlachtrufe (HO HO HOPP LANGNAU und Langnou - Schangnou - Bärou - Gou) offiziell zu übernehmen. Im Moment werden die Songs noch ins Englische übersetzt, ebenfalls werden die Emmentaler Ortschaften mit englischen Städten ausgetauscht.

Ramseier, wir finden Dich!



Panik in Langnau - Kurvenchef Ramseier ist verschwunden!

Ja, im Emmental drehen sie wirklich im roten Bereich. Nach der unrühmlichen Geschichte mit dem Trickdieb (Hardboiled SCB berichtete), droht nun weiteres Ungemach im Emmental. Vom Kurvenchef Emil Ramseier (41) fehlt seit dem Sonntag jede Spur. Seine Frau, Barbara Ramseier, merkte das Fehlen ihres Mannes am Mittwochmorgen, als sie zufällig in den Stall schielte und sah, dass sich die Kühe selber am Melken waren.

Die Polizei Langnau hat den Fall sofort aufgenommen. Die Vorgeschichte ist bizarr aber umso dramatischer. Hier die Kurzzusammenfassung: Emil Ramseier, der in seiner Jugend den legendären Schlachtruf "HO HO HOPP LANGNAU" während einer Verstopfung erfunden hat, trägt eigentlich das ganze Jahr sein selbstgestricktes SCL-Käppi. Vor zwei Wochen verlor er das Teil beim Heuen. Emil Ramseier fühlte sich nicht mehr gut, da seine Stirne relativ weiss durch die Gegend schimmerte.

Er kam auf die Idee, sich ein Tattoo stechen zu lassen, damit seine Stirn wieder attraktiver wirkt. In Langnau gibt es seit kurzer Zeit einen Piercing- und Tattoo-Shop "Euterfreud". Ramseier wusste nicht, dass die Leute bis vor kurzem nur Motive von Leberflecken tätowiert hatten. Er legte sich trotz allen Warnungen trotzdem hin und liess sich stechen. Das Resultat war niederschmetternd. Die Polizei Langnau hat mit modernsten Mittel und einem Atari-PC nun ein Phantom-Bild von Ramseier erstellt. Ungefähr so (s. Bild) müsste der Mann heute aussehen. Dieses Tattoo, so nimmt die Polizei an, ist der Grund für seine überstürtze Flucht.

Ramseier hat sein Auto mitsamt dem Wohnwagen mitgenommen. Es ist davon auszugehen, dass er sich irgendwo in der Gegend um Langnau aufhält, da er noch nie im Ausland war. Die Versuche, mit Fährtenhunden auf seine Spur zu kommen, mussten abgebrochen werden. Die Hunde kriegten eine Socke von ihm als Spurgeber, mit dem Resultat das die Hunde bewusstlos zusammenbrachen.

Ich habe kurz seine Familie getroffen, damit ich mir ein Bild machen konnte. Ich traf seine Frau und seinen Sohn gerade am Mittagstisch am Wiederkauen. "Der Bastard soll bleiben wo er ist" oder "Endlich habe ich Zeit für den heissen Knecht" waren Sätze, die man nur mit dem grossen Schmerz erklären kann. Seine Frau, ein wahrer pfundiger Wonneproppen, sagte dann immerhin noch: "Emil soll sich beruhigen, er kann sich ja den Schreibfehler auf der Stirn nachkorrigieren lassen". Wie wahr.

Die Polizei bittet um schonendes Anhalten, falls jemand Emil Ramseier sieht. Er spricht sehr langsam und braucht für ein Wort ungefähr 23 Sekunden. Er trägt ein weisses Unterhemd, dick gerippte Manchester-Hosen und Gummistiefel. Zur Belohnung ist eine Saisonkarte der SCL-Tigers aus dem Jahr 2002/03 ausgeschrieben. Es braucht uns alle, denn ohne Kurvenchef sinken die Chancen auf den Cup für die Tiger doch massiv. Sind wir fair und helfen suchen! Danke!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Ganz Langnau atmet auf - Der Trickdieb ist gefasst!

Das sind doch nun gute Nachrichten, die mir da auf die Theke gelegt werden. Die Langnauer Polizei gibt bekannt, dass der unsägliche Trickdieb (Hardboiled SCB berichtete gestern) von der Emmentaler Spezialeinheit "Pferdeapfel" verhaftet wurde. Fast 3'000 Hinweise trafen nach dem Hardboiled SCB-Artikel bei der Polizei ein, Deshalb gebühre auch uns ein "Danke" aus dem Emmental.

Der Täter, ein 78-jähriger Ersatzknecht, konnte in seinem Heimetli verhaftet werden (s. Bild). Die Truppe "Pferdeapfel" agierte dabei sehr professionell, wie der Gemeindeschreiber und der Dorfpfarrer erwähnten. Der Mann leistete wider Erwarten keine Widerstand, da er gerade am Gebissreinigen war. Der Mann wurde umgehend verhaftet und, die härteste Strafe die es gibt, sofort aus dem Tal verwiesen.

Der Gemeindepräsident ist froh, dass "dieses kriminelle Element" nun nicht mehr den Landfrieden stört. Der Täter sei halt kein offizieller Angehöriger der Gemeinde Langnau wurde betont. "Er wuchs in Hasle-Rüegsau auf, das ist halt dann schon Stadt-Hölle wo man so wird" meinte der Gemeindepräsident.

"Nun kann ich mich um die wichtigen Sachen kümmern", meinte der Chef von Langnau dann. "Wir planen ja, bald einen Shop zu eröffnen wo es diese Hosen aus Segeltuchstoff geben wird". Er meint Jeans, in unserer Sprache.

Die Bewohner sind nun aufgefordert, ihre Billette aus den Kuhintern wieder rauszuziehen, damit sie am 15.12.2014 dann auch schön trocken sind. Die Angst weicht im Dorf langsam wieder dem Optimismus, nach der Verhaftung traf sich spontan eine grössere Menschenmenge auf dem Dorfplatz und skandierte "Berlin Berlin, wir fahren nach Berlin". Da muss der SEHV dann doch noch etwas Nachhilfe geben.

Montag, 1. Dezember 2014

Alarm im Emmental - Ticketdiebe von dem Cupschlager!

In genau 14 Tagen steigt der Cup-Schlager SCL Tigers gegen den SC Bern. Ein Spiel, das bereits im Vorfeld hohe Wellen wirft. Beide Teams gewinnen fast alle ihre Spiele. Klar, die Emmentaler eine Liga tiefer, aber trotzdem. Hardboiled SCB hat bemerkt, dass die Fans der SCL Tigers nicht sehr humorvoll auf diese Seite reagieren, da sie den Humor nicht oft verstehen. Hardboiled SCB will das ändern und dabei helfen, dass man sich eventuell ein bisschen annähern kann. Die Geschäftsleitung der SCL Tigers hat mich angefragt, ob ich in den nächsten 2 Wochen ab und zu News aus dem Emmental veröffentlichen würde - keine Frage, ich habe zugesagt. Das Motto ist: Weg mit den Vorurteilen! Auch wenn sie sich anders kleiden, anders reden, anderen Humor haben, anders heiraten, andere Berufe haben: Sie wohnen im gleichen Kanton! Also, die ersten News die ich vom Sekretariat der Tigers erhalten habe, sind leider nicht sehr erfreulich.

Seit ein paar Tagen gehen gemeine Trickdiebe in Langnau von Tür zu Tür. Das Ziel: Tickets für das ausverkaufte Schlagerspiel im Schweizer Cup (SCL Tigers - SC Bern) zu stehlen. Die Trickdiebe gehen sehr raffiniert vor. Sie klingeln an der Haustüre, fragen den mürrischen Einwohner ob er denn schon Tickets für den Cup-Schlager habe. Bejaht der Mensch, fragen die Diebe ob er ihnen denn die Tickets schon geben wolle, sie seinen von der Eingangskontrolle, dann müsse er sie am 15. Dezember nicht mehr an den Match tragen. Das leuchtet den Menschen ein und sie rücken die Tickets heraus.

Die Polizei Langnau warnt vor dieser Masche. Ebenfalls ist ein abgeänderter Enkel-Trick im Umlauf. Die Person erhält ein Telefon von einer unbekannten Person, die sich aber als ihn ausgibt und fordert ihn auf, "uns unsere Tickets zu geben". Die Person steigt meistens darauf ein, weil er verwirrt ist da es ihn scheinbar noch einmal gibt und er nicht mehr weiss ob er ihn ist oder ihn er. Sehr verwirrend, aber leider erfolgreich.

Die Polizei Langnau hat nun eine Kampagne gestartet, die den Einwohner Hilfe anbietet (s. Bild). Feldweibel Bösiger von der Kripo Langnau meint dazu: "Die Leute müssen nur ihre Umgebung besser ausnützten um das Hab und Gut zu schützen.". Seit die Kampagne gestartet wurde, wurden effektiv keine Tickets mehr ergaunert, dafür fehlen aber bis heute 81 Kühe.

Das Signalement der Trickdiebe: Sie haben einen Haarschnitt wie aus den 40iger Jahren, rote Backen, ein weisses Unterhemd sowie dickgerippte Manchester-Hosen, dazu grüne Gummistiefel. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Einheimische handelt.

Wir können viel Sympathie im Emmental gewinnen, wenn wir mit sachdienlichen Hinweisen zur Aufklärung dieser Verbrechen dienen.


Sonntag, 30. November 2014

Furzkopf der Woche - Namen mit tiefem Hintergrund

Ja, wenn man auf dem Weihnachtsmarkt zu Schliern ist und Glühwein trinkt bis einem die Zehen brennen, dann noch Lutz um Lutz vernichtet wenn der SCB gegen Lugagel spielt, dann wird man plötzlich tiefsinnig wie ein Walfisch. Plötzlich zucken Gedanken durch das Hirn, die einem niemand erklären kann. Mein heutiges Suffthema war, rein intern: Warum haben wir bloss soviele Spieler mit so komischen Nachnamen? Komisch in dem Sinn, dass die alle eine tiefe Bedeutung haben.

Gerber, das ist klar, dem seine Vorfahren haben Tiere gehäutet und die Felle dann gegerbt. Die Bergers stiegen auf Hügel und jodelten dort ins Tal. Gardners Vorfahren pfückten Blumen, bei Ritchie liefen sie wohl durch käufliche Gebiete und zahlten jeden Preis für eine Trottoir-Schwalbe. Bührer war mal ein Führer, aus geschichtlichen Hintergründen änderte man das "F" in ein "B". Krüegers Vorfahren waren Töpfer, während dem Scherweys Vorfahren Scheren schliffen. Bei Rüfenacht waren die Vorfahren oft in der Nacht unterwegs und verletzten sich, so dass sie nach einer Woche verheilte Wunden hatten, genannt Ruf. Und so weiter. Andere Vereine haben es da leichter, da heissen die Spieler eher banal, so wie Käsa aus Lugano, da rochen die Vorfahren scheinbar einfach ziemlich schlimm.

Doch nun kommt der SCB mit einem weiteren Hammer: Neu spielt nächste Saison der Herr Untersander bei uns, ihr habt es gelesen. Ich studiere an dem Namen rum ohne Ende. Ein Förster konnte mir dann den entscheidenden Tipp geben, was denn dieser Name genau bedeutet.

Also, wenn eine Katze scheisst und den Kot nicht artig im Sandkasten verbuddelt, dann ist es ein dominantes Ding. Es soll nach ihr riechen. Gibts beim Menschen auch, das sind die Gäste, die bei Dir Zuhause die Spühlung nicht betätigen. Abartig. Im Tierreich aber normal. Bei den Katzen ist genau ein Tier dominant im Revier, die Anderen müssen sich unterordnen. Die koten genau gleich in den Sandkasten, vergraben den Mist aber dann mit schaufelnden Bewegungen. Na, platzt der Knoten? UNTER DEM SAND. Fachbegriff für ein vergrabener Katzenkot: Ein Untersander. Der korrekte deutsche Satz dazu: Ich bin auf einen Untersander getreten (heisst: ich bin normal gelaufen, habe nicht bemerkt, dass ein herziges Muschi-Buschi sein Geschäft gemacht hat und es vergraben hat, bin voll reingetreten, meine Schusohle stinkt jetzt wie Schüschus Unterhosen).

Das nur so als Info. Es ist manchmal ja noch wichtig zu wissen, was unsere Spieler für Vorfahren hatten und was sie so getrieben haben. Bei Untersander bin ich aber nach wie vor etwas am Rätseln.

30.11.2014 HC Lugano - SC Bern 1:2 nP

Jo, det hatt i nöd erwartet. In einem guten Spiel schlagen wir doch tatsächlich die Gel-Frisuren aus Nordafrika nach Penaltyknallen mit 2:1. Wir haben, zum grossen Glück, gezeigt, dass wir nach einem schlechten Abend wie gestern die Viagra-Tabletten finden und dann absolut erregt in das nächste Spiel steigen können. Es war zwar ein dauerndes hin- und her in diesem Spiel, wir hätten lutschen können, keine Frage, wir beklagten aber auch 3 (!) Granaten an den Pfosten. Wie zu erwarten war liess der Metzger das Schaf ins Tor. Der spielte sehr gut, muss sich das Tor von aussen gesehen auf seine Kappe nehmen, war aber sonst eine Bank und hielt jeden Penalty. Was will man denn noch leiern, das Wochenende ist für mich defintiv im letzten Moment gerettet worden.

Also, der Goldhelm der Lugagels sei ja scheinbar heiss drauf, dementsprechend gross war der Respekt vor den Matschore-Brüdern. Wir waren im Unterschied zu gestern nun von Beginn an parat, es entwickelte sich ein schnelles und schlüpfriges Spiel. Schlüpfrig nicht wegen den Gel-Köpfen von Lugano, sondern weil sie scheinbar Lebertran eingeschmiert hatten. Sorry, bei jedem Körperkontakt liessen sich die Schwalbenbrüder massiv fallen, ab Minute 2 nervte ich mich ab dem unfairen Scheissdreck. Es zog sich dann noch weiter bis in die Verlängerung, absolut unmöglich, eine Schande für hart arbeitende Hockeyspieler. Klar, man wollte mit den Schwalben die immer weinenden Reseginas zu Heultiraden auffordern, damit der Schiri uns 32 x 2 Minuten gibt, echt peinlich ihr Föhnfrisuren! Zum Glück hatte das Zebra es massiv im Griff. Dass dann auch noch "NHL"-Würste wie Mäcklin mitmachen, beunruhigt doch sehr. Pfui Teufel ihr Dattelmenschen. Egal, wir zogen unser Spiel durch, auffallend war für mich mal primär, dass Gagelhardy nun so weit unten ist, dass er noch mehr Fehler macht als Schobä, eigentlich fast nicht möglich, aber wahr. Aber sonst war das erste Drittel solide, Lugagel zwar immer gefährlich, aber eigentlich waren wir nicht schlecht am Drücker. Mit einem 0:0 kann man nach 20 Minuten in Lugano gut leben.

Im zweiten Drittel fallen dann auch Tore. Ein herrlicher Durchbruch von Plüsch Ferdu verwertete Trüffelnacht herrlich zur Führung. Danach zitterten dem ganzen Süden die Beine, da wünschte ich mir eben dann mehr Killerinstinkt, wenn Du da noch einen nachlegst, fallen sie wie ihre unsägliche Brotfladen mit Gemüse drauf. Eigentlich war alles im Lot, aber dann knallte der Käsa, ausgerechnet er, aus spitzem Winkel auf unseren Knarst. Die Scheibe darf nicht rein, ging aber rein. Torwart-Fehler? Jein. So ein Tor darf nicht rein, klar, andererseits hatte der Schläfer absolut alles richtig gemacht, dass die Scheibe so reineiert war viel Pech. Aber auch das 1:1 war ja irgendwie gerecht.

Das letzte Drittel wogte dann herrlich hin und her, so liebe ich Hockey. Lugagel vor der Führung, Konter, wir mit einer Riesenchance, es war wirlich ein geiler Fight. Aber gelingen wollte nichts mehr, obschon wir alleine in diesem Drittel 2 Mal die Umrandung abrasierten. Die Verlängerung war im gleichen Stil, dort und drüben hätte es rascheln können, doch es sollte nicht sein.

Das Penaltyschiessen feierte ich schon ab, bevor es überhaupt begonnen hatte. Ich wusste, dass wir es packen. Schäfer hielt alles, auch weil die Lugagels Penaltys schossen wie geblendete Bergenten, aber mir war es egal. Rüfenacht und Krüger verwerteten, das reichte für die 2 wichtigen Punkte. Wichtig deshalb, weil man den Lugagels eine klare Botschaft gegeben hat: Ihr könnt 300 Tore schiessen mit dem Schwedenfisch, in den Playoffs werden wir Euch die Eier blau treten und keinen Raum hergeben und Euch brutal vom Eis fegen! Davos und Lugagel mit 2 Punkten abschliessen ist zwar nicht zu gut, aber immerhin haben wir gepunktet. Geil. Halbgeil zumindest.

Samstag, 29. November 2014

29.11.2014 SC Bern - HC Davos 2:3

Ich habe schnell im "Lehrbuch für Leader schlagen" nachgelesen. Dort war in der Zusammenfassung folgendes zu lesen: "Einen Leader schlägst Du nicht, wenn Du ihm billige Tore schenkst und selber alles versemmelst was nach Torchance riecht". Das ist für mich auch schon das grobe Fazit dieses November-Abends. Ein Knaller war das Spiel bei weitem nicht, für einen Spitzenkampf war es sogar recht emotionslos. Davos, sehr früh geschenkt in Führung, verwaltete dann mehr oder weniger, kriegte dann kurz vor Schluss noch die 2 Tore von uns ... als wir endlich geil anrannten. Aber es war wie im richtigen Leben: Wer zu spät kommt, hat meistens eine schlafende Frau unter sich.

Also, die Hütte war prätschvoll und man war richtig geil auf das Spiel. Das waren auf dem Eis wohl aber mal nur die Davoser. Noch keine Minute war gespielt, da schwamm unsere Abwehr wie ein leckgeschlagenes Fischerboot im Bitz umher. Der ungefähr 5. Nachsetzter der Bergziegen brachte sie dann in Führung. Schock. Nicht für mich, für die auf dem Eis. Wir kennen es ja langsam, das meistens der erste Schuss bereits in unserem Netz rummacht wie ein alter Petting-Knabe. Wir brachten dann die Beine nicht mehr voreinander sondern nur noch auseinander, von einer Reaktion war gar nichts zu sehen. Im Gegenteil, Davos fühlte sich gut weil wir ihnen nicht weh taten, sie furzten durch den Bitz und kamen bei Hälfte des Drittels bereits zum zweiten Ofen. Ein Abpraller von Beppo, ein mitgelaufener Lawinensauger kann den Puck solo übernehmen, Beppo ausspielen und einsetzen. Unsäglich. Immerhin begann unser Motor nun langsam zu laufen, es gab ab der 15. Minute dann die ersten echten hochkarätigen Torchancen. Aber, das war symbolisch für den Abend, wir schossen Tschechenohni an oder trafen die leere Kiste nicht.

Das zweite Drittel war dann die eigentliche Entscheidung, auch wenn Davos nur ein Tor machte. Aber wir investierten nun viel, kamen zu todsicheren Chancen, brachten die Scheibe aber nicht über diese versaute Linie. Es war schon fast krass, was da versiebt wurde. Und einmal klappte ein Konter der Gelbbrust-Paviane dann genial, ihr Goldhelm lies Beppo doch etwas alt aussehen - Backhand erwarte ich schon das er die Scheibe heben muss und nicht einfach einschieben kann. Egal. Es war unser Drittel, Davos führte aber 3:0 - das wars dann schon fast.

Im letzten Drittel fuhren wir wie Stiere auf die Davoser los, rammten aber meistens nur Luft. Davos machte nun gegen vorne fast nichts mehr, die verhinderten einfach, aber ist klar als Auswärtsteam. Wir murksten bis 3 Minuten vor Schluss, dann kam endlich das Tor durch Dirty Ritchie. Und oha, nun kam echtes Gas aus unseren Auspüffen, nun rollte das Spiel. Aber die Zeit leider nicht, die tickte unbharmerzig gegen das Ende. Der Garten konnte ein paar Sekunden vor Schluss noch einsetzen, aber das reichte nicht mehr.

Also, gut ist anders, aber es war auch nicht alles schlecht. Das Powerplay war der grösste Skandal, da müssen die Jungs aber sofort über die Bücher. Dann waren die Pässe zum Teil himmeltraurig ungenau, die Missverständisse liessen einem meinen die Spieler hätten sich an einem Blind-Date für Pferdehintern kennengelernt. Aber, wenn wir es ganz nüchtern anschauen, wir waren im ersten Drittel ebenbürtig, im zweiten Drittel mit den grösseren Torchancen und im letzten Abschnitt mit grossem Herzen unterwegs. Davon kann man sich zwar nichts kaufen, aber muss einem trotzdem Mut machen. Dazu hat der Holldrioway in echter kanadischer Manier einen schwedischen Elchen relativ gut geboxt, eben, alles war nicht schlecht heute Abend.

Freitag, 28. November 2014

Hardboiled SCB deckt auf: McSorbet will alle Torhüter ausrotten!

Ihr habt es alle gelesen: Genf hat auf diese Saison hin den Robert Mayer verpflichtet, als Goalie Nummer 1. OK, der Herr Mayer hat sich verletzt. Dann musste logischerweise der Backup ran, Christophe Bays. Der hat sich auch verletzt. Also kam die Stunde für Backupbackup Gauthier Descloux. Der verletzte sich ebenfalls. Nach wirren Trades holte man schlussendlich den Flückiger aus Ambri, da sich Mayer und Bays, die Nummer 1 und 2, inzwischen schon wieder verletzt hatten, als Backupbackupbackup. Die Geschichte ist bekannt, auch er verletzte sich. Alles nur Zufall? Oder steckt mehr dahinter? Hardboiled SCB deckt einmal mehr auf!

Also, fassen wir zusammen: In Genf wird im Moment jeder Torhüter zerschlissen. Hardboiled SCB wird beweisen, dass das bewusst von McSorbet so provoziert wird. McSorbet hat seit längerer Zeit eine immense Abneigung gegen Torhüter, die nach ihm das Hockey kaputt machen. Immer wieder führt ein Beispiel aus dem Playoff-Finale 2010 gegen den SC Bern an: "Bezina lief über das ganze Feld, schoss herrlich auf das Tor, doch der Torwart hielt den Schuss mit seinem Fänger. Unsäglich sowas, Frechheit!". Schaum tritt aus seinem Mund, das Thema erregt ihn. "Torhüter machen das moderne Eishockey kaputt" ist sein Fazit. Schlimm, dass der McSorbet nun scheinbar durchgreift und die Garde der Torhüter ausrotten will. Sein Plan: bis Ende Saison hat er von jedem Verein alle Torhüter ausgeliehen und verletzt.

Ich habe mich in die unsägliche Les Vernets geschmuggelt und beobachtete das Training der Grenats. Was sofort auffällt: Während dem alle Spieler in Vollmontur rumgurken, sind die Torhüter nur mit Schlittschuhen und Tiefschutz bekleidet. Nach 12 Sekunden knallt ein Verteidiger von der blauen Linie, der Torhüter wehrt mit den eben nicht vorhandenen Schonern ab - das knacken der Kniescheibe ist bis auf die Tribüne zu hören. Die Sanität kommt sofort, McSorley macht die Becker-Faust und mit dem Schützen ein High Five. Da stimmt etwas nicht, so meine Gedanken. 

Es gelingt mir, mit einem verletzten Torhüter (der nicht genannt werden will), kurz zu reden. Klar sei es komisch in Genf Torhüter zu sein, sagt er. Schon das Einlaufen sei abartig, erst müssen sie in ein Eisbad, danach total kalt in den Spagat hechten, es habe Torhüter geben die noch heute nur im Handstand laufen können, weil die Adduktoren so gezerrt sind wie Vigiers Gesicht. 

Aber warum dieser Hass von McSorbet? Sie gewannen ja den Spengler Cup, sie können ja Erfolg haben. "Ja", sagt McSorbet, "aber wie immer sind am Spenglercup pro Block ungefähr 10 Promille auf dem Eis, da greifen die Goalies dann eben oft daneben, so klappt es auch mit uns. Im Alltag jedoch sind diese Menschen zu gut trainiert, die halten fast alles, der Sport geht vor die Hunde! Zudem sind die Goalies besser geschützt als ein GI, früher konntest Du mit einem herrlichen Penistreffer den Goalie aus dem Spiel nehmen.". Nun verstehe ich auch, wieso McSorbet 2011 den Antrag gestellt hat, auf Fussballtore zu spielen. Das wurde aber von Ueli dem Schwarzen abgelehnt.

So fasst McSorbet seinen teuflischen Entschluss. Er sieht jedoch darin keine Probleme wenn es keine Torhüter mehr gibt. "Ach komm, es gäbe mehr Tore, das Publikum wird besser unterhalten und auch Rappi würde so ab und zu ein Tor schiessen.". Sicher, die Penaltyschiessen wären dann nicht mehr so spannend weil es erst einen Sieger geben würde, wenn um 03.31 Uhr der Stürmer vor Müdigkeit während dem Anlauf einpennt. Gut, der SCB würde auch so wohl ab und zu einen danebenlöffeln. Die McSorbet-Idee tönt doof, aber aufgepasst: Es gibt bereits Unterstützer dieser Bewegung. Vereine, die trotz Goalie eigentlich fast ohne Goalie spielen. Ich nenne jetzt keine Namen. Sonst werden die Bieler sauer.

Es bleibt zu hoffen, dass die Genfer Behörden dem Treiben bald ein Ende setzten und McSorbet zu 3 Jahren Fribourg unbedingt verurteilen. Ein Skandal, dass es überhaupt soweit kommen konnte!

Donnerstag, 27. November 2014

Hardboiled SCB deckt auf: Der Sumpf in Kloten

Wie wir wissen, machen die Klotener Flugblätter im Moment eher neben dem Eis Schlagzeilen. Auf dem Eis mümmeln sie in einer ähnlichen Art umher, wie wir letzte Saison. Allerdings haben die Schlagzeilen ziemlich Zündstoff, so dass ich mich gezwungen sah, die Hintergründe zu beleuchten. Da war der seltsame "Unfall" von Fige Hollenstein, der ihn hinderte auf Davos zu reisen. Am nächsten Heimspiel stand er mit einem grob blauen Auge dann wieder an der Bande. Die offizielle Version: Er sei Zuhause gestürzt. Aber auch die Geschichte um Plüsch Ferdu war eine Recherche wert. Plötzlich puschten die Klotener Meldungen in die Presse, dass es wohl nur eine Frage der Zeit sei, bis sie den Transfer von unserem Leitbären bekannt geben können. Dank moderner Abhör-Methoden kann ich nun beweisen, dass diese Ereignisse in direktem Zusammenhang stehen. Lest die spannende Chronologie dieses Krimis!

17.11.2014: Plüsch telefoniert mit Tigerhügel und macht einen Termin ab. Nur Stunden später unterschreibt der flotte Kerl einen neuen Zweijahresvertrag beim SC Bern. Sven will die Meldung erst nach dem Zibelemärit öffentlich machen, da ihn sonst zu viele Besoffene an diesem Montag ansprechen und auf die Schulter klopfen.

18.11.2014: Kloten hat eine Sitzung und bespricht die missliche Situation des Teams. Teilnehmer sind Chef Gaydoul (in roten engen Lederhosen), Sportchef Rötheli (in roten weiten Lederhosen) und Coach Hollenstein (in Frotteewäsche). Thema: Verstärkungen für die Mümmel-Equipe suchen. Gaydoul gibt als Ziel vor, die Mannschaft 2015/16 um Simon Bodenmann herum zu bauen. Er sei ein Leithammel. Hollenstein informiert Gaydoul, dass Bodenmann seit 3 Monaten beim SCB unterschrieben hat. Gaydoul tobt, was den eingenickten Rötheli weckt. Gaydoul will Rache. "Holt mir Plüss" zischt es aus ihm heraus. Seine Augen zucken, sein Gehänge vibriert.

19.11.2014: Rötheli beginnt um 14.00 Uhr seinen Arbeitstag. Er wählt die Nummer von Martin Plüss. Da besetzt ist, will er es am nächsten Tag nochmals versuchen. Inzwischen tüfteln Fige Hollenstein und Gaydoul am Vertrag von Plüss rum. Gaydoul schlägt vor, ihm den gleichen Lohn zu offerieren wie dem Ersatztorhüter der Elite A-Junioren, dafür aber pro Tor einen Denner-Gutschein für 41 Franken zu schenken. Fige findet es Mist, sagt aber "OK".  

20.11.2014: Fige Hollenstein schickt einen Früchtekorb, 2 Harassen Rosenwasser, 3 Panini-Bilder und ein Foto von sich an Plüss. Er will ihn mit dieser sympathischen Geste zum Kommen überreden. Noch am selben Tag klingelt bei Gaydoul das Telefon. Der HC Fribourg-Gottéron beschwert sich über dieses Paket. Gaydoul stellt Fige zur Rede. Fige sagt "Ach, Du meinst den Plüss von Bern, nicht den aus Fribourg?". Gaydoul zieht mit der Linken voll durch. Also nix Unfall im Hause, ein Treffer vom Chef war es.

21.11.2014: Sportchef Rötheli will Plüss anrufen, der ist aber nicht Zuhause weil er Match hat.

22.11.2014: Siehe oben.

24.11.2014: Gaydoul hat die Presse informiert, dass Martin Plüss schon fast sicher in Kloten sei. Rötheli will Plüss anrufen, der ist aber am Zibelemärit.

26.11.2014: Sven kommt nun endlich dazu, den Transfer bekannt zu geben. Gaydoul wird sagen "wir waren nie interessiert", Rötheli schläft trotzdem gut und Fige legt sich Kotteletten aufs Auge. Kloten Flyers - die Zukunft riecht nach Bohnentee mit Aromat und Maggi.

Dienstag, 25. November 2014

25.11.2014 SC Bern - Rapperswil-Jona Lakers 3:0

Gibt es einen beschisseneren Dienstag als 7 Grad Aussentemperatur mit Nieselregen? Ja, es gibt ihn, wenn Du gleichzeitig Dir noch ein Spiel gegen Rappi reinmümmeln musst. Was für ein Gekratze war denn das heute, gut, gegen die schlappen Rappen gibt es ja ganz selten WM-würdige Spiele, aber das heute war dann doch des Schlechten etwas zu viel. Zwar hatte man irgendwie gar nie Angst, dass man die Punkte nicht heimwursten könnte, aber ehrlich gesagt hatte Rappi eine Zeit lang sogar die klareren Torchancen, liefen die doch 3 x alleine auf Beppo los. Doch der zeigte zum Glück eine gute Leistung und blockierte die Flachschüsse. Rappi ist das einzige Team das wohl noch nicht geschnallt hat, das unser Hans im Tor eher bei hohen Abschlüssen Probleme hat. Oder der unheimliche Eldestink hat ihnen bei der Videoanalyse irrtümlich den Fernseher verkehrt hingestellt. Egal, Sieg, Rang 2 und am Samstag wartet ja dann der Knaller gegen den Gemsenverein.

Die Freunde des gepflegten Eishockeys wurden bereits ab Sekunde 1 mit Folter überschüttet. Nach 30 Sekunden notierte man bereits 2 sehr unerlaubte Befreiungsschläge, das tönt gut, in Wirklichkeit waren es 2 Pässe die meterweit am Empfänger vorbei ins Iceing segelten. Nun gut, eben, ich hatte keine Ansprüche an heute, einfach die 3 Punkte mussten her. Wir waren zwar mehr am Puck, doch heute war das schwarze Teil eindeutig unser Feind, da lief höchstens der Tiefschutz um die Nüsse, aber kein strukturiertes Spiel. Aber immerhin konnte uns Blumenkohl mit einem Kraftspiel-Ofen in Führung Bomben. Wehe, wenn die Rappen in Führung gegangen wären ...

Das zweite Drittel kratze einem ähnlich intesiv am Steissbein wie die ersten 20 Minuten. Ab und zu gab es eine gelungene Aktion, die aber dann jäh endete weil der Stürmer sich entweder verhederte oder über die eigenen Schlittschuhe stolperte. Es war ungenau, chaotisch und wirr, damit spreche ich noch die besten Phasen unseres Spiels an. Holldrioway konnte uns mit einem Kabinettstück dann beruhigend mit 2:0 in Front fechten. Oft hatte man nun das Gefühl, das Rappi um die Entscheidung bettelte, aber wir Sadisten wollten es scheinbar noch nicht klar machen. Immer wieder plantschen wir wie übergewichtige Nilpferde über die Fläche und knorzten die Rappen auch immer wieder vor unser Tor.

Im letzten Drittel fehlte ich dann hoch zum Himmel dass es ja keine Verlängerung geben darf. Wir brauchten das 3:0, dann war der Fall dann denn doch klar. Es dauerte aber Ewigkeiten, bis die Rappen dann nun ihr Murkssystem etwas lockerten und wir zu Konterchancen kamen. Aber eben, wenn man so rumgurkt dann klappen auch die nicht. Es war dann Viereck der uns erlösen durfte. Sein 3:0 war wohl die einzige gut kombinierte Aktion die gefährlich abgeschlossen wurden. Das war es dann. Sekunden nach dem Spiel hat man es bereits vergessen, so soll es sein, einfach die 3 Punkte sind notiert. Es war ein Arbeitssieg, mehr nicht, halt, das wäre für Arbeiter nicht ganz richtig, es war ein Arbeitssieg mit verbundenen Augen und vestopften Ohren, so kommt es hin.

Schwamm drüber, eben, 3 Punkte waren wichtig, wir können am Samstag nun Davos angreifen, ein absoluter Spitzenkampf. Und meistens spielen wir gegen gute Gegner dann auch besser, wir haben einfach unsere Probleme wenn die Mauer-Teams in der PoStraps-Arena rumwursten. Die Pflicht wurde erfüllt, ohne eine Sekunde Kür. Egal.

Sonntag, 23. November 2014

Furzkopf der Woche - Die Video-Jammer-Spielverzögerer

Es geschah gestern in der 50. Minute. Baron Richard schoss uns herrlich zum Ausgleich, der Schiri erkannte sofort auf Tor, es gab eigentlich auch keine Diskussion, es stand 3:3. Doch dann packte Haarlos Scheiss alias Harold Kreis seinen Trick-Sack aus dem Plempel und reklamierte plötzlich was im Bitz umher. Zug leierte und reiherte, bis der Schiri genötigt war, das Ganze nochmals im Video sichten zu gehen. Es dauerte und dauerte, bis ein klares Tor dann auch per Video klar war. Dabei war es auch den Zugern klar, dass es ein reguläres Tor war. Ihre Idee war natürlich, den immer stärker aufkommenden SCB aus dem Rhythmus zu werfen. Was dann leider auch gelang, das Feuer kam nicht mehr richtig in unser Team. Zug hat was total legales gemacht, das Reglement lässt das zu.

Aber nun könnten die Bosse da mal ihre Hausaufgaben machen. Dieses Videogejammer geht mir allmählich auf den Sack. In den Playoffs gibt es oft Spiele, da wird jedes Tor im Video kontrolliert, weil irgend ein Team am rumjammern ist. So geil ein Videobeweis auch ist, das muss das Instrument des Schiris bleiben, nicht eine Plattform für Jammerteams. Der Schiri alleine entscheidet auf "Tor" oder "kein Tor", falls er nicht sicher ist dann geht er die Szene nochmals anschauen und dann entscheiden.

Dabei wäre es es einfach. Hat ein Schiri auf "Tor" oder "kein Tor" entschieden (ohne Video, denn meistens sehen es die Herren in Schwarzweiss genau richtig) und ein Team meint, es könne noch was durch den Bitz leiern, dann bitte folgende Regel einführen: Das Team darf verlangen, dass der Schiri das Video anschaut. Wird der Entscheid dann bestätigt, also der Schriri lag richtig, gibt es für das leiernde Team 2 Minuten wegen Spielverzögerung. Lag der Schiri falsch, dann wird logischerweise der Entscheid umgekippt.

So würden sich Jammervereine hüten, jeden korrekten Ofen zu bejammern. Nach einem Gegentreffer dann gleich noch eine 2-Minuten-Strafe abeiern, wäre dann doch eine relativ harte Sache. So reklamiert man dann wirklich nur bei Entscheiden, die man anders gesehen hat, nicht weil man einfach noch ein bisschen leiern will. Beim Stocknachmessen wird das ja bereits so gemacht, jammert ein Jammercoach weil ein Spiele einen scheinbar zu heftig gebogenen Stock hat, kann er das dem Schiri sagen und eine Messung verlangen. Stimmt es, kriegt der Stürmer eine Strafe, liegt er falsch, dann kriegt die reklamierende Mannschaft den 2er.

Keine Macht diesen Heulsusen, die im Strampler zuhause sich Baby-Öl auf den Hintern schmieren und nackt im Treppenhaus Fangis spielen.


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