Google+ Hardboiled SCB

Mittwoch, 22. November 2017

Ein paar Dinge, die mehr interessieren als der Cup im Hockey

Natürlich, verlieren will man nie. Im Cup ist eine Niederlage gleichbedeutend mit dem Ausscheiden. Aber es gibt kaum Worte, um zu beschreiben, wie Wurst das dem gemeinen Fan ist. Wie eine Lamawurst aus Tibet. Da Hardboiled SCB mit Euch fühlt weil er selber so fühlt, habe ich ein paar Sachen, die Euch garantiert mehr interessieren als der Schweizer Cup im Hockey.

Fangen wir an mit dem neuen Wellensittich-Duschvorhang aus dem Hause "Nasser Vogel" (s. Bild). Ab sofort ist das Teil wieder bestellbar. Formschön, neuerdings auch wasserdicht. Auch noch interessant: Ein Ornithologe (Vogelkundler) hat mich noch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich Euch sagen soll, dass wenn man zwei Vögel beim Liebesspiel überrascht, nicht sagt "oh die vögeln", nein nein, korrekt und tiergerecht sagt man da "oh, die menscheln".

Eine weiter interessante Story ist die, dass China endlich endlich den grünborstigen Waldwurzkäfer unter Schutz gestellt hat. Der grünborstige Waldwurzkäfer ernährt sich ja hauptsächlich von den Zweigen des Yangjung-Baums. Seine Ausscheidungen braucht der hellgelbe Mauerflieger (sieht fast aus wie ein Wellensittich ohne Wellen) für seine gesunde Ernährung. Packende Story.

Dann ist da noch die Versöhnung der Piller Fans mit Häsu. Freundlich haben sie geklatscht als er als bester Spieler seinen Preis abholen durfte. Für die Medien war das eine Versöhnung, nicht aber für Häsu, der (ich bin Lippenleser aus Passion, drum liebe ich, wenn Frauen Leggins tragen) nun das ganze Bieler Publikum als Hurensöhne betitelte. Egal. Ohne Hiller gewinnt der Piller. Alles gut im Seeland, mal wieder gegen uns gewonnen und noch 2 Siege zu einem Titel. Viele Bieler wissen ja gar nicht, dass man im Eishockey auch etwas gewinnen kann. Noch nie erlebt und so. Nun ist die Chance da! Klar brauchen sie unwahrscheinliches Losglück, aber immerhin!

Und weiter möchte ich noch sagen, dass ich jetzt schon fast kotze wenn ich an die Erstrunden-Cupauslosung von 2018 denke. "Der SCB spielt auswärts gegen den EHC Tägertschiwasser, was für ein Volksfest. Brech Kotz Stöhn Kopfschüttel.


Dienstag, 21. November 2017

Köpp Viertelfinale: EHC Biel - SC Bern 5:3

Wir müssen trauern. Schliesst schnell 1,3 Sekunden die Augen. So genug, Augen auf und durch. Wir sind aus dem Cup raus, weil Biel kämpfte als ginge es um eine neue Brille für MäckDonalds an der Bande. Sie waren spielerisch aber eben eine Spur besser als wir, weil wir erneut die Phase drin hatten "huch, der Puck springt mir 20 cm vom Stock weg". Und zack war ein Bieler dazwischen. Wir konnten ab und zu Druck erzeugen, aber es war irgendwie heute alles verkrampft und verknorzt. Deshalb eine verdiente Niederlage. Und der Cup lebt, so ist es ja gedacht, dass notorisch erfolglose Clubs dann trotzdem um einen Titel mitspielen können. Wenn ich mir nun einen Cupfinal Rappi vs. Biel vorstelle, im Hallenstadion Zürich vor 11 Zuschauern ... OK, das ist halt Cup. Der grosse Mann bei Biel heute war der Perverse Ätti oder wie er heisst, 2 saubere Tore gegen uns. Häsu wäre gleichweit gewesen, ebenfalls 2 Treffer, aber es nützt nichts wenn man auf der Verliereseite sitzt. Das Gute daran: Wir können immer noch das Triple holen, Meisterschaft halt. Der Cup ist Geschichte.

Wir wurden sehr früh gerückstandend heute. Die Piller hatten viel zu viel Platz und nach einer Minute waren wir im Käsekeller. OK, die Antwort kam sofort, erst moserte unser Capitano den Ausgleich rein, kurz darauf ein Traumtor von Häsu, schon führten wir. Danach ein munteres Auf und Ab Spiel, ich sah schon langweiligere Derbys. Bei uns immer mit der unglaublichen Ungenauigkeit, irgendwie wollte es nicht heute. Und wenn der Verteidiger schiessen könnte, spielt er den Pass, und wenn er nicht schiessen sollte, knallte er. Eben. Murphys Law oder wie es heisst. Der Ausgleich von Biel kam im Kraftspiel, unglaublich wie frei der Typ vor Caminada ablenken durfte. Aber wir waren 5 Minuten später, bei Spielhälfte, wieder im Geschäft, weil Häsu erneut für seinen Lieblingsklub traf. 6 Minuten später viel dann für mich die Entscheidung. Wir in Überzahl, fahrig und ungenau, wumm wumm wumm und der Shorthander glich die Partie wieder aus. Anstatt die Führung auszubauen ... tja.

Im letzten Drittel traf dann nach 4 Minuten der MäckFicker herrlich zum 4:3. Das wars dann eigentlich schon, denn unser Anrennen war vergebene Liebesmüh. Wir spielten, als wenn der nervöse Liebhaber mit seiner Angetrauten eine Nummer schieben möchte, vor lauter juflen er aber den Präservativ über die Eier stülpt. Irgendwie OK, aber trotzdem nichts. Wir bremsten uns zu oft selber. Uns als wir Leernetzten, war es dann eben wieder der perverse Ätti der uns endgültig erledigte.

Für Biel der grösste Erfolg seit dem Meisterpokal, der von Napoléon überreicht wurde, oder war es Moses? Egal. Sie wollten, wir hätten wenn es gäbig gegangen wäre. Schwamm drüber, aber diese Angriffsleistungen bringen mich langsam zur Verzweiflung. Ach ja, der Tristan hat noch einen Penalty versemmelt, das wäre dann das "wenn es gäbig gegangen wäre". Gratulation auf Biel. Bei uns alle Kraft auf den Freitag legen, ihr wisst, die Hutzenbröhne warten mit Schaum vor dem After auf uns. Eklig. Aber egal.

Sonntag, 19. November 2017

EHC Kloten - SC Bern 1:2

Draussen gagelt der November im Bitz umher. Also zieht man sich ein paar Lutz zum Spiel rein. Das war aber auch das Einzige, was während 40 Minuten einigermassen die Nüsse wärmte. Wir gewannen heute mit einem annehmbaren Schlussdrittel. Die ersten 40 Minuten kann man abbuchen unter "was sollen wir genau machen im Angriffsdrittel der Sparschweinchen aus Kloten?". Nach 40 Minuten hatten wir legendäre 11 Torschüsschen auf unserem Konto. Der Altrusse Tichonov hätte unsere Jungs in der Drittelspause auf den Üetliberg gejagt. Wir lagen total korrekt mit 0:1 im Rückstand, weil der Tabellenletzte mit viel Speed und auch druckvoll gegen uns antrat. Aber eben, nach 40 Minuten führen meistens die Loser, Kevin weinte schon nach 40 Minuten, weil er trotz Führung ahnte, was da noch kommen würde. Egal, Sieg ist Sieg. Die Konkurenz kann sich Fernrohre bestellen, damit sie uns in der Rangliste noch sehen.

Das Startdrittel ging aber sowas von klar an Kloten. Die rannten, als müssten sie koten. Zwar konnten wir die Gefahr meistens Abwehren, weil Kloten Mühe hatte über die Seite der Spielerbank anzugreifen, weil dort das Eis aufgeweicht war, weil Kevin schon vor dem Spiel weinte ab der zugegebenrmassen geilen Choreo der Klöten. Aber das es dann mal einschlug, war logisch. Beatrice Eglis Bruder schoss eher haltbar zur Führung ein. Verdient. Basta. Und wir mussten froh sein, dass es nur bei diesem knappen Rückstand blieb.

Alles besser im zweiten Drittel? Ja, Kevin konnte seine Tränen stoppen, Kloten war nun männlicher unterwegs. Bei uns ging gegen vorne extrem wenig. Auslösung war meistens nicht so schlecht, doch dann fingen ab der neutralen Zone die Probleme an. Auch weil Kloten gut dicht machte und die blaue Linie akribisch abdeckte. Es war schwer für uns, aber wenn wir uns dann mal freigespeilt hatten, kam ein ungenügender Schuss, der Bolzenkopf konnte auch nach 40 Minuten noch vom Scheisshaus (Shotout) träumen. Und ich nervte mich und frass das Glas vom Lutz.

Das letzte Drittel war für mich so "jetzt oder nie". Und siehe da, wir konnten die bis anhin eher versiffte Partie noch drehen. Das Murkstor des Jahrhunderts brachte uns zum Ausgleich. Häsu, endlich mal wieder, stocherte die Scheibe zum Ausgleich in die Krätze. Nun war ich nicht mehr zu halten und skandierte herrlich wirre Songst wie "Hollenstein hat Zahnstein, sagt seine dicke DH". Dann brauchten wir Schutzengel, als ein Puck der Flughafenjünger an die Lattenunterkante zischte. Aber Klarerweise war es kein Tor. Kevin hatte seinen 21igsten Weinkrampf. Quasi im Gegenzug spielte Häsu dem Anders sein Sohn geil frei, der traf herrlich zum 2:1. So, auf der Siegerstrasse, obschon wir vorher einen Waldlauf für Dachshoden gezeigt hatten.

Den Sieg brachten wir nach Hause, Pflichtaufgabe gelöst, 2 Spiele 6 Punkte, ein gutes Wochenende, von den Punkten mehr. So, jetzt saufe ich in aller Ruhe ein Lutz. Schönen Sonntag noch!

Samstag, 18. November 2017

SC Bern - HC Fribourg Gottéron 5:2

So, da sind wir wieder auf der Siegerstrasse. Nach einer Niederlage reissen wir uns ja meistens sehr kräftig am Riemen. Das war heute gegen ein starkes Gottéron auch nötig. Richtig gelesen, denn die Hutzenbröhne waren heute doch ziemlich nahe dran, Unrat in unser Heimspiel zu bringen. Erst als wir dann endlich umstellten von "der Zuckerpass zum Tor muss so zuckrig sein wie ein Zuckerstock" zum "ich murks die schwarze Gummisau nun einfach rein" konnten wir die lebenden Weichkäsefanatiker in die Schranken weisen.

Das erste Drittel war Leos Drittel. Da hatte Gottéron ein Chancenplus, aber eben, unsere Wand liess sie anrennen. Wenn wir angriffen gab es schon auch gute Szenen, aber eben, wie oben beschrieben, da fehlte irgendwie die Entschlossenheit. Und es fehlten immer Leute vor dem Tor, die die Blaulinienknaller dem Herr Wäeber unsichtbar machten. Es war nicht schlecht zum Zuschauen, auch weil es die gewohnten Scharmützel gab. Ohne dass es zu einer Schlacht ausartete. Klar, der Herr Fockleer führte sich schon etwas doof auf. Aber kein Problem, das ist auch so wenn Du eine Familie aus Fribourg kennen lernst, auch wenn fast alle nett sind, ein Arsch ist immer dabei. Ist halt so. Egal. Also, ein 0:0 Drittel, wir konnten uns nicht beklagen.

Im zweiten Drittel erlöste uns dann der Marylin Manon mit einem herrlichen Powerplaytreffer. Ein Strich, ein Laser, und wir führten. Trottelfon reagierte zwar, wirkte aber übermotiviert und foulte halt fröhlich weiter. So konnte Pirelliölälä im Powerplay auf 2:0 erhöhen. Das tönte zwar gut, war aber noch zu wenig. Wir versiebten noch ein paar aufgelegte Tore, die Schussqualität war heute Abend zu wenig gut. Eindeutig.

Das letzte Drittel war dann Spektakel. Ausgelöst wurde es durch den Anschlusstreffer von Hutzenbrohn. Aber unsere Antwort dauerte etwas mehr als eine Minute, da zog die Blume ab und wir hatten das 3:1 im Sack. 7 Minuten vor Schluss wurde Leo dann komisch erwischt, wieder waren die Sensemurkser dran. Und nun stellten wir eben um und murksten wie wilde Kanibalen vor dem gegnerischen Tor umher. So konnte Trüffelnacht das 4:2 eintopfen, 3 Minuten vor Schluss war das die Entscheidung. Ganz zum Schluss krampfte Arko der Bello noch eine Scheibe ins leere Tor, so dass das (zu) hohe Schlussresultat feststand. Aber troztdem haben wir heute vieles gut gemacht, so dass das Glück auf unsere Kellen gefallen ist, ich finds gut.

Schade fand ich, dass die Zuschauer die Gottéron-Choreo zu Beginn des Spiels nicht beachteten. Wie geil war das denn? Sie wählten das Thema "Toter Blauwal angeschwemmt am Strand". Gut, Ok, war auch etwas schwer zum erkennen, wenn eine Kurve wie ein Kadaver rumsteht. Aber das fantastische war der Geruch, so täuschend echt war das, überwältigend! Und das ist schwer zum imitieren, glaubt mir, da braucht es eine Kurve die zusammenhält und jeder genau im richtigen Moment den richtigen Gestank ablässt. Klasse.

Huch, sehe gerade, dass wir mit 8 Punkten Vorsprung Leader sind. Also so lässt sich gut schlafen. Pfuuset guet. Bis gli!

Mittwoch, 15. November 2017

Nach fast 41 Jahren ist Tuni Hardboiled endlich wieder mal in den Medien

Ja, es ist wieder passiert. Das neue gute Portal "NAU" wollte mal sehen, wie es so abgeht, wenn ich mir den Match reinziehe und danach den Matchbericht schreibe. Ich war erleichtert, denn zuerst dachte ich als sie sagten "wir wollen Dir einfach zuschauen", dass sie mich auch beim Duschen filmen wollen. Wisst ihr, so wie Heidi Klum, ein Duschfoto wo man das Füdi sieht, um dann ein Tag später gleich empört #metoo zu schreien, wenn man am Arsch gegrabscht wird. Aber die beiden Damen beruhigten mich sofort, nur im Wohnzimmer werde gefilmt. Also OK.

Den wirklich Oscarwürdigen Bericht findet ihr unter
https://www.nau.ch/sport/dieses-spiel-war-eine-darmgrippe-mit-keuchhusten-65263990

Besonders hervorragend, dass die treffende Aussage zum Gurkenspiel gestern auch als Überschrift erschienen ist. Dann sind noch prägende verbale Äusserungen von mir zu vernehmen. Ist lustig in der Firma, wenn man sich selber aus einem anderen Büro reden hört. Bei uns arbeitet eine massivo-Veganerin. Sogar sie hatte Freude am Beitrag. Die ist so vegan, die betäubt ihre Bananen in Chloroform bevor sie die Dinger schintet, damit sie nicht leiden.

Was war gestern noch wichtig? Ach ja, der Ausraster von Hiller. Unwahrscheinlich wie er während dem Spiel mit seinem Stock auf das Tor drischt. Zaus Klaugg meint, dass es zurecht keine Strafe gab, da es ja nur "seelenloses Metall" sei. Meine veganische Grasschnitte hier klärt mich aber sofort auf, dass Metall auch Gefühle und eine Seele haben. "Quäle nie Metall zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz". OK, viel Spass noch am rohen Gemüseauflauf mit Wassersauce, ich meld mich dann mal ab.

Dass der SCB etwas ausgelaugt wirkt, ist ja kein Wunder. Wir haben sehr viele Spiele auf dem Programm und es werden nicht weniger. Deshalb ist der ausgelutschte Zustand nicht besorgniserregend, das kommt schon wieder. Oder wollen wir es machen wie Lugagel und nur noch Saunulpen einkaufen, die dann nicht zum Kakadu-Cup aufgeboten werden und somit etwas mehr Erholung kriegen? Nein, wir stählern uns jetzt einfach schon für die Playoffs. Die mentale Frische wird auch wieder kommen. Karl Neinonen hat den Deo gewechselt, schon das wird neuen Wind in die Kabine bringen.

So, auf gehts, der Countdown für das zäh riechende Derby ist am Laufen. Immer weiter gehen!